Bezahlung nach "Leistung"?

von Pastor Andreas Kahnt / 09.12.2014

Wie kommt es nur, dass in letzter Zeit wieder mal laut darüber nachgedacht wird, ob Pfarrerinnen und Pfarrer nach Leistung bezahlt werden sollten? Noch dazu mit so eindrucksvollen Anreizen wie hier und da ein Blumenstrauß oder ein Abendessen mit Partner/-in für herausragende Leistungen (vgl. "idea" 48/2014). Schon treten Stechuhren und Leistungsnachweise vor mein geistiges Auge; Dokumentationen zu jeder pfarramtlichen Tätigkeit sind regelmäßig mit der Fahrtkostenabrechnung zur Leistungsschau einzureichen. Und ich dachte, wir hätten das Thema in den Diskussionen um das Pfarrerdienstgesetz und das Besoldungsgesetz der EKD überwunden.

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Kahnt freut sich über Wertschätzung an Pfarrerinnen und Pfarrern / Kritik an EKD

Auftakt zum Pfarrertag in Worms: Pfrin. Anita Nowak-Neubert (stv. Vors. Verein EKHN), Pfr. Christian Fischer (Pressereferent) und Pfr. Andreas Kahnt (Vorsitzender Verband). Foto: Kerstin Neubert Bildunterschrift: Auftakt zum Pfarrertag in Worms: Pfrin. Anita Nowak-Neubert (stv. Vors. Verein EKHN), Pfr. Christian Fischer (Pressereferent) und Pfr. Andreas Kahnt (Vorsitzender Verband). Foto: Kerstin Neubert Worms, 22.9.2014 (cf). In seinem Vorstandsbericht vor der Mitgliederversammlung des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V. am 22.9.2014 in Worms stellte der Vorsitzende des Verbandes, Pfarrer Andreas Kahnt (Westerstede), die Folgen der aktuellen EKD-Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU) für den Pfarrberuf sowie die anstehenden Herausforderungen für den Verband in den Mittelpunkt.
Die 5. Erhebung der Evangelischen Kirche in Deutschland über die Kirchenmitgliedschaft zeige eindrucksvoll, „dass unter den Kirchengliedern die Bedeutung von Pfarrerinnen und Pfarrern hoch geschätzt wird“, so Kahnt. Es komme auch in Zukunft auf den Pfarrer und auf die Pfarrerin an, so der Vorsitzende, denn die Evangelische Kirche sei für ihre Mitglieder vor allem durch ihre gottesdienstliche Praxis bedeutsam. „Das Bild von Kirche vermittelt sich für einen großen Teil der Befragten über konkrete Personen, nämlich eine Pfarrerin oder einen Pfarrer, die Sie persönlich kennen, denen sie anlässlich eines kirchlichen oder öffentlichen Ereignisses begegnet sind oder deren Namen sie mit einer Pfarrperson verbinden,“ betonte der Vorsitzende vor den 100 Delegierten aus den Mitgliedsvereinen.

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