Bezahlung nach "Leistung"?

von Pastor Andreas Kahnt / 09.12.2014

Wie kommt es nur, dass in letzter Zeit wieder mal laut darüber nachgedacht wird, ob Pfarrerinnen und Pfarrer nach Leistung bezahlt werden sollten? Noch dazu mit so eindrucksvollen Anreizen wie hier und da ein Blumenstrauß oder ein Abendessen mit Partner/-in für herausragende Leistungen (vgl. "idea" 48/2014). Schon treten Stechuhren und Leistungsnachweise vor mein geistiges Auge; Dokumentationen zu jeder pfarramtlichen Tätigkeit sind regelmäßig mit der Fahrtkostenabrechnung zur Leistungsschau einzureichen. Und ich dachte, wir hätten das Thema in den Diskussionen um das Pfarrerdienstgesetz und das Besoldungsgesetz der EKD überwunden.

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Vorstand des Deutschen Pfarrerverbandes trifft EKD-Ratsvorsitzenden

EKD-Ratsvorsitzender Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (l.) und Pastor Andreas Kahnt, Vorsitzender des Pfarrerverbandes, im EKD-Kirchenamt in Hannover. (Foto: Dethard Hilbig) Bildunterschrift: EKD-Ratsvorsitzender Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (l.) und Pastor Andreas Kahnt, Vorsitzender des Pfarrerverbandes, im EKD-Kirchenamt in Hannover. (Foto: Dethard Hilbig) Hannover, 12.5.2015 (cf). Zu einem ersten Treffen sind am Dienstag, 12. Mai 2015, im Kirchenamt der EKD in Hannover der Bundesvorstand des Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrerverbandes und der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, zusammengekommen. In dem knapp zweistündigen Gespräch mit dem Pfarrerverband, der ca. 20.000 Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland vertritt, ging es im Schwerpunkt um Fragen der Pfarrervertretung auf EKD-Ebene, um das Berufsbild des Pfarrers und der Pfarrerin sowie um die Sorge um den kirchlichen Nachwuchs.

Der Vorsitzende des Pfarrerverbandes, Pastor Andreas Kahnt, beschrieb die Gesprächsatmosphäre als konstruktiv: "Wir sind uns der gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft der Kirche und des Pfarrberufs bewusst", so Kahnt. In der Zukunft gelte es, das bisher bereits gute Verhältnis von EKD und Pfarrerverband weiter auszubauen, zum Beispiel durch eine "lebendige und verlässliche Begegnungskultur". Auch angesichts des bevorstehenden Pfarrermangels ständen EKD und Pfarrerverband vor gemeinsamen Herausforderungen.

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