Meldungen

Thema: Ende der Sicherheit
Deutscher Pfarrerinnen- und Pfarrertag 2020 in Leipzig abgesagt

Aufgrund der Corona - Pandemie hat sich der Verband evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V. entschlossen, den Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertag 2020 in Leipzig abzusagen. Wir werden Sie auf dieser Seite informieren, sobald sich unsere Planungen für den nächsten Deutschen…

Thema: Ende der Sicherheit
Deutscher Pfarrerinnen- und Pfarrertag 2020 in Leipzig

In diesem Jahr ist es wieder soweit: Dann treffen sich Pfarrerinnen und Pfarrer aus ganz Deutschland von Montag, 28., bis Mittwoch, 30. September in Leipzig zum Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertag. Das Thema Ende der Sicherheit rückt die Debatte um die aktuellen Veränderungen in Kirche und…

Video-Tipp

Hoffnung
von Pastor Martin Schulz

Medien haben sprachlich Probleme mit der Hoffnung. Wie bekommt man Hoffnung? Schenkt man Hoffnung oder spendet man sie, verbreitet man sie oder macht man sie? Hoffnung ist schwierig. Hoffnung bekommt man jedenfalls nicht wie ein neues Smartphone.

Der Video-Clip ist schwarz-weiß. Es sind Webcam Aufnahmen, die zusammengeschnitten worden sind. Einige Plätze oder Straßen aus Großstädten lassen sich namentlich identifizieren. Parks sind zu sehen, Boulevards, Sportplätze, Skigebiete, Kreuzfahrtschiffe, Flugplätze, Strände. Sie haben alle eins gemeinsam: Es sind nur sehr wenige Menschen zu sehen. Sie sind menschenleer. Dadurch gewinnen die Orte eine eigene Bedeutung. Die Orte selbst sind zu sehen und nicht das Leben und das Strömen der Menschen. Es ist so, als ob die Orte durch die Leere aufatmen würden und ihre besondere Qualität zeigen können.

Der Liedtext umkreist den Gegensatz von Für-sich–sein und Sein-beim-andern. Vereinzelung gegen Verbundenheit, in der Ecke stehen gegen Zusammenhang, Stummheit gegen Transformation, Schweigen gegen Neuanfang, umsonst leben gegen bei dir sein. Beziehung, Kommunikation, Eins-sein, Geist sind die Überlebenskräfte. Geist ist die  Verbundenheit mit dem anderen, auch in seiner Abwesenheit.   

Schenkt, verbreitet, spendet man Hoffnung? Tocotronic singt, dass das Lied verkündet – in jedem Ton liegt eine Hoffnung, aus jedem Ton spricht eine Hoffnung.  Es ist kein Lied über die Hoffnung. Das Lied eröffnet Hoffnung im Hören. Ich höre es. Im Hören bin ich verbunden mit den Vielen, denen es so geht wie mir. Wir haben viel zu erzählen, und was werden wir erzählen, wenn wir wieder zusammen sind.  Ich höre das Lied, ich rücke aus der Ecke und verbinde mit den anderen, sie sind so wie ich - hoffnungsbedürftig. Wir sind eins – ich kann weitermachen. Ich zeichne das Erhoffte im Hören gegen und hoffend viele. 

Bei der letzten Strophe denke ich an Gott:
„Wenn ich dich nicht
Bei mir wüsste
Hätte ich
Umsonst gelebt“