In westlichen Medien wird der Begriff Märtyrer überwiegend mit islamischen Selbstmordattentätern in Verbindung gebracht. Demzufolge seien Märtyrer fanatisch, potenziell gewalttätig und deshalb gefährlich. Oft wird dann verallgemeinernd gefolgert, Islam sei gleich Terrorismus, und Religion überhaupt sei das Übel, das Gewalt in der Welt verursache. Damit erscheinen auch christliche Märtyrer als zweifelhafte Gestalten, und man wagt es kaum noch, Christen, die um ihres Glaubens willen ihr Leben verloren haben, als Märtyrer zu bezeichnen. Das veranlasst Christof Sauer und Carsten Polanz, nach den Wurzeln des Begriffs und des Phänomens des Märtyrers in christlichem und islamischem Verständnis zu fragen.

 

Christliche Märtyrervorstellungen

Der Begriff Märtyrer geht auf das griechische Wort „martys“, Zeuge, in christlicher Ausprägung zurück. In den Schriften des NT stellt sich Jesus als der von Gott in die Welt gesandte Zeuge der Wahrheit dar, und alle, die ihm folgen, sendet er als seine Zeugen in die Welt. Weil sein Zeugnis Verspottung und Widerstand durch seine Umwelt ausgelöst hat und schließlich zu seiner Hinrichtung in einem Unrechtsprozess geführt hat, sollen seine Jünger nicht erstaunt sein, wenn ihnen Gleiches widerfährt. Jesus versprach denen, die um seinetwillen ihr Leben verlieren, die „Krone des Lebens“, Teilhabe an seinem Richteramt im Weltgericht und an seiner zukünftigen Herrschaft über die Welt.1

Ursprünglich der Augenzeuge, der vor Gericht selbst Erlebtes bezeugen konnte, wurde der Märtyrer im Zuge der Verfolgungen von Christen in der frühen Kirchengeschichte zu dem, der um den Preis seines Lebens vor Gericht bezeugte, dass Jesus der von Gott eingesetzte und allein anbetungswürdige „Kyrios“ (Herr) sei – und der deshalb das von der römischen Staatsreligion vorgeschriebene Opfer für den Kaiser verweigerte. Im Unterschied zu den Märtyrern wurden diejenigen, die trotz ihrer standhafter Glaubensbezeugung unter Verfolgung überlebten, als „Bekenner“ bezeichnet.

Erst nachdem Kaiser Konstantin im 4. Jh. das Christentum zur staatstragenden Religion machte und die Erfahrung von Verfolgungen im römischen Reich selten wurde, fand eine Verschiebung in der Frömmigkeit statt. Weil kaum noch jemand genötigt wurde, sein Leben für seine Treue zu Christus zu opfern, versuchten viele durch Entsagungen und Askese ein Gott besonders gefälliges Leben zu führen. Dabei verschob sich im Martyriumsbegriff das Gewicht von der ursprünglichen Betonung des Zeugnisses weg hin zu Leiden und Entsagungen, die an die Stelle des Lebensverlustes traten. Im Mönchtum des Mittelalters war von unblutigem Martyrium die Rede.

Der Zeugnischarakter des Martyriums trat im Zeitalter der Glaubensspaltungen wieder in den Vordergrund für diejenigen Christen, die aufgrund ihres Festhaltens an abweichenden Lehren von den jeweils mächtigeren Traditionen oder unter deren Billigung von den herrschenden Gewalten umgebracht wurden.

 

Der Märtyrerbegriff in säkularisiertem Gebrauch

Erst nach der Aufklärung und im Zuge der Säkularisierung wurde der Märtyrerbegriff auch losgelöst von einem christlichen Glaubensbekenntnis verwendet. Nun konnte man für jede beliebige Überzeugung oder Sache zum Märtyrer werden. Es besteht weiter – bis heute – immer wieder die Tendenz, gefallene militärische Helden zu Märtyrern zu stilisieren – obwohl das ursprüngliche Kennzeichen der Märtyrer der gewaltlose Einsatz für die Wahrheit war. Auch besteht die Tendenz, den Martyriumsbegriff teilweise vom Verlust des Lebens abzukoppeln. So wird häufig vom Martyrium von Entführungs- oder Vergewaltigungsopfern gesprochen, womit die erlittenen Qualen und Leiden gemeint sind. Somit ist die ursprüngliche Bedeutung des einst christlich geprägten Märtyrerbegriffes immer mehr in den Hintergrund geraten und der Begriff immer weiter verallgemeinert und ausgeweitet worden.

 

Islamische Märtyrervorstellungen

Islamische Märtyrervorstellungen sind mit dem Aufkommen des Islam im 7. Jh. auf dem Hintergrund lokal vorherrschender christlicher und jüdischer Vorstellungen entstanden. Im Koran kommt der arabische Begriff des šahid im Sinne des Zeugen mehrfach vor (u.a. in Sure 2,137 und 24,6, in Sure 3,93 und 5,117 auch im Blick auf Allah). Umstritten ist, ob šahid in seiner Pluralform (šuhada’) bereits in Koranversen wie Sure 4,692 die Blutzeugen meint oder diese Interpretation erst unter christlichen Einflüssen in der nachkoranischen Tradition aufgekommen ist.3

Wie bei anderen Fragen muss man auch beim Thema Martyrium zwischen der mekkanischen und der medinensischen Phase im Leben Muhammads unterscheiden. In Mekka waren die Muslime zunächst eine Minderheit, die von der polytheistischen Mehrheit sozial diskriminiert, wirtschaftlich boykottiert, später auch gewaltsam angefeindet wurde. Manche Anhänger Muhammads bezahlten ihr Festhalten am islamischen Bekenntnis (šahada) mit dem Leben und erscheinen in islamischen Überlieferungen als erste Märtyrer des Islam. Nach der Auswanderung in Medina wandelt sich die Ausgangslage, indem Muslime sehr bald zur Mehrheit werden und Muhammad zu einem politischen und ­militärischen Führer wird, der gewaltsames Vorgehen gegen seine Feinde mit göttlichen Offenbarungen rechtfertigt.

In diesem Kontext sprechen mehrere Verse davon, dass der Gläubige sein Leben (und sein Vermögen) auf dem Wege Allahs einsetzen soll. Nach Sure 9,111 hat „Gott […] den Gläubigen ihre Person und ihr Vermögen dafür abgekauft, daß sie das Paradies haben sollen. Nun müssen sie um Gottes willen kämpfen und dabei töten oder (w. und) (selber) den Tod erleiden.“ Sure 4,74 verheißt demjenigen, der „auf dem Wege Allahs“ bzw. „um Allahs willen“ (fi sabil allah) kämpft und getötet wird, gewaltigen Lohn im Jenseits. Sure 3,169 verbietet es den Gläubigen ausdrücklich, „diejenigen, die um der Sache Gottes willen getötet werden“, als tot zu betrachten, da sie vielmehr lebendig seien im Jenseits (vgl. Sure 3,169). Sure 3,195 verspricht denen, die im Kampf getötet wurden oder auf andere Weise um ihres Glaubens an Allah willen gelitten haben, die Tilgung ihrer schlechten Taten und den Einlass in (Paradies-)Gärten, „in deren Niederungen Bäche fließen“. Der hier angesprochene Gedanke der Tilgung von Sünden ist vor dem Hintergrund koranischer Ansätze einer Werkgerechtgkeit zu verstehen, wie sie trotz vielfacher Betonung göttlicher Gnade und Vergebungsbereitschaft unter anderem im Bild der Waagschale (z.B. Sure 23,102-103) zum Ausdruck kommen.

 

Der Lohn des Märtyrers

Die islamische Überlieferung konkretisiert die Vorzüge und Belohnungen der Märtyrer noch stärker. Durch seinen direkten Eintritt ins Paradies bleibt er von der qualvollen Prüfung seines Glaubens im Grab durch die beiden Todes- bzw. Verhörengel Munkar und Nakir und jeglicher Bestrafung am Jüngsten Tag verschont. Im Paradies soll ihm nach den Propheten die höchste Stufe in maximaler Nähe zu Allahs Thron zugewiesen werden. Damit er als Märtyrer erkannt und als rein gewaschen von jeder Sünde betrachtet wird, soll er ohne die übliche rituelle Waschung in seinen blutbefleckten Kleidern beigesetzt werden. Andere Hadithe sprechen davon, dass der gefallene Kämpfer keiner Fürsprache des islamischen Propheten bedarf, sondern vielmehr selbst Fürsprache für 70 Verwandte einlegen kann. Gruppen, die junge Menschen für Selbst­mord­atten­tate mobilisieren möchten, werben vor allem mit den (nach der Überlieferung 72) vollbrüstigen und großäugigen Jungfrauen, die der Koran eigentlich allen gläubigen Männern als Gattinnen für das Paradies verspricht (u.a. in Sure 44,54 und 78,33).

 

Frühe Erweiterungen des Märtyrerbegriffs

Als im Zuge abnehmender militärischer Unternehmungen weniger Kämpfer auf dem sprichwörtlichen Schlachtfeld benötigt wurden und die Gefahr bestand, dass sich Gläubige aus Verlangen nach den obigem Märtyrerlohn einer blinden Selbstaufopferung verschrieben, kam es schon in relativ frühen Überlieferungen zu einer sukzessiven Erweiterung des Märtyrerbegriffs. Demnach werden die Gläubigen auch zu Märtyrern, wenn sie an einer Krankheit, einer Seuche, durch Hunger oder Gewalteinwirkung, durch eine eingestürzte Mauer oder durch Wassermassen, Feuer oder Gift sterben. Auch Frauen, die im Zuge des Gebärens sterben, können nach dieser weitgefassten Definition als Märtyrerinnen gelten. Gleiches sollte auch für Gläubige gelten, die während der Pilgerfahrt, bei der Versorgung ihrer Familien oder beim Einsatz gegen Ungerechtigkeit, aufgrund ihrer Kritik an unislamischen Herrschaftsformen oder auf der Suche nach religiösem Wissen ihr Leben verlieren. Vor allem unter den islamischen Mystikern galten jene als die wahren „lebenden Märtyrer“, die ihr Leben im Kampf gegen die eigene Triebseele (jihad an-nafs) einsetzten.4 In der islamischen Literatur wird allerdings zwischen denen unterschieden, die sowohl im Diesseits als auch im Jenseits als Märtyrer gelten und denen, die nicht im direkten Kampf sterben und daher lediglich im Jenseits als Märtyrer angesehen sind.

Der Begriff šahid wird im Nahen Osten seit einigen Jahren inflationär gebraucht. Auch die Toten des Arabischen Frühlings gelten vielen als šuhada’. Unter dem Einfluss des militanten Islamismus steht heute insgesamt wieder stärker die militärische Deutung im Fokus innerislamischer Diskurse.

 

Zeitgenössischer Märtyrerkult

So glorifiziert zum Beispiel Hasan al-Banna (1906-1949), der Gründer der Muslimbruderschaft, der einflussreichsten islamischen Massenbewegung der Gegenwart, in seiner Schrift mit dem Titel „Die Kunst des Todes“ die Hingabe des eigenen Lebens für Allah und die islamische Gemeinschaft als höchste Ausdrucksform der Islam und des Dschihad.5 Im Zuge der zweiten Intifada warb die Palästinensische Autonomiebehörde im Jahre 2000 auch unter Kindern dafür, den Tod im Kampf gegen Israel zu suchen. Der schiitische Revolutionsführer im Iran, Ayatollah Khomeini, spornte zahlreiche Kinder und Jugendliche dazu an, „freiwillig“ auf die irakischen Minenfelder zu laufen und beschrieb in seiner Propaganda den Tod im Glaubenskampf als Weg zu wahrem Frieden und ewiger Glückseligkeit.6 Um die Mobilisierungsstrategien militanter Gruppen besser verstehen zu können, muss man sich neben diesen auf das Jenseits bezogenen Versprechungen auch das hohe gesellschaftliche Prestige bewusst machen, das den Angehörigen von Märtyrern – mancherorts auch von Selbstmordattentätern – zuteilwird.

 

Schiitische Besonderheiten

Beim islamischen Märtyrerverständnis in Geschichte und Gegenwart gilt es allerdings auch konfessionelle Unterschiede zu beachten. So spielt bei Schiiten das Martyrium des Prophetenenkels al-Husain eine herausragende Rolle. Der jüngere Sohn des vierten Kalifen Ali verlor sein Leben nach der Tradition im Jahr 680 in einer entscheidenden Schlacht bei Kerbela gegen den Anführer der späteren Umayyaden-Dynastie, Mu‘awiya. Er entwickelte sich zum Prototyp schiitischer Märtyrer. Am 10. Tag des Monats Muharram, dem Aschura-Tag, finden jährlich ausgedehnte Trauerfeierlichkeiten und Prozessionen mit Selbstgeißelungen statt. Schiiten versprechen sich, dadurch Anteil an der Erlösung zu bekommen, die al-Husain aufgrund seines Leidens als Fürsprecher der Gläubigen im Gericht erwirken könne. Das Leitmotiv des Leidens schlägt sich in der schiitischen Tradition im Märtyrertod aller schiitischen Imame (bis auf den Letzten in der Verborgenheit befindlichen) nieder. Schiitische Gelehrte sahen zugleich die Gefahr, dass die eigene Gemeinschaft durch zu viele opferbereite Nachahmer nachhaltig geschwächt werden könnte, und entwickelten daher das Prinzip der Taqiyya (wörtl. Furcht oder Vorsicht), nach dem die (in der Regel in der Minderheit lebenden) Schiiten ihren Glauben bei Zwang und drohendem Schaden verheimlichen dürfen.

 

Vergleiche zwischen christlichen und islamischen Vorstellungen

Dieser kurze Überblick hat gezeigt, dass es sowohl im Christentum als auch im Islam Entwicklungen und Verschiebungen im Märtyrerverständnis gegeben hat. Auch ist die Aufnahme mancher christlichen Vorstellungen durch den Islam geschichtlich nicht verwunderlich. Doch kann keineswegs behauptet werden, unter Märtyrern würde selbstverständlich und grundsätzlich das Gleiche verstanden. Was prägt, sind die Ursprünge.

Es ist hilfreich, zwischen passivem und aktivem Martyrium zu unterscheiden. Passive Märtyrer sind bereit, für die Wahrheit zu sterben, indem sie sich weigern, unter Druck und Verfolgung ihren Glauben zu verleugnen, und selbst auf Gewalt und Vergeltung verzichten. Solche Märtyrer hat es auch in der islamischen Geschichte im Kontext innerislamischer Auseinandersetzungen oder der Verfolgung durch Nicht-Muslime gegeben. Prägender waren im Islam jedoch aktive Märtyrer, die bei ihrem Kampf für die islamische Wahrheit und Gerechtigkeit sterben, während sie anderen Gewalt antun, die sie als Feinde ihres Glaubens und ihrer Gemeinschaft ausgemacht haben.7

Militante Muslime handeln in gewisser Übereinstimmung mit dem militärischen Ursprung islamischer Martyriumsverständnisse, nach denen die Märtyrer primär das Opfer eines bewaffneten Kampfes sind, in dem sie ihren (in der Regel nicht-muslimischen) Gegner mit Gewalt bekämpfen. Allerdings sind die Überzeugungen und die Interpretationen des Islam durch die eingangs erwähnten Selbstmordattentäter auch unter Muslimen umstritten. Während die einen auf das koranische Verbot des Selbstmords verweisen und die Tötung unschuldiger Zivilisten verurteilen, haben einflussreiche Rechtgelehrte wie Yusuf al-Qaradawi Ausnahmen für die Palästinenser gerechtfertigt und von einem großen Unterschied zwischen glaubensschwachen Selbstmördern und „Märtyrern“ gesprochen, die Allah gefallen und sich für ein höheres Ziel opfern wollen, um dafür im Gegenzug das Paradies zu erwerben.8

Unterschiede im Martyriumsverständnis lassen sich nicht allein mit der unterschiedlichen historischen Entstehungssituation beider Religionen erklären, sondern sind auch in der Person und der Botschaft Jesu begründet. Nach Thorsten Hoffmann war der Glaube daran, dass „sich Gott selbst in ihm für das Heil der Menschen hingegeben hat […] die entscheidende Motivation für die christlichen Märtyrer aller Jahrhunderte.“9

Christen, die sich auf die Wurzeln ihres Glaubens bei Jesus und den Aposteln besinnen, folgen deren Vorbild (anders als zu der Zeit der bewaffneten Kreuzzüge), und bitten gar Gott um Vergebung für ihre Mörder. Denn Jesus hat anders als Mohammad keine weltliche Herrschaft angestrebt. Statt durch den Griff zu Macht und Waffen hat er seine Sendung durch Aufopferung seines Lebens aus Liebe erfüllt. Deshalb sind auch noch heute Menschen bereit, ihr Leben loszulassen, wenn das der Preis dafür ist, Jesus die Treue zu halten.

Es ist also nicht ratsam, oberflächlich Begriffe von einer Weltanschauung auf eine andere zu übertragen. Vielmehr muss genau gefragt werden, was jeweils darunter verstanden wird. Der missbrauchte und missverstandene Begriff der Märtyrer muss aus christlicher Sicht neu und positiv gefüllt werden.

 

Anmerkungen

1 Vgl. umfangreiche Literaturangaben zu christlichen Martyriumsverständnissen in: Christof Sauer, Martyrium und Mission im Kontext – Analyse ausgewählter theologischer Positionen aus der weltweiten Christenheit, Erlangen 2021.

2 „Diejenigen, die Gott und dem Gesandten gehorchen, sind (dereinst im Paradies) zusammen mit den Propheten, den Wahrhaftigen, den Zeugen und den Rechtschaffenen, denen (allen) Gott (höchste) Gnade erwiesen hat. Welch gute Gefährten!“ Vgl. weitere šuhada’-Stellen in Sure 3,140; 39,69 und 57,19. Diese und weitere Koranverse werden hier in der Übersetzung Rudi Parets angegeben.

3 Vgl. Etan Kohlberg, Shahid, in: Encyclopaedia of Islam, Second Edition (Hg. Peri Bearman u.a.), Leiden, 203-207, hier 204.

4 Ebd., 205f.

5 Hasan al-Banna, Five Tracts of al-Banna (1906-1949), Berkeley 1978, 206-207.

6 Siehe Anja Pistor-Hatam, Märtyrer, in: Kleines Islam-Lexikon (Hg. Ralf Elger), 6., akt. und erw. Aufl. München 2018, im Internet unter https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/islam-lexikon/21542/maertyrer (letzter Zugriff am 1.10.2021).

7 Vgl. Thorsten Hoffmann, Sterben für den Glauben: Ursprung, Genese und Aktualität des Martyriums in Christentum und Islam (Dissertationsschrift), Paderborn 2016, 416, der manche theologische Parallelen herausarbeitet und zugleich festhält, dass „der Idealtyp des islamischen Märtyrers schon früh durch das Kriegermartyrium bestimmt wurde“.

8 Ausführlicher hierzu Carsten Polanz, Das ganze Leben als Gihad. Yusuf al-Qaradawi und der multidimensionale Einsatz auf dem Wege Allahs, Berlin 2016, v.a. 332-337.

9 Hoffmann, 417.

 

Über die Autorin / den Autor:

Prof. D.Th. (Unisa) habil. Christof Sauer, Jahrgang 1963, Pfarrer der Evang. Landeskirche in Württemberg, Professor für Religionsfreiheit und Erforschung der Christenverfolgung an der Freien Theol. Hochschule Gießen, Gastprofessor an der Evang.-Theol. Faculteit Leuven, Belgien, und der Theological Faculty der Stellenbosch University, Südafrika, Mitbegründer und Forschungsdirektor des International Institute for Religious Freedom und der Internationalen Informationsstelle für Religionsfreiheit Deutschland (www.iirf-d.de; www.religionsfreiheit.global).

 

Dr. Carsten Polanz, Jahrgang 1982, Studium der Islamwissenschaft, der Neueren Geschichte und des Öffentlichen Rechts in Bonn, Promotion in Islamwissenschaft zum Dschihad-Konzept, Hochschuldozent für Islamwissenschaft an der Freien Theol. Hochschule Gießen, wiss. Referent am Institut für Islamfragen der Evang. Allianzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Redaktionsleiter der zweisprachigen Zeitschrift "Islam und christlicher Glaube/Islam and ­Christianity".

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft 2/2022

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