Das kurze Leben des österreichischen Komponisten Franz Schubert weist ein überaus reichhaltiges Werk auf. Geistliche Musik scheint darin eine Facette unter anderen gewesen zu sein, die zudem zu den selbstverständlichen kulturellen Pflichten der Zeit Schuberts gehörte. Gottfried Simpfendörfer fragt in einer kleinen Artikelreihe, welche Beziehung der Mensch Franz Schubert zu Religion und Glaube hatte.

 

Ein persönliches Gebet

Gewichtiger für unsere Fragestellung sind schließlich die persönlichen Zeugnisse Schuberts: Tagebuchnotizen, Gedichte, Briefe. Über den Glauben äußert er sich grundsätzlich in einer Notiz vom 28.März 1824: „Mit dem Glauben tritt der Mensch in die Welt, er kommt vor Verstand und Kenntnissen weit voraus; denn um etwas zu verstehen, muß ich vorher etwas glauben; er ist die höhere Basis, auf welche der schwache Verstand seinen ersten Beweispfeiler aufpflanzt. Verstand ist nichts als analysirter Glaube“.1 Das Verhältnis von Glaube und Verstand, das Schubert in dieser Weise näher beschreibt, ist ein Terrain, das für die katholische Theologie von großem Gewicht ist2. Hier bewegt sich Schubert in traditionell katholischem Denken. Anders verhält es sich mit der Eingangsbemerkung. Schubert spielt dabei auf die menschliche Grundhaltung an, auf das Urvertrauen, mit dem jeder geboren wird und ohne das er gar nicht leben kann. Interessant ist, dass er Bezug und Inhalt des Glaubens nicht nennt, sondern bei der allgemeinen Formulierung „etwas glauben“ stehen bleibt. Darin mag man eine Kritik am katholischen Glaubensverständnis erkennen.

Glaube äußert sich konkret im Gebet. Im Adressaten des Gebets wird ausgesprochen, auf wen konkret der Glauben bezogen ist. Schon allein die Tatsache, dass Schubert ein Gebet, sogar in Gedichtform, hinterlassen hat, ist bedenkenswert. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Beten für ihn nicht fremd, sondern vertraut ist. Es muss wohl seine damalige persönliche Situation im Frühjahr 1823 gewesen sein, geprägt von seiner Erkrankung, die ihn dazu veranlasste. Es ist am 8.Mai 1823 verfasst:

Tiefer Sehnsucht heil’ges Bangen
Will in schön’re Welten langen;
Möchte füllen dunklen Raum
Mit allmächt’gem Liebestraum.
Großer Vater! reich’ dem Sohne,

Tiefer Schmerzen nun zum Lohne,
Endlich als Erlösungsmahl

Deiner Liebe ew’gen Strahl.

Sieh, vernichtet liegt im Staube,
Unerhörtem Gram zum Raube,
Meines Lebens Martergang
Nahend ew’gem Untergang.

Tödt’ es und mich selber tödte,
Stürz’ nun Alles in die Lethe,
Und ein reines kräft’ges Sein
Lass’, o Großer, dann gedeih’n.
3

Schuberts Anrede lautet: „Großer Vater“ bzw. „o Großer“. Das sind eigenwillige Formulierungen. Die Anrede Gottes als „Vater“ ist in der Welt der Religionen vertraut4. Im christlichen Raum begegnet sie im Vaterunser, „Großer“ dagegen nicht. Locker sind weitere Berührungen mit biblischen Gedanken und Bildern. Dazu zählt das Liegen im Staube, wovon Psalmen sprechen: „Du legst mich in des Todes Staub“ (Ps. 22,16), „meine Seele liegt im Staub“ (Ps. 119,25). Die letzte Strophe erinnert, dem Inhalt nach, an das Bekenntnis „Der Herr tötet und macht lebendig“ (1. Sam. 2,6) bzw. „Ich kann töten und lebendig machen“ (Dtn. 32,39). Der Begriff „Erlösungsmahl“ mag an das Abendmahl anspielen. Die Sehnsucht nach einer schöneren, besseren Welt ist in Röm. 8,19ff ausgesprochen.

Diese Gedanken können im Hintergrund der Worte Schuberts stehen. Auffallend ist die Erwähnung der Lethe in der letzten Strophe, eines Begriffs aus der griechischen Mythologie; wie auch der Begriff „Sein“ typisch griechisch ist. „Lethe“ findet sich in dem Dialog „Hektors Abschied“ von Schiller, den Schubert einige Jahre früher vertont hatte.

 

Schuberts Christusfrömmigkeit

Daneben findet sich, wie schon erwähnt, eine traditionelle, fast formelhafte Rede von Gott, dem für alles Gute gedankt wird, dessen Abwesenheit andererseits sich in schlechtem Wetter äußert. Er gab den Menschen „Mitempfindung“, doch stellt Schubert die Frage. „Wozu gab uns Gott Mitempfindung“ angesichts dessen, dass „der Mann … Unglück ohne Klage“ trägt5. In derselben Tagebuchnotierung vom 8. Sept. 1816 spricht er von einem „Welt-Ressigeur“. „Drüben hängt der Beyfall oder Tadel“ von diesem ab. Auch wenn er nicht sagt, wen er konkret damit meint, legt sich der Gedanke nahe, dass er darunter Gott versteht. Schwebt ihm dabei das Bild vom Weltenrichter vor, der die Menschen zwischen Schafen und Böcken aufteilt, nach Lob bzw. Tadel (Mt. 25,31ff)?

Aussagen über Jesus Christus finden sich vor allem in dem Brief Schuberts vom 21.Sept. 1825 an Ferdinand über seine Reise nach Bad Gastein6. Da kam er am Pass Lueg vorbei, wo im Herbst 1809 eine militärische Auseinandersetzung zwischen Bayern und Tirolern stattfand. Zur Erinnerung daran wurde eine Kapelle bzw. ein rohes Kreuz auf einem Felsen errichtet. Schubert bemerkt dann in seinem Reisebericht: „Du herrlicher Christus, zu wie viel Schandthaten mußt du dein Bild herleihen“. Die Charakterisierung Jesu als „herrlich“ erinnert an das Johannesevangelium, wo „Herrlichkeit“ als Christusattribut eine gewichtige Rolle spielt. In Christus wird Gottes Herrlichkeit sichtbar (Joh. 1,14), und im Geschehen der Passion vollzieht sich geradezu seine Verherrlichung. Insofern stellt das Kruzifix den verherrlichten, herrlichen Christus dar.

Wenig später wird Christus „die vollendetste Schöpfung des großen Gottes“ genannt. „Groß“ als Gottesprädikat begegnete uns in der Sprache Schuberts oben in seinem Gebetsgedicht. Dieses Christusprädikat findet sich in dieser Formulierung in der Bibel nicht. Im NT wird Christus als Gottes Ebenbild und Schöpfungsmittler angesehen (Kol. 1,15, ähnlich 1. Kor. 8,6); freilich kommt nach Joh. am Kreuz der Weg Jesu, des bei der Schöpfung mitwirkenden Logos (Joh. 1,3), zur Vollendung (Joh. 19,30). Insofern könnte man sagen, dass im Kreuzestod Jesu die Schöpfung zu ihrer Vollendung gekommen, an ihr Ziel gelangt ist.

Christus am Kreuz bezeichnet Schubert als „das gräßlichste Denkmal der menschlichen Verworfenheit“. Hier wird für ihn die ganze Grausamkeit sichtbar, wozu die Menschen zu allen Zeiten fähig sind. Für den Tod Jesu wird die gesamte Menschheit verantwortlich gemacht und nicht allein Jesu Zeitgenossen. Hier wird ein Wesenszug der Menschen offenbar, der nicht einmalig ist, sondern sich immer wiederholt. Ja das Kreuz Jesu dient als Alibi für unzählige Schandtaten. Das aufgestellte Kruzifix gibt unausgesprochen die Meinung von Menschen wieder: „Seht! Die vollendeste Schöpfung des großen Gottes haben wir mit frechen Füßen zertreten“, woraus die Konsequenz gezogen wird: „sollte es uns etwa Mühe kosten, das übrige Ungeziefer, genannt Menschen, mit leichtem Herzen zu vernichten?“7 Das Kreuz Jesu wird geradezu als Freibrief für weitere menschliche Gräueltaten, ohne jegliche Hemmungen, missbraucht, wie sie in militärischen Auseinandersetzungen vorkommen, wo die Menschen nur noch als zu vernichtendes Ungeziefer betrachtet werden. So ist Christus am Kreuz für Schubert in erster Linie ein Bild unmenschlicher, hemmungsloser Grausamkeit. Dessen sind sich die Menschen sehr wohl bewusst. Deshalb dienen die errichtete Kapelle bzw. das Kruzifix nicht nur der Erinnerung, sondern auch zur Sühne für die hier begangenen Verbrechen. Eine weitere heilsgeschichtliche Bedeutung des Kreuzestodes Jesu äußert Schubert in diesem Zusammenhang nicht.

 

Marienverehrung

Welche Bedeutung die Marienverehrung für Schubert hatte, äußerte er in dem schon erwähnten Brief vom 25. (oder 28.) Juli 1825 aus Steyer an seine Eltern: „Auch wunderte man sich sehr über meine Frömmigkeit, die ich in einer Hymne an die heil. Jungfrau ausgedrückt habe und, wie es scheint, alle Gemüther ergreift und zur Andacht stimmt.“8 Zuvor teilte er J. v. Spaun mit, dass diese „Hymne an die Maria allgemein ansprach“9, und Antonie Arneth berichtet später: „und in heiliger Scheu und Ehrfurcht sang ich besser als je zuvor und inniger als jemals nachher dieses herrliche Lied. Was sage ich Lied? Diesen Hymnus, diesen Sphärengesang, dieses Tongebet, das später nie mehr erreicht worden ist“10.

Was mag ihn bei diesem Text besonders angesprochen haben? Es handelt sich um die Bitte einer Jungfrau, eines Kindes an die Jungfrau, einer Mutter, zugunsten des Vaters. Maria wird zu Beginn jeder der drei Strophen mit einem typischen Attribut angesprochen: „Jungfrau mild“, „unbefleckt“, „reine Magd“, später „o Mutter“. An sie werden die Bitten gerichtet, die freilich von Strophe zu Strophe an Intensität abnehmen: Zuerst „erhöre einer Jungfrau Flehen“, „sieh der Jungfrau Sorgen … hör ein bittend Kind“, dann: „Höre Kindes Flehen“, zuletzt „der Jungfrau wolle hold dich neigen“. Inhalt der Bitte ist Sicherheit, Schutz. Die Aussagen im Indikativ nehmen von Strophe zu Strophe zu („Wir schlafen sicher bis zum Morgen, … uns dein Schutz bedeckt … wird weich der harte Fels uns dünken. Du lächelst, Rosendüfte wehen in dieser dumpfen Felsenkluft … Der Erde und der Luft Dämonen, von deines Auges Huld verjagt, sie können hier nicht bei uns wohnen“). Das Erbetene ist in gewisser Weise schon Gegenwart.

Dies alles erinnert an das Bild der Schutzmantelmadonna: Die Menschen bergen sich unter dem Mantel Marias. Dort finden sie Schutz und Geborgenheit in den Stürmen des Lebens – und darin könnte die Bedeutung der Marienwertschätzung für Schubert liegen. Inwiefern jedoch Schubert „in der Jungfrau den vollendeten, vollkommenen Menschen, in dem die Widersprüche der Welt aufgehoben sind“ sieht11, ist nicht erkennbar. Überhaupt spielt in seiner Frömmigkeit – gut katholisch – Maria eine gewichtige Rolle. In seiner Tagebuchnotiz vom 15. Juni 1816 erwähnt er den Besuch einer „Ausstellung vaterländischer Gemählde“ und bekennt: „Unter allen Gemählden sprach mich ein Madonnen-Bild mit einem Kinde aber am meisten an“12. Auch hatte Schubert schon 1818 Gedichte mit Maria im Mittelpunkt vertont („Das Marienbild“, D 623, „Vom Mitleiden Mariä“, D 632).

 

Andacht“

Aber „Andacht“ ist im Zusammenhang von Glaube und Frömmigkeit Schuberts ein zentraler Begriff, wie er in obigem Brief näher ausführt. Die Wirkung des „Ave Maria“ auf seine Zuhörer „kommt daher, weil ich mich zur Andacht nie forcire, und, außer wenn ich von ihr unwillkürlich übermannt werde, nie dergleichen Hymnen oder Gebete componire, dann aber ist sie auch gewöhnlich die rechte und wahre Andacht“. Sie lässt sich nicht herbeizwingen, nicht durch irgendwelche Riten, Übungen, durch Gebete etc., sondern sie überfällt einen Menschen, z.B. wenn er durch einen Text innerlich angesprochen wird. Ähnliches erlebte Schubert durch Werke anderer Komponisten, z.B. der C-Dur-Messe von Beethoven. Sie „stimmte ihn am meisten zur Andacht“13.

Wie er persönlich über den Tod und die Zukunft des Menschen denkt, hat er in dem obigen Brief vom Juli 1825 an seine Eltern mitgeteilt: „Als wenn das Sterben das Schlimmste wäre, was uns Menschen begegnen könnte: Könnte er nur einmal diese göttlichen Berge und Seen schauen, deren Anblick uns zu erdrücken oder zu verschlingen droht, er würde das winzige Menschenleben nicht so sehr lieben, als daß er es nicht für ein großes Glück halten sollte, der unbegreiflichen Kraft der Erde zu neuem Leben wieder anvertraut zu werden“14. Schubert lehnt nicht die Gedanken seiner Eltern ab, er setzt sich nicht mit ihnen auseinander oder polemisiert gegen sie, sondern gibt offen und frei, ganz spontan innerhalb eines Reiseberichts seine Überzeugungen wieder. Entfernt spiegelt sich darin das alte Bibelwort „bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden“ (Gen. 3,19). Dazu kommt die Beobachtung aus der Natur: Das Weizenkorn, das ist die Erde legt wird, erstirbt dort, um dann zu wachsen, zu sprossen, Frucht zu bringen – ein Gedanke, der auch in der Bibel eine Rolle spielt (Joh. 12,24).

Freilich, wie Schubert diese Gedanken formuliert, erinnern sie mehr an Reinkarnation – der Tod als Voraussetzung dafür, dass der Mensch zu neuem Leben gelangen kann. Die Erde als die schöpferische Kraft, der der Mensch in seinem Tod begegnet. Der Gedanke der Unsterblichkeit der Seele trat an die Stelle des Gedankens der Totenauferweckung, den er konsequent aus dem Messetext eliminiert, und erwächst seinerseits aus dem Gottesglauben der Aufklärung15.

Abschließend komme ich noch einmal auf den Bericht von A. Hüttenbrenner an Franz Liszt zurück: „Schubert hatte ein frommes Gemüt und glaubte fest an Gott und die Unsterblichkeit der Seele“16. Wichtig ist die Wendung „ein frommes Gemüt“, den Glauben an Gott und die Unsterblichkeit der Seele teilt er mit vielen Zeitgenossen17. Hüttenbrenner fährt fort: „Sein religiöser Sinn spricht sich auch deutlich in manchen seiner Lieder aus“ – das „Ave Maria“ wurde schon erwähnt. Dieser Glaube äußerte sich im Alltag: „Zur Zeit, als er Mangel litt, verlor er keineswegs den Mut, und hatte er zuweilen mehr, als er bedurfte, so teilte er auch gern anderen mit, die ihn um milde Gaben ansprachen“ – er hatte sich, wie schon erwähnt, umgekehrt einst in einer entsprechenden Notsituation an seinen Bruder Ferdinand gewandt und dies mit passenden Bibelzitaten unterstrichen. Schuberts Frömmigkeit ist katholisch geprägt und ganz persönlich ausgeformt. Dies an seinen Liedern aufzuzeigen erforderte eine eigene Untersuchung.

 

Anmerkungen

1 Ed. Deutsch, Otto Erich: Schubert. Die Dokumente seines Lebens, Wiesbaden/Leipzig/Paris 1980 (abgekürzt Dok.), 233.

2 Vgl. die Formulierungen in der Constitutio dogmatica „de fide et ratione“ im Vaticanum I (Denzinger/Schönmetzer, 3015ff).

3 Dok., 192f.

4 Mensching, Georg: Art. Vatername Gottes I. Religionsgeschichtlich, in: RGG3 Bd. VI, Sp. 1232f, Sp. 1233.

5 Dok., 49.

6 Dok., 320.

7 Ebd.

8 Dok., 299.

9 Dok., 297.

10 Ed. Deutsch, Otto Erich: Schubert. Die Erinnerungen seiner Freunde, Wiesbaden/Leipzig/Paris 1983 (abgekürzt Erinn.), 257.

11 So Dürr, a.a.O., 65.

12 Dok., 44.

13 Erinn., 213. Dieser Andachtsbegriff unterscheidet sich grundlegend von dem, der aus dem protestantischen Bereich bekannt ist. Dort ist „Andacht“ die Haltung des Menschen, die ihn zum Empfang des göttlichen Wortes befähigt und befreit, wie zahlreiche Choralstrophen bekunden (Nummern nach dem EG): „Die Zweiglein der Gottseligkeit/ steckt auf mit Andacht, Lust und Freud;/ so kommt der König auch zu euch“ (1,4); „Jesu, deine Passion/ will ich jetzt bedenken;/ wollest mir vom Himmelsthron/ Geist und Andacht schenken“ (88,1); „Ich grüße dich … mit andachtsvollem Herzen“ (90,1); „bereit das Herz zur Andacht fein“ (155,2); „Nichts laß meine Andacht stören,/ wenn der Brunn des Segens quillt“ (166,6). Weitere Beispiele finden sich in früheren Gesangbüchern. Bei Schubert ist jedoch „Andacht“ die Wirkung, die ein verlesener Text oder eine bestimmte Vertonung im Hörer auslöst, ihn ergreift, ja geradezu übermannt.

14 Dok., 300. Vgl. das Testament Friedrichs des Großen vom 8. Jan. 1769: „Gern und ohne Klage gebe ich meinen Lebensodem der wohltätigen Natur zurück, die ihn mir gütig verliehen hat, und meinen Leib den Elementen, aus denen er besteht“, in: W. Lütgert: Die Religion des deutschen Idealismus und ihr Ende, Bd. 1, Gütersloh (2. Aufl.) 1923, 19.

15 Vgl. M. Mendelssohn, Fichte, in: Lütgert, a.a.O., 185, 196.

16 Erinn., 212.

17 Vgl. Schuberts älteren Zeitgenossen Karl Friedrich Reinhard, einen ehemaligen württembergischen Vikar, der von „einer brüderlichen, bloß moralischen Religion, die unserem Glauben allein die zwei trostreichen Lehren von dem Dasein eines Gottes und der Unsterblichkeit der Seele darböte“, spricht, als Einheit für alle Menschen (Delinière, Jean: Karl Friedrich Reinhard, Stuttgart 1989, 68).

 

Über die Autorin / den Autor:

Pfarrer i.R. Dr. Gottfried Simpfendörfer, Jahrgang 1943, Studium der Evang. Theologie in Tübingen, Göttingen und Wien, Studium der Evang. Kirchenmusik in Stuttgart, 1972-1986 Pfarrer in Stuttgart, 1986-2003 Pfarrer am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, 1988 Promotion in Heidelberg mit einer Arbeit über das Kantatenwerk J.S. Bachs.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft 12/2021

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