Die Welt ist globaler geworden, Europa hat einheitliche Studienabschlüsse, Auslandsemester und Arbeiten im Ausland sind heutzutage selbstverständlich. Mehrere Wohnsitze in verschiedenen Ländern auch. Und der in Deutschland beliebte Tourismus, das Fahren, Fliegen in die große weite Welt, wird auch wieder aufblühen. Deshalb – so Heiderose Gärtner-Schultz – sollen Menschen überall, wo sie sich befinden, christliche Gemeinschaft spüren können, unabhängig von konfessionellen Bedingungen und regionalen Verortungen.

 

Christliche Gemeinschaft ist überall möglich, im Gebet und im Hören auf das Wort Gottes. Sie soll erfahrbar sein überall da, wo Menschen sind. Dabei geht es nicht um Konfessionszugehörigkeit und Kirchenmitgliedschaft. „Wenn die Kirche als Institution ihren Platz im Kontext einer zunehmend areligiösen, religionslosen Kultur behalten oder neu gewinnen will, wird sie ihre Gestalt und ihre Binnenstruktur verändern müssen. Vor allem braucht sie ein frisches, unverbrauchtes Verständnis ihrer selbst, in dessen Mittelpunkt nicht mehr sie selbst als Institution steht, sondern das Evangelium.“ (Hans-Martin Barth, Konfessionslos glücklich, 217) Wenn es dem Angebot der Touristenseelsorge gelingt, Menschen in ihren Fragen nach dem Sinn des Daseins und der Tiefe der persönlichen Infragestellungen beizustehen, ihnen Sprache für diese Themen zur möglichen Reflektion verleiht, dann wird dem Glauben Zukunft gegeben (vgl. Barth, 223).

Überall dort, wo Menschen mit offenen Armen empfangen werden und den guten christlichen Geist der Gemeinschaft spüren, der sie willkommen heißt, begegnet ihnen Gottes Wort. Die Atmosphäre des Kirchenraums lässt Stille, Kraft und Begegnung mit Gott (Transzendenzoffenheit) zu. Der EKD-Text „Beteiligung auf Zeit“ beschreibt „Religion, in einem weiten Sinne als Transzendenzoffenheit verstanden“ (Beteiligung auf Zeit. Individuelle Zugehörigkeit am Beispiel der Tourismuskirchenarbeit, EKD-Texte 132, 2019, 14).

Gastfreundschaft als Kennzeichen der Kirche

Es begegnet den Suchenden Gastfreundschaft nach biblischem Vorbild. Abraham wird von unbekannten Menschen besucht (1. Mos. 18,1-16). Er läuft ihnen entgegen, begrüßt sie, indem er sich vor ihnen verneigt. Er fordert die Ankommenden zum Bleiben auf und wie es in heißen Ländern üblich war, wird ihnen die Möglichkeit zur Reinigung geboten. Sie können sich im Schatten ausruhen und ihnen wird Essen angeboten: Kuchen, Kalbfleisch und Milch und der Hausherr bedient seine Gäste selbst. Dieses Ideal der Gastfreundschaft wird zum Konzept der Arbeit mit Touristen. Jedem Gottesdienst schließt sich das Kirchencafé an, das bis zu 1½ Stunden dauert, alle vier Wochen wird gemeinsam gespeist.

Die Kirche, der Kirchenraum, als heilige Haltestelle, so beschreibt Heribert Prantl, langjähriges Mitglied der Chefredaktion der „Süddeutschen Zeitung“, das Sich-Einlassen auf die Kraftquellen, die Räume vermitteln können (DPfBl 11/2018). Es sind Orte, an denen man schweigen kann, ohne, dass es peinlich wird, wo wir nicht nur die Heutigen sind, sondern verbunden werden mit unseren Wurzeln, wo Platz ist für Ängste, Nöte, Zwickmühlen, deren Existenz sonst eher Peinlichkeit hervorruft; denn Zeit und Ewigkeit wird dort verbunden.

Der Urlaub, der Auslandsaufenthalt kann zu einer Unterbrechung des Alltags führen. Das Unterwegs-Sein in dieser Zeit verbindet mit den biblischen Personen, die Gott auf die Reise in das Unbekannte schickte (z.B. Abraham, Mose, Johannes, Jesus). Unterwegs-Sein, immer wieder aufbrechen ist das biblische Thema.

Eigene Zwänge und Arbeitsbedingtes können im geschützten Raum losgelassen werden, Vergewisserung der christlichen Kraftquellen, spirituelle Ansprache ist vorhanden. Resonanz wird gespürt, die Schwingungen, die das eigene Ich aussendet, bekommen Antwort. „Im Namen des Geistes ist die menschliche Sprache in Resonanz zum Göttlichen getreten; sie hat kreative Kraft bekommen, und so ist eine Sprache der Liebe entstanden, die den verwaisten Menschen aufsucht.“ (Simon Peng-Keller, Gebet als Resonanzereignis, Gütersloh 2017, 41)

Gemeinschaft und Gottesdienste feiern wird zum Erlebnis von Heil und Schutz, Geborgenheit und Gottesnähe wird spürbar.

Beispielhaft wird im Folgenden diese Form kirchlichen Handelns, als Kirche bei Gelegenheit, Gemeinde, Gemeinschaft und „Beteiligung auf Zeit“, aber auch Zeit überdauernd durch virtuelles gemeinschaftliches Zusammenleben am Aufbau einer Tourismusgemeinde in Héviz in Ungarn dargestellt.

Menschen erreichen: Öffentlichkeit herstellen

Entscheidend für das Gelingen des Aufbaus einer Tourismusgemeinde ist, dass die Menschen „von uns, der christlichen Gemeinschaft vor Ort, wissen.“ Unsere Existenz als christliche Gemeinschaft, unser Angebot muss so publik wie möglich gemacht werden. Im Bereich am Balaton heißt dies: Gezielte Plakatwerbung in Hotels mit deutschen, Schweizer und österreichischen Touristen wird initiiert. Die Gästebetreuer*innen der Deutschsprachigen werden gezielt angesprochen und Netzwerke mit ihnen gebildet. Das monatliche Angebot wird an einer ausgewiesenen Stelle hingehängt. Zusätzlich werden Sonderveranstaltungen beworben. Die gute Verbindung zu den Gästebetreuern führt dazu, dass diese auf unsere Veranstaltungen aufmerksam machen und die Angebote im täglichen Gästebrief des Hotels veröffentlichen. Ähnliches gilt für die Campingplätze, die informiert werden, und es wird eine tragfähige Kommunikation zu den Betreibern aufgebaut. Zusätzlich hängen die laminierten Plakate an den Infobereichen, Bushaltestellen und Fahrradwegen. Mehre positive Rückmeldungen gab es aufgrund der Bewerbung auf Unterständen der Fahrradwege.

Der besonderen Situation in Héviz, dem Zahnarzttourismus, wird Rechnung getragen. Die Informationen über die gemeindlichen Aktivitäten werden in Zahnarztpraxen etc. vorgehalten und umgekehrt inserieren diese für sich im monatlichen Infobrief der Gemeinde.

Für eine bis höchstens zwei besondere Veranstaltungen wird mit Autoplakaten geworben, d.h. es werden hinter Autoscheibenwischer von deutschen Autos auf den Parkplätzen der großen Supermärkte, am Markt und an den Stränden etc. Blätter im DIN-A6-Format befestigt. Das ist in Ungarn möglich.

Regelmäßige Einladungen zu den Veranstaltungen erfolgen über Facebook. Ein Abonnentenkreis von fast 200 ist zu verzeichnen. Ebenso gibt es einen speziellen Adressaten-Kreis, auch über 180 Adressen, die den monatlichen Infobrief erhalten. Es sind in der Regel Personen, die einen stärkeren Bezug zur Gemeinde haben als die Menschen, die über Facebook erreicht werden. Diese Anschriften werden während der Gespräche beim Kirchencafé oder beim monatlichen Sozialessen gesammelt und in die Liste eingepflegt. Die Posts werden gezielt in Foren veröffentlicht und nicht „wild gestreut“. Gottesdiensteinladungen werden wöchentlich in diesen Foren gepostet und erreichen ca. 2500 Interessierte.

Regelmäßig erscheinen unsere Termine auch in der Balaton-Zeitung. Diese übernimmt gerne Artikel von berichtenswerten Ereignissen aus der Gemeinde. Sehr intensiv ist die Zusammenarbeit mit der Gäste-Zeitung des Unternehmens Mutsch. Dort erscheinen außer den Terminen, Artikel über geschichtliche Jubiläen, die einen Bezug zu Ungarn haben (z.B. Prager Fenstersturz, Elisabeth von Thüringen). Menschen, die kommen, laden andere ein und sagen weiter, was bei uns geboten wird, und nicht nur vor Ort, sondern sozusagen deutschlandweit.

 

Gezielt in Kontakt bleiben

Die Kontakt- und Beziehungspflege erfolgt über unterschiedliche Adressatenkreise und richtet sich nach ihren Bedürfnissen. Unterschieden wird:

Der innere Kreis: Einbeziehung der Gemeinde

Das Konzept Tourismusgemeinde ist nach den Empfehlungen des Rates der EKD vom 26./28.6.2014 in diese Arbeit vor Ort, in Héviz und am Balaton, eingebracht worden und wurde in zwei Workshops mit den Gemeindegliedern vorbereitet und umgesetzt. Es gilt die Kerngemeinde zu führen, zu motivieren und zum eigenständigen Handeln zu ermächtigen. Erfolgsfaktoren sind Freude und Spaß an der Mitarbeit. Menschen erleben, dass sie gebraucht werden und erfahren Wertschätzung. Sie erzählen an Stammtischen und unter Freunden von ihrem Engagement in der Gemeinschaft und bringen diese mit. Ich zitiere aus der Kirchengangsstudie: „Eine konkrete und persönliche Einladung zum Gottesdienst motiviert vor allem Menschen, die insgesamt selten teilnehmen. Gottesdienst ist auch eine soziale Praxis: Menschen, die selten zum Gottesdienst gehen, gehen nicht gern alleine. Frauen gehen häufiger mit Angehörigen, Freunden oder auch alleine zur Kirche, Männer eher mit der Partnerin. Paare sind die größte Stütze des wöchentlichen Kirchgangs.“ (Hg. Liturgische Konferenz, Hannover, 2019)

Die Gemeinde besteht zurzeit aus ca. 70 Mitgliedern, von denen sich über 50 Personen ehrenamtlich einbringen, wo und wie sie es wollen. Vom Lektorendienst bis zum Hausmeister, von der Blumenbringerin bis zum Besuchsdienst, von der Kaffeekocherin bis zum Festorganisator etc. Unsere Gemeinschaft wird vom Zentrum her gehalten, das ist Jesus Christus, und wir sind viele, sehr unterschiedliche Glieder mit verschieden Gaben.

Das Erleben einer offenen Gemeinschaft…

…ist nicht selbstverständlich und gelingt nicht ohne Aufmerksamkeit und Zutun vieler. Der Gottesdienst ist eine öffentliche Veranstaltung. Eine Gemeinschaft von Christen, die offen ist für andere, erscheint als Selbstverständlichkeit, ist es aber aus meiner Erfahrung heraus nicht. In vielen Auslandsgemeinden werden anschließend Kirchencafés angeboten, die dem internen gemeinsamen Treffen und Unterhalten dienen. In einer evang.-luth. Gemeinde in Niedersachsen, die als offen und Menschen ansprechend dargestellt wurde, habe ich erlebt, dass eine, wie ich, die nicht aus dem Ort war, beim Kirchencafé allein dastand. Ich musste von mir aus auf andere Menschen zu gehen. Diese gaben mir auf meine Fragen mehr oder weniger bereitwillig Antwort, waren aber weiter nicht interessiert.

Eine offene Gemeinschaft zu gestalten, ist Schwerstarbeit. In unserer Auslandsgemeinde gilt die Maxime, dass niemand beim Kirchencafé allein „rumsteht“, sondern dass Neue immer angesprochen werden. Es gibt die Tendenz bei vielen, sich die bekannten Gemeindeglieder, zum Gespräch zu suchen. Es ist nötig, die Kerngemeinde jedes Mal zu ermahnen, sich um Fremde nach dem Gottesdienst zu bemühen. Ein Beispiel: Eine unserer kommunikativen Mitglieder spülte gerade ein Teil des Kaffeegeschirrs und Neue standen allein an den Tischen. Ich übernahm das Spülen und bat die Spülerin, sich um die Menschen zu kümmern („ich war fremd und ihr habt mich bei euch aufgenommen“, Mt. 25,35).

Zwei Erwachsene, deren Eltern sie zum Gottesdienst mitbrachten, lernten sich bei uns kennen und wurden ein Paar. Zwei junge Menschen lernten sich beim Kirchencafé kennen und lieben sich und wollen heiraten. Der Stein, der ins Wasser fällt, zieht konzentrische Kreise.

Der mittlere Kreis: Die direkte, persönliche Ansprache Interessierter

Eine Interessentenliste der Touristen wurde angelegt, ihre eMail- und evtl. Postadressen registriert. Sie werden regelmäßig angeschrieben und informiert. Viele Menschen in Deutschland leben mit unserer Gemeinde mit. Sie studieren unseren Gemeindebrief und schreiben Gedichte, kleine Beiträge, die sie uns zur Veröffentlichung anbieten, und sind zum Teil Mitglieder unserer Gemeinde. Der Blog der Pfarrerin von Dienstbeginn an, der beschreibt, wie das unbekannte Land wahrgenommen wird sowie die anderen Sitten und Gebräuche, wird geschätzt. Ein interaktives Miteinander über Landesgrenzen hinweg ist entstanden. Ein breitgefächertes Netzwerk hält die Kontakte intensiv und baut sich eigenständig aus! D.h., dass diejenigen, die mit unserer Arbeit in Kontakt gekommen sind, andere aus ihren Bekanntenkreisen zu unseren Veranstaltungen mitbringen.

Ein Touristenehepaar erzählte in der Verwandtschaft von unserer Arbeit. Das Ergebnis war eine Spende der Cousine an unsere Gemeinde. Die tiefverwurzelte Verbundenheit von Touristen, die regelmäßig ein- oder zweimal im Jahr nach Héviz kommen, mit unserer Gemeinde spiegelt sich darin, dass uns letztes Jahr zum Reformationsjubiläum von einem Touristenpaar eine Luthergedenkmünze geschenkt wurde und ein anderes Paar 150 Euro für die Kaffeemaschine spendete.

Es werden ungewöhnliche Ausflüge oder Weinlesemöglichkeiten in Weinbergen angeboten. Wir erhalten Spenden- und Kollektengelder von mehreren deutschen Kirchengemeinden, weil Gemeindeglieder, die Touristen in Héviz sind und unsere Gottesdienste besuchen, dies angeregt haben.

Der äußere Kreis: Ausbau des Angebots für Touristen (und die in Ungarn Lebenden)

Im Kirchen- und Gemeinderaum steht die Bücherecke, die regelmäßig gepflegt wird, denn jeder soll dort immer etwas Neues finden. Hier stehen gespendete Bücher, die man kostenlos mitnehmen kann. Gerade Touristen, die mit dem Flugzeug reisen, erfreut dieses Angebot. Alle vier Wochen wird eine gemeinsame Mahlzeit zubereitet. Sie dient der Gemeinschaft unter den Residenten und mit den Touristen und wird gerne wahrgenommen. Es läuft unter dem Motto: „Wir essen, damit andere zu essen haben“. Eine Familie der Residenten oder Semiresidenten bereitet eine Mahlzeit für ca. 40 Portionen vor, die aus einem Wärmebehälter ausgegeben wird. Ein gemeinschaftliches Essen, an dessen Ende jeder eine Spende für soziale Zwecke in eine Kasse legt, wird veranstaltet. Die kurze Bezeichnung für diese vierwöchige Veranstaltung lautet „Sozialessen“. Eine Familie spendet, aber viele haben etwas davon, die, die essen, und die, denen die Spende der Verpflegten zugutekommt.

Kleine Pilger- und Besinnungswege, Kinoabende, spezielle Stadtführungen, Ausflüge zu Reisezielen, die die Reiseveranstalter nicht anbieten, Basare, Kleider- und Flohmärkte runden das gemeinsame Leben ab. Angesprochen werden bei der Werbung auf Plakaten und Handzetteln außer den ungarischen Mitbürgern, von denen einige in unserer Gemeinde Mitglied sind, auch russische Touristen, Residenten und in englischer Sprache alle anderen.

Ein besonderer Glanzpunkt ist der Weihnachtsmarkt nach deutschem Vorbild am 1. Advent. Die deutschen Weihnachtsfeiern haben einen anderen Charakter als andere Weihnachtsfeiern auf der Welt. Bei der Tourismusseelsorge in Gran Canaria war der deutsche Weihnachtsmarkt in einem Hotelgarten bei 27 Grad mit Glühwein der Renner. Ähnliches gilt in Ungarn. Das weihnachtliche Schmücken und Feiern erreichte erst in den letzten Jahren diese Landstriche. Das Angebot mit Weihnachtliedern, Glühwein, Gebäck, Dresdner Stollen, Tannengrün, kleinen Buden mit Kunsthandwerk erfreute die Herzen der Besucher. Der Tag endete mit einer Adventsandacht. Gebäck und Dresdner Stollen werden jedes Jahr aus Deutschland mitgebracht von Touristen, die uns diese Backwaren spenden.

Unterschiedliche Angebote und Veranstaltungen wie Ausflüge, Ausstellungen deutscher oder ungarischer Hobbykünstler und Künstler, Chor und Bibelkreis sind selbstverständlich gern gesehene und wahrgenommene Einrichtungen.

 

Kontakte mit deutschen Kirchengemeinden …

… haben sich durch Touristen ergeben, u.a. mit Pfungstadt, der Partnerstadt der Stadt Héviz, der Kirchengemeinde Marburg, der Kirchengemeinde Großzimmern. Diese werden gepflegt und intensiviert, Besuche und Austausche werden regelmäßig geplant. Vorträge und Gottesdienste von unserer Seite dort angeboten und gehalten.

Um die Partnerschaft auch in der Zwischenzeit aktiv zu halten, wurde für ein Jahr auf der Webseite eine Möglichkeit mit Kochrezepten eingepflegt, die von den Pfungstädtern und Hévizern mit Rezepten bedient wurde, unter dem Motto: „Die Mischung macht’s.“ Jeder, der wollte, durfte seinen Kochvorschlag zur Veröffentlichung einreichen. Daraus wurde ein Treffen mit einem Wettkochen zwischen beiden Gemeinden. Ein typisch ungarisches Gericht, Szegediner Gulasch, sollte gekocht werden. Bei äußerst reger Teilnahme und viel Spaß wurden die Pfungstädter Sieger und ein kleines Kochbuch ist daraus entstanden, was regelmäßig im Gottesdienst zum Kauf angeboten wurde. Ein optimales Mitbringsel für Flugreisende. Es ist inzwischen ausverkauft. Tortencontainer, nachhaltig aus Stoff genäht, nicht aus Plastik, ergänzten das Angebot an die Touristen. Eine Gemeindepartnerschaft mit Pfungstadt ist im Jahr 2019 entstanden.

 

Informationsangebot und -möglichkeit für alle

Die Webseite der Gemeinde ist neu gestaltet und wird ständig gepflegt. Nunmehr ist in insgesamt neun Rubriken ein übersichtlich und detailliert gestalteter Überblick über Aktuelles, Vergangenes und Zukünftiges in der Gemeinde möglich. In kürzester Zeit ist die Abonnentenzahl stark gestiegen.

Menschen, die als Touristen zu uns kamen, erzählen von unserer Arbeit vor Ort und berichten ihre Eindrücke. Dadurch erfahren Menschen von unserem Wirken, die sonst nie von uns erfahren hätten, und einige von ihnen spenden für unsere Gemeinde.

Eine bestimmte Gruppe von Personen sollte im Zusammenhang mit unseren Webauftritten noch Erwähnung finden. Sie sind in irgendeiner Weise besonders mit Ungarn verbunden, sei es durch Vorfahren, intensive Verwandtschaftstreffen während der DDR-Zeit und vieles mehr. Sie kommen immer wieder, ab und an nach Héviz, haben oft Ungarisch-Kenntnisse und fühlen sich verbunden. Sie begleiten all unser Tun via Internet; eine virtuelle, geistlich verbundene Gemeinschaft ist entstanden, grenz-, territorien- und konfessionenübergreifend. Der Heilige Geist verbindet uns.

 

Über die Autorin / den Autor:

Pfarrerin Dr. Heiderose Gärtner-Schultz, 2017-2020 Tourismusseelsorgerin der EKD in Ungarn; der Auslandauftrag 2016 in Gran Canaria führte zur ersten Reflektion: "Kirche auf dem Weg zum Menschen" (DPfBl 2017), viele Jahre im Vorstand des Verbandes deutscher Pfarrerinnen und Pfarrer, im Redaktionsbeirat des "Deutschen Pfarrerblatts", Redakteurin bei kirchlichen Zeitungen und Fachbuchautorin; www.gaertner-schultz.de, www.sinn-schaffen.de

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft 8/2021

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