Martin Luthers Bibelübersetzung des Neuen Testaments hat an einigen Stellen einen latenten Antijudaismus in die Texte eingetragen, der dem griechischen Original fremd ist. Diese semantischen Verschiebungen blieben bis in die Gegenwart hinein weithin unbemerkt, wie Hans Förster an ausgewählten Beispielen zeigt. Er fordert daher eine philologisch korrekte Revision von Übersetzungen und Wörterbüchern.

 

1. Einleitung

Martin Luther darf als ein zielsprachlich orientierter Bibelübersetzer angesehen werden. Er hat den übersetzten Text so formuliert, dass dieser für die Leser- und Hörerschaft seiner Zeit gut verständlich war. Und natürlich war er ein Kind seiner Zeit. Übersetzer*innen tragen ihr eigenes Vorverständnis in den Text, und damit steht zu erwarten, dass auch Martin Luthers wortgewaltige Übersetzung von seinen eigenen Vorstellungen beeinflusst war. Damit soll jetzt nicht gesagt werden, dass eine „wörtliche“ Übersetzung besser ist. Man wird Umberto Eco zustimmen müssen, der eine zielsprachlich orientierte Übersetzung, so sie den Sinn des Ausgangstextes korrekt erfasst, als weit treuer ansieht als die meisten „wörtlichen Übersetzungen.“1

Allerdings bergen zielsprachlich orientierte Übersetzungen die Gefahr in sich, dass ein Missverstehen des Ausgangstextes gravierende Folgen haben kann. Über Martin Luthers Zeit kann man viel sagen, eines gilt sicherlich: Es war eine Zeit, in der das Konzept einer „political correctness“ unbekannt war. Luther konnte gut formulieren, auch Polemik war ihm nicht fremd. Sein Verhältnis zum Judentum darf als nicht unproblematisch bezeichnet werden, ohne ihm zu nahe zu treten. Nicht ohne Grund wurden vier Jahrhunderte später Zitate von Martin Luther im nationalsozialistischen Hetzblatt „Der Stürmer“ abgedruckt.

 

2. Kein Mordvorsatz der Pharisäer?

Im Folgenden soll nun als erstes nachgezeichnet werden, wie eine problematische Übersetzungsentscheidung Martin Luthers – für die er auf Vorlagen zurückgreifen konnte – ihren Weg in autoritative Wörterbücher des NT fand. Eben diese Wörterbücher verhindern bis heute, dass die problematische Übersetzungsentscheidung korrigiert wurde.

Martin Luther übersetzt in Mt. 12,14 ein griechisches Verb (), das ein breites Bedeutungsspektrum besitzt, mit „umbringen“. Luther letzte Hand (1545) bietet für diesen Vers: „Da giengen die Phariseer hin aus / vnd hielten einen Rat vber jn / wie sie jn vmbbrechten.“ Die revidierte Lutherübersetzung bietet (2017): „Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten Rat über ihn, dass sie ihn umbrächten.“ Der deutsche Text lässt sich kaum anders als ein Tötungs- bzw. Mordvorsatz verstehen. Jüdische Rechtsgelehrte sitzen hier zusammen und beraten, wie sie Jesus umbringen können. Dass jüdisches Recht vorsätzlichen Mord ablehnt, macht die Stelle umso problematischer. Der sog. „Christozid“, das über Jahrhunderte in der christlichen Theologie verbreitete Motiv eines jüdischen Christusmordes, hat eine blutige Spur durch die Geschichte gezogen, Pogrome wurden mit diesem Motiv gerechtfertigt.

Aus sprachwissenschaftlicher Sicht überrascht, dass hier mit „umbringen“ übertragen wird. Selbstverständlich, ein Blick in das Wörterbuch von Bauer/Aland zeigt, dass das Verb  hier mit „umbringen“ zu übersetzen ist. Ein erster Aspekt, der davor warnen sollte, dass dieses Verb tatsächlich ausdrücklich „töten“ bzw. „umbringen“ bedeutet, ist die Tatsache, dass es in der Vulgata des NT nicht mit interficere übersetzt wird. Allerdings findet sich interficere im griechisch-lateinischen Wörterbuch von Grimm als Entsprechung von .

 

3. „Verlorenes“ Schaf und „vertriebener“ Christus?

Als Grundbedeutung von scheint man ein „Loswerden“ bzw. „Hinauswerfen“ ansetzen zu dürfen. Hierfür spricht beispielsweise die Verwendung in Joh., wo davon die Rede ist, dass (Joh. 6,39; Lutherbibel 2017) „ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat.“ In der Parabel „vom verlorenen Schaf“ wird ebenfalls – gleich mehrfach – dieses Verb verwendet. In Lk. 15,4 heißt es (Lutherbibel 2017): „Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eines von ihnen verliert (), nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen () nach, bis er’s findet ()?“ Dem „Verlieren“ des Schafes entspricht das „Auffinden“. Wenn man hier ein „umgebrachtes“ Schaf als Übersetzung wählen würde, wäre der Sinn der Parabel zerstört. Auch sollte man in Mt. 10,6 () mit „vertriebene Schafe des Hauses Israel“ übersetzen. Diese waren nicht freiwillig dort, vor allem Niederlagen in Kriegen wie der Sieg Nebukadnezars II. über Jerusalem und das sich daran anschließende „babylonische Exil“ führten dazu, dass Israeliten außerhalb ihrer ursprünglichen Siedlungsgebiete leben mussten.

Man kann nun auch auf die Verwendung des Verbs in Mk. 1,24 im Rahmen einer Dämonenaustreibung verweisen, wo es – in Luthers Übersetzung – um ein ausdrückliches „Verderben“ geht (Luther 1545/letzte Hand): „vnd sprach / Halt / was haben wir mit dir zuschaffen Jhesu von Nazareth? Du bist komen vns zu zuuerderben / Jch weis wer du bist / der heilige Gottes.“ Allerdings ist dann das „Verderben“, dem der Dämon überantwortet wird, schlicht die Aufforderung, den Besessenen zu verlassen (). Der Dämon leistet dieser Aufforderung Folge und verlässt den Besessenen (). Damit wird man den griechischen Text dieser Stelle (Mk. 1,24: ) semantisch korrekt folgendermaßen übertragen müssen: „Sprechend: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, uns zu vertreiben? Ich weiß, wer du bist: Du bist der Heilige Gottes.“

Interessant ist nun, dass Luther in seiner Übersetzung des Partizips im Rahmen der Parabel vom verlorenen Schaf den Konditionalsatz (1545/letzte Hand) folgendermaßen überträgt (Lk. 15,4): „vnd so er der eines verleuret.“ Vorlutherische Bibelübersetzungen wie die Mentelinbibel übertragen Mt. 12,14 folgendermaßen: „Wan(n) die phariseer giengen aus: sy machte(n) rat wider in: jn welcherweys sy in verluren.“ Das Vorhaben der Pharisäer gegenüber Jesus entspricht damit dem, was dem Schaf in der Parabel geschehen ist. Beide sollen – hier ist darauf hinzuweisen, dass die Hirtenmetaphorik ja auch die „Hirten“ Israels betrifft – von der „Herde“ getrennt werden. Wenn man damit etwas klarer in die Zielsprache statt mit „verlorenes Schaf“ besser mit „von der Herde getrenntes Schaf“ übersetzen würde, wäre natürlich offensichtlich, dass sich ein Schaf im Normalfall nicht freiwillig von der Herde trennt. Nicht ohne Grund bezeichnet man Schafe als „Herdentiere“. Damit ist jedoch die Übersetzung mit „verlieren“ ungenau und verdeckt, dass hier in irgendeiner Form eine Trennung verursacht wurde.

Die Bedeutung von „verliesen, verlur(e)n“ im Sinne von „jmd. loswerden“ ist offensichtlich im 15. Jh. noch gegeben. Luther hingegen übersetzt ähnlich wie bereits vor ihm die Zainerbibel (1477). Diese bietet für Mt. 12,14: „Wann die phariseer gingen aus: sy machten rat wider in wi sy in umbrächten.“ Damit wäre gezeigt, dass das in Mt. 12,14 begegnende Verb () bzw. das in der Vulgata verwendete lexikalische Äquivalent (perdere) keinesfalls die Grundbedeutung „umbringen“ bzw. „töten“ hat. Man darf annehmen, dass der biblische Verfasser, so er wirklich an dieser Stelle einen direkten Tötungsvorsatz zum Ausdruck hätte bringen wollen, aus der Vielzahl der ihm zur Verfügung stehenden Wörter ein passendes gewählt hätte. In der Vulgata des NT entsprechen folgende Verben interficere: und . Dass keines dieser Verben am vorliegenden Ort Verwendung findet und dass auch der lateinische Text vor Luther und der Zainerbibel nicht als ausdrücklicher Tötungsvorsatz verstanden wird, sollte eigentlich die Bibelwissenschaft ermutigen, sich an dem hier offensichtlich weniger judenfeindlich übersetzenden Mittelalter ein Vorbild zu nehmen.

 

4. Politisch korrekt oder historisch korrekt?

Was die Wahl des lexikalischen Äquivalents zu anbetrifft, war die „Bibel in gerechter Sprache“ etwas glücklicher als die revidierte Lutherübersetzung: „Die pharisäischen Frauen und Männer gingen davon, sie berieten sich und planten, ihn unschädlich zu machen.“ Semantisch bildet jedoch auch „unschädlich machen“ den Inhalt von nur ungenau ab und zeigt damit – wie auch andernorts –, dass die „Bibel in gerechter Sprache“ eine nach modernen Maßstäben „politisch korrekte“ Übersetzung sein möchte, bei der philologische Überlegungen nur am Rande eine Rolle spielen. Schließlich gab es keine „Pharisäerinnen“, die hier zusammen mit den Pharisäern hätten beraten können, hier wird schlicht ahistorisch übersetzt und damit ein historisch korrektes Verständnis der Passage verhindert.

Was nun Luther betrifft, so hat dieser sein „Vorverständnis“ – man ist in der Versuchung von „Vorurteil“ zu sprechen – in den Text hineingetragen. Im Rahmen seiner zielsprachlich orientieren Übersetzung wählt er höchst unterschiedliche Verben als lexikalische Entsprechungen eines einzigen griechischen Verbs (). Aus heutiger Sicht wird man festhalten müssen, dass Luther hier wohl über das Ziel hinausschießt.

Dass bei einem solchen Verb ein Tötungsvorsatz angenommen wird, ist grundsätzlich durchaus verständlich. Ein vergleichbarer Fall liegt im Deutschen vor, wenn die semantischen Möglichkeiten der Formulierung „zum Schweigen bringen“ betrachtet werden. Eine Mutter, die im Zug gebeten wird, ihr Kind zum Schweigen zu bringen, wird wahrscheinlich zu anderen Methoden greifen als die Mafia, die einen Zeugen zum Schweigen bringt. Martin Luther hat – zusammen mit dem Übersetzer der Zainerbibel – die Formulierung in Mt. 12,14 als Tötungsvorsatz verstanden. Das steht jedoch nicht ausdrücklich so im Griechischen an dieser und den anderen Stellen, an denen das Verb im NT von Luther und in der Folge von den meisten modernen Übersetzungen mit „umbringen“ o.ä. übertragen wird.

Vielleicht noch schlimmer als der christliche Antijudaismus, der sich hier niederschlägt, ist die Gefahr, dass das Verständnis einzelner Schriften des NT durch derartige Übersetzungsentscheidungen verfälscht wird. Man wird mit Birgit Stolt festhalten müssen: „Ein Fehlgriff innerhalb einer Textsorte, an der sich der Ton des übersetzten Textes ausrichtet, kann das Gesamtverständnis gefährden.“2

 

5. Neutestamentliche Wörterbücher

Als nächstes ist zu zeigen, wie die Bedeutung „töten“ in die noch heute gebräuchlichen Wörterbücher Eingang gefunden hat. Ein kurzer Blick in das Vorwort der „völlig neubearbeiteten Auflage“ des Bauer/Aland aus dem Jahr 1988 zeigt, dass dort – was die lexikalischen Äquivalente betrifft – schlicht darauf verwiesen wird, dass man voll und ganz Bauer übernehme. Damit ist man dann im Jahr 1928. Bauer hat das auch nicht selbst erarbeitet, sondern vielmehr von Preuschen (1910) übernommen. Dieser überträgt das Grimm’sche Wörterbuch aus dem Lateinischen. Und Carl Ludwig Willibald Grimm betont im Vorwort seines Wörterbuchs (1868), dass er sich weit mehr an der Vulgata orientiert habe als die Gelehrten, die vor ihm Wörterbücher des NT verfasst hätten. Anstelle einer semantischen Untersuchung der einzelnen Wörter liegt hier die Vulgata letztlich als lexikalischer Steinbruch dem Wörterbuch zugrunde. Sprachwissenschaftlich ist damit der Bauer/Aland, was seine Semantik anlangt, eindeutig in das Mittelalter zu verweisen. Das mittelalterliche Wortverständnis wurde jedoch beispielsweise hinsichtlich des Tötungsvorsatzes in Mt. 12,14 durch eine Prise Luther noch einmal gewürzt.

Grimm hat nun aber nicht einfach die Vulgata verwendet, sondern vielmehr die interpretierende Übersetzung Martin Luthers zugrunde gelegt und „umbringen“ mit interficere ins Lateinische zurückübersetzt. Damit müsste, wer auch immer dieses Wörterbuch nutzt, extra in der Vulgata nachschlagen, um festzustellen, dass eine interpretierende Ersetzung eines lexikalischen Äquivalents gegen die Vulgata und gegen die Behauptung im Vorwort stattgefunden hat. Diese lexikalische Entsprechung wird dann einfach mit Preuschen ins Deutsche übertragen und von dort findet sie ihren Weg in den Bauer/Aland.

Aufgrund der Angabe, dass es sich um die „völlig überarbeitete 6. Auflage“ handelt, muss, wer im Bauer/Aland nachschlägt, annehmen, dass der Bauer/Aland ein modernes Lexikon ist, das hier – aufgrund reiflicher Prüfung – ein korrektes lexikalisches Äquivalent anzeigt. Das ist schlicht falsch. Wie oben dargelegt, ist aus sprachwissenschaftlicher Sicht die Wahl des lexikalischen Äquivalents als problematisch zu qualifizieren. Angesichts der Tatsache, dass in nationalsozialistischer Propaganda das Motiv der „Christusmörder“ beliebt war, sind derartige Übersetzungsentscheidungen, so sehr sie auf einem traditionellen Textverständnis aufruhen, heute schlicht ein Ärgernis. Bereits mittelalterliche Übersetzungen vor Luther, wie die Mentelinbibel, waren in dieser Frage der revidierten Lutherübersetzung aus dem Jahr 2017 überlegen.

An dieser Stelle muss auch davor gewarnt werden, bei derartigen Stellen auf das „Theologische Wörterbuch zum Neuen Testament“ zu vertrauen, das im Jahr 2019 unverändert nachgedruckt wurde. Martin Leutzsch hat kürzlich mit Recht Folgendes festgehalten: „Es ist dieser strukturelle moderne christliche Antijudaismus, der das ThWNT insgesamt als philologisches Instrument unbrauchbar macht.“3 Gerhard Kittel, der erste Herausgeber, versteht das NT als das „judenfeindlichste Buch“, sein Wörterbuch hat die Aufgaben, eben diesen Gegensatz zwischen „den Juden“ und Jesus Christus mittels der Wortanalysen herauszuarbeiten. Damit kann natürlich nicht überraschen, dass das ThWNT keinerlei Kritik an derartigen semantischen Entscheidungen übt. Es mag sein, dass ein „struktureller Antijudaismus“ theologisch und gesellschaftspolitisch in der Entstehungszeit gerade der ersten Bände des ThWNT akzeptabel war und dass es damals ein Qualitätsmerkmal darstellte, dass Gerhard Kittel als Ehrengast des Führers auf dem Reichsparteitag 1938 war; allerdings sollte heute ein derartiges Werk bei semantischen Fragen, die potentielle Antijudaismen im NT betreffen, nicht mehr zitiert werden. Schließlich muss man Oliver Arnhold zustimmen, der kürzlich bemerkte: „Auch wenn nach 1945 in dem theologischen Standardwerk der innere Zusammenhang des traditionell ‚theologisch begründeten Antijudaismus‘ und des ‚modernen rassischen Antisemitismus‘ weniger offensichtlich ist als noch in den Arbeiten des kirchlichen ‚Entjudungsinstituts‘, so ist trotzdem davon auszugehen, dass die im ThWNT verfolgten antijüdischen Konzepte auch nach der Nazizeit weiter wirkungsmächtig geblieben sind.“4 Vielleicht war es gerade die weitgehend unreflektierte Fortsetzung an diesem monumentalen Werk, die eine tatsächliche philologische Auseinandersetzung mit den Problemen des ntl. Griechisch verhindert hat.

 

6. Struktureller Antijudaismus

Der im Jahr 1959 erschienene Band 6 des ThWNT darf nicht mehr der dunklen Zeit Deutschlands zugerechnet werden. Bezüglich des Substantivs wird dort bemerkt: „ erscheint im Neuen Testament nur im moralischen Sinn.“ Dieser „moralische Sinn“ wird bei der Bewertung der Haltung der Zinsgroschenfrage in der Version des Mt. in der Übersetzung hervorgehoben (Mt. 22,18:    . Lutherübersetzung 2017): „Da nun Jesus ihre Bosheit merkte, sprach er.“ Die „Bibel in gerechter Sprache“ folgt hier traditionellen Übersetzungsentscheidungen: „Jesus erkannte ihre böse Absicht und sagte.“

Die „6. völlig neu bearbeitete Auflage“ des Bauer/Aland bietet: „in uns. Lit. nur im sittl. Sinn d. Schlechtigkeit, d. Bosheit, d. Sündhaftigkeit.“ Mt. 22,18 ist also nach gängigen Wörterbüchern rite artis übersetzt. Nun darf man allerdings fragen, ob nicht die Septuaginta auch zu „unserer Literatur“ gehören könnte. Gleich der erste Beleg dieses Substantivs widerlegt die Behauptung des Bauer/Aland (Ex. 10,10): . Dies ist natürlich so zu übertragen: „Und er sprach zu ihnen: Es sei so, der Herr ist mit euch. Auch wenn ich euch ziehen lasse, dann doch nicht auch euren Haushalt. Seht, Schwierigkeit liegt vor euch.“ Die Septuaginta Deutsch – offensichtlich unter dem Eindruck von Wörterbüchern wie den hier zitierten – überträgt: „Seht, dass ihr euch Böses vorgenommen habt.“ Warum es ein „böses Vorhaben“ sein soll, dass die Israeliten beim Auszug aus Ägypten auch ihren Haushalt (sprich: Frauen, Kinder und Vermögen) mitnehmen wollen, entzieht sich den Bibelleser*innen. Ferner – das muss auch erwähnt werden – ist aus philologischer Sicht nicht nachvollziehbar, wie die Übersetzer*innen der Septuaginta Deutsch bei πρfiκειται zu „sich etwas vornehmen“ kommen. Diese Übersetzungsentscheidung darf als Fehlgriff bezeichnet werden.

Wenn nun aber in „unserer Literatur“ erst einmal eine „Schwierigkeit“ bedeuten kann, so darf auch Mt. 22,18 in diesem Sinne übertragen werden. Eine zielsprachlich orientierte Übersetzung käme zu folgendem Ergebnis: „Da nun Jesus die Schwierigkeit ihrer Frage verstand, sprach er.“

Das Ergebnis wird intertextuell durch die Zinsgroschenfrage in der Version des Lk. bestätigt (Lk. 20,23): . Die Lutherbibel 2017 überträgt hier: „Er aber merkte ihre List und sprach zu ihnen.“ Die „Bibel in gerechter Sprache“ bietet: „Er nahm aber ihre List wahr und sagte zu ihnen.“ Nach dem ThWNT (Bd. 5, erschienen 1954) verwendet das NT dieses Wort nur negativ. Bezüglich des Gebrauchs dieses Begriffs in der Septuaginta wird festgehalten: „Die hbr Wortgruppe entspricht der griech. sofern sie gerissen, arglistig bedeuten kann“. Bauer/Aland bemerkt hierzu: „ganz überwiegend und in uns. Lit. ausschließl. sensu malo d. (üble Schlauheit), d. Hinterlist, d. Tücke, d. Verschlagenheit“. Ausdrücklich wird auf Lk. 20,23 als Belegstelle verwiesen.

Einmal mehr muss die Frage gestellt werden, ob die Septuaginta zu „unserer Literatur“ gezählt werden darf. In der Einleitung zu den Sprüchen Salomos wird die Funktion der folgendermaßen beschrieben (Prov. 1,4): . Es ist nun keinesfalls die Aufgabe der Weisheitsliteratur, dass die Leserschaft Heimtücke und Verschlagenheit gelehrt wird. Vielmehr ist dieser Text so zu verstehen: „Damit dem Arglosen Weltgewandtheit gegeben werde, dem jungen Kind aber Einblick und Einsicht.“ Die bezeichnet beispielsweise bei Flavius Josephus das strategische Denken eines Feldherrn. Es ist also möglich – und sogar naheliegend – auch Lk. 20,23 weitaus positiver zu übertragen als gemeinhin üblich. Einmal mehr soll dabei eine zielsprachlich orientierte Übertragung vorgeschlagen werden: „Er aber merkte den tieferen Sinn ihrer Frage und sprach zu ihnen.“

 

7. Typische Streitgespräche unter jüdischen Rechtsgelehrten

Wenn man nun einmal voraussetzt, dass sowohl Jesus wie seine Gesprächspartner im Rahmen der Zinsgroschenperikope Juden waren, dann hätte man es mit einem typischen Streitgespräch zwischen jüdischen Rechtsgelehrten zu tun, wie es Jeffrey L. Rubenstein beschreibt. Man stellt sich gegenseitig Fragen, das Publikum erkennt den als „Gewinner“, der die schwierigeren Fragen zu stellen und die besseren Antworten zu geben weiß. Vor diesem historischen Hintergrund wäre dann die ganze Szene in Lk. 20,19-26 neu zu bewerten. Die jüdischen Autoritäten senden treu ergebene Anhänger aus – eine Übersetzung von mit „Aufpasser“ (Bibel in gerechter Sprache), „Laurer“ (Luther 1545), „Leute“ (Lutherbibel 2017) oder „Spitzel“ (Einheitsübersetzung 2016) wird dem Wesen dieser Personen nicht gerecht. Nach Flavius Josephus beschreibt dieser Begriff treu ergebene Anhänger. Diese legen Jesus die Zinsgroschenfrage vor und stellen fest, dass Jesus eine höchst geschickte Antwort auf diese Frage zu geben vermag.

Als Konsequenz dieser Auseinandersetzung hält Lk. 20,26 Folgendes fest: . Die Lutherbibel 2017 überträgt hier: „Und sie konnten ihn in seinen Worten nicht fangen vor dem Volk und wunderten sich über seine Antwort und schwiegen still.“ Ein participium coniunctum wird hier in einen Hauptsatz transponiert. Das verändert – wie auch ein paar semantische Entscheidungen – den möglichen Sinn des Ausgangstextes. Aus philologischen Gründen sollte man so übertragen: „Und sie vermochten nicht, ihn auf ein Wort festzulegen vor dem Volk, und weil sie seine Antwort bewunderten, schwiegen sie.“ Was hier geschieht, ist für die jüdischen Autoritäten bedrohlich. Selbst die treuesten der Anhänger werden in ihrer Loyalität erschüttert, weil Jesus auf eine durchaus berechtigte Frage eine äußerst geschickte Antwort zu geben vermag: Strenggläubige Juden standen zur Zeit Jesu ja gerade vor dem Problem, ob man Steuern zahlen darf (die Übersetzung Lutherbibel 2017 in Lk. 20,20 „[…] stellen sollten, als wären sie gerecht“ ist irreführend; diese loyalen Anhänger der jüdischen Autoritäten sollen natürlich vorgeben, sie seien strenggläubige Juden; das griechische bezeichnet hier natürlich das hebräische zdq). Dass es sich bei der Auseinandersetzung zwischen Jesus und den jüdischen Autoritäten anlässlich der Zinsgroschenfrage um eine typische Auseinandersetzung zwischen jüdischen Rechtsgelehrten handelt, geht leider unter, wenn man gängigen Übersetzungsentscheidungen folgt.

 

8. Der jüdische Hintergrund der Evangelien

Am Beispiel des Joh. soll abschließend die grundsätzliche Bedeutung des hier aufgezeigten Zugangs zum NT dargelegt werden. Gerade weil, wie beispielsweise Adele Reinhartz kürzlich noch einmal hervorgehoben hat, Joh. als judenfeindliches Evangelium wahrgenommen wird, das sich als solches an nicht-jüdische Rezipient*innen zu wenden scheint, kommt zu wenig in den Blick, wie sehr Joh. im Judentum verankert ist.

Gemeinhin wird die Erwähnung „des Tempelweihfestes im Winter“ in Joh. 10,22 als Hinweis auf nichtjüdische Leser*innen verstanden. Sie werden darüber informiert, dass „das“ jüdische Tempelweihfest im Winter stattfand. Allerdings waren bis hinein in das 4. Jh. insgesamt drei jüdische Tempelweihfeste bekannt und wurden auch gefeiert: Die im Herbst gedachten der Einweihung des salomonischen Tempels, die im Frühjahr feierten den unter Esra und Nehemia wiederaufgebauten Tempel und die im Winter hatten die Wiedereinweihung des unter Antiochus IV. Epiphanes entweihten Tempels zum Inhalt. Alle drei Feste wurden mit dem Terminus bezeichnet. Es scheint also sinnvoller, Joh. 10,22 auf Leser*innen zu beziehen, die um diese drei Feste wussten und denen mitgeteilt wird, welches der drei mit bezeichneten Feste gemeint ist: das im Winter.5

Die Formulierung „Pascha der Juden“ muss sich ebenfalls nicht unbedingt an Nichtjuden wenden. Das vierte Kapitel des Joh. thematisiert ausdrücklich die Kultkonkurrenz zwischen Samaritanern und Juden, sodass das „Pascha der Juden“ auf das – meistens zu einem anderen Zeitpunkt gefeierte – „Pascha der Samaritaner“ verweisen dürfte. Damit geht es um die kultische Konkurrenz zweier israelitischer Gruppierungen.6 Dass dann der dem Hause Josef zugehörige Stamm Ephraim nur noch als Stadt bezeichnet wird (Joh. 11,54)7, weil dieser Stamm offensichtlich kleiner geworden ist, betrifft ebenso wie Joh. 4,22 („Das Heil kommt von den Juden“) in erster Linie das Verhältnis zwischen Samaritanern und Juden. Stuart Penwell bemerkte somit kürzlich zu Recht: „The Johannine Jesus, then, was a factionalist Jew who caused ‚division‘ (; 7:43; 916; 10:19) among ‚his own people‘ (1:11) – ‚the Jews.‘“8

Derartige Indizien einer tiefen Verankerung des Joh. innerhalb des Judentums kommen nicht in den Blick, wenn der übersetzte Text eine betont „feindliche“ Auseinandersetzung zwischen Jesus und seinen Gesprächspartnern zu beschreiben scheint. Eine systematische Auseinandersetzung mit traditionellen Übersetzungsentscheidungen wirft grundsätzliche Fragen bezüglich der historisch-kritischen Exegese auf. Ein „judenchristliches“ Joh. wäre ein Paradigmenwechsel.

Damit bietet ein sprachwissenschaftlich orientierter Zugang die Möglichkeit, überhaupt erst einen möglicherweise jüdischen bzw. judenchristlichen Entstehungskontext der Evangelien neu zu entdecken. Dies könnte ein neues – und vielleicht sogar besseres – Verständnis des NT ermöglichen. Allerdings müssten dafür Positionen verlassen werden, die bisher als „sicher“ galten.

Abschließend darf festgehalten werden: Bei der Wanderung durch Texte in fremden Sprachen erfüllen Wörterbücher eben die Funktion, welche Navigationsgeräte beim Autofahren erfüllen. Eine falsche Programmierung führt dazu, dass man auf Abwege gerät. Es scheint berechtigt, unnötige Antijudaismen in der Übersetzung des NT angesichts ihrer Wirkungsgeschichte als Abwege zu bezeichnen. Damit wäre die Überarbeitung der ntl. Wörterbücher nach semantischen Kriterien eine durchaus lohnende Aufgabe der theologischen Forschung.

 

Anmerkungen

1 U. Eco, Mouse or Rat? Translation as Negotiation, London 2003, 5: „Thus only by being literally unfaithful can a translator succeed in being truly faithful to the source text.“

2 B. Stolt, Martin Luthers Rhetorik des Herzens, Tübingen 2000, 124.

3 M. Leutzsch, Wissenschaftliche Selbstvergötzung des Christentums: Antijudaismus und Antisemitismus im „Theologischen Wörterbuch zum Neuen Testament“, in: M. Gailus/C. Vollnhals (Hg.), Christlicher Antisemitismus im 20. Jahrhundert. Der Tübinger Theologe und „Judenforscher“ Gerhard Kittel, (Berichte und Studien 79) Göttingen 2020, 101-118, hier 113.

4 O. Arnhold, Gerhard Kittel und seine Schüler. Welche Verbindungen bestanden zum Eisenacher „Entjudungsinstitut“?, in: M. Gailus/C. Vollnhals, a.a.O., 119-134, hier 134.

5 Vgl. H. Förster, Zur Bedeutung von in Joh 10,22, in: RB 123 (2016), 400-417.

6 Vgl. grundsätzlich H. Förster, Philologische und historische Überlegungen zum „Passa der ­Juden“ im Johannesevangelium, in: RB 126 (2019), 415-427.

7 Die traditionelle Übersetzung in der Lutherbibel 2017 lautet: „in eine Stadt mit Namen Ephraim“. Diese verdreht – im wahrsten Sinn des Wortes – den griechischen Text der Stelle: . Dies ist eindeutig so zu übertragen: „nach Ephraim, das eine Stadt genannt wird“.

8 S. Penwell, Jesus the Samaritan. Ethnic Labeling in the Gospel of John, Leiden/Boston 2019, 143-144.

 

Über die Autorin / den Autor:

PD Dr. habil. Hans Förster, Promotion an der Evang.-Theol. Fakultät der Universität Wien, von 1998-2009 Forschungen in der Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, seit 2010 an der Evang.-Theol. Fakultät der Universität Wien mit Forschungsschwerpunkt zur handschriftlichen Überlieferung des Johannesevangeliums in Verbindung mit der Editio Critica Maior des Neuen Testaments, 2013 Friedrich-Wilhelm-Bessel-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung, 2020 Habilitation an der Universität Wien im Fach "Neues Testament und christliche Papyrologie".

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft 10/2020

3 Kommentare zu diesem Artikel
18.10.2020 Ein Kommentar von Thomas Scheiner Mit großem Interesse habe ich den Artikel von PD Dr. habil. Hans Förster im letzten Pfarrerblatt gelesen. Dass sorgfältige sprachliche Untersuchung für die Exegese unerlässlich ist, habe ich bereits im Studium gelernt. Allerdings habe ich da auch gelernt, dass das erkenntnisleitende Interesse nicht den Blick auf (unbequeme) Untersuchungsergebnisse verstellen darf. PD Dr. habil. Hans Förster geht es darum, das Neue Testament weniger antisemitisch und antijudaistisch werden zu lassen. Er macht das im Falle von Mt 12 am Verb ???????? fest, dass s.E. nicht mit "töten" übersetzt werden sollte, sondern mit - ja, wie denn nun? "Verschwinden lassen"? "Entfernen"? "Verloren sein lassen"? Dadurch könne man, so scheint Förster zu meinen, antijudaistische Tendenzen aus dem Neuen Testament entfernen. Ich frage mich nur, was damit gewonnen ist, wenn spätestens in Mt 27,1 vom Tötungsbeschluss der jüdischen Entscheidungsträger die Rede ist. Und da steht eindeutig ?????????. Will sagen: dass die jüdische Obrigkeit den Tod Jesu wollte, werden wir wohl nicht "wegexegesieren" (ein Wort, das einer meiner Komilitonen einst in Neuendettelsau gebrauchte) können. Dass dies natürlich keine negativen Auswirkungen auf unser Verhältnis zu Menschen jüdischen Glaubens hat und haben darf, versteht sich von selbst. Ein neutestamentlich begründeter Antisemitismus ist ein Ding der Unmöglichkeit - auch wenn und gerade weil in der Vergangenheit das Neue Testament in dieser Weise missbraucht wurde. Das führt aber nicht an allen als problematisch wahrgenommenen Sachverhalten im Neuen testament vorbei.
21.10.2020 Ein Kommentar von Albrecht Häußler Für den Artikel von PD Dr. habil. Hans Förster bin ich sehr dankbar. Er erhöht meine Sensibilität für die theologische Tradition des Protestantismus, die ohne Antisemitismen („Judenfeindlichkeit“ finde ich besser, denn zur semitischen Sprachfamilie gehören auch andere Völker) nicht zu denken ist. Es ist gut, beim Übersetzen des Neuen Testaments und den sprachlichen Hilfen zum Übersetzen genau hinzuschauen. Überzeugend finde ich auch die Kehrtwende, die PD Dr. habil. Hans Förster mit dem Johannesevangelium vollzieht. Mich hat schon immer irritiert, inwieweit ein fern vom Judentum und Judäa lebender Theologe die geographischen Verhältnisse genauer beschreiben kann als die Synoptiker; auch die mehrfachen Reisen Jesu nach Jerusalem innerhalb seiner Wirkungszeit entsprechen eher einem Leben jüdischer Menschen als die wohl theologisch konstruierte Einmalreise Jesu bei den anderen Evangelien. Ich würde mich über Hinweise freuen, wo das Johannesevangelium unter dem Aspekt einer jüdisch-christlichen Schrift ausgelegt wird oder wurde. Probleme hat mir aber die Nachverfolgung (ein Wort, dass ich aus Infektionsschutzmaßnahmen übernommen habe) des griechischen ???????? bereitet. Als Zweitzeugen nutze ich gern Benselers Griechisch-Deutsches Wörterbuch, 19. Auflage, Leipzig 1990. Die zugrunde liegende 15. Auflage ist 1931 erschienen; da sie kein ausdrücklich theologisches Werk ist, halte ich sie zumindest frei von theologischer Judenfeindlichkeit. Aber auch hier ist ????????, ähnlich wie das Grundwort ??????, mit „zugrunde richten“ und „zerstören“ wiedergegeben, wobei dann konkret „töten“ und „ermorden“ angegeben wird. Mit diesem Hintergrund habe ich gerade zum Hauptargumentationsgang meine Fragen. Dennoch bleibe ich bei meinem Dank, denn nur der Blick auf die wunden Punkte unserer Tradition kann zu ???????? führen.
23.10.2020 Ein Kommentar von Albrecht Häußler Für den Artikel von PD Dr. habil. Hans Förster bin ich sehr dankbar. Er erhöht meine Sensibilität für die theologische Tradition des Protestantismus, die ohne Antisemitismen („Judenfeindlichkeit“ finde ich besser, denn zur semitischen Sprachfamilie gehören auch andere Völker) nicht zu denken ist. Es ist gut, beim Übersetzen des Neuen Testaments und den sprachlichen Hilfen zum Übersetzen genau hinzuschauen. Überzeugend finde ich auch die Kehrtwende, die PD Dr. habil. Hans Förster mit dem Johannesevangelium vollzieht. Mich hat schon immer irritiert, inwieweit ein fern vom Judentum und Judäa lebender Theologe die geographischen Verhältnisse genauer beschreiben kann als die Synoptiker; auch die mehrfachen Reisen Jesu nach Jerusalem innerhalb seiner Wirkungszeit entsprechen eher einem Leben jüdischer Menschen als die wohl theologisch konstruierte Einmalreise Jesu bei den anderen Evangelien. Ich würde mich über Hinweise freuen, wo das Johannesevangelium unter dem Aspekt einer jüdisch-christlichen Schrift ausgelegt wird oder wurde. Probleme hat mir aber die Nachverfolgung (ein Wort, dass ich aus Infektionsschutzmaßnahmen übernommen habe) des griechischen „apóllymi“ bereitet. Als Zweitzeugen nutze ich gern Benselers Griechisch-Deutsches Wörterbuch, 19. Auflage, Leipzig 1990. Die zugrunde liegende 15. Auflage ist 1931 erschienen; da sie kein ausdrücklich theologisches Werk ist, halte ich sie zumindest frei von theologischer Judenfeindlichkeit. Aber auch hier ist „apóllymi“, ähnlich wie das Grundwort „óllymi“, mit „zugrunde richten“ und „zerstören“ wiedergegeben, wobei dann konkret „töten“ und „ermorden“ angegeben wird. Mit diesem Hintergrund habe ich gerade zum Hauptargumentationsgang meine Fragen. Dennoch bleibe ich bei meinem Dank, denn nur der Blick auf die wunden Punkte unserer Tradition kann zu „metánoia“ führen.
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