Säkularisierung und Rationalisierung sind Begriffe, die in der Religionssoziologie schon lange und auch breit diskutiert wurden. Mittlerweile gibt es aber nicht wenige Wissenschaftler*innen, die von einem „Comeback des Religiösen“ reden. Marius Rogall fragt danach, wo die Kirche in Deutschland heute (nach der Säkularisierung) steht und setzt dabei einen besonderen Fokus auf das Pfarrpersonal: Welche Rolle spielen Pfarrer*innen heute und in Zukunft? Welche Erwartungen werden an sie gerichtet und welche Handlungsoptionen bieten sich den evangelischen Kirchen in Bezug auf die Pfarrer*innen, um sich aus ihrem gesellschaftlichem Bedeutungsverlust zu befreien?

 

1. Die christliche Religion in der Gesellschaft der Singularitäten

Sinkende Kirchenmitgliedschaftszahlen untermauern die These der Säkularisierung. Ein vollständiges Verschwinden der christlichen Religion ist jedoch bisher nicht eingetreten und auch nicht in Sicht. Vielmehr wird sogar wieder verstärkt diskutiert, ob Religiosität überhaupt verschwinden kann, oder ob es sich dabei um eine anthropologische Konstante handelt, die weiterhin existiert, die sich aber in ihrer Form und Sozialgestalt verändern kann.1

Wenn das religiöse Bedürfnis der Menschen also weiterhin vorhanden ist, stellt sich nur die Frage, in welcher Form es angesprochen werden kann und wie eine religiöse Gemeinschaft sein muss, um attraktiv zu sein für potenzielle neue Mitglieder. Welche Menschen wünschen sich was von einer religiösen Gemeinschaft und welche Möglichkeiten bieten sich den evangelischen Kirchen?

1.1 Soziale Logik der Singularitäten

In Bezug auf diese Fragen beschäftigt sich dieser Aufsatz mit der Gesellschaftstheorie der Singularitäten von Andreas Reckwitz.2 Die Spätmoderne der Singularitäten ist eine Bezeichnung für die gegenwärtige Situation in der westlichen Welt, die von Reckwitz in seinem Buch „Die Gesellschaft der Singularitäten“ benutzt wurde. Seine Überlegungen schließen direkt an die Rationalisierungstheorie von Max Weber an. Die von ihm festgestellten Rationalisierungsprozesse und die damit einhergehende Standardisierung und Verallgemeinerung der Welt sei der Kern der klassischen Moderne ab dem 18. Jh. gewesen.3 Reckwitz schreibt dieser Zeit eine soziale Logik des Allgemeinen zu. Seine These lautet, dass diese soziale Logik des Allgemeinen seit den 1970er oder 1980er Jahren zunehmend durch die soziale Logik des Besonderen, beziehungsweise wie er es benennt, die soziale Logik der Singularitäten, abgelöst werde.4 Zentral für diese Singularisierung ist das „Streben nach Einzigartigkeit und Außergewöhnlichkeit, die zu erreichen […] paradoxe gesellschaftliche Erwartung geworden ist.“5 Laut Reckwitz befinde sich jedes Individuum im ständigen Konkurrenzkampf um Attraktivität und Authentizität.6

1.2 Religiöse Gemeinschaften in der Gesellschaft der Singularitäten

Auch Religiosität und religiöse Gemeinschaften und Institutionen spielen für Reckwitz in seiner Gesellschaft der Singularitäten eine Rolle. In der Spätmoderne würden das Religiöse und religiöse Gemeinschaften wieder an Bedeutung gewinnen, auch in den westlichen Gesellschaften.7 Tatsächlich hat die Religiosität aber ihre Form verändert und ähnelt jetzt dem religiösen Marktmodell, welches vor allem in der amerikanischen Religionssoziologie verbreitet diskutiert worden ist.8 Reckwitz stellt fest, dass ein weltweiter Markt für Religionen entstanden sei, auf dem verschiedenste religiöse Gemeinschaften miteinander konkurrieren und das Individuum die freie Wahl habe, welcher es sich anschließen möchte.9

Die religiöse Anziehungskraft macht sich dabei an den Parametern der als singulär erlebten Ereignisse im Kollektiv (z.B. ein charismatischer Gottesdienst) und an Authentizität fest.10 Laut Reckwitz würden kulturelle Gemeinschaften (und dazu gehören Religionsgemeinschaften) auf Grund ihrer Authentizität und ihrem essentialistischen, unhinterfragbaren Kern, der eine klare Differenz zwischen der eigenen In-Group und der Out-Group schafft, wertgeschätzt. Nach innen würde die Gemeinschaft eine größtmögliche Homogenität anstreben, während die Out-Group eher negativ oder sogar als Gruppe, die es zu bekämpfen gilt, betrachtet würde.11 Eine religiöse Gemeinschaft kann so zu einer Art Gegenbewegung zur Gesellschaft der Singularitäten werden. Die Abgrenzung von der Außenwelt und der Out-Group sei laut Reckwitz aber zwischen verschiedenen kulturellen Gruppen unterschiedlich intensiv.12

1.3 Die Evangelischen Kirchen in der Gesellschaft der Singularitäten

Nehmen wir die bisher betrachteten Annahmen von Reckwitz als gegeben hin, stellt sich die Frage, wie öffentliche „Volkskirchen“13 wie die evangelischen Kirchen in Deutschland in der Gesellschaft agieren sollen. Auch sie sehen sich dann zunehmend dem religiösen Marktmodell ausgesetzt, da die traditionelle Sozialisation in die großen Kirchen hinein, laut Reckwitz, bei weitem nicht mehr selbstverständlich sei.14 Diese Beobachtung wurde auch in der aktuellen Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung gemacht.15

Weil die zuvor genannte, von Reckwitz als attraktiv für eine religiösen Gemeinschaft eingestufte Eigenschaft der strikten Abgrenzung von der Gesellschaft dem Anspruch der evangelischen Kirchen in Deutschland, eine für alle offene „Volkskirche“ zu sein16, widerspricht, erfährt sie zunächst keinen Zulauf durch die wieder aufkommende Anziehungskraft des Religiösen.17 Im Folgenden beschäftigt sich der Aufsatz nun mit der Frage nach alternativen „Taktiken“ für die evangelischen Kirchen in Deutschland, um den religiösen Bedürfnissen der Menschen in einer Gesellschaft der Singularitäten trotzdem nachkommen zu können.

 

2. Die zentrale Position der Pfarrer*innen in der Spätmoderne der Singularitäten

Der Ansatzpunkt, der in diesem Aufsatz näher betrachtet werden soll und den sowohl Reckwitz Gesellschaftstheorie als auch die empirischen Untersuchungen der EKD nahelegen, ist der des Pfarramtes. Pfarrer*innen sind auch heute noch, als Hauptansprechpartner und häufig bekannteste Person ihrer Kirchengemeinde, das Bindeglied zwischen Kirchendistanzierten und der Kirche.18 Die Pfarrer*innen stehen aber auch, wie alle anderen Individuen, unter „Singularitätsdruck“.

2.1 Performanz und Authentizität

Die eigene „Arbeitsperformanz“ unterliegt dabei wieder den Ansprüchen des Besonderen und der Authentizität. Sie ist gelungen, wenn die Menschen, die diese Performanz (z.B. im Fall einer Predigt im Gottesdienst) nachgefragt haben, ihr einen hohen Wert zuschreiben, vielleicht sogar einen einzigartigen.19 Dieser Wert der Performanz würde, laut Reckwitz, einmal von den Kompetenzen und Potenzialen des Individuums abhängen, für ihren Erfolg sei aber auch die Authentizität maßgeblich.20 Mit Authentizität meint Reckwitz hier den Eindruck von Echtheit der eigentlich inszenierten Performanz, in der das Individuum nur seine, allgemein als positiv bewerteten, Persönlichkeitsmerkmale einfließen lasse.21

Dass Authentizität auch für die erfolgreiche Ausübung des Pfarrberufs wichtig ist, zeigen die empirischen Untersuchungen hierzu. Hier scheint der Begriff aber etwas anders definiert zu sein. Gunther Schendel stellt in seiner Studie über das evangelische Pfarrhaus fest, dass die Menschen von den Pfarrer*innen kein nach außen hin inszeniertes, scheinbar perfektes Vorbild mehr erwarten, wie es früher der Fall war. Vielmehr bedeutet Authentizität hier auch das Stehen zu seinen eigenen Fehlern, was bei den Gemeindemitgliedern auf eine gewisse Sympathie stößt.22

Bernhard Dressler und seine Kollegen stellen in ihrer qualitativen Studie zum Pfarramt fest, dass Pfarrer*innen „besondere Erwartungen hinsichtlich ihrer Überzeugungen, Einstellungen, deren Intensität und Korrektheit entgegengebracht werden […] Sie werden oft […] an – keineswegs signifikanten – Symptomen abgelesen und dann nach Authentizitätsgraden bewertet.“23

Aus den beiden Ergebnissen lässt sich schließen, dass Authentizität auf jeden Fall eine Erwartung an Pfarrer*innen ist und auch ein Bewertungsmaßstab für ihre Arbeit. Sie dürfen und sollten sogar ihre „Fehler“ zeigen und zu ihnen stehen, jedoch sollten solche nicht in den für Pfarrer*innen als wichtig erachteten Bereiche des Lebens vorkommen.

Die Pfarrer*innen würden, laut Isolde Karle, heute dazu gedrängt, ihre Berufsrolle sehr individualistisch zu interpretieren und jegliches Handeln in ihrem Beruf persönlich zu vertreten, während eine Orientierung an verbindlichen Regeln und praktisch bewährten Handlungsweisen nicht gewünscht sei.24 Gleichzeitig werden damit aber auch alle persönlichen Eigenschaften der Pfarrer*innen in den Mittelpunkt gestellt, während früher bestimmte Eigenschaften für jede Pfarrperson angenommen und aus Respekt vor dem Amt nicht in Frage gestellt wurden.25

2.2 Belastungen für Pfarrer*innen

Der Druck, diese neuen unkonkreten und höchst unterschiedlichen Erwartungen zu erfüllen, ohne eine Orientierungshilfe zu haben, hat, laut Karle, zu einer „hoffnungslosen Überforderung für viele Amtsträgerinnen und Amtsträger geführt“26. In den empirischen Ergebnissen findet man Bestätigungen für die hier getroffenen Annahmen der Überforderung durch Orientierungslosigkeit und verschiedenste Erwartungen.27 Es ist aber auch anzumerken, dass die Entwicklungen des Pfarrberufs nicht für alle Pfarrer*innen belastend sind. Dressler und seine Kollegen stoßen bei ihren Befragten überwiegend auf „Freude an der Herausforderung durch den damit verbundenen Gestaltungsfreiraum.“28 Dabei scheint es wichtig, den Sinn der eigenen Tätigkeit im Kopf zu behalten.

Das wirft auch die Frage auf, ob der jeweilige persönliche Umgang der Pfarrer*innen mit den Erwartungen nicht zwischen Überforderung und Freude an der Herausforderung entscheidet. Michael Meyer-Blanck schlägt hier Pfarrer*innen ein Verhalten vor, welches den Ansprüchen der singulären Performanz durchaus entspricht, dabei aber den Text des Evangeliums und nicht die eigene Person inszeniert.29

 

3. Handlungsoptionen für die Kirche

Für die evangelischen Kirchen ist es sicherlich von Vorteil, viele Pfarrer*innen zu haben, welche ihr neues Berufsbild als Herausforderung und nicht als Überforderung ansehen und mit den an sie gestellten Singularitätserwartungen gut umgehen können. Vielleicht gibt es aber eben auch die Pfarrer*innen, die vom neuen Berufsbild überfordert sind.30 Wie können die evangelischen Kirchen mit diesen Befunden und den Erkenntnissen aus der Gesellschaftstheorie von Reckwitz umgehen? Im Folgenden sollen einige mögliche Handlungsoptionen aufgezeigt werden.

Ein naheliegender Ansatz ist der Versuch, die Arbeits- und Erwartungslast der Pfarrer*innen auf mehrere Schultern zu verteilen. Zurzeit sind sie das Bindeglied zwischen der Kirche und der kirchendistanzierten Gruppe, „für die (fast) nur die/der Pfarrer/in die kirchliche Institution repräsentiert“.31 Sollte es gelingen, auch für andere Menschen aus der Kirche eine Relevanz für die Distanzierten zu schaffen, läge der Singularitätsdruck nicht alleine beim Pfarrpersonal.

Eine weitere Handlungsoption könnte der Einsatz von, mit Reckwitz gesprochen, erfolgreich performenden, singulären Pfarrpersonen in neuen, nicht-parochialen Organisationsformen der Kirche sein. Solche Organisationsformen schlägt Wegner in seinem Buch „Wirksame Kirche“ vor und spricht sich dafür aus, sie zu ermöglichen.32 Betrachtet man den von Reckwitz diagnostizierten Anspruch der Singularität, hätten solche Gemeinden den Vorteil, dass die besonders stark performenden Pfarrpersonen, welche diesem Singularitätsanspruch besonders gut nachkommen können, in ihnen eine überparochiale Reichweite bekommen würden.

Aus diesen Beobachtungen heraus ergibt sich der Eindruck, dass eine strategische Personalentwicklung für die evangelischen Gliedkirchen in der heutigen Gesellschaft von großer Bedeutung ist. Auf der einen Seite könnten ausstrahlungsstarke Pfarrer*innen mit emotional gewinnender Art33 gefördert und überregional eingesetzt werden, um religiöse Interessen der Kirchendistanzierten anzusprechen und so das Problem der „Reproduktionskrise“ anzugehen. Auf der anderen Seite braucht es auch die Pfarrer*innen, die in ihrer Kirchengemeinde vor Ort wertvolle Arbeit in der Seelsorge (eine zunehmend wichtige Aufgabe), Förderung von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Ausübung der Kasualien leisten.

 

4. Fazit

Die evangelischen Kirchen in Deutschland befinden sich gegenwärtig in einer Reproduktionskrise. Sie haben in der Gesellschaft an Bedeutung und Legitimation verloren. Auch das Rollenbild der Pfarrer*innen hat sich verändert. Trotzdem nehmen diese immer noch die zentrale Stellung in ihrer Kirchengemeinde ein, denn vor allem für die eher kirchendistanzierten Menschen sind sie meist das einzige Bindeglied zur Kirche. Der sozialen Logik des Besonderen, wie sie Reckwitz in seiner Gesellschaftstheorie festgestellt hat, sind auch die Kirche und ihre Pfarrer*innen in gewisser Weise unterworfen. Denn die offene „Volkskirche“ EKD kann keine Gegenbewegung zur spätmodernen Gesellschaft, wie Reckwitz es bei religiös fundamentalistischen Gruppen beobachtet, sein.

Viele Menschen in der heutigen Gesellschaft haben ein religiöses Bedürfnis, aber sie bewegen sich auf einem religiösen Markt und wählen die Gemeinschaft aus, welche ihnen die attraktivste und am meisten authentische, eben die am ehesten singuläre „Performanz“ bieten kann. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass auch Pfarrer*innen unter Authentizitäts- und Selbstverwirklichungsdruck stehen. Dabei fehlt ihnen aber die Orientierung an expliziten Vorgaben und Rollenbildern, und durch die Vielzahl an unterschiedlichsten Aufgaben und Erwartungen tritt häufig eine Überforderung auf. Wichtig scheint der richtige Umgang mit dem Authentizitätsdruck, indem das Evangelium und nicht die eigene Person inszeniert wird und der Sinn der eigenen Tätigkeit im Fokus der Pfarrer*innen bleibt. Des Weiteren könnte eine strategische Personalpolitik der evangelischen Kirchen hilfreich sein, welche Pfarrer*innen nach ihren jeweiligen Stärken einsetzt.

Auch der Blick in die Zukunft sollte nicht vernachlässigt werden. Reckwitz prognostiziert in seinem Buch drei Krisen der Logik des Besonderen (die Krise der Anerkennung, der Selbstverwirklichung und des Politischen).34 Eine Frage für die weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung sollte sein, inwiefern diese Krisen von der Kirche wahrgenommen werden müssen und wie sie darauf reagieren muss, um den Menschen in ihrer jeweiligen Situation für sie relevante Antworten geben zu können.

Die Gesellschaft der Singularitäten ist für die evangelischen Kirchen eine Chance und eine Herausforderung zugleich. Auf der einen Seite kämpft sie weiterhin mit einem Relevanzverlust als „Kirche des Allgemeinen“ in einer Gesellschaft, welche das Ideal des Besonderen verfolgt. Auf der anderen Seite kann sie aber auch wieder religiös Interessierte erreichen und relevante Antworten liefern, wenn sie auf die gesellschaftlichen Verhältnisse eingeht. Dabei sollte der Singularisierungsanspruch allerdings nicht einfach abgesegnet, sondern gewissenhaft reflektiert werden.35 Dann ist aber auch eine Reaktion und Anpassung daran zu leisten. 

 

Anmerkungen:

1 Vgl. Pickel, Gert (2011). Religionssoziologie: Eine Einführung in zentrale Themenbereiche. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 179.

2 Diese Gesellschaftstheorie von Reckwitz wird derzeit in soziologischen Fachdebatten intensiv und mehrheitlich zustimmend diskutiert (vgl. Soziologische Revue, Jahrgang 42, Heft 1, Januar 2019. Berlin/Boston: De Gruyter.)

3 Reckwitz, Andreas (2017). Die Gesellschaft der Singularitäten: Zum Strukturwandel der Moderne. Berlin: Suhrkamp Verlag, 28f.

4 Ebd., 14.

5 Ebd., 9 (Hervorhebung im Original).

6 Ebd., 10.

7 Ebd., 409.

8 Vgl. Pickel 2011, 198f.

9 Reckwitz 2017, 410.

10 Vgl. ebd., 410.

11 Ebd., 396f.

12 Ebd., 397.

13 Volkskirche wird in diesem Aufsatz als Kirche verstanden, die „so gestaltet wird, daß alle, sofern sie nur ein positives Verhältnis zur Verkündigung der Kirche haben, Mitglieder sein und sich in der Kirche heimisch fühlen könnten – unbeschadet aller sozialen, bildungsmäßigen, kulturellen und natürlichen Unterschiede.“ (RGG VIII, 2005, Tübingen: Mohr Siebeck, Sp. 1186)

14 Reckwitz 2017, 410.

15 Vgl. Evangelische Kirche in Deutschland (2014). V. EKD-Erhebung über Kirchenmitgliedschaft: Engagement und Indifferenz – Kirchenmitgliedschaft als soziale Praxis, 10.

16 Vgl. auch Graßmann, Tobias (2018). Die Gesellschaft der Singularitäten im Lichte reformatorischer Lehre. In: DPfBl, 8/2018.

17 Vgl. Reckwitz 2017, 413, und Graßmann 2018.

18 Vgl. Evangelische Kirche in Deutschland 2014, 103.

19 Vgl. Reckwitz 2017, 209.

20 Ebd., 209.

21 Ebd., 210.

22 Vgl. Schendel, Gunther (2015). „Anhaltspunkt“ und „gläsernes Haus“: Empirische Ergebnisse zur öffentlichen Wahrnehmung des evangelischen Pfarrhauses. In: Pastoraltheologie, Nr. 6, 214.

23 Dressler, Bernhard/Feige, Andreas/Fischer, Dietlind [u.a.] (2017). Innenansichten: Zum professionellen Umgang mit Religion im Pfarramt. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 195.

24 Karle, Isolde (2001). Der Pfarrberuf als Profession: Eine Berufstheorie im Kontext der modernen Gesellschaft. Gütersloh: Kaiser, Gütersloher Verl.-Haus, 13.

25 Vgl. Gebhardt, Winfried (1993). Charisma und Ordnung: Formen des institutionalisierten Charisma – Überlegungen in Anschluß an Max Weber. In: Winfried Gebhardt [u.a.] (Hrsg.), Charisma: Theorie, Religion, Politik. Berlin: de Gruyter, 56.

26 Karle 2001, 13.

27 Vgl. Maagard, Gothart/Nethöfel, Wolfgang (2011). Pastorin und Pastor im Norden: Antworten, Fragen, Perspektiven. Berlin: EBV, 5, und Pohl-Patalong, Stephan (2017). Die diffuse Vielfalt der Erwartungen. In: Gunther Schendel (Hrsg.), Zufrieden, gestresst, herausgefordert: Pfarrerinnen und Pfarrer unter Veränderungsdruck. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 97.

28 Dressler [u.a.] 2017, 201.

29 Vgl. Meyer-Blanck, Michael (1997). Inszenierung und Präsenz: Zwei Kategorien des Studiums Praktischer Theologie. In: Wege zum Menschen, 49. Jg., 11.

30 Vgl. dazu den Rückgang der Pfarramtsanwärter: Landeskirche Hannover. Theologiestudierende und Theologischer Nachwuchs. Im Internet unter: https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/wir-ueber-uns/ueberblick/12_mitarbeiterinnen_und_mitarbeiter/12_1_theologiestudierende_theologischer_nachwuchs (recherchiert am 26.03.2019).

31 Evangelische Kirche in Deutschland 2014, 103.

32 Wegner, Gerhard (2019). Wirksame Kirche: Sozio-theologische Studien. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 368.

33 Emotionale Kompetenz ist bei Reckwitz auch eine Erwartung an ein erfolgreiches Arbeitssubjekt in der spätmodernen Gesellschaft, vgl. dazu Reckwitz 2017, 204.

34 Vgl. Reckwitz 2017, 432.

35 So wie es auch Graßmann 2018 vorschlägt.

 

Über die Autorin / den Autor:

Marius Rogall, Student der Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, Anfang 2019 Praktikant im Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD in Hannover, derzeit Studentische Hilfskraft beim Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung (WSI) in Düsseldorf, Bachelorarbeit im Themenfeld "Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika".

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft 2/2020

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