Ein Impuls für die Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern
Resonanzen im Pfarrdienst

Von: Margrit Klatte
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Wie können Pfarrerinnen und Pfarrer ihren Dienst »gut, gerne und wohlbehalten« tun? Und wie können Vikarinnen und Vikare für diesen Dienst gewonnen und motiviert werden? Angesichts eines Berufsbilds, das mit den veränderten Lebenswahrnehmungen und Arbeitsbedürfnissen junger Menschen nicht mehr Schritt halten kann, scheint dies schwierig. Margrit Klatte sieht jedoch eine Chance im Rahmen der soziologisch-philosophischen Überlegungen von Hartmut Rosa zum Resonanzgeschehen.*

 

Vorbemerkung

Anliegen aller evangelischen Landeskirchen Deutschlands ist, dass Pfarrerinnen und Pfarrer ihren Dienst »Gut, gerne und wohlbehalten«1 versehen können. Erwachsen ist diese Orientierung aus Beobachtungen zur Burnout-Forschung. Erkenntnisse der Generationenforschung zu »Generation XYZ« fordern Ausbildungs- und Personalverantwortliche der EKD zu weiterem Nachdenken heraus. Ziel ist es, Vikarinnen und Vikare auf ihren Dienst vorzubereiten und dabei den Dienst so zu gestalten, dass er auch unter höherem Konkurrenzdruck attraktiv für junge Menschen wird.

Die Perspektive der Generationenforschung allerdings scheint in Bezug auf den Pfarrdienst an ihre Grenzen zu gelangen: Zum einen werden die Erhebungen über Lebenswahrnehmungen und Arbeitsbedürfnisse junger Menschen immer kurzatmiger, zum anderen reift die Erkenntnis, dass es eine fast unlösbare Aufgabe ist, einen über Jahrhunderte gewachsenen Beruf, der in der Mehrzahl von Menschen älterer Generationen ausgeübt wird und dessen Zielgruppe nur im geringen Teil der jeweiligen »Generation XYZ« entspricht, so zu verändern, dass er den spezifischen Bedürfnissen einer Generationskohorte entspricht.2

Neben die oben genannten, aus Perspektive der Dienstgeber defizit- und problemorientierten Ansätze, will dieser Aufsatz einen ressourcen- und resilienzorientierten Impuls stellen und dabei zugleich der Frage nachgehen, welche Merkmale des Pfarrdienstes heute geeignet sind, diesen Beruf für Pfarrerinnen und Pfarrer sowie für die, die diesen Dienst beginnen wollen, attraktiv zu halten und deshalb bewahrt werden sollten. Dieser Impuls entstand durch die Lektüre der soziologischen Forschungen von Professor Hartmut Rosa zum Thema »Resonanz«3.

Zugleich sollen orientierende Perspektiven für die Ausbildung zum Pfarrdienst ins Gespräch gebracht werden. Hier ist die Frage, wie sinnvolle Gegebenheiten des Pfarrdienstes gegenüber einer kritisch anfragenden Perspektive der Vikarinnen und Vikare konstruktiv ins Gespräch gebracht werden können. Dass dabei manches konservativ wirkt, wird bewusst in Kauf genommen. Veränderung geschieht in jedem Pfarrdienst aufgrund der sich verändernden Welt- und Gemeindewirklichkeit und mit ihr der Bedürfnisse der Menschen – Pfarrerinnen und Pfarrer und ihre Familien eingeschlossen – durch das Zusammenwirken aller Akteure en passant. Allerdings ist es vielleicht auch sinnvoll »in dieser hektischen Epoche: das Bestehende gegen die Kräfte eines überdrehten Fortschritts zu verteidigen.«4 Dabei wird nicht ignoriert, dass es ein Zurück zu dem wie auch immer ideal gedachten Pfarrdienst nicht gibt.

Indem dieser Aufsatz einen ressourcen- und resilienzorientierten Ansatz verfolgt, wird bewusst nicht auf die den resonanten Räumen innewohnenden Gefährdungen eingegangen, da diese durch die Burnout-Forschungen wesentlich und im Detail bedacht sind.

 

1. Resonanz

Auf der Suche nach Kriterien für ein gelingendes Leben entwickelt Hartmut Rosa die Kategorie der Resonanz. Resonanz ist für ihn ein Beziehungsmodus zwischen Mensch und Welt, der von Affizierung und Emotion geprägt ist und eine aktive Antwortbeziehung zwischen Subjekt und Umwelt voraussetzt. Hartmut Rosa unterscheidet horizontale Resonanzachsen, die zwischen Menschen entstehen, diagonale Resonanzachsen, die Beziehungen zu Dingen und Tätigkeiten beschreiben, und vertikale Resonanzachsen, die den Bezug zu Religion, Natur, Kunst und Geschichte beschreiben. Exemplarisch betrachtet Rosa Lebensräume, die Resonanzen ermöglichen bzw. Situationen, die diese verhindern. Dabei wird deutlich, dass zu jeder Resonanzmöglichkeit auch ein Moment der Unverfügbarkeit gehört, das dem Willen des Einzelnen bzw. dem Planen einer Institution unzugänglich ist. Bei Entfremdungen, Instrumentalisierungen – Situationen, in denen das Schwingen zwischen Subjekt und Subjekt/Welt zum Erliegen kommen, verflüchtigen sich resonante Erfahrungen.

Ob Menschen sich in resonanten Situationen erleben, hängt von individuellen Wertungen, aber auch von institutionellen Kontexten ab. Allerdings führen die derzeit hohe Resonanzsensibilität und -erwartung durch ausgleichende Stabilisierungsversuche zur Einschränkung resonanter Räume. Somit stehen resonante Räume in der Gefahr, ihre Responsivität zu verlieren.

Die nachfolgenden Überlegungen konzentrieren sich auf die kontextuellen Bedingungen des Pfarrdienstes, die grundsätzlich als resonant angesehen werden können. Im Blick auf die Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren wäre zu prüfen, welche vorhandenen individuellen Wertungen diese erschließen können.

 

2. Anstellung im öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis

Pfarrerinnen und Pfarrer werden in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis beschäftigt, welches ein besonderes Treueverhältnis zur Kirche verankert und gleichzeitig Pfarrerinnen und Pfarrer sowie ihre Familien zeitlebens absichert. Aus verschiedenen Gründen, nicht zuletzt aufgrund der Fremdartigkeit zum in der Gesellschaft Üblichen, wird dies immer wieder von Vikarinnen und Vikaren kritisch angefragt. Eine Beschäftigung in einem privatrechtlichen Anstellungsverhältnis mit festgelegter Arbeitszeit, Arbeitsaufträgen und Lohnzahlung erscheint attraktiver.

Obwohl Arbeit grundsätzlich ein Raum hoher Selbstwirksamkeit und damit Resonanzmöglichkeit sein kann, benennt Hartmut Rosa die Gefahr, durch »das Verkaufen der Arbeit im Sinne der Lohnarbeit die Resonanzbeziehung in eine entfremdete Beziehung zu transformieren.«5 Da der Arbeitgeber in solchen Beschäftigungsverhältnissen konkrete Vorstellungen zum Arbeitsinhalt und große Erwartung an die Arbeitseffizienz festlegen kann, führt dies unter heutigen wirtschaftlichen Bedingungen zur Erhöhung des Leitungsdruckes und zur Reduzierung der Gestaltungsmöglichkeiten des Arbeitnehmers. Dadurch kann es zum Erliegen der motivierenden Selbstwirksamkeitserfahrungen kommen. Der Resonanzraum »Arbeit« verstummt.

Diese Entwicklung ist tendenziell auch im kirchlichen Kontext zu beobachten. Wenn beispielsweise dem Anliegen der Familienfreundlichkeit folgend, Dienstordnungen eingeführt werden, hat dies perspektivisch Einschränkungen für die Freiheit der Dienstgestaltung zur Folge. Damit besteht die Gefahr, dass Räume für Selbstwirksamkeitserfahrungen eingeschränkt werden.

Die Versorgung der Pfarrerinnen und Pfarrer und ihrer Familien ermöglicht eine grundsätzlich sorgenfreie Basis zum Dienst an den Menschen und der Kirche. Zugleich benötigt »guter« Pfarrdienst einen verantwortungsvollen Umgang mit Freiheit in Lehre und Bekenntnis. Dennoch üben sich die Kirchen in großer Zurückhaltung bezüglich einer Festlegung von Qualitätsstandards, damit ein Resonanzraum entsteht, in dem der Pfarrer, die Pfarrerin leben kann und in den Menschen vertrauend eintreten können, um selbst Resonanz zu erleben. Somit sind grundsätzlich Möglichkeiten für hohe Selbstwirksamkeit durch den Dienstgeber eingeräumt. Angesichts des sich verstärkenden Leistungs- und Veränderungsdruckes in der Gesellschaft sollte davon nicht ohne Not abgesehen werden.

Eine wichtige von der Generationenforschung verstärkte Anfrage von Vikarinnen und Vikaren zum Pfarrdienst ist der Bedarf an einer sog. Work-Life-Balance. Infolge der Ausführungen von Hartmut Rosa kann die Frage aufgeworfen werden, ob die Vorstellung der Work-Life-Balance, in der Leben und Erwerbsarbeit als Gegenüber angesehen werden, dem Pfarrdienstes gerecht wird. Ein Pfarrdienst, der sich den Erwartungen der Work-Life-Balance unterordnet, verliert wichtige Resonanzräume. Traditionell kennt der Pfarrdienst die Trennung zwischen Arbeit und Leben im modernen Sinne nicht. Arbeit und Leben gehen ineinander, ja sind in vielen Fällen untrennbar. Das hat Gefährdungen, aber auch große Chancen. Im günstigen Fall gelingt es, die Resonanzräume Familie, soziale Einbindung, Natur, Glaube miteinander zu eröffnen und so zu vergrößern.

 

3. Entsendung – Gesendet sein

Aus geistlicher Perspektive gehört es zur Grundverfasstheit des Pfarrdienstes, sich gesendet zu wissen. Gelegentlich fragen Pfarrerinnen und Pfarrer auch sehr bewusst danach, wer sie wohin sendet bzw. beruft. In vielen Landeskirchen ist es Praxis, Pfarrerinnen und Pfarrer in ihre erste Pfarrstelle zu entsenden. Aus der Perspektive mancher Vikarinnen und Vikare und ihrer Familien ist die Entsendungspraxis eine große Herausforderung. Viele von ihnen erleben diese Praxis als einen zu großen Zugriff einer Institution auf ihr Leben. Hinter dieser widersprüchlichen Haltung steht in vielen Fällen wohl die Abwehr, im Moment der Entsendung in eine Situation zu geraten, in der die Möglichkeiten der Selbstwirksamkeit massiv reduziert werden – und dies bei hochmotivierten, resonanzsensiblen Menschen. Zudem müssen vertraute Resonanzräume aufgegeben werden, ohne dass neue schon erkennbar wären.

Eine Erfahrung, die zum Dienstbeginn oftmals fehlt: Gerade in dem, was mir unverfügbar ist, kann mir Erfüllendes begegnen. In Gesprächen mit Pfarrerinnen und Pfarrern wird immer wieder benannt, wie herausfordernd die Entsendungspraxis für sie und ihre Familie war, wie aber auch eben durch diese Erfahrung neue Räume, von denen man nicht einmal ahnte, dass es sie gibt, erschlossen wurden.

Aus geistlicher Perspektive kann daran erinnert werden: Wer sich in die Nachfolge Jesu Christi begeben will, verzichtet auf gewohnte Sicherheiten. Sandte Jesus seine Jünger aus in eine fremde Welt, mit nur dem Nötigsten ausgestattet, so war das doch immer wieder auch eine stärkende Erfahrung für das Vertrauen in Gottes Handeln. Davon im Pfarrdienst eine Ahnung zu bekommen, erscheint grundlegend wichtig. Es ist eine Chance, an den Ursprung der eigenen Berufung anknüpfen zu können.

Entsendung, zumeist in einen dörflichen Kontext, bedeutet für manche Vikarinnen und Vikare auch eine Neuorientierung bezüglich des Strebens nach »Weltreichweitenvergrößerung«. Die Erwartung unserer Gesellschaft Erfahrungsräume zu erweitern, die Welt in ihren vielen Facetten kennenzulernen und darin auch Heimat finden zu können, führt bei manchem zu dem »Verlangen nach Steigerung der Effekte«6, um ein Verstummen der Weltbeziehung zu verhindern. Diese nach außen gerichtete Dynamik wird durch eine Entsendung in den ländlichen Raum, in einen Dienst mit Residenzpflicht, unterbrochen. Kann an dieser Stelle in der Ausbildung eine Neugier auf neue, bisher unbekannte Resonanzräume in der dörflichen Gesellschaft geweckt werden?

 

4. Weitere Resonanzräume

Inspiriert durch die Ausführungen von Harmut Rosa sind im Pfarrdienst viele weitere Resonanzräume erkennbar, von denen hier nur einige kurz dargestellt werden können. Alle diese vorhandenen Resonanzräume sind nicht per se für jeden zugänglich, da der individuelle Zugang zu einem Resonanzraum abhängig ist von der jeweiligen kulturellen Aufladung7.

 

a. Naturnahes Wohnen

Aufgrund der historischen Entwicklung, nachhaltig orientierter Bauordnungen und der bestehenden Pflicht, vorhandene Dienstwohnungen zu beziehen, sind in den meisten, vor allem in den ländlichen Gemeinden Pfarrhäuser in naturnahen Kontexten erhalten geblieben. Ein Pfarrgarten gehört schon dazu, manchmal im Drei- bis Vier-Seitenhof, manchmal erweitert durch das Ensemble von Kirche und Friedhof. Für Menschen, denen sich der Resonanzraum »Natur« erschlossen hat, ein Idyll. Nachfragen bei Pfarrstellenwechseln zeigen, dass viele Pfarrfamilien dieses suchen.

 

b. Familiennahe Arbeitsstelle

»Ich bin so dankbar, dass ich Pfarrer bin – ich weiß nicht, wie es mir ansonsten möglich gewesen wäre, meine drei kleinen Töchter nach dem Tod meiner Frau allein aufzuziehen.« Was dieser Pfarrer zu schätzen wusste, war die Tatsache, dass sein Arbeitszimmer unmittelbar neben der Wohnung lag und somit für die Kinder leicht erreichbar. Er konnte seine Arbeitszeiten oftmals den Bedürfnissen der Kinder anpassen, so dass viele Mahlzeiten gemeinsam eingenommen wurden, er oft zu Hause sein konnte, wenn die Kinder nach Hause kamen. Das Wohnen im Pfarrhaus und die Möglichkeit, den Dienst aktiv mitgestalten zu können, hält den Resonanzhafen »Familie« in besonderer Weise zugänglich.

 

c. Gemeinde als horizontale Resonanzachse und Leben mit den Verheißungen des Glaubens

Anknüpfend an Hartmut Rosas Überlegungen zu den horizontalen Resonanzachsen wird man auch »Gemeinde« als Resonanzraum ansehen können, die Merkmale von Familie, Freundschaft und Handeln in Politik in sich trägt. Pfarrerinnen und Pfarrer sind wesentliche Akteure, aber auch Empfänger innerhalb dieses sozialen Raumes, der eine zusätzliche Erweiterung durch die vertikalen Resonanzmöglichkeiten der Religion erfährt.

In besonderer Konzentration finden diese Implikationen Raum in gemeinsam erlebten Ritualen. Diese Ritualen eröffnen Resonanzräume zwischen vertikalen (auf Gott bezogene), horizontalen (als Gemeinschaft der Glaubenden) und diagonalen (den Dingen, z.B. in Leib und Brot) Resonanzachsen. Als Einsetzender und Empfangender zugleich können Pfarrerinnen und Pfarrer sich diesen Raum erschließen – in großer, dienstlich verankerter Regelmäßigkeit.

Ein erfüllender Moment in der Arbeit am Predigttext ist es, wenn der Text in neuer Weise zu mir zu sprechen beginnt (diagonale Resonanzachse). Eingefügt in ein Weltgefüge, das mit Gott rechnet (vertikale Resonanzachse), verbunden mit einer resonanten Reaktion der Gemeinde (horizontale Resonanzachse) können erstaunliche Momente resonanter Beziehungen entstehen. Ähnliches ließe sich auch für die seelsorgerliche Begleitung oder Bildungssituationen im Pfarrdienst benennen.

 

5. Auf Raumsuche und sensibilisiert für Unverfügbares

»Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum geht nun hin …« (Mt. 28,18f) – In Jesu Nachfolge einzutreten heißt, sich senden zu lassen, in alle Welt, in alle Lebensräume. Die mit der Sendung verbundene Verheißung kann Vikarinnen und Vikare ermutigen – wie unzählige Generationen vor ihnen –, sich in bisher fremde Räume zu begeben mit der Offenheit, dass sie bisher ungeahnte »Resonanzoasen« entdecken können.

»Resonanz impliziert ein Moment konstitutiver Unverfügbarkeit.«8 Die Beschäftigung mit den Worten der Heiligen Schrift und mit Erfahrungen insbesondere in Zusammenhang mit Verkündigungsaufgaben verweist Vikarinnen und Vikare immer wieder auf Unverfügbares. Nach CA V ist das Predigtamt in seinem Gelingen konstitutiv abhängig vom Wirken des Heiligen Geistes. So kann die homiletische Arbeit sensibilisieren für die Wahrnehmung von Unverfügbarem und zugleich auch Vertrauen in die Glauben stiftende und damit auch Resonanz ermöglichende Kraft des Unverfügbaren einüben.

 

Anmerkungen:

* Es handelt sich hier um eine geringfügig überarbeitete Variante des Beitrags der Autorin, in: Verkündigung durch Begegnung. Kirche sein, leiten und prägen. Festschrift für Oberlandeskirchenrat Dr. Peter Meis anlässlich seines Ruhestandes, hrsg. von der Evang.-Luth. Landeskirche Sachsens, Dresden 2018, 119-123.

1 Nitsche, Stefan Ark u.a.: Gut, gerne und wohlbehalten arbeiten. Handreichung für die Erstellung von Dienstordnungen für Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Herausgegeben vom Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, München 2015.

2 Es fällt auf, dass kirchlich stark gebundene Vikarinnen und Vikare eher mit den Gegebenheiten des Pfarrdienstes umgehen können als von außen kommende, was vermutlich mit der von Hartmut Rosa beschriebenen Resistenz von Religionen gegenüber den Dynamisierungsprozessen der Gesellschaft zusammenhängt (vgl. Rosa, Hartmut: Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung, 2. Aufl., Berlin 2016, 688).

3 Rosa, Hartmut: Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung, 2. Aufl., Berlin 2016.

4 Juli Zeh: Unterleuten, 4. Aufl., München 2016, 15.

5 Rosa, 396f.

6 Rosa, 621.

7 Eine Vikarin, die sich in der Stadtkultur verortet, tritt einem dörflichen Pfarrhaus im Grünen wesentlich distanzierter entgegen als ein Vikar, der sich den Idealen des Nabu e.V. verbunden weiß. Diese Wahrnehmung schließt ein, dass auch die »Stadtpflanze« für sich im Dorf einen neuen Resonanzraum entdecken kann.

8 Rosa, 298.

 

Über die Autorin / den Autor:

Oberlandeskirchenrätin Margrit Klatte, Jahrgang 1968, Krankenpflegerin, Theologiestudium in Jena und Leipzig, Seelsorgerin für Langzeitarbeitslose, 2003-2015 Pfarrdienst, seit 2015 Dezernentin für alle Angelegenheiten des Pfarrdienstes in der Evang.-Luth. Landeskirche Sachsens.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 11/2019

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