Was Kirche schon ist und was sie noch mehr sein kann
Kirche als Heimatakteur

Von: Henning von Vieregge
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Kirche beheimatet – das ist die zentrale These Henning von Vieregges. Und sie kann über die Kirchengemeinden noch mehr zur Beheimatung in allen Facetten tun. Das Spielfeld ist die lokale Zivilgesellschaft. Nimmt Kirche diese Aufgabe wahr und ernst, dann stärkt das nicht nur die Gesellschaft und das demokratische Gemeinwesen, sondern am Ende die Kirche selbst.


1. Meine zentrale These

»Heimat« ist nach jahrelangem Exil auf der Agenda des aktuellen politischen Diskurses ganz nach oben gelangt und damit ist auch die Kirche gefragt. Führende Repräsentanten, so der Bundespräsident1, so der Bundesinnenminister2, erstmals auch Heimatminister, unseres Staates haben es sich zu ihrem Anliegen gemacht, für ein Verständnis von Heimat zu plädieren, das demokratiekompatibel ist. Ich möchte in diesem Text einen Schritt weitergehen und verdeutlichen, dass Kirche ein bedeutender Beheimatungsakteur ist und dafür werben, diese Rolle noch stärker wahrzunehmen.

»Weltoffen, streitbar, plural, seine öffentliche Verantwortung wahrnehmend«: Handlungsleitende Werte des Protestantismus3 fügen sich passgenau in das ethische Grundgerüst unserer Demokratie ein. Über die Debatte zur Haltung der Kirchen zu Flüchtlingen und Rechtspopulismus4 ist der Weg nicht weit zur Nachfrage, was das Selbstbild des Protestantismus für das Heimatverständnis von Kirche bedeutet.

Vor der Klärung steht die Problematisierung. Der Einladungstext zu einer großen Heimattagung der Evang. Akademie Tutzing in 2018 beschrieb den Hintergrund der zum Heimatverständnis aufgebrochenen Debatte so: »Grundsätzlich: Etwas wird wichtig, wenn es nicht mehr selbstverständlich, wenn es vermeintlich bedroht ist. Die Bewältigung dieser Umbrüche ist – individuell wie kollektiv – vor allem auch eine kulturelle Herausforderung. Die radikalen Veränderungsprozesse, die von vielen Menschen als bedrohlich empfundenen Beschleunigungen und Entgrenzungen, die der Begriff Globalisierung zusammenfasst, die Migrationsschübe, die Veränderungen der Arbeitswelt durch die digitale Transformation, die Ängstigungen durch Terrorismus, Gewalt, kriegerische Konflikte, insgesamt das Erleben einer ›Welt in Unordnung‹ – das alles verstärkt auf offensichtlich dramatische Weise das individuelle und kollektive Bedürfnis nach neuen (und alten) Vergewisserungen und Verankerungen, nach Identität, nach Sicherheit, eben nach Beheimatung. Aber was ist Heimat?«5


Der Begriff Heimat

Klar ist schon beim ersten Nachdenken, dass der Begriff Heimat sehr viel Emotionalität enthält, ein Sehnsuchtspotenzial, das für Wohlfühlmomente und Verlustängste gleichermaßen steht. Ein so großer Begriff, mein liebstes Wort, wie der deutsch-rumänische Dichter Richard Wagner sagt6, ist somit unscharf und vage. Das muss aber kein Nachteil sein, wenn dies uns davor schützt, Emotionales zu unterschätzen.

Heimat zu definieren erscheint zunächst ganz einfach, aber dann wird es schwierig. Fangen wir mit dem (scheinbar) Einfachen an. In der Jahresrückblick-Ausgabe 2018 der Wochenzeitung »Die ZEIT« gibt es unter dem Stichwort »Panorama« eine mehrseitige wesentlich aus Fotos bestehende Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat. Im Vorspann heißt es: »Einmal Heimat, bitte. Ist sie da, wo man herkommt, oder einfach der Flecken Erde, den man bewohnt? Ist sie einzigartig oder auch im Plural denkbar? Ein Ort oder ein Gefühl?«7

Bei Wikipedia wird, auch unter Verweis auf die Wortgeschichte, die Verknüpfung mit dem Herkunftsort hervorgehoben. Aber unter der Zwischenüberschrift »Neurobiologie« findet sich eine Weitung des Begriffs: »Heimat ist im Gehirn jedes Menschen präsent. Heimat besteht aus einer Unmenge von Engrammen. Je länger er an einem Ort verweilt, desto stärker sind die Engramme synaptisch bei ihm verfestigt, sofern sie emotional positiv korrelieren. Heimatgefühle manifestieren sich durch wiederholte Prägung.«8 Also immer noch der Hinweis auf Ortsgebundenheit von Heimat, aber unter der Voraussetzung einer als positiv empfundenen Verwurzelung9. Jeder Ortswechsel ist also ein Neustart. Es gibt mehr als eine Heimat. Der Hinweis auf die prägende Kraft der Geburtsheimat ist in vielen Fällen richtig, aber eine neue Heimat kann auch zur eigentlichen werden. Bei Flüchtlingen gibt es beide Erfahrungen, wie sich an einer Passage aus dem Buch »Herztier« von Herta Müller beispielhaft zeigen lässt: »Das ist nicht unser Haus, dort wohnen jetzt andere«, schrieb ich der Mutter. »Zu Hause ist dort, wo du bist …« Und die Mutter schrieb mir zurück: »Was zu Hause ist, kannst du nicht wissen. Wo der Uhrmachertoni die Gräber pflegt, das ist sehr wohl zu Hause10

Aber ist Heimat wirklich nur Ort und Gefühl? Und für was steht Gefühl? Ich bin in einer Fotoausstellung in der Kath. Akademie Frankfurt im Januar 201811 auf Aussagen zum Heimatverständnis von Sorben gestoßen, die ich anregend fand. Da wird ein Marko Jurk, ein Mann mittleren Alters, in seiner Heimat als Hochzeitsbitter engagiert, mit folgenden Worten zitiert: »Heimat bedeutet für mich, mit Freunden und Familie verbunden zu sein, sich jedes Mal auf’s Neue freuen, wenn man zurückkommt in die Heimat. Heimat ist, wo die Familie lebt, wo man aufgewachsen ist und was man auf keinen Fall missen möchte. Es ist die Mentalität, der Glaube. Heimat ist dort, wo die Menschen noch grüßen und wo den Menschen etwas an einem liegt.«

Nehmen wir dieses Zitat auseinander, ordnen es etwas um und fügen einige wenige Ergänzungen hinzu, dann haben wir zum Heimatbegriff eine Fülle von Hinweisen. Wer von Heimat spricht, meint folgendes:
• Wo ich herstamme: der Ort
• Familie
• Freunde
• Wo Menschen noch grüßen: Nachbarn
• Wo den Menschen an einem liegt: sorgende Gemeinschaft
• Mehr als Ort und Menschen: was man auf keinen Fall missen möchte
• Mentalität: Kultur, Werte, Identität zwischen Geschlossenheit und Veränderung
• Glaube: Kirche, die beheimatet


Kirche beheimatet

Heimat ist eben nicht nur (Herkunfts)ort und Gefühl. Eine davon prinzipiell nicht abweichende, wenn auch intellektueller formulierte Beschreibung liefert die Fortsetzung des zitierten Einladungstextes zur Tutzinger Heimattagung: »Heimat meint den immer kulturell geprägten Raum der Vertrautheiten und Geborgenheiten, der emotionalen Bindung und Identifikation, der Anerkennung und Wertschätzung, der Selbstverständlichkeiten und Zuordnungen. Heimat meint die Kenntnis von Ort, Herkunft und Geschichte, die Erfahrung von Gemeinschaftlichkeit und meint zugleich auch eine Zukunftserwartung. Unterstellt man, dass alle Menschen das Bedürfnis nach Beheimatung haben, dann gibt es auch eine politische Verantwortung, dass möglichst vielen Menschen ihr Beheimatungsbedürfnis erfüllt werden kann.12« Im mit hochrangigen Referenten besetzten Programm gab es übrigens kein Referat zum Thema » Heimat – Was hat Kirche damit zu tun?« Genau darum soll es aber in diesem Text gehen.

Dies ist meine zentrale These: Kirche beheimatet. Sie kann über die Kirchengemeinden mehr zur Beheimatung in allen Facetten tun. Ein Ansatz besteht in der Vergewisserung, ein besonders wertvoller Akteur mit und für andere zu sein. Das Spielfeld ist die lokale Zivilgesellschaft. Eine solche Ausrichtung stärkt Demokratie und Kirche in ihr.

In den Worten des Leipziger Kirchensoziologen Gert Pickel liest sich die These ähnlich, wenn auch in anderer Begrifflichkeit: »Religiöses Sozialkapital ist sowohl eine Ressource der Integration für die Gesellschaft als auch eine Ressource für die Zukunft der Kirchen, erfordert dabei aber einen Strukturwandel der Kirchen und besitzt zu bearbeitende Konfliktpotentiale«.13

Wo ich von »beheimaten« spreche, spricht Pickel von Integration. In seiner These geht es um Sozialkapital, hier als religiöses Sozialkapital zugespitzt. Da wo Vertrauen ist, ist das Leben einfacher. Denn man sieht leichter über Fehler und Schwächen beim Anderen hinweg und kommt nach eigenen Rückschlägen und Lebenszäsuren besser wieder auf die Beine. Dies gilt nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für Gesellschaften insgesamt. Wenn man all dies unter Beheimatung fasst, ist nach dem Beitrag der Kirchen zu fragen.


2. Kirche als Beheimatungsakteur

In welcher Weise beheimatet Kirche? Ich möchte drei Beheimatungsaspekte unterscheiden. Jede ist als Einstieg geeignet und kann, nicht zwangsläufig aber doch chancenreich, zu den beiden anderen Zugängen führen.


Glauben

Ich beschränke mich auf exemplarische Hinweise. Der oben zitierte Sorbe und Katholik Marek Jurek zählt seinen Glauben ebenso wie Karin Göring-Eckart, grüne Spitzenpolitikerin, ehemalige EKD-Vorsitzende der Synode und ehemalige Kirchentagspräsidentin, zu den Quellen der Beheimatung. Göring-Eckardt: »Es gibt ein paar Orte, Steine und Bäume, die bedeuten für mich Heimat. Vieles davon liegt in Thüringen. Aber Heimat ist für mich auch mein Glaube. Mehr zu Hause fühlen als im protestantischen Glauben kann ich mich nicht14


Gestalt

Auch zu dieser Beheimatungsquelle beschränke ich mich auf wenige Hinweise. Fulbert Steffensky, ehemaliger katholischer Mönch, dann mit Dorothee Sölle verheiratet, einer der alten weisen Männer, die in beiden Kirchen willkommen sind, schreibt: »Meine Religionshöhle ist mir auch heimatlich, weil ich ihre Wärme mit anderen teile. Ich bin dort im Glaubensgasthaus meiner lebenden und toten Geschwister. Die Toten haben mir die Psalmen vorgewärmt, die ich höre und bete. Die Geschwister, mit denen ich im Gottesdienst sitze, stützen meine brüchige Stimme.«15

Dem Autor ist seine Religionshöhle, wie er es nennt, heimatlich. Auch wegen der dort praktizierten Rituale. Wer aus der Kirche ausgetreten ist, diese Erfahrung bekommt man immer wieder geschildert, hat die Rituale seiner Kirche nie vergessen und hängt ihr nicht selten nach.

Steffenskys Begriff »Glaubensgasthaus meiner lebenden und toten Geschwister« verdeutlicht in schöner Weise eine Besonderheit von Kirche: Sie ist eine uralte Institution. Und sie kann Heimat sein. Glauben, Ritual und Institution sind dabei nicht immer deutlich zu trennen, auch wenn diese Trennung für eine zielgruppengenaue Ansprache sinnvoll sein kann.

Zur beheimatenden Gestalt gehören die Kirchengebäude und die Kirchenmusik. Der Theologe Kristian Fechtner, der sich in seiner Weihnachtspredigt 2018 mit dem Thema Heimat befasste, nennt »die ersten Paukenschläge der Weihnachtskantate und das ›Jauchzend, frohlocket‹ des Chores« als Beispiele unter anderen und stellt dazu fest: »In all diesen Momenten kann Heimat aufscheinen: Hier gehöre ich hin16 Bei der Kirchenmusik wie bei den Kirchenräumen wird deutlich, dass die Grenze zwischen solchen, die dazu gehören, und solchen, die nicht dazu gehören, nicht zu ziehen ist. Wer soll zur ersten Gruppe gehören? Die eingetragenen Kirchensteuerzahler? Solche, die sich selber als Christen bezeichnen? Diejenigen, die als Kirchenaktive gelten? Oder die, die sich, und sei es nur auf Zeit, dazu gesellen: im Glauben, im Ritual, in der Gestalt oder in der Gemeinschaft? Welche Bedeutung den Gebäuden zugemessen wird, wird deutlich, wenn sie als Religionsstätten aufgegeben, für andere Zwecke freigemacht oder abgerissen werden sollen. Dann wehren sich auch Menschen, die ansonsten von sich sagen, dass Kirche und Glauben für sie keine Themen (mehr) sind. Die Strahlkraft des Herkunftsorts bezieht sich in nicht seltenen Fällen auf die Kirche des Ortes, in deren Mauern man aufgewachsen ist. Wer in eine fremde Stadt kommt, sich umschauen will, steuert oft zunächst eine der Hauptkirchen an. Hier die Gläubigen, dort die Touristen. Letzteren zu helfen, das, was sie bei ihrem Besuch suchen, auch zu geben, ist zur wichtigen Aufgabe von Kirche geworden.


Gemeinschaft

Kirche bietet Gemeinschaft. Auch hier sind die Grenzen zwischen innen und außen porös, auch wenn dies denen, die sich als die voll Zugehörigen definieren, nicht in allen Fällen bewusst ist. Ich nehme nochmals Steffenskys Begriff von der Religionshöhle auf: »Dass diese Religionshöhle ein Fuchsbau der Heimat sein kann, erfährt man nicht durch kluges Nachdenken über sie, sondern durch Handeln … In den Gewohnheiten genieße ich nicht nur die Wärme meiner Höhle, ich erzeuge sie.«17

Wichtig an dem Zitat scheint mir der Hinweis auf Wärme, die Gemeinschaft erzeugt. Wärme und Heimat stehen hier zusammen. Zum zweiten entsteht Gemeinschaft nicht von oben und nicht alleine dadurch, dass andere sich um sie bemühen. Ohne eigenes Zutun entsteht Gemeinschaft nicht. Das eigene Zutun stößt aber nicht selten, gerade auch in jenen Kirchengemeinden, in denen schon viele Gemeinschaften unter dem Dach von Kirche vorhanden sind, z.B. als Hauskreise, auf Hindernisse. Gerade das freundschaftliche Miteinander derer, die schon da sind, erweist sich als Sperrriegel, es sei denn, man definiert sich als einladend und verhält sich entsprechend. Symbolisch gesprochen: In jeder Gemeinschaftsrunde bleibt immer mindestens ein Stuhl leer. Damit wird angezeigt: Wir sind offen für Neue und Neues. Für die gleiche Haltung steht die evangelische Aktion der »Offenen Kirche«: Besucher sind willkommen.

Ein weiteres Beispiel: Bei der Architekturbiennale 2016 in Venedig stand der deutsche Beitrag unter dem Titel »Making Heimat«. Zur Verdeutlichung dieses Mottos hatte man dem Eingang der ehrwürdigen Villa aus der Gründerzeit, unter deren Dach der deutsche Beitrag angeboten wird, drei weitere Zugänge auf jeder Seite des Hauses hinzugefügt. Der Aufwand muss beträchtlich gewesen sein, zumal nach der Biennale der Urzustand wieder herzustellen war. Aber die Wirkung war auch beträchtlich, besonders im Inneren des Hauptraumes, der auf diese Weise drei breite zusätzliche Zugänge hatte, die das Raumgefühl bestimmten. Besser ließ sich die Botschaft des »Making Heimat« nicht ausdrücken.


3. Was Kirche der Zivilgesellschaft bieten kann

Ich möchte vier Aktivposten, die Kirche in die Zivilgesellschaft einbringen kann, nennen und stichwortartig begründen.


Gelassenheit

Es wollen sich durchaus nicht alle Menschen zu Tode amüsieren, um den Beststeller von Neil Postman aus dem Jahr 1985 zu paraphrasieren. Die große Zahl derer, die weltweit meditieren, verdeutlichen die Sehnsucht nach Gelassenheit, gesteigert: nach Spiritualität.

Der Gießener Philosoph Odo Marquard spricht von »Langsamkeitspflege und Bewahrungskultur«18, die als Gegenentwurf zur Hektik in der Welt Konjunktur haben. Kirche als eine Organisation mit einer langen Geschichte hinter sich und der Erwartung einer langen Geschichte vor sich ist berufen, Gelassenheit zu verkörpern. Kirche kann Menschen helfen, sich entschleunigt, beruhigt und gesegnet zu fühlen. Dies ist eines ihrer Alleinstellungsmerkmale.


Vertrauen, guter Ruf

Auch Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, ordnet wie Gert Pickel den Christen besonderes, religiöses Sozialkapital zu, er spricht von faith capital19. Christen sind vertrauensseliger als Nichtchristen. Sie vertrauen sich und anderen, sie versuchen, möglichst angstfrei zu leben. Ihr Glaube bestärkt sie in dieser Haltung, Gott, so lautet die Botschaft, kannst du vertrauen. Da wo sich Angst und Misstrauen eingenistet haben, durch schwierige individuelle Ausgangslagen, soziale Cooling-Out-Prozesse und persönliche und räumliche Randlage, bedarf es oft erheblicher objektiver und subjektiver Verbesserung, um Menschen und die Institutionen, die sie vertreten, zueinander in Vertrauen zu setzen20.

Engagement und Vertrauen stehen beziehungsreich zueinander. Wenn Kirche mit ihrem breiten Angebot an Möglichkeitsstrukturen hilft, Engagement anzustoßen, dann wächst Vertrauen. »Engagement fördert soziales Vertrauen (Sozialkapital), schafft gemeinsame Identität und befördert Toleranz gegenüber Mitgliedern anderer Religionen«, so Gert Pickel21.


Angebot zur Hilfe

Kirche hat jahrhundertealte Hilfe-Erfahrung. Das Leben Jesu und seine Predigten und Gleichnisse bieten eine Fülle von Anstößen, ihn mindestens in dieser Hinsicht zum Vorbild zu nehmen. Kirche ist grundsätzlich in diesem Themenfeld besonders glaubwürdig. Die Einheit von Glaubens- und Lebensertüchtigung ist allerdings zwischenzeitlich verblasst und muss wieder angetönt werden. Dies geschieht vielerorts. Die industrielle Arbeitsteilung wurde im Sozialen nachgebildet und Glaube und Diakonie drifteten auseinander, sich in getrennten Organisationseinheiten verfestigend. Mittlerweile wächst die Kluft langsam zu, übrigens auch diejenige innerhalb der Kirche zwischen dem »politischen« und dem »frommen« Flügel. Allerdings gibt es immer noch zwischen Debattenstand und Realität einen nicht unbeachtlichen Unterschied. In Hamburg ist vor einiger Zeit von der Bischöfin ein Studienleiter der dortigen Akademie damit beauftragt worden, sich in den Gemeinden unter dem Gesichtspunkt »Öffnung zum Quartier« umzutun. Sein Befund: rund ein Drittel der Kirchengemeinden hat diese Ausrichtung in ihrem Leitbild verankert, etwa ein Viertel setzt dies in der Praxis um.22

Aber grundsätzlich gilt: Kirche ist mit ihrem Angebot für die Zivilgesellschaft ein besonders wichtiger Akteur, weil sie ihren traditionellen Helferpaternalismus, der die Kluft zwischen oben und unten oder Mitte und Rändern nicht überwindet, sondern verfestigt, aufgrund ihrer nun geltenden ethischen Ausrichtung vermeiden will.


Erprobungsräume

Kirche ist als zivilgesellschaftlicher Akteur alleine schon wegen ihrer Präsenz in der Fläche in einer Alleinstellung. So kann Kirche im direkten und im übertragenen Sinne in besonderer Weise Erprobungsräume bieten. Erinnert sei an das Ziel solcher Erprobungen. Es sind sorgende Gemeinschaften. Der 7. Altenbericht der Bundesregierung23 spricht, wohl damit der Begriff »Sorge« nicht zu eng auf die Situation Älterer und speziell auf das Thema Pflege hinführt, lieber von »zukunftsfähigen Gemeinschaften«, die in den Quartieren weit über das, was es bereits gibt, entstehen sollen. Quartier, Sozialraum – in der Stadt entspricht dies in aller Regel dem Zuschnitt eines Parochialraumes. Wenn man draufsattelt, kann man mit Wegner von der Utopie des inklusiven Sozialraums sprechen.24

Utopien lassen sich nicht von heute auf morgen in Realität verwandeln. Man kann sich ihnen aber annähern25. Dies gelingt umso besser, desto besser verwurzelt bürgerschaftliches Engagement ist.


4. Die Anschlussfähigkeit in der pluralen Demokratie bewahren

Ein entscheidendes Argument für das Verständnis, für das hier plädiert wird, besteht darin, die Rolle der Kirche in der pluralen Demokratie stärker wahrzunehmen. Wer schafft denn die Voraussetzungen für das Funktionieren des Staates, die der Staat selber nicht oder doch nur begrenzt herstellen kann? Spätestens um die Jahrtausendwende hat sich die Vorstellung durchgesetzt, dass es neben Staat und Wirtschaft eine dritte Arena gibt, die zunehmend an Bedeutung gewonnen hat: die Zivilgesellschaft. Sie zeichnet sich dadurch aus, was in ihr und durch sie geschenkt wird: Zeit, Kompetenz und Geld der Bürger. 80% des bürgerschaftlichen Engagements, so schätzen Sozialwissenschaftler, geschehen in der Zivilgesellschaft. Kirche, durch Reformation, Aufklärung, Industriegesellschaft in der säkularen pluralen Gesellschaft angekommen, steht vor der Frage, wie sie den weltlichen Auftrag der Gesellschaft und ihren geistlichen Auftrag, der ihre Besonderheit bildet, konstruktiv miteinander verbindet.

Kirche hat wie alle anderen gesellschaftlichen Institutionen ihren Beitrag zum Staatserhalt und zum Staatsausbau beizusteuern. Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – der Bürger steckt nicht selten in allen drei Arenen, wie sie der Stiftungs- und Zivilgesellschaftsexperte Rupert Graf Strachwitz26 nennt. Kirche wäre, hätte sie in Deutschland nicht eine traditionell starke staatliche Ausrichtung, schon lange integraler Teil der Zivilgesellschaft. Die Ausrichtung wandelt sich langsam. Es gilt die Feststellung von Gerhard Wegner: »Am Wandel der Kirchengemeinde von der Anstalt zum Akteur«27 führe kein Weg vorbei, wolle man sich nicht von den wichtigsten Aufgaben von Kirche, nämlich des Einsatzes für den Anderen und mit dem Anderen und der Weitergabe der guten Botschaft, sukzessive verabschieden.


5. Im Eigeninteresse der Kirche?

Kirche und speziell Kirchengemeinden werden umso nachdrücklicher Beheimatungsakteur, je mehr sie verstehen, dass dies auch ihrem Eigeninteresse dient. Nehmen wir den Teilausschnitt »sorgende Gemeinschaft«. Das Eigeninteresse hat drei Quellen: Erstens hilft das Thema, den demografischen Wandel in seinen Herausforderungen und Chancen zu verstehen und innerhalb der Kirchengemeinde Angebote zu entwickeln. Zweitens bietet die belebte Zusammenarbeit mit der Diakonie neue Chancen für die Verankerung der Kirchengemeinde in ihrem lokalen Umfeld. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie spricht von vielen ungehobenen Schätzen. Ungehobene Schätze kann man aufspüren und an die Oberfläche holen. Kirche und Diakonie hatten sich auseinanderentwickelt und nun soll wieder zusammenkommen, was zusammengehört. In der Praxis ist das nicht einfach, zumal die Rückverörtlichung diakonischer Angebote auf die kirchengemeindliche Ebene bezahlbar bleiben muss. Aber die Diakonie hat die Nachbarschaft als Thema entdeckt, sodass die Voraussetzungen gut sind, wenn eine Kirchengemeinde hierzu aktiver werden will. Drittens geht es um die Aktivität der Kirchengemeinde ins Quartier hinein im Zusammenwirken mit außerkirchlichen Akteuren. Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ziehen an einem Strang und Kirche ist mittenmang, das ist die Idee. Kirche ist dabei, wenn ein neuer Hilfemix im Quartier im Zusammenspiel aller Akteure, hauptamtlich und ehrenamtlich, entsteht. In der Aktion »Kirche findet Stadt«, finanziert vom Bundesbauministerium, ist dazu viel Vorarbeit geleistet worden. Im Leitfaden »Zusammenleben im Quartier –Entwicklungspartnerschaften für lebenswerte Quartiere« heißt es: »Kirche ist ein Schlüsselakteur im Quartier und sollte Kirchenreform- und Pastoralentwicklungsprozesse auch als Chance für einen neuen Aufbruch begreifen«28.

Während die innergemeindliche Sorgegemeinschaft im Prinzip unbestritten sein dürfte, in der Praxis in systematischer Form allerdings noch eine Ausnahme ist, und die innerkirchliche Sorgegemeinschaft ein in den letzten Jahren viel beschworenes Wunschkind ist, gibt es zur Quartiersorgegemeinschaft unter Einschluss der Kirchengemeinden noch den größten Entwicklungsbedarf. Eine Kirchengemeinde, die diesen Weg geht, verändert sich in mehrfacher Hinsicht. Das Wachstum, das eine solche Entwicklung begleitet – ebenso wie die Porösität in den Sozialraum hinein –, bedingen eine systematische Suche und Begleitung ehrenamtlichen Engagements innerhalb der lokalen Zivilgesellschaft – also nicht exklusiv – und ein verändertes Selbstverständnis der Hauptamtlichen von ihrer Rolle. Sie werden sich daran zu messen haben, ob es ihnen gelingt, innerhalb ihres Verantwortungfeldes Coach und Ermöglicher von Ehrenamtlichen zu sein und auf Teile ihrer Macht und Letztverantwortung zu verzichten. Sie müssen bereit sein, zusätzliche Finanzen zu akquirieren, eventuell auch für die eigene Stelle. Das ist für hiesige kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine ungewohnte Aufgabenstellung, weil sie sich im Kirchensteuersystem daran gewöhnt haben, dass die notwendigen finanziellen Mittel zugewiesen werden oder, wenn dies nicht in ausreichendem Maß geschieht, die Arbeit zurückgefahren wird. Die Kirchengemeinde gewinnt auf diesem Weg Glaubwürdigkeit und ein Stück Autonomie.


6. Jenseits des Jammertals

»Es ist schon erstaunlich, wie sich das Selbstverständnis der Kirchen verändern kann, ohne dass die religiöse Sendung eine andere werden muss«, bemerkt ein kluger Beobachter der christlichen Kirchenentwicklung.29 Das Angebot der Institution Kirche wird immer stärker auf die Diesseits-Tauglichkeit abgeklopft, individuell und kollektiv, ohne dass dieser Perspektivwechsel den weiten und demutsgeprägten Blick auf das menschliche Leben aufgibt. Wenn Kirche sich konstruktiv in die Heimatdebatte einmischt, sich bewusst als Beheimatungsakteur versteht und in diesem Sinne entschlossen handelt, dann nutzt sie der pluralen Demokratie, insbesondere der lokalen Zivilgesellschaft, und sich selbst und ihrem Auftrag gleichermaßen. Beheimatung fußt auf Vertrautem und schafft Vertrauen. Die Momente vollen Vertrauens sind Momente der Angstlosigkeit. Deren Voraussetzungen müssen definiert, gewollt und durchgesetzt werden. Nicht viele Institutionen sind im Zusammenwirken mit anderen dazu geeigneter als Kirche mit ihrem Angebot an Glauben, Gestalt und Gemeinschaft.


Anmerkungen:

1 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich zu diesem Thema mehrfach geäußert, insbesondere in seiner Ansprache zum Gedenktag zur Wiedervereinigung 2017 am 3.10.2017, hier zitiert nach http://www.spiegel.de/politik/deutschland/tag-der-deutschen-einheit-frank-walter-steinmeiers-rede-im-wortlaut-a-1171054.html. Ausführlich hierzu und zur Heimatdebatte insgesamt Henning von Vieregge, Wo Vertrauen ist, ist Heimat. Auf dem Weg in eine engagierte Bürgergesellschaft, München 2018, insbes.183-185.

2 Horst Seehofer, Heimat, in: FAZ Nr. 100 vom 30.4.2018, 6. Mehr dazu bei Vieregge 2018, 188.

3 »Zum Konzept eines weltoffenen, streitbaren, pluralistischen und seine öffentliche Verantwortung wahrnehmenden Protestantismus gehört die Arbeitsform, in der die evangelischen Akademien in Deutschland ihre Bildungsfunktion wahrnehmen«. (https://archiv.ekd.de/studium_bildung/erwachsenenbildung/akademien.html)

4 Das Präsidium des Kirchentags in Dortmund 2019 hat beschlossen, keine AfD-Repräsentanten einzuladen. Dazu findet sich im Magazin des Kirchentags Nummer 4/2018 eine Begründung durch den Kirchentagspräsidenten Hans Leyendecker unter der Überschrift »Ein Nein aus Verantwortung« und eine Gegenposition durch den Berliner Bischof Markus Dröge. Leyendecker argumentiert mit Popper: »Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz«; Dröge fordert hingegen, Kirche und Gesellschaft müssten lernen, den Rechtspopulismus mit den Waffen der freiheitlichen Demokratie zu überwinden: dem offenen Wort. In der gleichen Ausgabe finden sich zu weiteren Beiträgen Überschriften wie »Verschiedenheit bereichert« und »Ausgrenzung ist keine Lösung« (bezogen auf ein Fanprojekt von Borussia Dortmund).

5 Homepage der Evang. Akademie Tutzing, Ausschreibung der Tagung »Streit um Heimat«, 16.-18. November 2018.

6 Thea Dorn/Richard Wagner, Die deutsche Seele, Beitrag »Heimat«, München 2011, 237.

7 Die ZEIT vom 3.12.2018 (Nr. 50), 41.

8 Wikipedia »Heimat«. Mehr zum Thema Heimat in meinem Buch »Wo Vertrauen ist, ist Heimat«.

9 Es gibt also auch eine gewollte Entwurzelung. Gelingt die Neubeheimatung an anderer Stelle nicht, kann die Entwurzelung bis zur völligen Isolation und Selbstradikalisierung führen. Zur Schwierigkeit der Loslösung ist aufschlussreich Trevor Noah, Born a Crime, 2016, dt.: Farbenblind, 2017. Zur Schwierigkeit, die neue Heimat (in diesem Fall Paris) mit der alten Heimat (in diesem Fall Reims) zu verbinden, ist erhellend Didier Eribon, Rückkehr nach Reims, Berlin 2016. Zu beiden ausführlich Vieregge 2018, 176ff.

10 Herta Müller, Herztier, Frankfurt/M. 2007, 4. Aufl. 2009, 245.

11 »Heimat/Domizna« – Ausstellung über katholische Sorben in der Oberlausitz; der Frankfurter Andreas Varnhorn ist der Fotograf.

12 Auf der Homepage der Evang. Akademie Tutzing, a.a.O.

13 In: Religiöses Sozialkapital – Integrationsressource für die Gesellschaft und die Kirchen?, in: Edmund Arens, Integration durch Religion?, Baden-Baden/Zürich 2014, 43.

14 http://www.sueddeutsche.de/leben/glaubensbekenntnis-katrin-goering-eckardt-1.2786051 vom 23.12.2015.

15 Fulbert Steffensky, Heimathöhle Religion: Ein Gastrecht für widersprüchliche Gedanken, Stuttgart 2017, 83.

16 Kristian Fechtner, »Geboren werden – Heimat finden«. Predigt im Universitätsgottesdienst am 20.12.2018 in der Mainzer Christuskirche.

17 Steffensky 2017, 83.

18 Odo Marquardt, Endlichkeitsphilosophisches. Über das Altern, Stuttgart 2013, 47ff.

19 Gerhard Wegner, Religiöse Kommunikation und soziales Engagement. Die Zukunft des liberalen Paradigmas, Leipzig 2016, 72.

20 Wer ist und fühlt sich verlassen, entfremdet, an den Rand gedrängt, in der Heimat zunehmend entheimatet? Hierzu gibt es eine intensive Diskussion. Die Darmstädter Soziologin Cornelia Koppetsch spricht von einer »gesellschaftlichen Brisanz des Heimatbegriffs« und möchte zwischen »den Fortschrittlichen und Beweglichen« einerseits und den »Heimat-als-Schicksal«-Anhängern andererseits unterschieden wissen. Sie attestiert den »vermeintlich offenen Kosmopoliten«, dass deren kulturelle Offenheit durch ein »hochgradig effektives Grenzregime kompensiert« wird. Für sie resultieren daraus »neuartige Ungleichheitskonflikte« (Cornelia Koppetsch, In Deutschland daheim, in der Welt zu Hause? Der Heimat-Diskurs und die Transnationalisierung von Klassenstrukturen, in: APUZ Nr. 48/2018 (im Netz nachlesbar)). Ähnlich argumentiert Bernd Stegemann, einer der Hauptprotagonisten der Bewegung »Aufstehen«. Gender, Race und Class seien drei verschiedene Arten von Diskriminierung und Ausgrenzung. Allerdings unterstreicht er die Gültigkeit der alten Konfliktlinien. Er kritisiert, »dass Gender und Race in den letzten zwanzig Jahren einen massiven Aufschwung erlebt haben, Class dagegen zu einem uncoolen Projekt geworden ist«. Dabei gelte: »Der größte Diskriminierungsfaktor der Welt ist Armut« (Bernd Stegeman, Nichts diskriminiert mehr als Armut, Interview, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Nr.47 vom 25.11.2018, 41). Im Zusammenhang mit dem massiven Protest der Gelbwesten in Frankreich stellt der Geograph Christophe Guilluy fest: »Die Gewinner der Globalisierung vertreiben ihre Opfer aus den Städten.« In den Zonen zwischen dreißig und fünfzig Kilometern außerhalb der Zentren erreiche Le Pens Rassemblement National 35 Prozent der Stimmen. »Diese Wähler sind nicht mehr in die Gesellschaft integriert.« (Jürg Altwegg, Verdammte der Globalisierung, in: FAZ vom 27.11.2018, 13)

21 Entnommen einer Präsentation von Gerd Pickel, Leipzig, Tagung: »Religiöse Freiheit und Ambivalenzen der Liebe – Soziale Folgen der Reformation«, 1.-3. Februar 2018 in Heidelberg. Mehr zum Engagement speziell Älterer in meinem Buch »Neustart mit 60. Anstiftung zum dynamischen Ruhestand«, Wiesbaden 3. Aufl. 2018.

22 Mehr dazu bei Opusculum 103: Henning von Vieregge, Flüchtlingshilfe und sorgende Gemeinschaft – Kirchengemeinden auf dem Weg in die Zivilgesellschaft, Berlin 2017 (im Netz abrufbar).

23 Abrufbar beim Bundesfamilienministerium.

24 Wegner 2016, 81.

25 Wie eine katholische Kirchengemeinde auf die Suche nach einer ihr passenden Vision ging und damit gewollt Kirchenfremde eingebunden hat, ist nachzulesen in Susanne Degen/Andreas Unfried (Hrsg.), XXL-Pfarrei. Wie Menschen Kirche entwickeln, Würzburg 2018. Dazu meine Besprechung im Hessischen Pfarrblatt Nr. 6/2018, 206ff (im Netz nachlesbar).

26 Dazu mehr in Rupert Graf Strachwitz, Achtung vor dem Bürger. Ein Plädoyer für die Stärkung der Zivilgesellschaft, Freiburg 2014; ders., Zivilgesellschaft – immer gut?, in: Observatorium Nr. 23, 2018, eine Publikationsreihe der Maecenata-Stiftung.

27 Wegner 2016, 14.

28 Zusammenleben im Quartier – Entwicklungspartnerschaften für lebenswerte Quartiere, Leitfaden, Berlin Januar 2018, 100 Seiten (im Netz als pdf).

29 Rupert Graf Strachwitz, Gründer und Geschäftsführer des Instituts Maecenata Berlin, das ein mehrjähriges Forschungsprojekt »Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaften in Europa« 2018 zu Ende brachte (so in seinem Weihnachtsbrief vom Dezember 2018).

 

Über die Autorin / den Autor:

Dr. phil. Henning von Vieregge M.A., Studium der Politik- und Sozialwissenschaft, langjähriger Bildungsreferent bei der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände in Darmstadt und Frankfurt, Lehrbeauftragter am Zentrum für wiss. Weiterbildung der Universität Mainz und Ass. Wissenschaftler am »Maecenata-Institut, Think Tank für Zivilgesellschaft«, Berlin, sowie am Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD, Hannover, im Themenfeld »Kirche und Zivilgesellschaft«, Hauptgeschäftsführer der Werbe- und Kommunikationsagentur GWA; Veröffentlichung: »Wo Vertrauen ist, ist Heimat, Auf dem Weg in eine engagierte Bürgergesellschaft«, oekom-Verlag München 2018 (www.vonvieregge.de).

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 10/2019

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