Fresh X und die Frage »Warum überhaupt?«
Die »Grammatik der Erneuerung«

Von: Patrick Todjeras
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Immer wieder macht in kirchlichen Erneuerungsdebatten der Begriff der »Fresh X«-Bewegung die Runde. Patrick Todjeras erläutert, dass es bei »Fresh X« nicht um eine Methode oder ein Modell der Gemeindeerneuerung geht, sondern um eine Art Grammatik, die kontextbezogen neue Ausdrucksformen für Gemeindeleben ermöglichen soll. Dabei spielt die Frage nach dem theologischen Warum solcher Erneuerung eine grundlegende Rolle.


Dieser Beitrag widmet sich dem Thema kirchlicher Erneuerung.1 Nun kann man das Thema der Erneuerung aus vielen Perspektiven betrachten. Ich möchte es aus folgender Perspektive tun: Der Aufsatz folgt einer Dreigliederung, die sich an (drei) W-Fragen orientiert:2 das »Warum« der Erneuerung; das »Wie« der Erneuerung; das »Was« der Erneuerung.


Das »Warum« der Erneuerung

Zunächst möchte ich eine sehr grundsätzliche Verständigung wagen. Ich beginne mit einer These: Die Kirche lebt aus dem erneuernden Handeln des Heiligen Geistes. Kirche lebt aus dem Sich-Geben Gottes.

Das ist sozusagen die ekklesiologische Vorbedingung oder besser das Vorzeichen, wenn wir über das Handeln der Kirche sprechen. Es ist das, was vor-gegeben ist. Das, was Quelle kirchlichen Handelns und Lebens sowie ihres Selbstverständnisses ist. Die Kirche lebt aus dem erneuernden Handeln des Heiligen Geistes. Erneuerung ist damit sozusagen Teil des Wesens der Kirche. Sie ist angewiesen auf »Leben«, das von Gott kommt.

Darum macht sich »Kirche« auf, weil sie vorweg »in Bewegung« gebracht wird. Sie ist selbst ein Geschöpf. Sie verdankt sich nicht ihrem Entschluss, sondern verdankt sich der hingebungsvollen Liebe Gottes. Weil Gott aus sich heraus geht, weil Gott sich verschenkt.3 In dieser Linie des sich hingebungsvollen Verschenkens sendet der Vater den Sohn und der Vater und der Sohn senden den Heiligen Geist. Also: »Kirche« kann »handeln«, weil sie sich dem Handeln des dreieinigen Gottes verdankt und sich diesem anschließt. Kirche hat eine Mission, weil sie der Mission des dreieinigen Gottes folgt, weil sie Teil der Mission Gottes ist. Ihr »Warum« ist es nun, Komplize zu sein – Komplize in der Mission Gottes.


Kirche als Komplizin in der Mission Gottes

Mit den nicht verjährten Worten von Karl Hartenstein kann gesagt werden: »Die Mission ist nicht eine Sache menschlicher Aktivität und Organisation, ›ihre Quelle ist der dreieinige Gott selbst‹. Die Sendung des Sohnes zur Versöhnung des Alls durch die Macht des Geistes ist Grund und Ziel der Mission. Aus der missio Dei allein kommt die ›missio ecclesiae‹.«4 Bevor also Kirche etwas tut, wird sie zunächst. Ich belasse es bewusst bei dem Verb »werden«, denn das bewahrt uns davor zu meinen, dass sie schon fertig wäre.5 Und es bewahrt uns zu meinen, dass Kirche das alleinige Ziel des Handelns Gottes wäre, denn das ist sie nicht, sondern das Reich Gottes. Genauso wie nun Kirche um ihre Existenzgrundlage weiß, genauso weiß sie um ihre Vorläufigkeit.6 Es bewahrt uns davor zu meinen, dass das, was Kirche selbst tut, abgekoppelt wäre von dem, wer sie selbst schafft und entstehen lässt.

Das ist der ekklesiologische Rahmen. Kirche ist selbst das Objekt von Gottes Handeln. »Missionssubjekt ist der Herr. Mission ist eine Aktion Gottes.«7 In den missionstheologischen Debatten war es diese Erkenntnis, die zu einem Paradigmenwechsel kirchlichen Handelns geführt hat. Dieser Paradigmenwechsel hat sich über viele Jahrzehnte hingezogen und wurde in der ökumenischen Diskussion seit den 1950er Jahren weitergeführt. Zusammengefasst wird dies mit dem Begriff »Missio Dei« – die Mission Gottes.8 Pointiert wurde das unter anderem so ausgedrückt: »Es ist daraus zu lernen, daß nicht die Kirche eine Mission ›hat‹, sondern daß vielmehr umgekehrt die Mission Christi sich ihre Kirche schafft. Nicht von der Kirche her ist die Mission, sondern von der Mission her ist die Kirche zu verstehen. […] Die ganze Gemeinde und jeder einzelne in ihr stehen mit allen Kräften und Möglichkeiten in der Mission des Reiches Gottes.«9

Die Beschäftigung mit Erneuerung, also dem erneuernden Handeln der Kirche steht nun unter diesem Vorzeichen, dass die Kirche selbst aufgrund des erneuernden Handelns des dreieinigen Gottes existiert und auf das Reich Gottes verweist. Sie hat also auch einen Auftrag.10


Erneuerungsdebatten brauchen eine theologische Rückbindung

Zunächst haben diese Aspekte anscheinend keine Ähnlichkeiten mit den vielen anderen Facetten, die unsere Kirchen heutzutage über Erneuerung sprechen lassen. Eine beliebte Argumentation für Erneuerung ist eine Rhetorik des Mangels und des Verlustes:11 Mitgliederverlust, Personalmangel, Zeitmangel, Ressourcenmangel, Bedeutungsverlust, Verlust des Kontakts zu den Menschen, Regionalisierung und Peripherisierung. Das sind natürlich auch alles Facetten, um Erneuerungen voranzutreiben, Facetten, die aus organisationslogischer Sicht einen nachvollziehbaren Erneuerungswunsch schaffen. Das sind selbstverständlich Aspekte, die zu recht Berücksichtigung finden sollen – jedoch eine theologische Rückbindung benötigen.

Wenn diese Rückbindung fehlt, dann werden die Rede von Erneuerung und die vielen Bemühungen um strategische Ausrichtungen und Strukturprozesse ihr Ziel verfehlen. Das Ziel wird nicht verfehlt werden, weil zu wenig kluge Köpfe am Tisch sitzen oder weil zu geizig geplant oder minimalistisch gedacht wurde, sondern weil im Kern nicht klar geworden ist, warum es Erneuerung braucht, und wie diese Erneuerung mit dem Wesen und damit mit dem Auftrag der Kirche zusammenhängt.

Ich habe nun eingangs gesagt, dass das erneuernde Handeln der Kirche ihren Ursprung und ihren Bezugspunkt in dem erneuernden Handeln Gottes mit dieser Welt hat. Das ist die Beschaffenheit des »Warums« der Erneuerung. Die Kirche hat kein eigenes »Warum«, sondern schließt sich dem »Warum« des dreieinigen Gottes an. Gottes »Warum« ist uns dabei nicht unendlich verborgen, sondern scheint wie eine Blaupause durch die gesamte Bibel, das Reich Gottes.

Dabei zeigt sich Gottes »Warum« nirgends so deutlich, wie im Mensch Christus – in dem Leben, dem Sterben, der Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Christi. Der Mission Jesu folgt die Kirche. Von dieser Bewegung Gottes werden wir ergriffen und in diese Bewegung miteinbezogen. Darin hat Kirche nun eine hervorgehobene Rolle, nämlich in doppelter Weise: Erstens wird an der Kirche, als Versammlung der Gläubigen, das Handeln Gottes in besonderer Weise deutlich. Sie ist Versammlung der Gläubigen, sie ist damit »koinonia«, eine Gemeinschaft, die sich der Beziehung zu Gott verdankt. Zweitens ist die Versammlung der Gläubigen damit beauftragt, das Evangelium in Wort und Tat zu bezeugen.12 Als Zeugin und Werkzeug des Willens Gottes ist sie tätig.

In der Anglikanischen Kirche, in der die »fresh expressions of church«-Bewegung (fxC) ihren Anfang nahm, waren es genau diese Fragen nach dem »Warum«, die prägend waren. Es waren Fragen wie jene der Berufung der Kirche, ihrem Auftrag und ihrer Gestalt, die seit den 1940er-Jahren Prozesse der Erneuerung angestoßen haben, die 2004 mit dem Begriff »fresh expressions of church« begrifflich gebündelt wurden.13 Diese Fragen schlugen sich nicht nur in verstreuten »grass root«-Initiativen und Bewegungen nieder, sondern fanden auch in kirchlichen Papieren ihren Eingang.14 Intensiviert wurde dieser Prozess durch massiven ökonomischen Druck, den die Anglikanische Kirche seit den 1980er-Jahren erlebte.15 Eine weiterführende Frage ist jene, wie Kirche nun um Erneuerung bemüht sein kann und soll. Dazu soll exemplarisch auf die fxC-Bewegung Bezug genommen werden.


Das »Wie« der Erneuerung

Hier kommen wir dem näher, was vielleicht zunächst in diesem Artikel erwartet wurde, nämlich eine Entwirrung des deutschsprachigen Begriffs »Fresh X« oder des englischsprachigen Begriffs »fresh expressions of church« (fxC).16 Für viele ist fxC wie ein Code. Ich will fxC vorstellen, indem ich zunächst sage, was fxC nicht ist: fxC ist kein »Gemeindemodell«. fxC ist nicht ein neues, hippes Ding wie Zweitgottesdienste oder Alternativgottesdienste in den 90er-Jahren, Taizégottesdienste in den 2000er-Jahren oder schlicht eine neue Version von Jugendkirchen. Es ist nicht eine wirksamere Form der Jugendarbeit, nachdem wir nun die letzten Ergebnisse der Konfirmandenstudien ernst nehmen.17 fxC-Vergemeinschaftungen sehen zwar im Ergebnis in vielem nicht anders aus – als das Genannte –, beschreiten aber einen anderen Weg. Was daran ist dennoch »anders«?


Eine Definition von Fresh X

Auf folgende Definition hat sich das deutschsprachige Fresh X-Netzwerk in der Übersetzung der englischen Vorlagen geeinigt: »Eine Fresh X ist eine neue Form von Gemeinde für unsere sich verändernde Kultur, die primär für Menschen gegründet wird, die noch keinen Bezug zu Kirche und Gemeinde haben. Sie entsteht dort, wo Menschen auf Gott hören, sich der Lebenswelt anderer zuwenden, ihnen liebevoll dienen, das Evangelium verkörpern und andere in die Nachfolge Jesu führen. Sie hat das Potenzial eine vitale Form von Gemeinde zu werden. Dabei wird sie geformt durch das Evangelium und die grundlegenden Merkmale von Kirche. Gleichzeitig ist sie relevant für ihren kulturellen Kontext.«18

Fresh X wird als eine Versammlung primär für Menschen beschrieben, die noch keinen Bezug zu Gemeinde und/oder Glaube haben. Wir lesen also von einer Form von Gemeinschaft, die sich dahingehend ausrichtet, offen, einladend, attraktiv, relevant und angemessen für jene zu sein, die mit Kirche und Glaube noch nichts oder nichts mehr zu tun haben. Die dahinterliegende Überzeugung wird bereits aufgefallen sein, nämlich dass Glaube und Gemeinde zusammengehören.

Der zweite Aspekt der Definition: Es wird ein Weg beschrieben, der das Werden kirchlichen Seins und Lebens in groben Schritten skizziert. In der Definition lassen sich anhand der Verben Prozesse und gleichzeitig Anweisungen ablesen: hören, zuwenden, dienen, verkörpern, in Nachfolge führen. Also ein Weg, der zunächst durch einen Hörprozess zu einem Dienst an den Menschen einer bestimmten Zielgruppe führt.19 Dieser Hörprozess ist ein Hören auf Gott und die Menschen, ein Hören auf persönliche Begabung und Bedürfnisse in einer bestimmten Region, ein Hören auf Freunde und die Bibel. Es ist ein Hinhören, das geprägt sein will von der Gabe der Unterscheidung. Es soll kritisch, also unterscheidend, danach gefragt werden, wem an einem bestimmten Ort noch nicht gedient wird20, wo Gottes erhaltende Kraft erkennbar am Wirken ist oder wo ein besonderer Zeitpunkt für segensreiches Handeln gekommen scheint.

Dem Hören folgen Schritte der Zuwendung und des Dienstes, die keineswegs so schematisch verlaufen, wie eben dargestellt. Es muss vielmehr von einem zirkulären und chaotischen Prozess des Erlebens, des Reflektierens, des Unterscheidens und des Probierens gesprochen werden.21 In diesen zunächst unsystematisch erscheinenden Bewegungen spielt folgende Frage eine Rolle: Was bedeutet es an diesem konkreten Ort, unter diesen Bedingungen und mit dieser Weggemeinschaft, Jesus nachzufolgen? Genau an diesem Punkt entsteht das, was wir unter ekklesiologischen Gesichtspunkten zu Beginn als »Kirche« beschrieben haben. Gemeinde und Kirche entsteht, weil Menschen sich über das Wort Gottes beugen und unter das Wort Gottes stellen. Dieser Weg wird in der Literatur von dem methodistischen Theologen Michael Moynagh bei der Mehrzahl der von ihm untersuchten fxC in England erkannt und als Muster beschrieben. Er nennt es »serving first journey«.

Aus diesem prozesshaften Geschehen können sich viele Formate ergeben, die alle unter dem Begriff »Fresh X« subsumiert werden. In der anglikanischen Literatur sind es über 25 verschiedene Ausdrucksformen,22 deren Oberbegriff fxC ist. Dazu gehören Kinderkirchen genauso wie Seniorenklubs, monastische Gottesdienste und »Skaterkirchen«, Gemeinschaften, die gemeinsam Brot backen und beten, und Gründungsteams, die in Plattenbauten oder Neubaugebieten mit den Menschen vor Ort Kirche entwickeln.


Die Merkmale von Fresh X

Die Merkmale einer Fresh X sind folgende:23 fxC ist kontextuell und lässt sich ganz auf die konkreten Bezüge, Fragen und Bedingungen ein. Sei es eine spezielle Zielgruppe, ein Viertel oder eine Szene. Fresh X ist missional. Missional bedeutet, dass Fresh X sich anschließt an die Bewegung Gottes auf die Menschen hin. Dabei richtet sie sich an jene, die noch keinen Bezug zu Kirche und Glaube haben. Fresh X ist lebensverändernd. Der dahinterstehende englische Begriff ist vielschichtiger als es die deutsche Übersetzung zunächst vermuten lässt. Damit ist gemeint, dass Menschen in der Begegnung mit dem auferstandenen Christus verändert werden. Diese Veränderung betrifft nicht nur das innere Seelenleben, sondern auch die Gemeinschaft und das Gemeinwesen, in die sie gestellt sind. Fresh X ist ekklesial. Sie ist nicht Brücke in eine bestehende Form von Gemeinde, sondern selbst Gemeinde. Sie ist Kirche und weiß doch, dass sie nicht die ganze Kirche ist. Und das ist sie von Beginn an. Nicht erst mit der ersten gottesdienstlichen Veranstaltung. Von Beginn an ist sie Kirche. Denn Kirche ist ihrem Wesen nach im Werden.


Fresh X als missionarische Grammatik

Nun kann man das Gehörte lediglich im Hinblick auf Erneuerung als Gründung und Gemeindepflanzung verstehen oder auch erneuernde Prozesse in bestehenden Bezügen damit anstoßen. Fresh X ist eine neue Form von Gemeinde für Menschen, die noch nicht oder nicht mehr einen Bezug zu Gemeinde oder Glaube haben. Aber sie ist nicht eine Form, sondern Fresh X sind viele Formen. Damit ist Fresh X nicht auf eine Form von Gemeinde beschränkt, sondern ein missionarisches prozesshaftes Geschehen, das vielfältige gemeindliche Ausdrucksformen finden kann. Aus diesem Grund sprechen wir in Greifswald auch von Fresh X als Grammatik. Was meine ich damit?

Grammatik bezeichnet eine systematische Sprachbeschreibung. Es handelt sich also um ein Regelwerk, das angewendet wird. Viele Sätze – eine Grammatik. Viele Gemeindeausdrucksformen – eine Fresh X-Grammatik. Grammatik gibt mir Bausteine, die ich je nach den Anforderungen des Kontextes anders einsetze. Bausteine, die abhängig vom Kontext verschieden zur Entfaltung kommen. Zu diesem Regelwerk gehören die vier Merkmale kontextuell, missional, lebensverändernd und ekklesial ebenso wie das prozesshafte Hörgeschehen, das vom Dienst über die Verkörperung zu einer gemeindlichen Ausdrucksform führt.

Wenn wir von fxC als Grammatik sprechen, dann meinen wir damit, dass mit fxC ein Regelwerk – zumindest deskriptiv – beschrieben wird, das es erlaubt, unterschiedliche »Sätze« zu bilden – also unterschiedliche Formen kirchlichen Lebens und Handelns entstehen zu lassen. Der Sänger und Künstler Bobby McFerrin hat über den Aspekt der »Grammatik« einen interessanten Versuch gestartet.24 Dem Publikum werden wenige grundlegende Töne vermittelt. Durch Anleitung werden teils intuitive und teils scheinbar logische Folgetöne ermittelt. Es erklingt eine Melodie, die das Publikum selbst überrascht, da sie das Ergebnis weder antizipiert noch forciert haben. Natürlich kommt man bei diesem Beispiel und dessen Übertragung auf Fragen der Gemeindeentwicklung schnell zu berechtigten und heiklen Fragen, etwa der Anleitung von solchen Prozessen oder der Rolle von menschlichem und göttlichem Tun in solchen Prozessen usw. Was jedoch deutlich wird, ist, dass das Publikum auf Teile der Tonlehre zurückgreift und in deren Anwendung etwas Neues entsteht.

Im Hinblick auf fxC handelt es sich also auch um ein Regelwerk, das verschiedene Ausdrucksformen lebendiger Gemeinde ermöglicht. So wird es zumindest in den zwei großen empirischen Studien über fxC in den anglikanischen Diözesen in England deutlich. Andreas Jansson, mein Kollege am Institut würde sagen: »Unterschiedliche Menschen sagen in unterschiedlichen Kontexten unterschiedliche Sätze – im Rahmen derselben Grammatik. Unterschiedliche Menschen gestalten in unterschiedlichen Kontexten unterschiedliche Gemeindeformen – im Rahmen derselben Fresh X-Grammatik.«25 Fresh X zeigt sich also nicht als Gemeindeaufbaumodell oder Gemeindewachstumsmethode. Fresh X sagt also nicht, was konkret zu tun ist, sondern wie es zu tun ist.


Grammatik versus Modell

Wenn man nun »der Grammatik« einen idealtypischen Gegenspieler gegenüberstellen würde, so wäre es »das Modell«. Die Vereinfachungen machen hoffentlich die Pointe deutlich. Ein modellhaftes Vorgehen hätte ganz klar vor Augen, wie das Ergebnis »des Satzes« wäre oder wie eine Gemeinde in einem bestimmten Kontext aussehen würde.26 Ein modellhaftes Vorgehen würde das Gründungsteam darauf aufmerksam machen, dass man erst ab einem Personalschlüssel von XY in die nächste Stufe des Wachstums käme und man unter einem gewissen Budget gar nicht anfangen dürfe. Für ein modellhaftes Vorgehen würde man Profis benötigen, die nach messbaren Ergebnissen die nächsten Schritte einleiten würden.

Bei vielen Fresh X-Initiativen können wir jedoch ein anderes Vorgehen beobachten. Es sind kleine Teams, zwischen 3 und 12 Personen, die sich gemeinsam auf den Weg machen.27 Das können Neubaugebiete sein oder Parochien, aus denen scheinbar das Leben gewichen ist. Das können Predigtstellen oder funktionale Stellen in Regionalisierungsprozessen sein. Menschen tauchen ein in den Kontext, zum Beispiel eines Viertels, und verbinden ihre Leidenschaft, wie beispielsweise guten Kaffee mit sozialdiakonischen Fragen des Kontextes. Es bildet sich eine Gemeinschaft, die ihr Engagement als spirituelles Engagement versteht und sich von den Worten der Bibel und der Gemeinschaft der Heiligen leiten lässt. Für viele Menschen, die Teil einer solchen beispielhaften Initiative sind, ist es die einzige Gemeinde, die sie je erlebt haben oder je erleben werden. In England sind es bereits viele Tausende solcher kleinen Aufbrüche. Wir sehen Menschen, die sich regelmäßig am Wochenmarkt treffen oder Nachhilfestunden für Kinder anbieten. Daraus entstehen Formate und Formen. Es sind Gottesdienste, die mittwochs um 7.00 Uhr stattfinden, weil auf einer gewissen Bundesstraße um diese Uhrzeit viele an der einen bestimmten Tankstelle vorbeikommen. Eine Gottesdienstgemeinde mit eigenem Profil und eigener Vision entsteht. Es sind Spielevormittage, jeden zweiten Mittwoch, weil die Kinderbetreuung für eine Gruppe von Müttern nicht vorhanden ist. Es sind haupt- und ehrenamtlich geleitete und verantwortete Initiativen.


Kirchliche Biodiversität

Das »Wie« der Erneuerung wurde anhand von Fresh X exemplarisch dargestellt. Fresh X als vielfältige Formen und Fresh X als Grammatik. Es kann ein drittes »Wie« der Erneuerung beobachtet werden: In England sehen wir, dass viele der Gründungsteams von einer parochialen Gemeinde entsendet und beauftragt werden, eigenständiges gemeindliches Leben zu erproben. In diesem, etwas beiläufig erwähnten Punkt, liegt der wahre Sprengstoff der Erneuerungsbewegung fxC.28 Es ist eine Programmatik, die von dem früheren Erzbischof von Canterbury Rowan Williams mit dem Begriff »mixed economy« beschrieben wurde.29 Der Begriff beschreibt das Miteinander von bestehenden Gemeinden und neuen Gemeindeformen. Das »Entweder – oder« wird durch ein »Und« ersetzt.

Kirche benötigt beides: vitale parochiale Ortsgemeinden und fxC. Das Ziel ist die Einheit in Vielfalt und nicht eine Monokultur. Eine deutschsprachige Übersetzung ist schwierig. Sabrina Müller spricht von kirchlicher Biodiversität, die eine kirchliche Monokultur ersetzen müsse.30 Andere sprechen von Mischwirtschaft, ein ökologisches Miteinander von Bestehendem und Neuem. Die sprachliche Nähe zu Misswirtschaft lädt zu Freudschen Versprechern ein.

Wieder andere verwenden ein Bild, um zu beschreiben, was erwünscht ist und was es zu gestalten gilt. Es ist die Metapher von See und Fluss.31 Der See ist verlässlich und versorgt seine Ränder, ist tief und hat genug Wasser, um Dürreperioden zu überstehen.32 Der Fluss hingegen bahnt sich neue Wege durch unwegsames Gelände. Dabei gibt es im besten Fall einen Regelkreis zwischen See und Fluss. Der Fluss braucht die Kraft des Sees und der See braucht den Fluss, Zufluss und Abfluss sowie gegenseitiger Austausch schaffen ein gesundes Ökosystem.

»Mixed Economy« steht für eine Vermehrung der »Chancen für unsere Zeitgenossen, irgendwo in Kontakt mit dem Evangelium und mit Christen zu kommen, jenseits unserer Grenzen, etwa der Grenzen der bürgerlichen Woche, die immer noch den kirchlich-parochialen Rhythmus vorgibt.«33 Am IEEG in Greifswald wurde dieser Gedanke weiterentwickelt und in Verbindung gebracht mit den strukturellen Regionalisierungsprozessen, die vielerorts stattfinden. Sie sprechen von einer regiolokalen Kirchen- und Gemeindeentwicklung, die sowohl vom Ortsprinzip aus denkt, als auch die Region in den Blick nimmt. Zentral erscheinen dabei die komplexen Fragen der vier Prinzipien der regiolokalen Kirchen- und Gemeindeentwicklung: Die Ergänzung, die Profilierung einzelner Gemeinden, die Kooperationen und die Solidarität.34 Herzstück ist das Bestreben, Menschen einen Zugang zum Evangelium zu ermöglichen und diesen Zugang gemeinsam zu gestalten. »Mixed Economy« steht also für eine Angebotsfülle. Aber nicht nur das, sondern »Mixed Economy« will ein »Akt der Bewahrung von innerkirchlichem Frieden«35 sein, theologisch ausgedrückt ist es ein Akt der Bewahrung von Einheit.


Das »Was« der Erneuerung

Wenn man die empirischen Ergebnisse der fxC-Bewegung aufruft, dann sind diese durchaus beeindruckend. In der groß angelegten Studie »The Day of Small Things« (2016) berichten die Forschenden um George Lings von 1109 untersuchten neuen Ausdrucksformen kirchlichen Lebens in 21 Diözesen. Sie haben festgestellt, dass 50.600 Menschen Teil dieser kirchlichen Orte waren. In England befinden sich 75% der fxC in einer Parochie.36

Erstaunlich sind auch folgende Zahlen: 40% der Teilnehmenden geben an, Christen zu sein, 27% bezeichnen sich selbst als Personen, die früher mit Kirche etwas zu tun hatten, und 33 % bezeichnen sich als der Kirche fernstehend. Die durchschnittliche Größe einer neuen Ausdrucksform wird mit etwa 50 Personen angegeben. Viele haben nur etwa ein Dutzend Teilnehmende. Sie sind flexibel, experimentierfreudig, riskant, opferbereit und die Mehrzahl wurde durch nicht theologisch ausgebildete Personen gestartet.

In der Anglikanischen Kirche Englands, aber auch in der Niederländischen Protestantischen Kirche sowie in einigen evangelischen Landeskirchen Deutschlands hat dies zu einer Programmatik geführt, die Kreativität zulässt und fördert, Pluralität zulässt und fördert, Offenheit zulässt und fördert sowie strukturelle Risiken erlaubt. Dabei verabschiedet sich christliche Identität jedoch nicht ins Beliebige oder Plurale, sondern ist zur Profilierung gefordert.

Nach den ersten englischen Untersuchungen gibt es aber auch schon erste Untersuchung über fxC in den Niederlanden.37 Dort wird mit einem etwas anderen Begriff gearbeitet. Die Grammatik ist jedoch dieselbe. Es sind »pioneering places« (pioniersplekken), etwa 80 Initiativen, die von einem Oberkirchenrat für Pionierinitiativen der PKK supervidiert und durch ein von der Gesamtkirche eingesetztes Team begleitet werden. Der Schwerpunkt der missionarischen Pionierorte in den Niederlanden sieht wie folgt aus: 68% beschreiben ihre organisierende Handlung als Feiern, 67% beschreiben das gemeinsame Essen als ihre organisierende Handlung, 48% beschreiben ihre organisierende Handlung als diakonisch, 45% beschreiben künstlerische Ausdrucksformen als ihre organisierende Mitte und 33% beschreiben monastische Praktiken als ihre organisierende Mitte.

Auch in Deutschland gibt es eine Vielzahl von Initiativen und Projekten, die Zeichen dieser Grammatik der Erneuerung aufweisen. Neben Kursen für Ehrenamtliche, die sich auf den Weg eines konzeptuellen Hörprozesses begeben wollen, gibt es kirchliche Großprojekte wie jenes der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren werden neue kirchliche Orte, sogenannte Erprobungsräume, vielfältig unterstützt. Ein deutschsprachiges, ökumenisches Fresh X-Netzwerk bietet Inspiration, Vernetzung und Begleitung für neue Wege an.


Offene Fragen

Auch in deutschsprachigen Initiativen erfahren wir von Menschen, die probieren und geistliche Wege für Kirchenferne ermöglichen.38 Menschen werden in den Blick genommen, die der Kirche und dem Glauben fernstehen. Menschen lassen sich ein auf Fragen, die beunruhigen, Formen, die zunächst so gar nicht in die gewohnten Abläufe passen. Wir erfahren von Hörprozessen, von liebevollen Diensten, von kontextuellen Herangehensweisen, von Christus als Mitte, von Nachfolge, die gemeinsam entwickelt wird. Menschen werden befähigt und freigesetzt. Und ja, das wirft Fragen auf. Fragen, wie es um Rechenschaft steht, welche rechtlichen Rahmenbedingungen dafür nötig sind (vor allem bei Fragen des Gottesdienstes, Abendmahl und Taufe) bzw. geschaffen werden können. Fragen wie: Wie verhält sich das Neue zum Alten? Wie wird denn nun Solidarität, Kooperation und Ergänzung konkret? Wie steht es um Mitgliedschaft? Welche Formen der Beauftragung gibt es? Wie steht es um die Nachhaltigkeit? Wie wird »Nachhaltigkeit« gemessen? Welche Konsequenzen hat dies für das Miteinander von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen? Wie wird dazu ausgebildet?

In der Anglikanischen Kirche in England, den Pionierorten in den Niederlanden und anhand der deutschsprachigen Beispiele wird deutlich: Jedes »Was« und jedes »Wie« ist untrennbar mit dem »Warum« verbunden, oder besser: muss davon abgeleitet werden. Viel zu schnell fragen wir danach, was wir tun sollen. Ich bin davon überzeugt, dass wir zusehends in einer Zeit leben, in der »best practices« den komplexen Bedingungen der Gegenwart nicht mehr gerecht werden können.39 Das heißt, dass sich Formate, Gemeinschaften, Erprobungsräume, Initiativen entwickeln müssen, die flexibel, vielleicht zunächst kurzlebig, experimentierfreudig und risikobereit sind. Erst im Verlauf des Weges erfahren wir, ob es funktioniert und warum es funktioniert. Ja, das mag einiges an Unsicherheit in uns auslösen. Das geht nur, wenn das eigene »Warum« geklärt ist und immer wieder gestärkt und genährt wird.

Wenn uns nicht klar und deutlich ist, warum unsere Kirchen Erneuerung brauchen, wenn uns nicht klar und deutlich ist, warum wir experimentierfreudig sein wollen, opferbereit sein müssen, Menschen freisetzen, mutig und hoffnungsvoll unsere Kirche gestalten sollen, dann werden wir wie ein Karussell viel Energie in die Drehung gesetzt haben und dabei mächtig Staub aufgewirbelt haben. Aber am Ende dort aussteigen, wo wir eingestiegen sind. Genau hier liegt unsere schwierigste Aufgabe, nämlich dem »Warum«, dem »Warum« unserer Gemeinden, dem »Warum« unserer Berufung nachzugehen.


Anmerkungen:

1 Dieser Beitrag ist ein gekürzter Vortrag, gehalten am 25.9.2018 im Rahmen der Tagung der Bezirksbeauftragten für Mission, Ökumene und Entwicklung und Ökumene-Kontaktleute, Evang. Landeskirche Württemberg, Liebfrauenberg Elsass.

2 Diese Gliederung orientiert sich an der Dreiteilung von Simon Sinek »Start with the Why«. https://startwithwhy.com am 13.09.2018 (TED-Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=qp0HIF3Sfl4).

3 Vgl. dazu: Härle, Wilfried: Dogmatik, Berlin/New York 2007, 570.

4 Hartenstein, Karl: Theologische Besinnung, in: Freytag, Walter: Mission zwischen gestern und morgen. Vom Gestaltenwandel der Weltmission der Christenheit im Licht der Konferenz des Internationalen Missionsrates in Willingen, Stuttgart 1952, 64.

5 Härle formuliert es ähnlich: »Aber weil dies ein Geschehen ist, das von Gott her den Menschen zuteil wird, darum kann weder der Glaube wie ein Besitz oder eine Eigenschaft betrachtet werden, noch kann die Kirche verstanden werden als die Gemeinschaft derer, die den Glauben ›haben‹ oder die ›gläubig‹ sind.« Ibid. 571.

6 Vgl. Bosch, David: Transforming Mission. Paradigm Shifts in Theology of Mission, Maryknoll/New York 1991, 390-391.

7 Hartenstein, Karl: Unveröffentlichte Vorlesung am Missionsseminar Basel, Basel 1929/30,2, in: Schwarz, Gerold: Mission, Gemeinde und Ökumene in der Theologie Karl Hartensteins, Stuttgart 1980, 129.

8 Bosch, Transforming Mission, 390-391. Zusammengefasst bei: Todjeras, Patrick: Missio Dei – Gott, seine Mission und die Kirche, in: Pompe Hans-Hermann, Todjeras, Patrick und Witt, Carla J.: Fresh X - Frisch. Neu. Innovativ. Und es ist Kirche, Neukirchen-Vluyn 2016, 57-70.

9 Moltmann, Jürgen: Kirche in der Kraft des Geistes, München 1975, 23f.

10 Dieses erneuernde Handeln wird für uns sichtbar in dem gepredigten Wort Gottes und der Verwaltung der Sakramente. Das ist es, was Kirche schließlich kenntlich macht und sichtbar werden lässt. Es ist neues Leben, das in der Begegnung mit dem gepredigten Wort Gottes und den Sakramenten entsteht (CA VII), es ist die neue Gemeinschaft, die in der Begegnung mit dem gepredigten Wort Gottes und den gespendeten Sakramenten entsteht.

11 Vgl. dazu: Arnd Bünker spricht von Mission als Krisenphänomen. Mission wird immer dann aktuell, wenn es den Kirchen schlecht geht und die Kirchen in der Krise sind. Bünker, Arnd: Missionarisch Kirche sein?, Münster 2004.

12 Vgl. Newbigin, 2017 und auch Härle unter: »Die Bestimmung des christlichen Auftrags« Härle, Dogmatik, 577-578.

13 George Lings führt die verschiedenen Erneuerungsstränge in der Church of England vor Augen. Lings, George: A History of Fresh Expressions and Church Planting in the Church of England, in: David Goodhew (Hg.), Church Growth in Britain 1980 to the Present, Farnham 2012, 161-178.

14 Vgl. Croft, Steven: Gemeindepflanzung in der Anglikanischen Kirche. Von ›Breaking New Ground‹ (1994) zu ›Mission-shaped Church‹ (2004), in: Bartels, Matthias und Reppenhagen, Martin: Gemeindepflanzung – ein Modell für die Kirche der Zukunft, Neuenkirchen-Vluyn 2006, 86-95.

15 Vgl. Finney, John Thornley: Wie Gemeinde über sich hinauswächst. Zukunftsfähig evangelisieren im 21. Jahrhundert. Neukirchen-Vluyn 2007.

16 Im Folgenden verwende ich die Begriffe fxC und Fresh X äquivalent.

17 Dieses Argument gilt, obwohl fxC laut George Lings bei der Zielgruppe <16 Jahre einen prozentuell höheren Anteil erreicht als parochiale Gemeinden.

18 Weimer, Markus: Gekommen um zu bleiben – Methodologische Aspekte einer missionalen Initiative innerhalb der Church of England, in: Pompe, H.-H., Todjeras, P. und Witt, C.J.: Fresh X, 29-38.

19 Siehe dazu genauer bei: Moynagh, Michael: Fresh Expressions of Church, Gießen 2016, 217-244.

20 So fragt es etwa Michael Moynagh, wenn er fragt: »Whom are we not serving?«, in: Moynagh, 2017.

21 David Heywoods »Reflective Circle« dient hier als hilfreiches Modell. Siehe Heywood, David: Kingdom Learning. Experiential and Reflective Approaches to Christian Formation, London 2017, 75-118.

22 Mission and Public Affairs Council: Mission-shaped Church. Church Planting and Fresh Expressions of Church in a Changing Context. London 2004.

23 Moynagh, 2014.

24 Siehe dazu: https://www.youtube.com/watch?v=ne6tB2KiZuk am 13.09.2018.

25 Vgl. Andreas Jansson, Gespräch am 01.09.2018.

26 Siehe zur Unterscheidung eines solchen Zugangs die Beschreibung von Moynagh zu »worship first« und »serving first«. Moynagh, 2016. Zusammengefasst bei Weimer, Markus: Gekommen, um zu bleiben, in: Pompe, H.-H.; Todjeras, P.; Witt, C.J.: Fresh X, 29-39. Es gibt zwei unterschiedliche Wege zu kontextualisierten Formen: »Worship first«: Hier steht die Gemeindegründung am Anfang der Reise. Es werden Gottesdienste gestartet und Menschen dazu eingeladen. Moynagh, 2012, 207. »Serving first«: Hier steht das »doppelte Hören«, das Hören auf Gott und das Hören auf den Kontext, am Anfang der Reise.

27 Lings, George: The Day of Small Things. An Analysis of Fresh Expressions of Church in 21 Dioceses of the Church of England. Sheffield 2016.

28 Vgl. dazu Herbst, Michael: Aufbruch im Umbruch. Beiträge zu aktuellen Fragen der Kirchentheorie, Göttingen 2018, 158-166.

29 Moynagh, 2008, 117.

30 Müller, Sabrina: Fresh Expressions of Church. Ekklesiologische Beobachtungen und Interpretationen einer neuen kirchlichen Bewegung, Zürich 2016.

31 Siehe dazu: Moynagh, 2016.

32 Herbst, Aufbruch im Umbruch, 158-166.

33 Herbst, Aufbruch im Umbruch, 160.

34 Herbst, Michael und Pompe, Hans-Hermann: Regiolokale Kirchenentwicklung. Wie Gemeinden vom Nebeneinander zum Miteinander kommen können, ZMIR Dortmund 2017.

35 Herbst, Aufbruch im Umbruch, 160.

36 Lings, George: Encountering The Day of Small Things, Sheffield 2017, 9.

37 Vgl. Kerk, Protestantse: Fingers Crossed. Developments, Lessons Learnt and Challenges After Eight Years of Pioneering, Niederlande 2017.

38 Siehe beispielhaft: http://www.zeitfenster-aachen.de/ueber-uns/ am 13.09.2018. https://www.emk-mittelsachsen.de/content/chemnitz/checkpoint/ am 13.09.2018. https://www.youtube.com/watch?v=TWfwYWlMhQw am 13.09.2018.

39 Knieling, Reiner/Hartmann, Isabel: Gemeinde neu denken. Geistliche Orientierung in wachsender Komplexität, Gütersloh 2014.

 

Über die Autorin / den Autor:

Pfarrer Dr. Patrick Todjeras, Jahrgang 1983, Studium der evang. Theologie in Wien und Los Angeles, Studium der Germanistik und Geschichte in Wien, Master of Christian Leadership am Fuller Theological Seminary, Pasadena, Vikariat in der Evang. Kirche Österreich, bis 2014 Pfarrer in Marchtrenk, Oberösterreich, seit 2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IEEG.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 9/2019

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