Maria im Glaubensleben römisch-katholischer Christen
»Salve Regina«

Von: Michael Heymel
0 Kommentare zu diesem Artikel / Artikel kommentieren

Welche Rolle spielt Maria im Glaubensleben römisch-katholischer Christen? Das ist für Protestanten keine einfache Frage, weil sich ihr Zugang zur Mariengestalt grundlegend von dem für Katholiken so selbstverständlichen Zugang unterscheidet. Doch auch für ­Protestanten kann Maria zu einer spirituell bedeutsamen Gestalt werden, wie Michael Heymel zeigt.


1. Kennzeichen der römisch-katholischen Kirche

Wer als Außenstehender fragt, was die röm.-kath. Kirche kennzeichnet, stößt auf drei Besonderheiten: den Papst in Rom, die zum Zölibat verpflichteten Priester und Maria.1 Zu den beiden ersten haben katholische Christen eine Beziehung, wie man sie eben zu Autoritätspersonen hat. Man kennt und respektiert sie, begegnet ihnen mit Sympathien oder Antipathien. Der Kontakt zu ihnen ist mehr oder weniger amtlich. Bei Maria ist das anders, obwohl sie doch als »die höchste der Heiligen« gilt. Sie ist den Gläubigen näher, und zu ihr kann man jederzeit kommen. Sie ist eine Frau, eine Mutter. Menschlich gesehen, ist es leichter, sich an sie zu wenden als an den Vater-Gott. Eine Nonne bestätigt das: »Manche Menschen sind froh, wenn sie ihr Anliegen nicht gleich beim Chef, sondern schon bei der Sekretärin los werden können.«

Unser Thema lautet: Welche Rolle spielt Maria im Glaubensleben röm.-kath. Christen? Das ist natürlich für uns Protestanten keine einfache Frage, weil unser Zugang zur Mariengestalt sich grundlegend von dem für Katholiken selbstverständlichen Zugang unterscheidet. Ein evangelischer Konfessionskundler hat diesen Unterschied gut erklärt: »Katholiken leben aus einer gesättigten marianischen Alltags- und Feiertagswirklichkeit und begegnen der Gestalt Mariens zu allerletzt unter akademischem Interesse; sie ist für sie das Erkennungszeichen, bei weltweiten Verschiedenheiten nach Sprache und Sitte, Denkweise und Glaubenshaltung dennoch zusammenzugehören. Protestanten nähern sich der Gestalt Mariens noch immer vorwiegend als Studierstubenmenschen; und für die meisten ihrer evangelischen Nachbarn wird die Beschäftigung mit Maria schnell einmal zum Verwirrungszeichen2

Wenn demnach Katholiken zu Maria eine Lebensbeziehung haben, die sich primär durch eine »marianische Alltags- und Feiertagswirklichkeit« erschließt, ist es wohl am besten, wenn wir uns zuerst dieser Wirklichkeit nähern und sie ein wenig erkunden. Ich gehe aus von Reiseeindrücken. Danach werden wir Formen der Marienverehrung und die Marienlehre der röm.-kath. Kirche betrachten.


2. Eindrücke von Tschenstochau

Im August 2018 reisten meine Frau und ich 12 Tage durch das südliche Polen. Eine der ersten Stationen war die Stadt Tschenstochau. Wenige Tage vor Mariä Himmelfahrt (15.8.) pilgern die Menschen hierher, zur Schwarzen Madonna im Paulinerkloster Jasna Góra, deutsch: Heller Berg oder Klarenberg. Es sind Hunderte, Tausende, nicht nur alte Leute, sondern auffällig viele junge, viele Familien mit Kindern, die herkommen, ganze Pilgergruppen, die mit Bussen nach Tschenstochau fahren. Wir folgen dem Strom der Menschen, die zur Ikone der Schwarzen Madonna drängen. Dann sind wir in der Klosterkirche. In der Mitte eine mächtig singende Gemeinde, ohne Gesangbücher in den Händen, am Altar ein halbes Dutzend Priester. Und da ist sie: die Schwarze Madonna. Für einen Augenblick bekommen wir sie zu sehen, eine Menschenmenge schiebt uns seitwärts an der singenden, feiernden Gemeinde vorbei.

Was haben wir vorne am Altar gesehen? Ein Gnadenbild der Jungfrau Maria, etwa 120 mal 80 cm groß.3 Die Gläubigen erbitten vor diesem Bild eine Gnade von Gott; das Bild gilt als wundertätig. Ikonografisch gehört es zum byzantinischen Ikonentypus der Hodegétria (d.h. der Wegweiserin), bei der die Muttergottes und das Jesuskind aufrecht sitzend dargestellt sind. Die Mutter weist mit ihrer Rechten auf das auf ihrem linken Arm sitzende Kind. Charakteristisch für den Typus der Hodegétria ist auch die Schriftrolle oder, wie im Fall der Schwarzen Madonna, eine gebundene Bibel in der linken Hand Jesu, die ihn als fleischgewordenes Wort Gottes ausweist. Seine Rechte ist zur Segensgeste erhoben. Maria trägt auf dem Bildnis ein dunkles Gewand und einen Mantel mit goldenen Lilienmotiven. Sie sind Symbol für die Jungfräulichkeit Marias, aber auch für die heilige Trinität.4 Auf dem Kapuzenteil ihres Mantels prangt über ihrer Stirn ein sechszackiger Stern. Jesus trägt ein rotes Gewand, ebenfalls mit goldenen stilisierten Blumenmustern. Die Köpfe von Jesus und Maria sind umgeben von vergoldeten Heiligenscheinen.

Das ursprüngliche Gnadenbild entstand wahrscheinlich Ende des 14. Jh. und gelangte 1384 in den Besitz des Klosters. 1433 wurde es vollkommen neu übermalt, nachdem Hussiten es im April 1430 bei einem Überfall auf das Kloster schwer zerstört hatten. Sie schlugen der Madonna mit dem Schwert ins Gesicht und warfen das Bild auf den Boden, wo die hölzerne Tafel in drei Teile zerbrach. Die Schwerthiebe ließen sich zunächst nicht völlig übermalen. Bei der Restaurierung wurden ihre Spuren nachträglich wieder eingeritzt.

Wer das Bild der Madonna von Tschenstochau anschaut, sieht ein dunkles Frauengesicht, das tieftraurig anmutet. Eine Schmerzensmutter. Gerade sie wurde zur Schutzherrin Polens! Denn der Legende nach soll bei der Belagerung von Jasna Góra durch die Schweden 1655 die Schwarze Madonna von Tschenstochau eingegriffen und das Kloster geschützt haben. Die Schwarze Madonna wurde ein Jahr später von König Johann II. Kasimir symbolisch zur Königin Polens gekrönt.

Ihr Bild wird in Polen bis heute als nationales Symbol verehrt. Es ist die heiligste Reliquie des Landes. Zur Schwarzen Madonna wallfahren jährlich mehrere Millionen Pilger aus der ganzen Welt; spezielle Wallfahrten finden im Juli und um das Hochfest Mariä Himmelfahrt im August statt.

Für eine solche national-katholische Marienverehrung findet sich bei uns in Deutschland kein vergleichbares Beispiel. Sie bildet eine kollektive Identität, die auch dem früheren kommunistischen Regime gegenüber beharrlich resistent blieb. Überall stößt man auf Spuren Karol Wojtylas (1920-2005), des polnischen Papstes Johannes Paul II., in Krakau und Breslau, aber auch in Jasna Góra. Er kam mehrere Male, um die Schwarze Madonna zu besuchen. In einer Predigt sagte er dort am 4. Juni 1979:

»Die Polen sind gewohnt, mit diesem Ort, dieser geheiligten Stätte, die vielen Ereignisse ihres Lebens zu verbinden: die verschiedenen freudigen oder traurigen Momente, besonders die feierlichen, entscheidenden Momente, Gelegenheiten der Verantwortung, wie die Wahl einer Lebensrichtung, die Wahl einer Berufung, die Geburt eines Kindes, die Abschlussprüfungen in der Schule, und so viele andere Gelegenheiten. Sie sind gewohnt, mit ihren Problemen nach Jasna Góra zu kommen, um über sie mit ihrer himmlischen Mutter zu sprechen, die nicht nur ihr Bild hier hat, eines der bekanntesten und am meisten verehrten Bilder von ihr in der Welt, sondern hier besonders präsent ist. Sie ist präsent im Geheimnis Christi und der Kirche, wie das Konzil lehrt. Sie ist präsent für jeden, der auf einer Pilgerreise zu ihr kommt …«5


3. Marianische Wallfahrtsorte

Tschenstochau, das ist also ein Wallfahrtsort des nationalen Katholizismus in Polen. Wer hierher pilgert, kommt zur Königin des Landes: Maria. Das ist nicht nur für Protestanten, sondern für westliche Besucher überhaupt erstaunlich. Eine Entfremdung von Christentum und Kirche wie in Westeuropa hat es hier nicht gegeben. »Im Ganzen stand die Kirche, standen ihre Seelsorger für den Willen einer Nation, den geschichtlichen Widrigkeiten zu trotzen, die eigene Identität zu bewahren. (…) Dass Nation und katholischer Glaube zusammengehören, dass im Konfliktfall allein die Kirche für Schutzräume und eine Gegenöffentlichkeit einsteht, das sind wurzelhafte Erfahrungen …«6

Wallfahrten sind eine Form kath. Frömmigkeit und Glaubenspraxis, die sich auch anderswo mit Maria verbinden kann. Man denke nur an Stätten wie Lourdes und Fatima, in Deutschland an Orte wie Altötting, Kevelaer, Einsiedeln und Mariazell. Wahrscheinlich war das Grab der Mutter Jesu die erste Stätte marianischer Wallfahrten. Manches spricht dafür, dass es sich nicht in Ephesus, sondern im Kidron-Tal befand. Um 450 wurde dort eine Kirche errichtet, nahe dem Ort, wo Maria nach der Lokaltradition gestorben ist: der Dormitio Mariae auf dem Berg Zion.

Nach kath. Verständnis ist der marianische Wallfahrtsort »eine in besonderem Maße Maria geweihte Gebetsstätte« (Franz Courth). Wer sich auf den Weg zu Maria macht, vollzieht zeichenhaft das christliche Leben als Pilgerfahrt und kann dabei die Kirche als universale Gemeinschaft erleben. Wir erinnern uns: Maria ist für Katholiken das Zeichen, bei aller Unterschiedlichkeit zusammenzugehören.


4. Formen der Marienverehrung

Was schon an den Wallfahrten auffällt, ist die Vielgestaltigkeit katholischer Marienverehrung. Sie kann in den jeweiligen Regionen, Ländern, Kulturen ganz unterschiedliche Gestalt annehmen. Ohne darauf im Einzelnen einzugehen, kann schon jetzt gesagt werden: Maria gehört zur Spiritualität, zum gelebten Glauben kath. Christen wesentlich hinzu. Ihre Verehrung vollzieht sich in Gebet, Liturgie und Wallfahrt.

Das Mariengebet hat vier Formen: a) das biblische Mariengebet (Ave Maria, Lk. 1,28.42, mit Zusatz, Magnifikat, Lk. 1,46-55), b) der Rosenkranz, eine litaneiartige Leben-Jesu-Meditation mit marianischen Elementen (Angelus als Kurzform), c) das hymnische Marienlob (Salve Regina, Stabat Mater, Ave Regina Caelorum) und d) das Weihegebet, in dem Maria gebeten wird, eine Gruppe von Menschen, ein Kloster oder eine Kirche unter ihren besonderen Schutz zu nehmen.

Das »Ave Maria«, vielleicht das bekannteste kath. Mariengebet, lautet:
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Der Gebetstext besteht aus einem biblischen Teil und einem späteren Zusatz aus dem 16. Jh. Der biblische Teil, zusammengesetzt aus der Marienanrede des Erzengels Gabriel bei der Verkündigung (Lk. 1,28) und der Elisabeth beim Besuch Marias (Lk. 1,42), wurde seit dem 11. Jh. gebetet, die Bitte um Beistand in der Todesstunde wurde erst 1568 von Papst Pius V. hinzugefügt.

Als Beispiel einer Marienhymne nenne ich das »Salve Regina«, das nach der Vesper oder der Komplet gesungen wird: »Salve, Regina, mater misericordiae; vita, dulcedo et spes nostra, salve. – Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsre Wonne und unsere Hoffnung, sei gegrüßt!«



Es waren Ordensgemeinschaften, die bei der Entwicklung des marianischen Gebets eine entscheidende Rolle spielen: Benediktiner, Zisterzienser, Kartäuser, Dominikaner, Franziskaner und vor allem Jesuiten. Die Zisterzienser weihten alle ihre Kirchen Maria und wählten Maria zu ihrer Patronin. Die Ordensgründer Bernhard von Clairvaux, Dominikus und Franz von Assisi waren große Marienverehrer, die in der Mutter Jesu das Leitbild vollkommener Christusnachfolge sahen.

Das Magnifikat und das hymnische Marienlob werden nur als liturgische Gesänge und Gebete verwendet, während das Ave Maria und der Rosenkranz zu typischen Volksgebeten wurden.

In der römischen Messordnung hat die Marienverehrung ihren Ort im Eucharistiegebet, wo Maria als erste Heilige genannt wird. Die Gläubigen verbinden sich in der Feier der Eucharistie zu einer heiligen Gemeinschaft mit Maria und allen Heiligen, die Gott lobt und preist. Alle Marienfeste haben ihren Ursprung in der altrömischen Feier der Menschwerdung Jesu Christi (Natale Domini) am 25. Dezember. Hinzu kamen die Darstellung des Herrn (2.2.), die Verkündigung des Herrn (25.3.) sowie Marienfeste, die sich auf apokryphe Legenden stützen wie die Aufnahme Mariens in den Himmel (15.8.), Mariä Geburt (8.9.) und Darstellung im Tempel (21.11.). Mariä Heimsuchung (2.7.) bildete den Abschluss der Feste, die sich bis zum Spätmittelalter entwickelt hatten.

In der Neuzeit wurde die Reihe der Marienfeste erheblich erweitert. Wie kam es dazu? Offenbar reagierte man damit auf die Reformation. Im Kalendarium des Römischen Missale (1570) waren nur sieben Marienfeste enthalten. Seit dem Tridentinischen Konzil wurden sie um elf weitere Feste vermehrt. Die Marienfrömmigkeit sollte im Zeitalter der Gegenreformation und im »Marianischen Zeitalter« der Piuspäpste (19. Jh.) intensiviert werden. Wiederum gilt: Maria fungiert als Zeichen der Zusammengehörigkeit, als Symbol röm.-kath. Identität.

Wir haben nun gesehen, dass hinter der kath. Marienverehrung eine lange Geschichte steht, in der sich eine Vielzahl von Formen herausgebildet hat. Maria ist im Leben kath. Christen auf vielerlei Weise präsent. Aber was hat das zu bedeuten? Weshalb spielt sie für die röm.-kath. Kirche überhaupt eine so eminente Rolle? Dazu schauen wir uns an, was Rom über Maria zu sagen hat.


5. Marienlehre und Marienrede

Verbindliche Auskunft kann uns dazu der Katechismus der Kath. Kirche (1993)7 geben. Hier wird sofort klar, weshalb Maria für die Gläubigen besondere Bedeutung zukommt. »Was der katholische Glaube von Maria glaubt und lehrt, gründet auf dem Glauben an Christus, es erhellt aber auch den Glauben an Christus« (Nr. 487). Zur näheren Begründung wird der zweite Glaubensartikel angeführt: »… empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria.« Nach dem Katechismus ist Maria »wahrhaft ›Mutter Gottes‹«, weil sie den Mensch gewordenen Gottessohn geboren hat, und sie ist »allzeit Jungfrau« (Augustinus) geblieben (Nr. 509f). Damit werden zwei altkirchliche Dogmen aufgenommen.

Im Kapitel über die heilige kath. Kirche ist ein Absatz überschrieben mit »Maria – Mutter Christi, Mutter der Kirche« (277). Sie sei mit Christus dadurch verbunden, dass sie »den Pilgerweg des Glaubens« ging und »den Anfängen der Kirche mit ihren Gebeten zur Seite stand« (Nr. 964f). Hier nimmt der Katechismus die Konstitution über die Kirche (Lumen Gentium, 1964) aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil auf. Weil Maria dem Willen des Vaters »voll und ganz zustimmte«, sei sie »für die Kirche das Vorbild des Glaubens und der Liebe« (Nr. 967). Entscheidend ist nun, dass Mariens Mutterschaft »unaufhörlich« fortdauere. »Deshalb wird die selige Jungfrau in der Kirche unter den Titeln der Fürsprecherin, der Helferin, des Beistandes und der Mittlerin angerufen« (Nr. 970 = LG 62). Ihre Verehrung »gehört zum Wesen des christlichen Gottesdienstes« (Nr. 971). Sie leuchtet als »Bild und Anfang der in der kommenden Welt zu vollendenden Kirche« (Nr. 972 = LG 68) voraus. Die Kirche, so der Freiburger Pastoraltheologe Hubert Windisch, ehrt Maria »in hervorgehobener Weise«, weil »sie im Blick auf Maria ihr eigenes Wesen und ihren eigenen Auftrag besser erkennt«.8

Im Kapitel über das christliche Gebet wird schließlich erklärt, dass die Gläubigen »in Gemeinschaft mit der heiligen Gottesmutter« beten. Dabei wird Maria auch zur (geistlichen) Mutter der »Brüder und Schwestern ihres Sohnes« (Nr. 2674). Zwar sei Jesus als Mittler »der Weg unseres Gebetes«, und Maria verstelle ihn nicht. Aber sie hat ihre bleibende Bedeutung als »Wegweiserin« und »Wegzeichen« Christi. Maria erscheint also als Inbegriff einer Spiritualität, die auf Christus hin durchlässig ist. Man könnte auf ihr Wort bei der Hochzeit zu Kana verweisen: »Was ER euch sagt, das tut« (Joh. 2,5). Dieses Wort wird freilich im Katechismus nirgends zitiert. Vielmehr heißt es zuletzt: »Maria ist die vollkommene Orante und das Bild der Kirche. … Das Gebet der Kirche ist durch das Gebet Marias wie getragen …« (Nr. 2679).

Das Zweite Vatikanische Konzil hatte die Gläubigen ausdrücklich zur Verehrung Mariens ermahnt, zugleich aber auch Theologen und Prediger angehalten, sich vor falscher Übertreibung und zu großer Geistesenge zu hüten. Nach dem Konzil kehrte eine gewisse Nüchternheit im Umgang mit Maria ein. Joseph Ratzinger, der damals noch als progressiver theologischer Lehrer galt, schreibt in seiner »Einführung in das Christentum« (1968), die Marienfrömmigkeit bestreite nicht die Ausschließlichkeit des Heils in Christus, sondern verweise darauf. In diesem Sinn ist Maria auch für Ratzinger »Bild der Kirche, Bild des gläubigen Menschen.«9

Betont nüchtern äußert sich auch Papst Paul VI. in seinem apostolischen Schreiben »Marialis Cultus« (1974)10 über die angemessene Weise der Marienverehrung. Alle Formen der Frömmigkeit, so fordert er, müssten biblisch ausgerichtet sein. Die Liebe zur Mutter Gottes müsse Rücksicht nehmen auf die andersgläubigen Christen. Die Marienverehrung dürfe kein Hindernis sein für die Wiederherstellung der Einheit aller Christen. Ihre Ausdrucksformen müssten der jeweiligen Zeit angepasst werden, damit Maria auch für moderne Menschen, besonders für die moderne Frau, als Vorbild erkannt werden könne.


6. Die Marienenzyklika Papst Johannes Pauls II.

Ganz anders wirkt schon in ihrem Duktus die Marienenzyklika »Redemptoris Mater« von Papst Johannes Paul II.11 Diese Enzyklika ist umfangreicher als jede Marienenzyklika zuvor, bietet inhaltlich jedoch kaum mehr als eine Zusammenfassung traditioneller Lehre und Frömmigkeit. Drei Tendenzen fallen auf:

Erstens ist das Bemühen erkennbar, die Entsprechung zwischen dem Augenblick der Verkündigung in Nazareth und dem Pfingsttag in Jerusalem mariologisch zu verstehen (vgl. Nr. 5, 24, 26, 42-44, 49). Die gottgeweihte Jungfräulichkeit nach dem Beispiel Mariens wird sogar als »Quelle der Mutterschaft im Heiligen Geist« (fons maternitatis in Spiritu Sancto) (Nr. 43) bezeichnet. So biblisch es gedacht ist, die Entsprechung zwischen Mariä Verkündigung und Pfingsten herauszustellen, es steht in Widerspruch zum biblischen Zeugnis, die Jungfräulichkeit der Mutter Jesu und nicht das Wirken des Heili­gen Geistes (wie Nr. 38 richtig ausführt) zur Quelle geistlicher Mutterschaft zu erheben.

Zweitens wird das Verhältnis zwischen der Kirche und Israel latent antijüdisch beschrieben. Die Enzyklika folgt der klassischen Substitutionslehre, wonach Israel durch die Kirche ersetzt und enterbt wird. Wie das Zweite Vatikanische Konzil (LG Nr. 9) stellt die Enzyklika eine Analogie her zwischen der Kirche auf dem Pilgerweg und dem Volk Israel auf seiner Wüstenwanderung (Nr. 25). Der Papst spricht von dem Israel des Alten Bundes und der Kirche als dem neuen Israel, schweigt aber, anders als das Konzil, bezüglich der bleibenden Berufung des alten Bundesvolkes (vgl. Nostra ­aetate, Nr. 4).

Drittens kommt der Papst beiläufig auch auf die Frau und ihre Lebenslage zu sprechen (vgl. Nr. 46). Die Frau entdecke an Maria das Geheimnis, »wie sie ihr Frausein würdig leben und ihre wahre Entfaltung bewirken kann« (ebd.). Obwohl diese These durch eine ausführliche Würdigung Mariens als Mutter und Jungfrau vertieft wird, die für diejenigen katholischen Frauen, die Mütter sein wollen oder sich für ein »jungfräuliches Leben« entschieden haben, positive Leitbilder aufzeigt, dürfte sie doch kaum für eine Auseinandersetzung mit der feministischen Sicht Mariens genügen.

Die drei Tendenzen sind symptomatisch für den konservativen Grundzug des ganzen Textes, der in den Umbrüchen und Veränderungen der 1980er Jahre keine neuen Wege weist, sondern überkommene Mariologie und marianische Frömmigkeit bestätigt. Dieser konservative Zug ist auch für das deutsche »Handbuch der Marienkunde« bezeichnend, das 1984 in erster Auflage erschien. 1996/97 kam die zweite Auflage in zwei Bänden heraus, die erstmals ein Kapitel über »Maria in der Feministischen Theologie« enthielt.

Als Pionier einer frauenfreundlichen Sicht Mariens muss der Schweizer Dominikaner und Ökumeniker Heinrich Stirnimann (1920-2005) erwähnt werden. 1989 legte er unter dem Titel »Marjam. Marienrede an einer Wende«12 eine Sammlung von Essays vor mit der Absicht, »zu einer Besinnung auf das Bild einer Frau anzuregen, die, wie keine zweite, gegenwärtig ist in der Geschichte des christlichen Glaubens. Besonders bewegte uns dabei das Schicksal jener, die unter den Folgen einer unerleuchteten ›Mariologie‹ gelitten haben oder immer noch leiden. Vor allem das Schicksal von Frauen, die, um ein Leben gemäß dem Evangelium bemüht, mit einem dogmatischen Marienbild konfrontiert wurden, aus dem man nur allzu oft Verhaltensregeln abzuleiten sich bemüßigt fühlte, die sie in ihrem Frau-Sein nur bedrängen konnten.«13 Stirnimann zeichnet das biblische Bild der Mutter Jesu nach als Jungfrau, Jüngerin, Mutter, Schwester und Prophetin; so bringt er es heutigen Menschen nahe.


7. Marienverehrung und Christusglaube

Als Ergebnis dieses Durchgangs durch die heutige Marienlehre der röm.-kath. Kirche können wir festhalten: Maria ist als jungfräuliche Gottesmutter verehrungswürdig. Sie fördert den Glauben an Christus und das Leben in ihm. Das wird wahrgenommen von allen, die in Gemeinschaft mit ihr beten. Als diejenige, die zur Menschwerdung des Sohnes Gottes Ja gesagt hat, ist sie Vorbild und Mutter für alle Gläubigen. Verschiedentlich wird erklärt, dass sie mit Christus den Weg des Glaubens ging und auf das Heil in ihm hinweist.

Tatsächlich lassen sich solche Hinweise in den Ausdrucks- und Vollzugsformen der Marienverehrung entdecken. Die Madonna von Tschenstochau weist mit ihrer Rechten auf das Jesuskind. Es geht also um das Geheimnis der Inkarnation, der Fleischwerdung des Wortes Gottes, um den Mensch gewordenen Gottessohn. Die altkirchlichen Bekenntnisse bekräftigen, dass Jesus wahrer Mensch und wahrer Gott ist, wenn sie im zweiten Artikel sagen, Jesus sei von der »Jungfrau Maria« geboren worden. Auch das Dogma von der Gottesmutter (eigentlich: der Gottesgebärerin = theotókos) will als christologische Aussage gedeutet werden, und die biblisch begründeten Marienfeste kreisen alle um das Wunder der Geburt Jesu Christi. Nicht anders ist es bei einer Marienhymne wie dem »Regina caeli« (Antiphon, 12. Jh., als Strophenlied in: Gotteslob Nr. 525). Sie sagt, weshalb Maria zu preisen ist: weil sie den auferstandenen, zum Herrn erhöhten Christus zur Welt gebracht hat:

Freu dich, du Himmelskönigin, Halleluja.
den du zu tragen würdig warst, Halleluja,
er ist auferstanden, wie er gesagt, Halleluja.
Bitt Gott für uns, Halleluja.


8. Marianische Spiritualität – ein Weg zu Christus

Aber hier stoßen wir auf das, was uns Protestanten zum Hindernis wird: Maria, bitte für uns! Martin Luther hat diese Bitte noch mitvollziehen können. Maria ist für ihn Fürbitterin, jedoch nicht Fürsprecherin. Deswegen weist er das »Salve Regina« zurück, in dem es heißt: »Advocata nostra, / illos tuos misericordes oculos / ad nos converte – unsre Fürsprecherin, / deine barmherzigen Augen / wende uns zu.« Hier sah Luther das Bekenntnis zu Christus als dem Heilsmittler (1. Tim. 2,5) bedroht, der allein unser Fürsprecher bei Gott, dem Vater, ist (1. Joh. 2,1-2; Hebr. 7,25). Es war kein Problem für ihn, mit Maria zu beten, auch nicht, sie als Beispiel der Gnade Gottes, der Demut und des Glaubens zu loben. Sie und andere Heilige dagegen im Gebet anzurufen und um Hilfe zu bitten, lehnte er – freilich erst nach 1522 – ab. In der frühreformatorischen Zeit lehrte er noch, man könne Maria und die Heiligen anrufen, so im »Sermon von der Bereitung zum Sterben« (1517) und in der »Auslegung des Magnificat« (1521), die schließt mit dem Wunsch: »Das verleihe uns Christus durch Fürbitte und Willen seiner lieben Mutter Maria! Amen.«14

Das »Ave Maria« zu beten hielt Luther für möglich, wenn es als Lobpreis der Gnade verstanden würde, die Gott ihr gegeben hat. »Wer also einen guten Glauben besitzt, spricht ohne Gefahr das Ave Maria; wer im Glauben schwankt, kann ohne Gefährdung seines Heils kein Ave Maria beten!«15

Daraus lässt sich erschließen, dass Luther keine Schwierigkeit darin sieht, Maria als Mutter des Herrn, als Gottesmutter und Vorbild im Glauben zu würdigen, sofern nur Klarheit darüber besteht, dass Christus und nicht sie unser Mittler ist. Auch wenn sie die »heiligste aller Frauen« sei, so bleibe sie doch wie wir und alle Heiligen auf Gottes Erbarmen angewiesen.16

Die Abwehr eines übertriebenen Marienkults, für die wir uns mit Recht auf Luther berufen, darf uns nun aber nicht verleiten, die Möglichkeiten des Marienlobs, der Verkündigung in Lied und Predigt gering zu schätzen, die sich auf der Grundlage einer recht verstandenen evangelischen Lehre und Frömmigkeit bieten.17 Solche Abwehr ist inzwischen längst kein Alleinstellungmerkmal der Protestanten mehr, sondern seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und Papst Paul VI. von der röm.-kath. Kirche zu ihrem eigenen Anliegen erklärt worden. Protestanten übersehen dies, wenn sie Maria einfach für katholisch erklären und dann reflexartig der Gewohnheit folgen, zu Maria nur verneinend Stellung zu nehmen, d.h. zu sagen, was sie alles nicht ist. Es kommt darauf an, dass wir als evangelische Christen eine Position beziehen und uns positiv zu Maria äußern, also realisieren, dass Maria auch evangelisch ist, und zum Mariengebet, sowohl zum Gebet der Maria (Magnifikat) als auch dem Gebet (in Gemeinschaft) mit Maria (und allen Heiligen) auf dieser Basis Stellung nehmen.

Nach »Lumen Gentium« und »Marialis Cultus« sind alle Formen der Verehrung zu meiden, die die Stellung Mariens in der Heilsgeschichte verdunkeln und nichtkatholische Christen an der wahren Lehre der katholischen Kirche irre werden lassen. Es dürfte nicht schwer sein, dem zuzustimmen. Doch haben wir damit das eigentliche Anliegen der Liebe zur Gottesmutter schon hinreichend gewürdigt? Und wie weit können wir als Protestanten dieses Anliegen teilen?


9. »Let it be – Maria und die Protestanten«

Der deutsch-amerikanische Franziskaner Richard Rohr (Jahrgang 1943) kann uns hier weiterhelfen. Er hat vor beinahe 40 Jahren eine ungemein anregende Betrachtung über »Mary and Fundamentalism« geschrieben, deutsch erschienen unter dem Titel »Let it be – Maria und die Protestanten«. Nach Rohr haben die Kirchen Angst vor dem fleischgewordenen Wort bzw. Angst vor der Weiblichkeit. In ihrer katholischen Gestalt sei die Kirche daher legalistisch, in ihrer protestantischen Gestalt rationalistisch oder fundamentalistisch geworden. Hier wie dort sei es zu einer Spaltung zwischen Leben und Glauben gekommen. Der Katholizismus habe jedoch eine Möglichkeit, diese Spaltung zu überwinden, indem er Maria eine wichtige Rolle in der Kirche spielen lasse. Dazu Richard Rohr: »Die Mutter der Kirche symbolisiert die katholische Einheit. Die Mutter-Rolle besteht darin, eine Familie als Familie zusammenzuhalten, und zwar so, daß das auf den ersten Blick gar nicht bemerkt wird – das ist die besondere Macht eines Symbols! … Marias Rolle in der Kirche ist daher verborgen, aber wesentlich.«18

Was zeichnet Maria aus? Rohr antwortet: Sie »konnte zulassen (»Let it be!«), sie konnte warten. Sie konnte Gott erlauben, im menschlichen Fleisch empfangen zu werden, ohne daß sie Worte der Erklärung oder Schriftstellen zum Beweis brauchte.«19 Erich Fromm sei zuzustimmen, wenn er erkläre: »Die Jungfrau Maria, die Kirche als alles liebende Mutter, der Papst und der Priester als mütterliche Figuren repräsentierten die mütterliche, bedingungslose, alles verzeihende Liebe – Seite an Seite mit den väterlichen Elementen einer straff organisierten patriarchalischen Bürokratie, an deren Spitze der Papst mit Macht regiert.«20 Maria, so wieder Rohr, verkörpere »all das, was Gott für die Menschheit tut. Ihre Rechtfertigung ist reines Geschenk. Sie ist passiv vor Gott und gerade so im höchsten Maße aktiv. Sie ist Mutter, weil sie zuvor Jungfrau ist, und bringt als solche den ganzen Christus zur Welt. Maria ist in sich selbst ›ganz‹.«21

Wenn wir Richard Rohr folgen, dann weist Maria den Gläubigen den Weg zu Christus einfach dadurch, dass sie da ist als die Mutter, die die Familie zusammenhält, zu der jeder und jede kommen kann, mit ihrem Schmerz, ihrer Sehnsucht, und ihrer Angst in der Todesstunde. Ja, sie erfahren sogar, dass Mutter Maria zu ihnen kommt, wie es im Song der Beatles heißt: »Wenn ich manchmal in Schwierigkeiten bin, kommt Mutter Maria zu mir und spricht Worte der Weisheit: Laß gut sein – let it be! In meinen dunklen Stunden steht sie direkt vor mir und flüstert mir Worte der Weisheit zu: Laß gut sein – let it be!«22

Folgen wir dieser Spur weiter, können wir annehmen, dass das Bild der Mutter Maria auch für Protestanten eine mütterlich-tröstende Kraft hat. Zu Weihnachten 1942 zeichnete der Lazarettarzt und evangelische Pfarrer Kurt Reuber ein Bild für seine Kameraden im Kessel von Stalingrad: eine sitzende Frau, die, ähnlich einer Schutzmantelmadonna, ein Kind unter ihrem Mantel birgt. Sie sieht das Kind liebevoll an und gibt ihm Schutz und Geborgenheit. In einer neueren Darstellung kath. Marienlieder wird dieses Madonnenbild ganz selbstverständlich in eine Reihe mit jenen Liedern gestellt: »Die Maria vom Dornwald gibt Halt, wenn große Seelenschmerzen zu verarbeiten sind. Die Madonna von Stalingrad kann einem Soldaten helfen, Unerträgliches zu ertragen. Die Schutzmantelmadonna bietet einen bergenden Fluchtort vor jeglicher Not und Gefahr.«23

Womöglich kommen also katholische Christen durch Maria mit dem tiefsten Geheimnis des christlichen Glaubens – mit der fleischgewordenen Wirklichkeit Jesu Christi – in Berührung. Aber doch wohl nicht nur Katholiken, sondern alle Gott Suchenden, alle Gläubigen der ganzen Ökumene! »Maria gehört allen Christen.«24

An diesem Punkt war Martin Luther katholischer als Richard Rohr und als es die meisten Protestanten heute es ihm zubilligen. Er war stark davon geprägt und darin geübt, sich Christus sinnenhaft und leibhaft anzueignen. Der Anblick der Mutter Maria bewege dazu, Gott zu lieben und zu loben, und bewege die Herzen, sich zum Sohn zu wenden, meint Luther.25 Er fand eine hochpoetische Sprache, um sie zu loben. Nur ist dieses Marienlob im Zuge von Gegenreformation und Aufklärung in der evangelischen Kirche allmählich verkümmert.


10. Recht verstandene Marienverehrung

Die recht verstandene Marienverehrung, um die es der röm.-kath. Kirche zu tun ist, zielt in all ihren Formen auf die Anbetung des dreieinigen Gottes. Im kath. Gesangbuch Gotteslob steht ein alter Hymnus, »O gloriosa Domina« (Nr. 648, 7./8.Jh.), der das erkennen lässt. Er wird in der Vesper an Marienfesten gesungen. Auch wer nicht mit einstimmen kann, versteht, dass hier Maria als Gottesmutter gepriesen wird:

1. Du große Herrin, schönste Frau,
hoch über Sternen steht dein Thron!
Du trugst den Schöpfer, der dich schuf,
und nährtest ihn an deiner Brust.

2. Was Eva einst verloren sah,
gibst du im Sohne reich zurück.
Der Himmel öffnet sich in dir;
zur Heimkehr steht der Weg uns frei.

3. Du Pforte für den Königssohn,
des neuen Lichtes helles Tor,
in dir grüßt jauchzend alle Welt
das Leben, das du ihr geschenkt.

4. Herr Jesus, dir sei Ruhm und Preis,
Gott, den die Jungfrau uns gebar,
Lob auch dem Vater und dem Geist,
durch alle Zeit und Ewigkeit.


Anmerkungen:

1 Praktisch-theologische Vorlesung am 7.12.2018 an der Universität Heidelberg.

2 Heiner Grote, Gelegenheit oder Verlegenheit? Vier ökumenische Neuansätze zu Marienlehre und Marienverehrung, in: MD 33 (1982), 88.

3 Vgl. die Wikipedia-Artikel: Schwarze Madonna von Tschenstochau; Black Madonna of Często­chowa (eingesehen 13.11.2018).

4 Vgl. Joe Nickell, The Black Madonna, in: Skeptical Inquirer, Sept./Okt. 2015.

5 Auszug aus: Heilige Messe und Weihe der Gottesmutter, in: http://w2.vatican.va/content/john-paul-ii/en/homilies/1979/documents/hf_jp-ii_hom_19790604_polonia-jasna-gora.html (eingesehen 13.11.2018); Übers. des engl. Texts von M.H.

6 Christian Heidrich, Der Geruch der Herde, in: Christ in der Gegenwart, 35/2018, 382f.

7 Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, dt. Ausgabe, München 1993, 154-160; 277ff, 659, 671ff.

8 Das Gebet. Eine katholische (pastoraltheologische) Perspektive unter besonderer Berücksichtigung des Mariengebetes, Typoskript, 12 Seiten, hier: S. 8.

9 Einführung in das Christentum, dtv München 31977, 204.

10 Marialis Cultus – Über die rechte Weise und Förderung der Marienverehrung, lat.-dt. (Nachkonziliare Dokumentation, Bd. 45), Trier 1978.

11 Lat. Text in: OR vom 26. März 1987, Nr. 71, 1-8; dt. Übers, in: Verlautbarungen des Apostol. Stuhls 75, Bonn 1987.

12 Freiburg/Schweiz 1989.

13 Ebd., XI.

14 Walter Tappolet (Hrsg.), Das Marienlob der Reformatoren, Tübingen 1962, 116-120.

15 Am 11. März 1523, zit. ebd., 126.

16 Vgl. Luther am 2. Februar 1544, ebd. 97.

17 Dazu ausführlich Michael Heymel, Maria entdecken, Freiburg 1991; ders., Magnifikat: Das hohe Lied der Maria, in: Martina Bick u.a. (Hrsg.), Modell Maria, Hamburg 2007, 77-94.

18 Der nackte Gott. Plädoyers für ein Christentum aus Fleisch und Blut, München 61991, 40.

19 Ebd., 41.

20 Haben oder Sein, zit. bei Rohr, 42.

21 Rohr, 42.

22 Zit. bei Rohr, 37.

23 Hermann Kurzke/Christiane Schäfer, Mythos Maria. Berühmte Marienlieder und ihre Geschichte, München 2014, 274.

24 So Frank Lilie, in: Quatember 82 (2018), Heft 1, 58-60.

25 Vgl. Marienlob, 105f, 108.

Über die Autorin / den Autor:

Pfarrer i.R. Dr. habil. Michael Heymel, Jahrgang 1953, 2008-2016 wiss.-theol. Mitarbeiter am Zentralarchiv der EKHN in Darmstadt und im Pfarrdienst in verschiedenen Gemeinden; seit mehr als 30 Jahren Arbeiten über das Thema »Maria«.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 5/2019

0 Kommentare zu diesem Artikel


Kommentieren Sie diesen Artikel










Bitte geben Sie die angezeigte Zahl in das nachfolgende Textfeld ein



Sicherheitszahl


zurück

Wirtschaftsordnung mit humanem Gesicht
Zur ethischen Fundierung des Konzepts der Sozialen Marktwirtschaft in Vergangenheit und Zukunft
Artikel lesen
5. Sonntag nach Trinitatis
21. Juli 2019, Matthäus 9,35-10,1(2-4)5-10
Artikel lesen
Ein »D-Day« für die Aufklärung
Warum die These von der »Dialektik der Aufklärung« ihr Ziel verfehlt
Artikel lesen
6. Sonntag nach Trinitatis
28. Juli 2019, 1. Petrus 2,2-10
Artikel lesen
Erneuerung der Kirche?
Situation, Voraussetzungen, Chancen
Artikel lesen
»Was für ein Vertrauen«

Artikel lesen
»Mein Glaube hat nichts mit Kirche zu tun«
Religion und Glaube junger Menschen
Artikel lesen

PDF

Sie können diesen Artikel als PDF-Dokument runterladen.

PDF-Dokument

Impressum

Dieser Text wurde im Deutschen Pfarrblatt veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie hier:

Impressum


Hinweis

Für Adressänderungen sowie Abonnementbestellungen oder –kündigungen wenden sie sich an ihren zuständigen Pfarrverein.

Nur dort können die Daten geändert werden. Vielen Dank!