Auf dem Weg zu einer ökologischen Theologie
Solange die Erde steht ...

Von: Karl-Heinz Drescher-Pfeiffer
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Trotz aller Einsichten in die klimaschädlichen Effekte des westlichen Wohlstandsverhaltens ändert sich politisch nichts oder zumindest zu wenig und dies noch zu langsam. Karl-Heinz Drescher-Pfeiffer bilanziert die längst bekannten Daten, um vor deren Hintergrund und auf der Basis des christlichen Schöpfungsbekenntnisses Perspektiven einer ökologischen Theologie und Konsequenzen einer schöpfungsverträglichen Lebenspraxis zu ­beschreiben.


Neuerliche Zuspitzungen der Klimakrise1

Unter dem Titel »Zu Besuch bei Freunden« schrieb der »Tagesspiegel« am 29.5.2018 zum Besuch von Daimler-Chef Zetzsche bei Bundesverkehrsminister Scheuer: er »kam statt im Büßerhemd im betont entspannten Sommerlook mit Sneakers und ohne Krawatte zum Dieselschummel-Termin«.2 Die Chefs der großen Automobilkonzerne halten ihre Unternehmen für »to big to fail«. Zudem tolerierte die Politik schon länger Verletzungen gesetzlicher Vorschriften durch die Konzerne.

Seit 1.6.2018 gilt in Hamburg das erste deutsche Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge. Die Begrenzung auf einzelne Straßenzüge und laxe Kontrollen lassen die Maßnahmen wenig wirksam erscheinen. Sinnvoller wären flächendeckende Fahrverbote wie im Winterhalbjahr in Madrid und einigen norditalienischen Regionen.3

Deutschland wird bis 2020 den Ausstoß klimaschädlicher Gase im Vergleich zu 1990 nur um ca. 32% statt der angestrebten 40% verringern4 wegen des Kohlendioxid- und Stickoxidausstoßes im Verkehrsbereich und der Kohleverstromung. Trotz anderslautender Ankündigungen erfolgten bisher keine Maßnahmen, das angestrebte Ziel doch noch zu erreichen.

Auf der Umweltkonferenz in Kattowitz verlautete, ohne Klimaschutzmaßnahmen stiege bis 2100 die Temperatur der Atmosphäre gegenüber 1750 um 4,1 bis 4,8 Grad Celsius5 und bei Umsetzung der zur Pariser Konferenz 2015 angekündigten Maßnahmen um mindestens 3,2 Grad.6 Der extrem heiße und lange Sommer 2018 ließ viele Klimaforscher eine Heißzeit befürchten.7 Darum fordern sie einen raschen Kohleausstieg.8 Die Kohlekommission der Bundesregierung empfahl im Januar 2019 den Ausstieg erst bis 2038 und forderte Strukturhilfen von 40 Mrd. Euro.9

Die Weltwetterorganisation10 meldete am 22.11.2018 einen neuen Höchststand an CO2 und anderen Klimagasen in der Atmosphäre. Seit 1750 stieg die Durchschnittstemperatur der Atmosphäre bereits um 1 Grad. Es scheint keine Umkehr dieses Trends in Sicht, der zu Anstieg des Meeresspiegels, Versauerung der Meere und vermehrten extremen Wettersituationen führen wird. Das 1,5 Grad-Ziel sei nur erreichbar bei Absenkung der CO2-Emissionen bis 2030 um 45% unter das Niveau von 2010. Die 1,5 Grad sind dringlich, weil bei Überschreiten von Schwellenwerten in der Temperaturerhöhung sich selbst verstärkende und kaum zu stoppende Prozesse entstünden, etwa beim Abschmelzen der Polkappen, Ansteigen des Meeresspiegels mit Überflutung von Hamburg und Bremen11 oder Auftauen der Permafrostböden der sibirischen Taiga mit massiver Freisetzung von Methan.12


Aktuelle kirchliche Positionen zur Schöpfungsverantwortung?

»Das Lügen muss ein Ende haben«13 forderte der frühere EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber 2017 im Bremer »Weserkurier«. Huber kritisierte die manipulierten Diesel-Abgaswerte als eindeutiges Wirtschaftsversagen sowie das Fehlen einer wirtschaftsethischen Orientierung und eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts der Unternehmen. Es dürfe nicht nur an den eigenen Profit gedacht werden.

Die Konzerne VW, Daimler und Bosch sponserten den Kirchentag 2017.14 Angesichts ihrer Verwicklung in den »Dieselgate« und der damit verbundenen Schädigung der Schöpfung zeugt das nicht von umweltethischem Fingerspitzengefühl der Kirchentagsleitung.

Der Schriftsteller Klaus-Rüdiger Mai15 kritisierte, dass politischen Stellungnahmen der evangelischen Kirchen sich am politischen Mainstream orientieren, um gesellschaftliche Relevanz zu zeigen. Die theologische Rechtfertigung aktueller Politik kann sie unglaubwürdig machen. Nils Husmann schrieb: »Die Union ist der Autobranche hörig … Offenbar stehen alle Parteien unter dem Einfluss der Autolobbyisten, nicht einmal die Grünen, wie in Baden-Württemberg klar wird, sind frei davon.«16


Der konziliare Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung

Ein Höhepunkt der umweltethischen kirchlichen Diskussionen war der konziliare Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung unter Mitwirkung des Vatikans von 1983 bis 1990 zur Ökumenischen Weltversammlung in Seoul. Weil Gott der Schöpfer der Welt ist, ist »die ganze Schöpfung zur Ehre Gottes bestimmt … Nicht die Menschheit, sondern Gott ist Anfang, Mitte und Ziel seiner ganzen Schöpfung«.17 Gottes gute Schöpfung wurde nicht zur Ausbeutung durch den Menschen geschaffen, die Rechte kommender Generationen seien zu achten und die Ganzheit der Schöpfung um ihres eigenen Wertes willen zu bewahren.18

Wichtig für den christlichen Glauben ist, das Bekennen als eine Haltung und seine Bedeutung für den Inhalt des Bekenntnisses zu verstehen. Bekennen meint ursprünglich, zu jemandem zu stehen (Mt. 10,32)19. Wir bekennen, d.h. wir analysieren nicht wissenschaftlich, sind keine neutralen Beobachter, sondern Beteiligte. Wir klammern nicht unsere Einstellungen und Interessen aus. Bekennen ist ein ganzheitlicher Vorgang, der uns mit Leib, Seele und Geist einbezieht. Wir werden dadurch zu anderen Menschen, das Bekenntnis wird zum wichtigen Teil unserer eigenen Person, unseres Denkens und Handelns. Wir sind zuständig, verantwortlich für das, was wir bekannten, und wollen danach denken und handeln.


Das apostolische Glaubensbekenntnis als schöpfungsethisches Bekenntnis

Wir bekennen im Glaubensbekenntnis »Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.«20 Durch das Bekenntnis zu Gott als dem Schöpfer ist die Welt für uns nicht bloße Natur. Sie ist Werk und Eigentum des Schöpfers (Ps. 24,1), der sie gut wollte, machte und erhält (1. Mos. 1,31a). Damit ist die Bewahrung der Schöpfung zentraler Inhalt des christlichen Glaubens.

Für die Schöpfungstheologie entsteht christlichen Theologie aus der biblischen Theologie, die »biblische Hermeneutik der Texte der Bibel voraussetzt«.21 Die Bibel bezeugt vielfach Gottes erhaltendes Wirken. Nach der Sintflut bekräftigt Gott: »Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht« (1. Mos. 8,21f). Jesus sagt den Pharisäern, dass er wie ein Arzt für die Kranken da sein und Sünder rufen will, nicht die Gerechten (Mt. 9,12f).

Alle Lebewesen haben als Gottes Geschöpfe und unsere Mitgeschöpfe eine eigene Würde und stehen unter Gottes besonderem Schutz. »Der Mensch ist für sein Leben auf die Tiere und die Pflanzen, die Erde, die Luft und das Wasser, auf Tages- und Nachtzeiten, auf Sonne, Mond und Sterne und auf die Existenz des Lichtes angewiesen und kann nicht ohne sie leben. Es gibt den Menschen nur, weil es alle diese anderen Geschöpfe Gottes gibt. Sie können ohne den Menschen leben, aber der Mensch kann nicht ohne sie existieren.«22 Wir Menschen sind ein sehr abhängiger Teil der Schöpfung und stehen nicht über ihr. Wir sind, wie Albert Schweitzer formulierte, »Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.«23

Als Geschöpfe Gottes haben wir uns weder als einzelne noch als Gattung geschaffen. Die Würde des Menschen ist »darin begründet …, dass der Mensch von Gott geschaffen und im schöpferischen Wort zur Antwort befähigt und berufen ist. Diese göttliche Anrede gilt jedem Menschen in gleicher Weise«.24 Darum verbindet uns mit allen Menschen einschließlich ihrer Nachkommen eine gemeinsame Ursprungsgeschichte mit wichtigen Grunderfahrungen und eine Grundsolidarität. Unsere Geschwister sind auch die, denen es psychisch, sozial oder ökonomisch nicht gut geht.


Unsere Schöpfungsverantwortung nach den biblischen Schöpfungsberichten

Beide biblische Schöpfungsberichte beschreiben Stellung und Aufgabe des Menschen. Als Gottes Ebenbild und in gleichwertiger Gemeinschaft von Frau und Mann sollen sie als soziale Wesen fruchtbar sein, die Erde füllen und sie sich samt allen Geschöpfen untertan machen (1. Mos. 1,27-30). Gott segnet den Menschen.25 Erst das Leben unter Gottes Segen macht ihn zu dem Wesen, das Gott wollte. Segen bedeutet göttliche Begleitung und Schutz, aber auch materielle und geistige Güter. Angemessen antwortet der Mensch mit Lob und Dank an Gott und der Verwendung seiner Gaben zum Segen aller Geschöpfe und nicht zu ihrem Fluch. Gottes Segen zeigt dem Menschen, dass er nicht wie Gott ist, weder allmächtig noch ewig noch kennt er alle Folgen seines Tuns. Schon das lässt den sog. Herrschaftsauftrag26 nicht als willkürlich und auf Ausbeutung der Schöpfung angelegt verstehen. Die Könige im alten Orient sollten das Wohl des eigenen Volkes und nicht Macht und Reichtum vermehren. Franz Alt deutet den Herrschaftsauftrag so: »Macht euch der Erde untertan.«27

Im zweiten Schöpfungsbericht wird der Mensch wie ein Gärtner in den Garten Eden gesetzt, um ihn – im eigenen Interesse – zu bebauen und zu bewahren (1. Mos. 2,15) und nicht zu zerstören.


Das Schuldbekenntnis des Menschen, seiner Verantwortung nicht gerecht zu werden

Wir können dies nicht bekennen, ohne unsere Versäumnisse und unser bekenntniswidriges, unsere Bestimmung verfehlendes Verhalten einzugestehen. Die EKD-Denkschrift »Umkehr zum Leben« beklagt, dass der in den Industriestaaten vorherrschende Lebensstil und ein allein auf Wachstum setzendes Wirtschaftssystem der Verantwortung gegenüber Gottes Schöpfung nicht gerecht werden, sondern die Ressourcen der Schöpfung ausbeuten und die Lebensgrundlagen der gesamten Schöpfung bedrohen. Damit werden wir schuldig vor Gott, seiner Schöpfung und unseren Mitmenschen. »Dieses Eingeständnis kann eine befreiende Wirkung haben, weil wir darauf vertrauen, dass Gott uns gnädig ist und dass er uns die Kraft geben kann, wirklich umzukehren und neu anzufangen … Der Glaube an Jesus Christus, in dem Gott uns trotz aller Sünde seine bedingungslose Liebe gezeigt hat, befreit zu einem neuen und dankbaren Leben, das der Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung dient.«28

Papst Franziskus will Spiritualität richtig verstehen: »Wir können nicht eine Spiritualität vertreten, die Gott als den Allmächtigen und den Schöpfer vergisst. Auf diese Weise würden wir schließlich andere Mächte der Welt anbeten oder uns an die Stelle des Herrn setzen und uns sogar anmaßen, die von ihm geschaffene Wirklichkeit unbegrenzt mit Füßen zu treten. Die beste Art, den Menschen auf seinen Platz zu verweisen und seinem Anspruch, ein absoluter Herrscher über die Erde zu sein, ein Ende zu setzen, besteht darin, ihm wieder die Figur eines Vaters vor Augen zu stellen, der Schöpfer und einziger Eigentümer der Welt ist.«29

Wenn die Umkehr echt und die Hoffnung auf Gottes bleibende Güte kein Kanzeltrost oder »billige Gnade« (Bonhoeffer) sein sollen, dann gehören dazu auch rechtschaffene Früchte der Buße (Mt. 3,8), d.h. »ein Umdenken und ein Umhandeln«.30


Ökologisch ausgerichtete Theologie

Für ein glaubwürdiges Bekenntnis und Leben brauchen wir eine ökologische Theologie. Sie wird wichtige theologische Begriffe nicht innerlich oder rein individualistisch verstehen, sondern in ihrer sozialen und ökologischen Weite begreifen. Liebe und Solidarität, Gerechtigkeit im Glauben und soziale Gerechtigkeit, innerer und gesellschaftlicher Frieden korrespondieren miteinander. Sie wird das Verursacherprinzip strikt befolgen, d.h. wer die Umwelt schädigt – sowohl als Einzelner als auch als Unternehmen –, bezahlt die Beseitigung dieser Schäden aus seinem Vermögen. Eigentümer von Fabriken, Wohnungen oder Dienstleistungsfirmen dürfen die Kosten nicht auf Mieter, Nutzer oder Kunden umlegen. Die Erträge fließen abzüglich der Steuern ja auch in das jeweilige private Vermögen.

Eine ökologische Theologie wird das vermeintliche Recht des Stärkeren als Unrecht bezeichnen. Weder physisch, technisch oder wirtschaftlich bedingte Stärke hat eine eigene ethische Qualität oder rechtfertigt ein Anrecht, die eigenen Interessen auf Kosten der Rechte anderer Geschöpfe umzusetzen.

John Rawls definierte Gerechtigkeit: »a) Jede Person hat den gleichen unabdingbaren Anspruch auf ein völlig adäquates System gleicher Grundfreiheiten, das mit demselben System von Freiheiten für alle vereinbar ist. b) Soziale und ökonomische Ungleichheiten müssen zwei Bedingungen erfüllen: erstens müssen sie mit Ämtern und Personen verbunden sein, die unter Bedingungen fairer Chancengleichheit allen offen stehen; und zweitens müssen sie den am wenigsten begünstigten Angehörigen der Gesellschaft den größten Vorteil bringen.«31 Danach nötigen physisch, technisch oder wirtschaftlich bedingte Stärke dazu, Gerechtigkeit gerade für die am wenigsten begünstigten Angehörigen der Gesellschaft zu bewirken, gemäß dem Anspruch des Grundgesetzes (Art. 14): Eigentum verpflichtet – zum Gemeinwohl.

Vorrangig für das Handeln des Menschen ist das langfristig verstandene Wohl der gesamten Schöpfung, nicht sein kurzfristig und vorrangig materiell verstandener Wohlstand.


Nachhaltigkeit

Eine ökologische Theologie braucht innere Haltungen. Als wichtigster Leitbegriff beschreibt Nachhaltigkeit den angemessenen Umgang mit anderen Lebewesen und materiellen Rohstoffen, indem sie alle ökologischen, sozialen und ökonomischen Vorgänge bewusst aufeinander bezieht. Nachhaltigkeit32 definierte im 17. Jh. Hans Carlo von Carlowitz aufgrund drohender Holzknappheit. Er verfügte, nur so viel Holz zu fällen, wie von selbst oder durch Wiederaufforstung nachwächst. Nur so gibt es dauerhaft genug Holz. Daran anknüpfend meint Nachhaltigkeit: Zukünftige Generationen haben dieselben Chancen auf ein erfülltes Leben wie wir.

Nachhaltigkeit wird mit dem Dreieck gleichberechtigter Ziele von wirtschaftlichem Wachstum, sozialer Sicherheit/Menschenrechte und ökologischer Verträglichkeit beschrieben.33 Doch diese Gleichstellung verkennt, dass die Ökosysteme nur begrenzt belastbar sind und die Menschenrechte als kosmopolitische Verpflichtung unbedingt für alle gelten und nicht abhängig gemacht werden können von Wettbewerbsfähigkeit oder Besitzstandswahrung. Darum ist »Wirtschaftsdynamik innerhalb von ökologischen und menschenrechtlichen Leitplanken zu halten«34 und die vermeintliche Macht des »Marktes« zu begrenzen. »Der Markt« begünstigt die mit dem größten Nutzen und der stärksten Durchsetzungskraft.

Ein wichtiges Kriterium ist die nicht nur ökologische Verträglichkeit: »Die gesamte Menschheit, aber vorrangig die Armen, Unterdrückten und Machtlosen (sic!) benötigen dringend eine neue Weltwirtschaftsordnung. Jede wirtschaftliche Entwicklung muß den Kriterien sozialer Verträglichkeit (sic!), internationaler Verträglichkeit, Verträglichkeit im Blick auf die Umwelt und im Blick auf zukünftige Generationen genügen.«35 Verträglichkeit meint zumindest, dass der jeweilige ökologische, ökonomische oder soziale Nutzen den dadurch verursachten Schaden übersteigt.


Politische Strategien nachhaltigen Wirtschaftens

Nachhaltigkeit meint, wirtschaftliche Entwicklung und Wachstum kommen aus, ohne klimaschädliche Gase zu erzeugen und nicht-erneuerbare Rohstoffe zu verbrauchen.36 Gebühren und strukturelle Maßnahmen sollen ökologisch sinnvolles Verhalten belohnen und ökologisch schädliches Verhalten sanktionieren bzw. erschweren, indem sich Verbrauchstarife etwa für Strom bei steigendem Verbrauch erhöhen und nicht vermindern. Dazu gehört auch neben dem EU-Emissionshandel eine CO2-Steuer für alle, die durch ihr Verhalten CO2 freisetzen.37 Das soll die staatlichen Einnahmen nicht erhöhen, sondern innovativ zur Produktion von Geräten mit geringerem CO2-Verbrauch führen. Die »Lenkungsabgabe« genannte CO2-Steuer der Schweiz38 will als Preisanreiz den Verbrauch fossiler Brennstoffe senken. Um die Wirtschaftskraft insgesamt zu erhalten, wird die Abgabe in voller Höhe an Unternehmen und natürliche Personen als Ökobonus entsprechend ihrer Reduzierungen erstattet.

Hierher gehört die Decarbonisierung der Welt, d.h. der möglichst schnelle Verzicht auf Nutzung von Kohlenstoff in jeder Form. Dazu gehört eine echte Kompensation von klimaschädlichen Maßnahmen, die neu versiegelte Flächen durch Entsiegelung versiegelter Flächen und nur in Ausnahmen durch eine Umnutzung von Flächen, etwa bei Abbauflächen im Braunkohletagebau, kompensiert.

Auch die Landwirtschaft kann Klimaschutz betreiben.39 Sie erzeugt ca. ein Drittel aller Klimagasemissionen. Nach einer Studie der Universität Oxford erzeugen Fleisch- und Milchprodukte nur 18% aller Kalorien, brauchen zu ihrer Herstellung aber 83% aller Nutzflächen und produzieren 60% der durch die Landwirtschaft verursachten Klimagase.

Bei den PKW würde selbst eine totale Umstellung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge die Probleme nicht lösen.40 Bisher sind elektrisch betriebene PKW nicht umweltfreundlicher als vergleichbare Benziner oder Diesel. Menschenrechte sind beim Abbau von Kobalt im Kongo und seltenen Erden in China nicht gewahrt, Strom wird nicht durchgängig aus erneuerbaren Energien erzeugt, durch Reifenabrieb entsteht weiterhin Feinstaub, eine durchgängig nachhaltige und d.h. auch recycelbare Produktion und Entsorgung sind nicht garantiert, die Produktion erzeugt sehr viel CO2, Platzprobleme durch den Bau von Straßen und Parkplätzen behebt ein anderer Antrieb nicht, Erzeugung von Strom nur aus erneuerbaren Energien für derzeit 46 Mio. PKW ist momentan nicht vorstellbar. Die aus ökologischen Gründen nötige drastische Verringerung von klimaschädlichen Abgasen erfordert eine Verringerung des motorisierten Individualverkehrs auf deutlich unter 50% des derzeitigen Umfangs.


Nationaler Wohlfahrtsindex statt Bruttoinlandsprodukt

Nachhaltiges Leben und Wirtschaften erfordert, ökonomische Wertschöpfung unter Einbeziehung ökologischer und sozialer Folgen zu messen und einen anderen Maßstab als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Als Beispiel dafür wird der nationale Wohlfahrtsindex (NWI) beschrieben.

Das BIP41 misst die Produktion von Waren und Dienstleistungen nach Abzug aller Vorleistungen. Es errechnet sich als Summe der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich des Saldos von Gütersteuern und Gütersubventionen. Unbezahlte private Gartenarbeit, familiäre Sorgearbeit oder ehrenamtliches Engagement werden nicht berücksichtigt. Es erfasst nicht den Nutzen, sondern nur die Kosten. Die Bestattung von Mitmenschen wie das Aufräumen der Wälder nach großen Stürmen steigern das BIP.

Der NWI42 berücksichtigt 20 wohlfahrtssteigernde oder mindernde monetär bewertbare Indikatoren, um ein bilanziertes Wachstum realistisch darzustellen. Neutral ist die Einkommensverteilung; wohlfahrtssteigernd sind Wert der Hausarbeit, privater Konsum, Wert ehrenamtlicher Arbeit, öffentliche Ausgaben für Gesundheits- und Bildungswesen; wohlfahrtsmindernd sind Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, Verkehrsunfälle, Kriminalität, Alkohol-, Tabak- und Drogenkonsum, die Kompensation von Umwelt-, Wasser- und Bodenbelastungen, Schäden durch Luftverschmutzung und Lärm, Ersatzkosten durch Verbrauch nicht-erneuerbarer Energieträger, Schäden durch Treibhausgase und Kosten der Atomenergienutzung; ambivalent sind Kosten und Nutzen dauerhafter Konsumgüter, Verlust bzw. Gewinn durch Veränderung von Biotopflächen sowie durch Veränderung landwirtschaftlicher Fläche.

Ausgehend von einem gleichen Wertindex 100 für das Jahr 2000 stieg das BIP preisbereinigt von 1990 mit Index 88 bis 2016 auf Index 121. Der NWI stieg ebenfalls preisbereinigt von Index 90 im Jahr 1990 auf einen Index 95 in 2016. Insgesamt stieg das BIP um mehr als 37%, während der NWI um 6,4% stieg. Gründe für den geringen realen Anstieg sind ungleiche Einkommensverteilung und verminderte Umweltausgaben.


Ökoroutine

Zur ökologisch orientierten Verhaltensänderung schlug Michael Kopatz vom Wuppertal-Institut für Umwelt, Klima und Energie das Konzept der »Ökoroutine«43 vor. Bei Umfragen nennen zwei Drittel der Bundesbürger den Umwelt- und Klimaschutz als grundlegende Bedingung zur Bewältigung von Zukunftsaufgaben. Drei Viertel beunruhigt der Gedanke an die Umweltverhältnisse, die sie ihren Kindern und Enkeln hinterlassen. Dennoch tun wir nicht, was wir für richtig halten. Ein verschwenderischer Lebensstil wird beibehalten, weil – so Kopatz – die Klimakrise den Einzelnen überfordert und eigene Handlungsoptionen ohnmächtig erscheinen. Unsere kulturellen Normen, Werte, Symbole und Traditionen zielen auf Wachstum, nicht auf Mäßigung. Appelle allein helfen nicht weiter. Der verschwenderische Umgang mit Ressourcen ist Routine. Sie ist das, worüber man nicht mehr nachdenken muss. So können wir uns auf das konzentrieren, was wir entscheiden müssen.

Ökoroutine will Standards verbessern, Limits, Obergrenzen festlegen und Anreize schaffen. Es geht nicht um gesetzliche Verbote oder Sanktionierung unerwünschten Verhaltens. Erheblich erhöhte Steuern auf umweltschädliche Produkte oder entsprechendes Verhalten treffen meist die wirtschaftlich Schwächeren. Umweltfreundliches Leben soll durch umweltfreundlichere Strukturen des Lebens und Wirtschaftens entstehen. Enthalten Lebensmittel im Supermarkt durch jährlich erhöhte Standards weniger Schadstoffe, kaufen alle gesündere und bessere Produkte, ohne bewusste Entscheidungen treffen zu müssen. Kopatz verweist auf positive Beispiele wie das Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen und Gaststätten oder die Abschaffung der Glühbirne.


Staatliche Gesetze und Normen sowie verantwortungsvolle persönliche Entscheidungen sind gefragt

Manche seiner Vorschläge klingen utopisch. Wenn wir keine weiteren Straßen und Startbahnen bauen, lassen sich Luft- und LKW-Verkehr deutlich begrenzen, ohne dass Spediteur, Pilot oder Tourist über ihr künftiges Verhalten nachdenken müssen. Standards können den Höchstverbrauch der gesamten Automobilflotte festlegen und schrittweise mindern. Rückbau von Stellplätzen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Stellplatzgebühren und attraktive Radwege – sowie ein attraktiver und kostengünstiger ÖPNV – können zum Umstieg auf Fahrrad und ÖPNV motivieren. Eine Politik, die jahrzehntelang Ressourcenverschwendung und Naturzerstörung zum Standard machte und Pendlerpauschale, Eigenheimzulage, Zersiedelung der Landschaft, Rückbau von Bahnen, Schienen und Buslinien favorisierte und umweltschädliche Investitionen mit derzeit jährlich 50 Mrd. Euro bezuschusst, beeinflusst auch unser Verhalten. Eine ökologisch ausgerichtete Veränderung wird ohne staatliche Gesetze und Normen sowie deren sehr strikte Anwendung nicht erreichbar sein.

Gleichwohl erfordert Ökoroutine verantwortungsvolle persönliche Entscheidungen. Denn auch bei ökologisch sinnvollen Produkten und Dienstleistungen bleibt die Frage, welche Formen der Mobilität genutzt, welche Lebensmittel und Textilien gekauft, wohin Urlaubsreisen unternommen werden.

Die Veränderung von Alltagsroutinen kann ökologisch sinnvolles Handeln unterstützen. Zu bedenken sind aber Widerstände und Ausweichverhalten, weil ökonomische Macht und Vermögen erhalten werden sollen. Die Einführung der Euro-Abgasnormen veränderte die Standards. Mit technologischen Betrugsmanipulationen hat die Autoindustrie das unterlaufen. Der Streit über die »richtige« Höhe der Abgasgrenzwerte, der Widerstand gegen den Bau neuer Stromtrassen, die steigenden Absatzzahlen für SUVs, die massiven Forderungen nach einem Neubau von Straßen und der Widerstand gegen den Fahrradverkehr zeigen doch, dass die Bereitschaft zu ökologischen Veränderungen Grenzen findet, wenn es um persönliche Betroffenheit oder Verringerung der eigenen Bequemlichkeit geht. Es braucht eine gezielt ökologisch ausgerichtete Politik, die nicht opportunistisch im Blick auf Wahlergebnisse handelt.


Gutes Leben bedeutet nicht automatisch Verzicht

Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Johan Rockström, sagte zu der Frage, ob wir für den Klimaschutz unser gutes Leben aufgeben müssen44: »Vor 20 Jahren wäre die Antwort vielleicht noch gewesen: Ja … Entweder schützen wir die Natur, oder wir haben ein gutes Leben. Heute würde ich ohne Zögern sagen: Nein, wir müssen unser gutes Leben nicht aufgeben … Wenn etwas unser gutes Leben bedroht, dann ist das ein nicht-nachhaltiger Lebensstil. Wir haben so viele Beweise und Indizien, dass die Abhängigkeit von der Kohle keine moderne, gesunde, attraktive und saubere Zukunftsoption für die Menschheit ist. Eine technologiegetriebene Gesellschaft mit null Emissionen ist da doch eine ganz andere und vielversprechende Perspektive … das Konsumverhalten, das wir in den vergangenen 25 Jahren gesehen haben, (ist) nicht nachhaltig. Aber weniger Konsum heißt eben nicht, das gute Leben aufzugeben. Es ist die Gelegenheit für ein anderes, besseres Leben … Wir sollten aufhören, so zu reden, als wäre der Schutz der Natur ein Opfer, für das wir etwas aufgeben müssen. Und lieber sagen, sich um die Umwelt zu kümmern, das geht Hand in Hand mit einem guten Leben. Wenn man Arbeitsplätze, eine starke Wirtschaft und ein wettbewerbsfähiges Deutschland haben will, geht es nicht ohne Nachhaltigkeit. Das wäre eine neue Wahrnehmung der Nachhaltigkeit als innovativere, wettbewerbsfähigere und erfolgreichere Alternative und Chance.«


Anmerkungen:

1 Statt Klimawandel wird der Begriff Klimakrise benutzt. Wandel intendiert eine Wende zum Besseren. Krise weist stärker auf die Notwendigkeit einer Entscheidung und auf negative Folgen hin, die diese Situation haben kann. Damit ist ein Wandel zum Besseren nicht ausgeschlossen, wird aber nicht als selbstverständlich erwartet.

2 Zu Besuch bei Freunden. Tagesspiegel Nr. 23482 vom 29.05.2018, 14.

3 Vgl. Andere Länder, andere Fahrverbote. Tagesspiegel Nr. 23656 vom 20.11.2018, 2, und Madrid atmet auf. Tagesspiegel Nr. 23668 vom 2.12.2018, 36.

4 Klimaschutzbericht 2017 auf https://www.bmu.de/publikation/klimaschutzbericht-2017-zum-aktionsprogramm-2020-der-bundesregierung/– Stand 13.6.2018.

5 Temperaturangaben erfolgen in Grad Celsius.

6 Ist Klimaschutz überhaupt nötig? Auf www.faktenfinder.tagesschau.de/hintergrund/klimagipfel-183.html (abgerufen 10.12.2018 12.03 Uhr abgerufen).

7 Vgl. Heißzeit. Der SPIEGEL Nr. 29/14.7.2018, 93.

8 Es passiert nichts, nichts, nichts. www.tagesschau.de/inland/klimawandel-kohleausstieg-101.html (abgerufen 9.8.2018 13.35 Uhr).

9 Vgl. Milliarden für den Ausstieg, auf https://www.tagesschau.de (abgerufen 26.1.2019 12.15 Uhr).

10 Vgl. zum Folgenden: Neuer Rekordwert bei Treibhausgasen. www.tagesschau.de/ausland/weltklima-treibhausgas-101.html (abgerufen 22.11.2018 11.42 Uhr), So viele Treibhausgase wie noch nie. Tagesspiegel Nr. 23659 vom 23.11.2018, 6.

11 Vgl. zum Folgenden: Uwe Schneidewind, Die große Transformation. Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels. Frankfurt/M. 2018, 136ff.

12 Ernst Ulrich von Weizsäcker/Anders Wijkman u.a., Wir sind dran. Was wir ändern müssten, wenn wir bleiben wollen. Gütersloh 3. Aufl. 2017, 41; Johan Rockström in: Tagesspiegel Nr. 23632 vom 27.20.2018, 4.

13 Vgl. https://www.ekd.de/Wolfgang-Huber-zum-Dieselskandal-das-Luegen-muss-ein-Ende-haben-27513-htm/.

14 Volkswagen sponsert den Kirchentag. FAZ online (21.5.2017 20.45 Uhr).

15 Klaus-Rüdiger Mai, Gekettet an die politische Elite. Cicero online (abgerufen 16.5.2018 14.55 Uhr).

16 https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2017/35804/dieselskandal-union-ist-der-autobranche-hoerig (abgerufen 6.12.2017 17.25 Uhr).

17 Frieden in Gerechtigkeit für die ganze Schöpfung. EKD Texte 27 hrsg. v. Kirchenamt der EKD Hannover 1989, 20.

18 Oikoumene.net/home/global/seoul1990/index.html (abgerufen 8.8.2018 19.45 Uhr).

19 Die Bibelstellen werden zitiert nach Lutherbibel revidiert 2017 (Hg.: Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart).

20 Das apostolische Glaubensbekenntnis wird zitiert in der Fassung, die unter Nummer 686 im Evangelischen Gesangbuch (EG) Ausgabe 1996, hrsg. v. Gesangbuchverlag Stuttgart, steht.

21 Jürgen Moltmann, Die ökologische Wende in der christlichen Theologie, in: Grüne Reformation, hrsg. v. Michael Biehl/Bernd Kappes/Bärbel Wartenberg-Potter. Hamburg 2017, 27.

22 Jürgen Moltmann, a.a.O., 29f.

23 Albert Schweitzer, Kultur und Ethik. 9. unveränderte Auflage München 1953, 229. Vgl. zum Folgenden ebd., 229ff.

24 Wolfgang Huber, Im Geist der Freiheit. Freiburg im Breisgau 2007, 48.

25 Vgl. zum Folgenden: Timo Veijola, Segen/Segen und Fluch II. Altes Testament, in: Theologische Realenzyklopädie Bd. 31 hrsg. v. Gerhard Müller. Berlin und New York 2000, 76-79, sowie Bernd Hildebrandt, Segen/Segen und Fluch V. Dogmatisch, in: Theologische Realenzyklopädie Bd. 31 hrsg. v. Gerhard Müller. Berlin und New York 2000, 88-93.

26 Vgl. zum Folgenden: Claus Westermann, Genesis. Biblischer Kommentar Altes Testament. Bd 1/1 1.Teilband Gen 1-11. Neukirchen-Vluyn 1974, 218ff.

27 Franz Alt, Der Appell von Jesus an die Welt. Salzburg 2018, 86.

28 Umkehr zum Leben. Nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels. EKD-Denkschrift Gütersloh 2009, 107f.

29 Papst Franziskus, Enzyklika Laudato Si. Abschnitt. 75. Vatikan 2015, zit. nach der Fassung auf der Homepage der Deutschen Bischofskonferenz https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/…/2015-06-18-Enzyklika-Laudato-si-DE.pdf (abgerufen 5.9.2018 18.39 Uhr).

30 Franz Alt, ebd., 98.

31 John Rawls, Justice as Fairness. A Restatetment. 2001, §13, dt. John Rawls, Gerechtigkeit als Fairneß. Ein Neuentwurf. Hg.: Erin Kelly. Suhrkamp, Frankfurt/M. 2006, 78.

32 Vgl. zum Folgenden: Lexikon der Nachhaltigkeit, auf: www.nachhaltigkeit.info/artikel/definitionen_1382.htm (abgerufen 27.11.2018 20.21 Uhr).

33 Vgl. zum Folgenden: Zukunftsfähiges Hamburg. Zeit zum Handeln. Eine Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Hg.: BUND Hamburg, Diakonie Hamburg und Zukunftsrat Hamburg 2010 München. Hamburg, 24.

34 Ebd.

35 Frieden in Gerechtigkeit für die ganze Schöpfung, a.a.O., 37f.

36 Ernst Ulrich von Weizsäcker/Anders Wijkman u.a., a.a.O., 18.

37 Ebd., 258f.

38 Vgl. Lenkungsabgabe (Schweiz), auf: wikipedia.org (abgerufen 9.2.2019 17.45 Uhr).

39 Vgl. zum Folgenden: Energiewende, Verkehrswende – und wo bleibt die Ernährungswende? Tagesspiegel Nr. 23658 vom 22.11.2018, 8.

40 Vgl. zum Folgenden: Die Mär vom grünen Auto, auf www.tagesspiegel.de (abgerufen 12.12.2018 20.45 Uhr).

41 Vgl. zum Folgenden: Definition BIP, auf: https://wirtschaftslexikon.gerber.de (abgerufen 19.1.2019 15.45 Uhr).

42 Vgl. www.umweltbundesamt.de/indikator-nationaler-wohlfahrtsindex#textpart-3
(abgerufen 3.2.2019 18.25 Uhr).

43 Vgl. zum Folgenden: Michael Kopatz, Ökoroutine. Damit wir tun, was wir für richtig halten. München 2016, 346-390.

44 Jetzt ist die Zeit zu handeln. Tagesspiegel Nr. 23632 vom 27.10.2018, 4.

 

Über die Autorin / den Autor:

Pfarrer i.R. Dr. Karl-Heinz Drescher-Pfeiffer, Jahrgang 1950, Studium in Berlin und Tübingen, württ. Gemeindepfarrer, u.a. 17 Jahre im Stuttgarter sozialen Brennpunkt Hallschlag, 2000 Promotion am DWI Heidelberg über die gemeinwesenorientierte diakonische Arbeit der Steiggemeinde/Hallschlag, Mitglied im Kreistag Göppingen/BW.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 5/2019

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