Geschichte – Gegenwart – Würdigung
50 Jahre Prädikantinnen in Württemberg

Von: Evelina Volkmann
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In der württembergischen Landeskirche gibt es seit 50 Jahren Frauen im Lektoren- oder Prädikantendienst. Diese Öffnung geschah in der EKD sehr früh und damals parallel zur Zulassung von Theologinnen zum Pfarrdienst. Allerdings waren die beiden Diskurse um das öffentliche Verkündigungsamt von Frauen auffällig schwach miteinander verknüpft. Evelina Volkmann hat die Genese für die württembergische Landeskirche exemplarisch rekonstruiert und zieht zahlreiche Beziehungslinien zur Vorgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg und zu den Verhältnissen in anderen Landeskirchen aus.*


Einladung von Frauen zum Lektorendienst1

Am 17. Mai 1968 heißt es in einem Erlass des Evang. Oberkirchenrats (OKR) Stuttgart, unterzeichnet von Landesbischof D. Dr. Erich Eichele: »Zum Lektorendienst geeignete Männer und Frauen werden vom Pfarramt im Einvernehmen mit dem Kirchengemeinderat beim Dekanatamt angemeldet« und können nach abgeschlossener Lektorenausbildung mit dem Lektorendienst beauftragt werden.2 Das Begleitschreiben, ebenfalls vom 17. Mai 1968, an die Evang. Dekanatämter vermerkt lapidar: »Änderungen ergaben sich vor allem im Blick auf Einladung, Ausbildung und Beauftragung geeigneter Kräfte.«3 Dahinter verbirgt sich die aus heutiger Sicht bahnbrechende Neuerung: die Einladung von Frauen zum Lektorendienst. Damit drückt diese Kirche aus: Unser eines Predigtamt ist »nicht an einzelne Personen oder Berufsgruppen gebunden, sondern besteht darin, dass das Evangelium verkündigt, oder wie man heute gerne sagt, ›in Wort und Tat kommuniziert‹ wird. Dieser göttliche Auftrag gilt allen Getauften, denn die evangelische Kirche unterscheidet nicht zwischen Klerus und Laien.«4 Und sie unterscheidet nicht zwischen Mann und Frau im Amt der Verkündigung. Für die öffentliche Verkündigung braucht es eine öffentliche Berufung, die seit 1968 für Männer und Frauen möglich ist.


Frauen und Kanzel – vom Zweiten Weltkrieg bis Anfang der 1960er Jahre

Der Einsatz von Lektorinnen hat seine geschichtlichen Wurzeln in der Zeit des Zweiten Weltkriegs. In der württembergischen Landeskirche wird seit 1941 die Beauftragung von »Hilfskräften« geregelt, die in Kriegszeiten Gottesdienste in pfarrerlosen Gemeinden feiern. In diesem Zusammenhang wird erwähnt, dass Pfarrfrauen »einen Teil der Amtsaufgaben ihrer zum Wehrdienst einberufenen Männer« übernehmen.5 Namentlich bekannt sind Margret Gruner, geb. Röcker (Fachsenfeld, Dekanat Aalen)6, Frau von Pfarrer Karl Gruner, vermisst in Russland,7 und »Frau Stadtpfarrer Rücker« (Löwenstein, Dekanat Weinsberg)8. Ihre Dienste ergeben sich z.T. spontan. Zusätzlich sollen weitere »geeignete Hilfskräfte« herangezogen werden, z.B. »Gemeinde- und Kinderschwestern«, also Frauen.9

Bekannt ist auch der Dienst von Vikarinnen in der Zeit des Zweiten Weltkriegs.10 So wird Lenore Volz 1943 als Kriegsvertretung in Bad Cannstatt bei Stuttgart eingesetzt, Charlotte Essich 1944 in Adelmannsfelden, Ilse Härter in Ebersbach/Fils.11

In der Praxis der Kriegsjahre begegnet also eine gewisse Parallele im Dienst der Lektorinnen und Pfarrerinnen. Der Dienst der Lektorinnen und Lektoren verliert sich nach Kriegsende.12 Erst 1957 wird mit dem systematischen Wiederaufbau begonnen.13 Als 1959 die Richtlinien für den Lektorendienst erscheinen,14 ist das Lektorenamt nur für Männer gedacht. Ähnliches ist aus der Hannoverschen Landeskirche bekannt. Sie beschließt in den 1950er Jahren, »›daß weibliche Lektoren … in der Landeskirche – von ausgesprochenen Notsituationen abgesehen – bis auf weiteres nicht vorgesehen‹ sind«.15


Diskussionen im Vorfeld der Theologinnenordnung

Doch die Situation ändert sich. Der Oberkirchenrat »hatte ab Mitte der 1960er Jahre ›unauffällig, ohne Lärmen‹ mehr und mehr Vikarinnen mit Gemeindeaufgaben betraut und so einerseits Erfahrungen im praktischen Feld gesammelt, andererseits schrittweise die Akzeptanz in den Gemeinden befördert«.16

1967 erscheint die Kampfschrift von Lenore Volz, einer der ersten späteren Pfarrerinnen in Württemberg, seit 1965 Vorsitzende des Theologinnenkonvents in der evangelischen Landeskirche in Württemberg, mit dem Titel »Frauen auf der Kanzel? Eine brennende Frage unserer Kirche«.17 Dieses Buch legt biblisch-theologisch dar, wieso es mit dem Zeugnis der Heiligen Schrift vereinbar ist, dass Frauen das geistliche Amt offen steht.18

Am 8. November 1967 referiert Dr. Enno Rosenboom, Leiter des Predigerseminars in Dortmund19, vor der Synode. Er berichtet von den positiven Erfahrungen anderer Landeskirchen, die bereits Frauen in den Pfarrdienst berufen.20 Lenore Volz kommentiert: »Die Synode war nach den Ausführungen von Dr. Rosenboom spürbar begeistert für das Pfarramt der Frau. Alle in den zurückliegenden Jahren geäußerten Bedenken schienen wie weggefegt.«21

Im Februar 1968 wird, wie am 8. November 1967 von der Landessynode beschlossen, der Gesetzesentwurf über den Dienst der Theologin veröffentlicht mit der Bitte um Diskussion und Stellungnahme in den Gemeinden.22 Dieser Entwurf beginnt mit den Worten: »Die Berufung zum Dienst am Evangelium stellt Theologen und Theologinnen in das Amt der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung.«23 »Dieser Entwurf, der besagte, dass ›der Dienst der Theologin und der Dienst des Theologen … gleichwertig‹ sind, wurde im Frühjahr 1968 an die Gemeinden versandt und von da an landauf, landab beraten und diskutiert. Es gab zahlreiche Rückmeldungen an den OKR, von Pfarrkonventen, Kirchlich-Theologischen Arbeitsgemeinschaften und Kirchengemeinderäten. Überraschend: Von Nagold bis Öhringen, von Balingen bis Wittlensweiler – nicht ein Votum, das sich grundsätzlich gegen die Zulassung der Theologinnen zum vollen Pfarramt aussprach.«24 Mit anderen Worten: »Die Stimmung in den Gemeinden war nicht ungünstig, die vielgeführten theologischen Vorarbeiten waren überzeugend, ein Theologenmangel zeichnete sich ab.«25

Man kann sicherlich davon ausgehen, dass die Lektorinnen von der Akzeptanz der Frauen auf der Kanzel durch die Gemeinden quer durch alle Frömmigkeitsprofile und von der breiten theologischen Diskussion zu Frauen im Amt profitieren, die lange vor 1968 einsetzt. Pfarrer i.R. Dietmar Rosenkranz,26 seit Ende der 1950er Jahre als damaliger Männerpfarrer der erste Verantwortliche für die Ausbildung von Lektoren,27 berichtet von den guten Erfahrungen mit Frauen im Predigtdienst, und zwar während des Zweiten Weltkriegs als auch vereinzelt danach. Die praktische gottesdienstliche Arbeit von Frauen habe mit den Ausschlag für die Entscheidung gegeben, Lektorinnen zu berufen.28


Neue Richtlinien für den Lektorendienst am 17. Mai 1968

Inmitten der Diskussion um die Frauenordination, die die gesamte württembergische Landeskirche erfasst, findet am 28. März 1968 eine Sitzung des Lektoren-Arbeitskreises statt. Auf der Tagesordnung steht der Tagesordnungspunkt »Verschiedenes (u.a. Neuauflage der Lektorenordnung)«. Im Protokoll dieser Sitzung heißt es: »Oberkirchenrat Weismann berichtet, daß die Schrift ›Der Dienst des Lektors‹ vergriffen und daher eine Neuauflage erforderlich ist. Die ihr zugrunde liegenden ›Richtlinien für den Lektorendienst‹ sollen zu diesem Zweck vom Oberkirchenrat neu erlassen werden. Oberkirchenrat Weismann legt einen Entwurf dafür vor, der von den Anwesenden besprochen wird.«29 Die geplante Berufung von Frauen in den Lektorendienst steht wohl im Entwurf, wird im Sitzungsprotokoll jedoch nicht erwähnt. In der Sitzung des Kollegiums des Oberkirchenrats vom 23. April 1968 steht der Punkt »Neue Richtlinien für Lektoren. (OKR. Weismann)« auf der Tagesordnung. Das Protokoll berichtet äußert knapp: »Der Entwurf der neuen Richtlinien für Lektoren nebst einem Ausschreiben wird nach Änderungen gutgeheißen.«30 Auch hier findet sich kein Bericht über eine Diskussion der Übertragung des Lektorendienstes an Frauen. Eine Debatte – analog zu derjenigen um die im November 1968 eingeführte Theologinnenordnung in Württemberg – habe es, so Pfarrer Rosenkranz, nicht gegeben, weil niemand damit ein Problem gehabt habe.31 Ähnlich äußert sich Pfarrer i.R. Helmut ­Sigloch, 1975-1987 erster hauptberuflicher Lektorenpfarrer der württembergischen Landeskirche.32

Am 17. Mai 1968 wird dann der eingangs erwähnte Erlass samt Rundschreiben an die Dekanatämter verschickt. Seither können Frauen in Württemberg Lektorinnen werden. Die neuen Richtlinien von 1968 stellen die in den bisherigen Richtlinien von 195933 und 196434 bereits enthaltene ekklesiologische Grundierung des Lektorendienstes erstmals als Präambel gesondert voran: »Der wichtigste Auftrag, den die Kirche von ihrem Herrn hat, ist die Verkündigung des Wortes Gottes in Gottesdienst und Unterweisung wie im Leben des einzelnen Christen.«35


Der Verkündigungsauftrag der Kirche ist geschlechtsunabhängig

Ich sehe einen direkten Zusammenhang zwischen dem nun besonders betonten Rekurs auf den Auftrag der Kirche, das Evangelium zu verkündigen, und dem Ende des Ausschlusses der Frauen. Der Verkündigungsauftrag der Kirche ist geschlechtsunabhängig. Wichtig ist, dass die Berufung von Frauen in den Lektorendienst hier als ekklesiologisch-kirchenrechtliche und nicht mehr als dogmatisch-anthropologische Frage begegnet. Dies ist ganz ähnlich auch bei der Debatte um die Frauenordination zu beobachten.36

Auch in anderen Landeskirchen ereignet sich in diesen Jahren Ähnliches. In der Evang.-reformierten Kirche in Nordwestdeutschland wird 1963 die erste »nebenberufliche Ältestenpredigerin« berufen.37 Im entsprechenden Kirchengesetz werden allerdings erst 1988 die Frauen ausdrücklich erwähnt.38 In der Evang. Kirche im Rheinland können Frauen seit 1969 »Predigthelfer« werden,39 ebenso in Westfalen.40 In der Lippischen Landeskirche ist dies bereits seit 1954 möglich.41 Die erste Frau wird dort jedoch erst 1975 zum »nebenberuflichen Dienst der Wortverkündigung« berufen.42 In der Oldenburgischen Landeskirche können Frauen seit 1975 den Lektorendienst ausüben.43 In der Bayerischen Landeskirche ist das genaue Datum, seit dem Frauen im ehrenamtlichen Verkündigungsdienst tätig sind, unbekannt, »das hat sich zunehmend so ergeben«.44

Diese Ausweitung des Lektorendienstes, zu der seine Übernahme durch Frauen gehört, wird als die »›zweite Generation‹ kirchenrechtlicher Ordnungen« bezeichnet. Die Neuordnung Ende der 1950er Jahre gilt als »erste Generation«. Die »dritte Generation« seit der Jahrtausendwende ist dadurch gekennzeichnet, dass sie sich u.a. mit Fragen der Liturgie und der gottesdienstlichen Erneuerung beschäftigt.45


15. November 1968 – Die Theologinnenordnung

Am 13. November 1968, ein halbes Jahr nach der Einführung der neuen Richtlinien für den Lektorendienst, hält Dr. Friedrich Lang das entscheidende exegetische Referat vor der Synode zum Thema »Der Dienst der Frau in der Gemeinde nach dem Zeugnis der Bibel«. U.a. unter Berufung auf Gal. 3,27f stellt Lang als biblische Grundintention dar, Männern und Frauen »die gleiche geistliche Vollmacht und die gleiche Würde« zuzusprechen.46 Diese Grundintention sei »Anlaß […], die Mannigfaltigkeit der Gaben und Dienste in der Gemeinde möglichst lebendig wirksam werden zu lassen.«47 Durch diese ekklesiologische Grundlegung sei ausgeschlossen, Äußerungen wie »Das Weib schweige in der Gemeinde« (1. Kor. 14,34) weiterhin eine alles entscheidende Bedeutung zukommen zu lassen. Entscheidend für unsere Kirche als Leib Christi sei vielmehr, den »patriarchalischen Amtsbegriff […]« zu verabschieden und Frauen den Zugang zum Pfarrdienst zu eröffnen.48

Am 15. November 1968 beschließt die württembergische Landessynode49 das »Kirchliche Gesetz über den Dienst der Theologin (Theologinnenordnung)«, das programmatisch in §1 (1) und (2) formuliert: »Die Berufung zum Dienst am Evangelium stellt Theologen und Theologinnen in das Amt der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung. […] Der Dienst der Theologin und der Dienst des Theologen sind gleichwertig.«50

Innerhalb eines halben Jahres werden in Württemberg zwei bahnbrechende Entscheidungen gefällt! Seither gilt: »Zu den legitimen Erscheinungsformen des öffentlichen Amtes der Kirche können Frauen wie Männer berufen werden.«51


Parallele oder getrennte Diskurse?

Warum gibt es im Rahmen der Entscheidung, Frauen mit dem Lektorendienst zu betrauen, keinen expliziten Bezug zur Diskussion um die Theologinnenordnung? Weder Lenore Volz noch Friedrich Lang, Enno Rosenboom und die Synodalen, die sich an der Diskussion um die Theologinnenordnung beteiligen, erwähnen in diesen Jahren die Schwestern im Lektorinnendienst. Darüber habe ich mit Pfarrerin i.R. Heide Kast, Jahrgang 1938, gesprochen, der ersten Pfarrerin Württembergs – einer Zeitzeugin der Debatte.52

Ihrer Erinnerung nach waren die Theologinnen damals so sehr mit der grundsätzlichen Problematik befasst, Frauen das volle Pfarramt zu öffnen, dass die ehrenamtlichen Dienste durch Lektoren bzw. Lektorinnen ohne besondere Absicht wohl gar nicht in deren Blick waren. Der Kampf, überhaupt sonntags predigend auf eine Kanzel zu kommen, sei angesichts der männlichen Übermacht so groß gewesen, dass die Theologinnen damit vollauf beschäftigt gewesen seien. Nach Einschätzung von Pfarrerin Kast sei nach der Herbstsynode 1967 mit dem Referat von Dr. Rosenboom und dem Auftrag der Synode an den Oberkirchenrat, eine Neufassung der Theologinnenordnung von 1948 zu erstellen, absehbar gewesen, dass die Theologinnenordnung kommen würde. Dann wäre es – so Kast – merkwürdig gewesen, in den neuen Richtlinien zum Lektorendienst Frühjahr 1968 die Frauen nicht zu erwähnen. Hätte man sie weiterhin übergangen, wäre das ein Rückschritt gewesen. Dass ihre Berücksichtigung eher unauffällig geschah, habe sicherlich damit zu tun, in dieser Diskussionsphase keinen Ärger provozieren zu wollen.53


Ruth Böhm, die erste württembergische Lektorin

Ruth Böhm (1919-2015) aus Kemnat beginnt 1969 als erste Frau in der württembergischen Landeskirche mit der Ausbildung zur Lektorin. 1999 schreibt sie:

»Eigentlich war ich gar nicht im Blickfeld der Tagungsleiter – ich als Frau – damals vor 30 Jahren. Der Brief, den ich auf Anregung unseres Gemeindepfarrers zugeschickt bekam, begann so:

Liebe Herren und Brüder! Sie werden hiermit eingeladen, an der 14. Lektorentagung vom 27. – 29. Juni 1969 im Jugendhaus Schmie, Kreis Maulbronn, teilzunehmen. Ich meldete mich an, bekam keine Absage und reiste nach Schmie. Am Samstag, 28. Juni, schrieb ich dort in mein Tagebuch ganz persönliche Eindrücke: Ich sitze auf einer Bank im Park des Jugendhauses. Es ist Abend – und noch ½ Stunde Pause bis zum Gespräch über das Thema: ›Wie entsteht eine Predigt?‹

Auch wenn ich die einzige Frau unter 25 Männern bin, fühle ich mich in der warmen Atmosphäre des Umgangs miteinander sehr wohl. Immer mehr lerne ich die einzelnen Lektoren kennen, auch in ihren ganz verschiedenen Berufen. Glaube in ihren Berufen – das ist vorstellbar. Aber bei mir? ›Hausfrau‹ steht in der Teilnehmerliste. Sie fragen kaum danach. – Ich denke viel an zu Hause. Ist es zu verantworten, dass ich hierher ging? So gerne möchte ich das, was ich in diesen Tagen höre und erfahre, fruchtbar werden lassen – am Werktag und am Sonntag!!«54

Ruth Böhm weiß sich ihrer Familie, ihren Kindern und ihrem Haushalt verpflichtet. Ihre Tochter Isolde Böhm, Superintendentin i.R. in Berlin, kommentiert dies so:

»In der Ausbildung und später in den Fortbildungen spielte auch der konkrete Lektorenalltag eine Rolle und unsere Mutter nahm sehr genau die Unterschiede zu den Lektorenbrüdern wahr: Sie musste ihre Gottesdienst- und Predigtvorbereitungen neben der Verantwortung für die Kinder, die Hausarbeit und ab 1973 zusätzlich zur Teilzeitarbeit als Religionslehrerin leisten, die Lektorenbrüder hatten alle Ehe- und Hausfrauen, die ihnen den Rücken frei gehalten haben. Sie erzählte oft von der Sorge, am Abend zu müde zur Vorbereitung zu sein oder an das, was sie einige Stunden vorher ausgearbeitet hatte, nicht mehr anknüpfen zu können. Sie erzählte auch, welche große Rolle in den Gesprächen mit Lektoren die stille Vorbereitung am Sonntagmorgen spielte (›volle Konzentration auf die große Aufgabe des Gottesdienstes!‹), während sie am Sonntagmorgen mit Frühstückrichten, Kinder unterbringen und vielem anderen beschäftigt war, bevor sie dann – aus dem turbulenten Familienalltag heraus – zum Gottesdienst losfahren konnte.«55


Wie predigen Lektorinnen?

Die Zahl der Lektorinnen steigt langsam. 1974 sind es 3,5 %, d.h. 15 Lektorinnen und 406 Lektoren.56 Ihr Wirken ist bemerkbar. Pfarrer Rosenkranz erinnert sich: »Seit dem 14. Kurs 1969 waren auch Frauen auf den Kursen. Das hat nicht nur das Klima im Kurs verändert, es kamen auch andere Erfahrungsfelder aus Gemeinde und Gesellschaft zur Sprache.«57 Pfarrer Sigloch schreibt dazu 1979: »Unsere Lektorinnen [… lassen] den Bereich der Familie in der Predigt vorkommen«.58 Das ist wichtig für die vielen Frauen in unseren Gottesdiensten. »Sicher gelingt es Ihnen, liebe Lektorinnen, besser als uns Männern, den nicht berufstätigen Frauen ein neues Selbstbewußtsein zu vermitteln. Ich habe mich immer über die Mißachtung der Arbeit in Haus und Familie geärgert.«59

Im Hintergrund steht das Leitbild der Frau, die zu Hause wirkt. In den 1970er Jahren identifizieren sich viele Frauen damit. Doch auch wenn die ersten Lektorinnen Hausfrauen waren und es bis heute Hausfrauen unter den Lektorinnen gibt, so gilt doch nach dem Urteil von Pfarrer Kiedaisch: »Der Schwerpunkt lag freilich nicht auf ihrer Hausfrauentätigkeit; sondern weil sie nicht berufstätig waren, konnten sie sehr aktiv in ihren Gemeinden sein und wurden deshalb in den Lektorendienst berufen.«60 Pfarrer Kiedaisch erinnert sich »auch an nicht wenige Frauen, die aus dem Diakoninnen-, Religionslehrer-, überhaupt dem pädagogischen Bereich kamen. Im Lauf der Jahre hat die Berufstätigkeit allgemein zugenommen.«61


Anhaltende Widerstände

Dass Frauen predigen, bleibt für viele eine Herausforderung, auch als der Beschluss schon nicht mehr ganz neu ist. So widmet Lektorenpfarrer Sigloch im März 1984 die gesamte Ausgabe eines Lektorenbriefs der Frage des Lektorinnendienstes. Anlass dafür ist eine abendliche Kontroverse auf einer Lektoreneinführungstagung, »ob es auch Lektorinnen geben dürfe, nachdem doch klare Aussagen in den neutestamentlichen Schriften stehen, die den Frauen das Reden in den gottesdienstlichen Versammlungen verbieten. Einige angehende Lektorinnen bekamen das Wort mit auf den Weg ins Bett: ›Das Weib sei stille in der Gemeinde‹ und hatten daraufhin verständlicherweise eine ziemlich unruhige Nacht.«62 Insbesondere den solcherart biblizistisch denkenden Lektoren macht Sigloch mit diesem Lektorenbrief klar, dass sowohl Pfarrerinnen als auch Lektorinnen im Einklang mit der Schrift ihre Aufgaben ausüben. Hierbei beruft er sich explizit auf die entsprechende Synodalentscheidung der württembergischen Landeskirche. Den Lektorinnen stärkt er damit den Rücken.63 Doch auch 1989 ist im Lektorenbrief zu lesen: »Manche Frauen im Lektorendienst befürchten, immer noch nicht voll akzeptiert zu sein.«64

1992 stellt Lektorenpfarrer Kiedaisch einen ganzen Lektorenbrief unter das Thema »Die Frau im Verkündigungsdienst« – »Kann es Lektorinnen geben?«65 Der Impuls, diese Frage erneut aufzugreifen, sind für Kiedaisch mehrere Stimmen, die auf Kursen, Studienfreizeiten oder in Briefen ihr Befremden darüber zum Ausdruck bringen, dass unsere Landeskirche sich offensichtlich nicht an das Redeverbot für Frauen aus 1. Kor. 14,34 halte. Auch schreibt er: »Ich habe aus meiner Dienstzeit (1988-2000) noch einen Fall in Erinnerung: eine Lektorin rief bei mir an, sie sei vom Dekanatamt für eine bestimmte Gemeinde zum Gottesdienst eingeteilt worden. Als das dort bekannt geworden sei, sei sie wieder ausgeladen worden mit der Begründung: Hier kommen nur Männer auf die Kanzel.«66

Kiedaisch legt mit Bezug auf Gal. 3,28 und Luthers Diktum »das, was Christum treibet« dar: »Der Bezug auf Christus ist es, der auch Frauen nicht nur zur Verkündigung zuläßt, sondern sie in die Verkündigung beruft.«67 Darum dankt er Gott »für alle unsere Schwestern, die seine Botschaft weitersagen, auch als Lektorinnen.«68 Pfarrer Kiedaisch weist auch darauf hin, dass es sich zu seiner Zeit bei diesen lektorinnenfeindlichen Stimmen um Einzelfälle handelt. Die große und breite Mehrheit begrüßt den Predigtdienst der Lektorinnen. Er erinnert sich nicht, dass nach diesem Lektorenbrief von 1992 »das Thema noch weiter hätte traktiert werden müssen«.69 Der Dienst der Prädikantinnen ist in Württemberg eine Selbstverständlichkeit geworden: 2018 sind ca. 40% der rund 900 Personen umfassenden Prädikantenschaft weiblich.


Anmerkungen:

1 Bis 2008 hieß der Prädikantendienst in Württemberg »Lektorendienst« (s. Infokasten).

2 Richtlinien für den Lektorendienst, Neufassung 1968, zit. n.: Lektorendienst, Erlaß des Oberkirchenrats vom 17. Mai 1968, in: Abl. 43, S. 168.

3 Landeskirchliches Archiv (LKA) Stuttgart, AZ 59.910 Nr. A 8623/11, Schreiben des Evang. Oberkirchenrats an die Evang. Dekanatämter vom 17. Mai 1968 – Betr.: Lektorendienst, Beil.: »Richtlinien für den Lektorendienst« Neufassung 1968.

4 Volkmann, Evelina, »Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.« Prädikantendienst in Württemberg, Stuttgart 2016, 11.

5 Kirchliche Versorgung der Gemeinden in der Kriegszeit. Ausschreiben des Ev. Oberkirchenrats vom 18. Februar 1941, in: Abl. 30 S. 13; vgl. Stein, Albert, Evangelische Laienpredigt, Göttingen 1972, 56; Volkmann (s. Anm. 4), a.a.O., 52-57.

6 LKA Stuttgart, Bestand A 126, Nr. 1789: 167.

7 Telefonische Auskunft von Theodor Gruner, Schwäbisch Hall, Vetter von Karl Gruner, am 3. Dezember 2017.

8 LKA Stuttgart, Bestand A 126, Nr. 1789: 194.

9 Kirchliche Versorgung der Gemeinden in der Kriegszeit (s. Anm. 5).

10 Vgl. Lang, Friedrich, Der Dienst der Frau in der Gemeinde nach dem Zeugnis der Bibel (Referat vom 13.11.1968 in der 7. Evang. Landessynode), in: Beiblatt Nr. 1 zum Amtsblatt der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Bd. 43 (1968/69), 1-11, 11.

11 Vgl. Schäfer-Bossert, Stefanie, Vom schwarzen Kleid zum Talar. Der lange Weg der Frauen ins Pfarramt, in: Herd und Himmel. Frauen im evangelischen Württemberg. Katalog zur Ausstellung im Landeskirchlichen Museum Ludwigsburg vom 17. Mai 1997 bis 29. März 1998, 149-154, 150-152; vgl. Volz, Lenore, Talar nicht vorgesehen. Pfarrerin der ersten Stunde, Stuttgart 1994, 64f.

12 Vgl. Volkmann (s. Anm. 4), a.a.O., 57f.

13 Vgl. a.a.O., 67f.

14 Vgl. a.a.O., 69f.

15 Fuhrmann, Georg, Grenzgänger. Lektoren im Dienst der Verkündigung, Hannover 1987, 132.

16 Oehlmann, Karin, Glaube und Gegenwart. Die Entwicklung der kirchenpolitischen Netzwerke in Württemberg um 1968, Göttingen 2016, 258; vgl. zur gesamten Diskussion um die Theologinnenordnung a.a.O., 251-267.

17 Volz, Lenore (Hg.), Frauen auf der Kanzel? Eine brennende Frage unserer Kirche, Stuttgart 1967.

18 Zu den antijudaistischen Implikationen der Exegese von Volz, vgl. Volkmann, Evelina, Die Gemeinden und ihre Pfarrerinnen. Eine Befragung von Visitationsakten, in: Kress, Ursula/Rivuzumwami, Carmen (Hg.), Grüß Gott, Frau Pfarrerin. 40 Jahre Theologinnenordnung – Aufbrüche zur Chancengleichheit, Stuttgart 2008, 82-100, 85.98f.

19 Vgl. Oehlmann (s. Anm. 16), 259.

20 Rosenboom, Enno, in: 7. Evangelische Landessynode (Evang. Landeskirche Württemberg), 11. Sitzung (08.11.1967), 324-332. Hier schlägt allerdings das Argument der »Bereicherung« (326.331) des männlichen Pfarrdienstes durch den der Frauen durch.

21 Volz, (s. Anm. 11), 162.

22 Entwurf – Gesetz über den Dienst der Theologin (Theologinnenordnung), Beilage 14. Ausgegeben im Februar 1968, in: Württ. Evang. Landessynode Stuttgart (Hg.), Verhandlungen der 7. Evangelischen Landessynode in den Jahren 1966 bis 1971, Beilagenband IV, 159-161.

23 A.a.O., 159.

24 Oehlmann, Karin, »Ich sehe die entscheidende Grenze für den Dienst der Theologin am Mann, nicht am Sakrament«. Der lange Weg der württembergischen Theologinnen zur Gleichstellung im Pfarramt, in: Kress, Ursula/Rivuzumwami, Carmen (Hg.), Grüß Gott, Frau Pfarrerin. 40 Jahre Theologinnenordnung – Aufbrüche zur Chancengleichheit, Stuttgart 2008, 45-60, 56 (KTA = Kirchlich-theologische Arbeitsgemeinschaft).

25 Schäfer-Bossert, s. Anm. 11, 154.

26 Vgl. Volkmann, s. Anm. 4, 67.

27 Vgl. Sieben Fragen an Pfr. i.R. Dietmar Rosenkranz, in: Pfarramt für Prädikantenarbeit (Hg.), … echt evangelisch. 50 Jahre Lektoren- und Prädikantendienst in Württemberg, 1959_2009, Reutlingen 2009, 6f.

28 Telefonische Auskunft von Dietmar Rosenkranz am 4. Januar 2018.

29 LKA Stuttgart, Niederschrift über die Sitzung des Lektoren-Arbeitskreiseses am 28. März 1968, in: Ordner »Lektoren. Korrespondenz – Sitzungen ab 1960 bis 1990«. Hervorhebungen getilgt.

30 LKA Stuttgart, Protokollband 1968 der Sitzungen des Kollegiums des Oberkirchenrats, 70.

31 S. Anm. 28.

32 Telefonische Auskunft von Helmut Sigloch am 8. Februar 2018.

33 Vgl. Richtlinien für den Lektorendienst, zit. n.: Lektorendienst in der Evang. Landeskirche in Württemberg, Erlaß des Evang. Oberkirchenrats vom 9. Februar 1959, in: Abl. 38, S. 303.

34 Vgl. Richtlinien für den Lektorendienst, Fassung 1964, in: Abl. 41, S. 192.

35 S. Anm. 2; vgl. zur theologischen Begründung des Lektorendienstes Volkmann, s. Anm. 4, 11ff.

36 Vgl. Reichle, Erika, Frauenordination. Studie zur Geschichte des Theologinnen-Berufes in den evangelischen Kirchen Deutschlands (BRD), in: Claudia Pinl u.a., Frauen auf neuen Wegen. Studien und Problemberichte zur Situation der Frauen in Gesellschaft und Kirche, Gelnhausen/Berlin 1978, 103-180, 143.

37 Auskunft von Anna Müller, Landeskirchenamt der Evangelisch-reformierten Kirche in Leer, per Mail am 13. Dezember 2017.

38 Kirchengesetz über den Dienst der ehrenamtlichen Ältestenprediger und Ältestenpredigerinnen in der Evangelisch-reformierten Kirche in Nordwestdeutschland (Ältestenprediger und Ältestenpredigerinnen-Ordnung) vom 22. April 1988, in: Gesetz- und Verordnungsblatt der Evang.-reformierten Kirche in Nordwestdeutschland Bd. 15, S. 175.

39 Stein, 125.

40 Klueting, Harm, Öffentliche Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung im Ehrenamt. Laienprediger – Prädikanten – Predigthelfer – Ältestenprediger – Lektoren in den Gliedkirchen der EKD, Stuttgart 2002, 47.

41 Lippische Landeskirche, Kirchengesetz vom 10. März 1954 zur Ordnung des nebenberuflichen Dienstes der Wortverkündigung in den Gemeinden, in: Gesetz- und Verordnungsblatt der Lippischen Landeskirche Bd. 4, S. 128.

42 Auskunft von Julian Ovenhausen/Kristina Ruppel, Sachgebietsleitung Archiv und Schriftgutverwaltung, Detmold, per Mail am 5. Dezember 2017.

43 Auskunft von Barbara Bockentin, Beauftragte für Lektorenarbeit der Evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg, per Mail am 7. Dezember 2017.

44 Auskunft von Ursula Schamberger, Prädikantenarbeit in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern, per Mail am 4. Dezember 2017.

45 Fischer, Heinz, Gottesdienst praktisch. Arbeitshilfe für Lektoren und Gottesdienstmitarbeiter, Göttingen, 3., völlig neu bearb. Auflage 2001, 93f.

46 Lang (s. Anm. 10), 7.

47 A.a.O., 8.

48 A.a.O., 11. Zu den antijudaistischen Implikationen von Langs Argumentation, vgl. Volkmann (s. Anm. 18).

49 Kirchliches Gesetz über den Dienst der Theologin (Theologinnenordnung) Vom 15. November 1968, in: Amtsblatt der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Bd. 43, S. 269.

50 A.a.O.

51 Reichle (s. Anm. 36), 151.

52 Zu Heide Kast vgl. https://www.elk-wue.de/news/06032014-der-lange-kampf-der-frauen/ [Abruf: 04.01.2018].

53 Telefonische Auskunft von Heide Kast am 15. Februar 2018.

54 Die erste Lektorin – Ruth Böhm, in: 40 Jahre Lektorendienst in der Evang. Landeskirche in Württemberg. Gottesdienst und Empfang anläßlich des Jubiläums am 5. Dezember 1999 in Herrenberg (unveröffentlicht).

55 Böhm, Isolde/Böhm, Gebhard, Ruth Böhm – erste Lektorin der Ev. Kirche Württembergs. Erinnerungen von Gebhard Böhm und Isolde Böhm, unveröffentlichtes Manuskript 2018, 1.

56 LKA Stuttgart – Protokoll der Sitzung des Arbeitskreises für den Lektorendienst am 6. März 1975, in: Ordner »Lektoren. Korrespondenz – Sitzungen ab 1960 bis 1999«.

57 Sieben Fragen …, s. Anm. 27, 7.

58 LKA Stuttgart, Lektorenbrief Nr. 37 vom 23.05.1979.

59 A.a.O.

60 Auskunft von Helmut Kiedaisch per Mail am 16. Februar 2018.

61 A.a.O.

62 LKA Stuttgart, Lektorenbrief Nr. 94 vom 23.03.1984.

63 A.a.O.

64 LKA Stuttgart, Lektorenbrief Nr. 160 vom 28.09.1989.

65 LKA Stuttgart, Lektorenbrief Nr. 188 vom 27.01.1992.

66 S. Anm. 60.

67 S. Anm. 65.

68 A.a.O.

69 S. Anm. 60.

 

Über die Autorin / den Autor:

Studienleiterin Dr. Evelina Volkmann, Jahrgang 1962, 2007-2014 Stabsstelle Visitation beim Landesbischof der Evang. Landeskirche in Württemberg, derzeit Studienleiterin für Gottesdienst (Fachstelle Gottesdienst) und Prädikantenfortbildung im Evang. Bildungszentrum Stuttgart-Birkach.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 11/2018

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