Martin Luthers Zwei-Reiche-Lehre und die Türken
Trennung von Religion und Politik

Von: Helmut Umbach
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Die politisch-militärische Expansion der osmanischen Herrschaft zu Beginn des 16. Jh. wurde im Katholizismus wie im linken Flügel der Reformation zwar mit unterschiedlicher Bewertung, aber jeweils mit Hilfe theologischer Kriterien bewertet. Demgegenüber vertrat Martin Luther mit seiner sog. »Zwei-Reiche-Lehre« eine grundsätzlich andere Strategie, die auf die neuzeitlich anschlussfähige Trennung von Religion und Politik hinausläuft – wie Helmut Umbach argumentiert.*

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Seit dem 11. September 2001 hat sich die Welt grundlegend verändert. Religiös motivierte, islamische bzw. islamistisch geprägte Terrorakte sind in der westlichen Welt als Angriff auf ihr Wertesystem registriert worden. Manche reden mit S. Huntington vom »Clash of Civilizations«1; für viele ist die Religion insgesamt diskreditiert in einer bestimmten Tradition der europäischen Aufklärung seit Immanuel Kant und der französischen Revolution. Bei der EU-Verfassung wird jeder direkte Gottesbezug vermieden.2

Weltweit nehmen Attentate zu, im bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt begann am 13. Dezember 2016 der Prozess gegen den christlichen Gouverneur der Hauptstadt Jakarta wegen »Blasphemie«3 und Verunglimpfung des Islam. Und in Berlin fand – unmittelbar vor Weihnachten 2016 – ein islamistisch geplanter und ausgeführter Terrorakt mit vielen Toten statt. Wo hat die Toleranz eine Chance?

Da kann es hilfreich sein, die historischen und weltpolitischen Rahmenbedingungen und Entwicklungen aufzuzeigen, vor deren Hintergrund Martin Luthers reformatorische Entdeckung »des Evangeliums von Gottes Gnade in Jesus Christus« geschah und welche Schlussfolgerungen er »religionspolitisch« daraus zog, unabhängig davon, wieweit wir sie heute noch nachvollziehen können oder nicht.4 Luthers schreckliche Äußerungen zur Judenfrage sind heute kritisch im öffentlichen Bewusstsein, dies gilt jedoch weniger für seine Einschätzung zur Türkenfrage, zum Koran und zum Islam, wie er ihn weltpolitisch deutete – und vor allem – theologisch reflektierte,5 auch z.B. im Unterschied zu den Schwärmern und so seine »Zwei-Reiche-Lehre« entwickelte. Auf diese Weise könnte man, und das ist meine These, dennoch aus der Geschichte lernen und mit Luther an Luther Sachkritik üben.


1. Die geopolitischen Rahmenbedingungen vor der Reformation

Die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus und die neuen Nachrichten aus Übersee spielten für Martin Luther zeit seines Lebens keine große Rolle.6 Dabei erlebte die lateinische Christenheit »auch im Innern einen gewaltigen Formierungs- und Veränderungsschub.«7 Seit dem Fall Granadas 1482, als die letzte Bastion der Araber und des Islams auf der iberischen Halbinsel erobert wurde, wurden die Weichen gestellt, »die die Entwicklung zur neuzeitlichen Nationalkirche Spaniens« einleiteten.8 Die Spanier beschimpften die deutsche Reformation Luthers denn auch aus Unverständnis als »pestis Germaniae.«9

Anders verhielt es sich nach der Eroberung der oströmischen Kaiserstadt Konstantinopel 1453 durch das Reitervolk der muslimischen Türken. Diese Bedrohung war im öffentlichen Bewusstsein des Reiches allgegenwärtig, auch im mitteldeutschen Umfeld Martin Luthers.10 »Anders als die neu entdeckten Welten jenseits des Atlantiks sollte ›der Türke‹, wie der Reformator die den Christen drohende militärische und religiöse Gefahr ebenso vereinfachend wie zuspitzend beschwor, schließlich sogar zu einem nicht unwichtigen Thema der reformatorischen Theologie werden.«11 Als 1526 die Osmanen bei Mohács das ungarische Heer vernichtend geschlagen hatten und 1529 erstmals die Kaiserstadt Wien belagerten, löste das »eine Angstpsychose aus, die sich auf Jahrhunderte hin traumatisch in das kollektive Bewusstsein der Deutschen einprägte.«12 Führende Gelehrte und Künstler waren 1453 aus Byzanz nach Rom und Neapel geflohen und hatten die Renaissance in Europa mit gefördert, besonders am päpstlichen Hof in Rom.

In Böhmen war es bereits im 15. Jh. »zur revolutionären Abspaltung der hussitischen Kirche«13 gekommen. »Am Vorabend der Reformation war die lateinische Christenheit nur noch der Idee nach in einer einheitlichen Kirche organisiert.«14 Vor-reformatorische National- und Territorialkirchen waren durch Konkordate entstanden.15


2. Martin Luthers frühe Wahrnehmung und Deutung der Türkenfrage in der Weltgeschichte

Selim I. hatte bereits 1514 große Teile Aserbeidschans und des Irak erobert, 1517 Kairo besetzt und »gliederte Palästina, Ägypten, Syrien, den Libanon und die heiligen Stätten des Islams, Mekka und Medina, seinem Reich ein.«16 Schon seit 1389, als die Osmanen auf dem Amselfeld die Serben, Bosnier und Bulgaren geschlagen hatten, waren »die meisten Kreuzzugsbullen gegen die Türken gerichtet«17 worden. Auch Raimund Peraudis »Ablaßkampagnen, die in Deutschland seit den 1480er Jahren durchgeführt wurden, waren primär für den Türkenkreuzzug bestimmt gewesen«.18

Thomas Kaufmann weist schlüssig nach, wie eng der Plenarablass jener Jahre »mit der Türkenfrage verbunden«19 war, der »primär der Finanzierung des Türkenkreuzzuges dienen«20 sollte. Ebenso macht er deutlich, wie »die Zweifel über den Verbleib der Ablaßgelder zur Plausibilitätskriese des Ablasses wesentlich«21 beitrugen und das Selbstbild der Protestanten in Deutschland, »der ›Aufgang des Evangeliums‹ und die ›Türkenfrage‹ nicht zu trennen waren.«22 Justus Jonas schreibt 1530 »Nu wir sehen / wie es zu unser zeit steht / Ich halte das Gott dorumt yn deutschen landen hat das Evangelium lassen auf gehen / das solche straffe ist vorhanden gewesen / dann wann Got hat wohl ein volck straffen / hat er allzeit Propheten geschickt / da er erst etliche errettet / damit nicht alle verderben«.23

Luther selbst schreibt zur Erläuterung seiner 5. Ablassthese über die »züchtigende Strafe und Zuchtrute Gottes« als göttliche Strafe, »die die Gläubigen erleiden müssen«24 und klagt an: »Jetzt freilich träumen die meisten und gerade die Größten in der Kirche von nichts anderem als von Kriegen gegen die Türken. Sie wollen nämlich nicht gegen ihre (eigenen) Ungerechtigkeiten kämpfen, sondern gegen die Rute … der Ungerechtigkeit und wollen sich (damit) Gott widersetzen, der da sagt, dass er durch diese Rute unsere Ungerechtigkeiten heimsuche, weil wir sie selbst nicht heimsuchen«.25

In der päpstlichen Bannandrohungsbulle Exurge Domine von 1520 findet sich deshalb auch der Vorwurf gegen Luther eines »protürkischen« und damit »antichristlichen« Aufrufs. Luthers Text wird damit gedeutet »konsequenterweise als Beleg für das Häretische in seiner Lehre«.26 Nach Schilling geht es Luther aber weniger um eine »realpolitische Frage, ob und wie und unter wesen Führung die Christenheit militärisch gegen das Osmanische Reich vorgehen dürfe oder müsse«.27 »Luthers Auseinandersetzungen mit den Türken waren somit ein Teil seiner Bußtheologie und damit der reformatorischen Wende.«28 »Die von den Türken bedrohte Seligkeit des einzelnen Christen wie der Christenheit insgesamt lässt sich nicht durch irdische Armeen, sondern allein durch Christus selbst sichern.«29 Luther sagt: »Denn der Kaiser ist nicht das Haupt der Christenheit noch Beschirmer des Evangeliums oder des Glaubens. Die Kirche und der Glauben müssen einen anderen Schutzherrn haben, nämlich Christus selbst.«30

Wie er dies »Christus selbst« als »solus Christus« jedoch ausdifferenziert im Sinne seiner Zwei-Reiche-Lehre, die die beiden Regierweisen Gottes voneinander scheidet und aufeinander bezieht, das wird deutlich in der Auseinandersetzung mit den Bauern und den Schwärmern, und das wird dann folgerichtig, nach 1529 – dem Abzug der Türken von Wien – auch angewendet auf die Türken und mit ihnen auf den Islam und den Koran, den er sehr spät in einer lateinischen Übersetzung kennenlernt.


3. Die Apokalyptik, die »radikale Reformation« und die Zwei-Reiche-Lehre Luthers

Die Türkenbedrohung war im Anschluss an Martin Luther nach 1520 »von den Protestanten aller Couleur im Horizont apokalyptischer Naherwartung gedeutet worden«.31 Alle hatten den römisch-katholischen Aufrufen zu Kreuzzügen eine Absage erteilt. Während Luthers schroffe »Absage an einen Widerstand gegen die Geißel Gottes«32 im Laufe der nächsten zehn Jahre stark modifiziert und dann aufgegeben wurde, wurde sie von den Radikalen, dem »linken Flügel der Reformation« beibehalten und intensiviert.33 Thomas Kaufmann untersucht Texte von Thomas Müntzer und den Zwickauer Propheten, die täuferische Agitation von Hans Hut, Baltasar Hubmair, Michael Sattler und Hans Herget. In der anonymen Flugschrift »Von der newen Wandlung«34 erscheint der Angriff der Türken »als die Reaktion Gottes auf den Bauernkrieg und das sittliche und politische Versagen der höheren Stände«.35 Während Müntzer und Hut dem Türken in Bezug auf die Endereignisse eine »Dynamisierung«36 zugedacht hatten, werden hier in dieser Schrift besonders die »Armen« durch »Wunderzeichen des himmlischen Herrn«37 gerettet.

Für den »linken Flügel« der Reformation wurde bis zur Belagerung Wiens 1529 »der Türke« vollständig gedeutet »im Rahmen apokalyptischer Endzeitereignisse«.38 Luther und mit ihm Melanchthon dagegen gingen einen anderen Weg: Nach Kaufmann erfährt Luthers Theologie nun einen »katechetischen Intensivierungsschub«39, durch den er zu einer vom Evangelium geleiteten radikalen »Neubestimmung der ›christiana religio‹ gelangte«.40 Sein Proprium und größter Schutz »und die stärkste Waffe aber sei der Artikel von Christus«.41 »Nemlich das Christus sei der son Gottes/ gestorben für unsere Sünd/ aufferstanden zu unser gerechtigkeit/ das die durch den Glauben in yn gerecht und der sünd ledig und entlassen/ oder absolviert/ selig seiend ec. Das seind die Donnerschläg/ die mit allein Mahommetum/ sonder auch die Pforten der Hellen zerstören«.42

Der katechetische Elementarstoff, besonders der christologische Artikel sei entscheidend: »Durch diesen Artikel wird unser glaube gesondert von allen anderen glauben auff erden, Denn de Jüden haben des nicht, Die Türcken und Sarrazener auch nicht, dazu kein Papst noch falscher Christ noch kein anderer ungläubiger: sondern allein die rechten Christen.«43

Ja, man kann deshalb zuspitzen: »Solus Christus« ist das entscheidende Kriterium zwischen wahrem und falschem Glauben! Vor diesem Hintergrund ergibt sich aber, anders als bei Müntzer, den Täufern und den Radikalen, eine neue Begründungsebene für einen Widerstand gegen die Türken: eben keine »religiöse Teleologie eines heiligen Krieges gegen die Ungläubigen«44 wie bei den Katholiken und ihren Kreuzzugsplänen, auch keine falsche Apokalyptik wie bei den Schwärmern, sondern lediglich die »Abwehr der Tyrannis als politisches Argument für einen gerechten Krieg«45 als gemeinchristliche Aufgabe »unter Führung der politischen Obrigkeit, vornehmlich des Kaisers«.46

Auf diese Weise wird die Abwehr des Feindes entideologisiert und säkularisiert, und gleichzeitig werden mit politischen Argumenten »transkonfessionelle Mobilisierungseffekte«47 erzielt. Hier erweist sich Luthers Zwei-Reiche-Lehre als außerordentlich hilfreich und gleichzeitig erfolgreich in der realen Geschichte!48 Die Zwei-Reiche-Lehre Martin Luthers, die sich in seinen Bauernkriegsschriften herausgebildet hatte, bewährte sich nun bei der Türkenfrage und hielt nicht nur das »sacerdotium« und das »imperium« sauber auseinander, sondern auch die »Regierweisen Gottes«49 zur Rechten mit dem Evangelium, das die Gewissen der Menschen erreicht und zur Buße leitet, und zur Linken mit dem Gesetz, das die Uneinsichtigen mit Polizei und Militärmacht zwingt, dem Staat gehorsam zu sein.

Damit ist die denkerische Voraussetzung gegeben, die später zur rechten neuzeitlichen Ausdifferenzierung zwischen Staat und Kirche geführt hat. So kann Luther formulieren: »Denn der Kaiser ist nicht das Haupt der Christenheit noch Beschirmer des Evangeliums oder des Glaubens. Die Kirche und der Glaube müssen einen anderen Schutzherrn haben, nämlich Christus selbst.«50 Kaufmann resümiert sogar: »Auch in Bezug auf den äußeren Ablauf der Reformationsgeschichte kann als gesichert gelten, dass es die Türkenfrage war, die die politische Absicherung der Reformation auf Reichsebene bis zum Augsburger Religionsfrieden (1555) entscheidend bestimmte; die protestantischen Reichsstände ließen sich ihre Unterstützung gemeinsamer Abwehrmaßnahmen gegen die Türken nämlich mit temporären Stabilisierungen ihres reichspolitischen Status bezahlen. Sollte man formulieren ohne Türken keine Reformation?!«51 Mithilfe der Zwei-Reiche-Lehre Luthers, soviel kann man jedenfalls sagen, war die protestantische Seite auch politisch handlungsfähig für die Zukunft.52 »Solange diese Gewissheit bestand, war dem ›Clash‹ der Zivilisationen und der Religionen eine Grenze gesteckt«.53


4. Luthers Kenntnis des Koran und seine Kommentierung

»Auch wenn der Türke weiterhin eine integrale Größe innerhalb der apokalyptischen Imagination blieb, so traten Phänomene akuter Naherwartung aufs Ganze eher in den Hintergrund« bei Luther54. Die territorialen »Konsolidierungsprozesse« im Reich55 bedeuteten auch politisch einen Sieg über die Türken. Inhaltlich, theologisch und geistlich deuten sich aber in den späteren Jahren Luthers noch weitere Klärungen an. Noch 1530 beklagte Luther seine »Unkenntnis des Koran«. Erst im Frühjahr 1542 hatte er »in einer Handschrift der lateinischen Koranübersetzung Robert von Kettons gelesen«.56 Seine Polemik gegen den Koran bezog sich »vor allem auf die Verleugnung der Gottessohnschaft Jesu und seines heilsbringenden Sühnetodes«.57

»Solus Christus« ist damit für Luther nicht nur der hermeneutische Maßstab für die Interpretation der ganzen Heiligen Schrift, sondern der wahren, christlichen Religion überhaupt, auch in Auseinandersetzung mit dem Islam.«58 So setzte sich Luther für den Druck der Biblianderschen Ausgabe des Koran ein59 und wollte so durch die Textkenntnis seitens der Christen ihre »Abscheu und Kampfbereitschaft«60 gegen die türkische Religion61 wecken und stimulieren. Ja, man kann sogar sagen, sein Prinzip »sola scriptura« hinsichtlich der Bibel Alten und Neuen Testaments wird hier nach demselben Bildungskonzept allgemein verständlich eingesetzt zur Findung der Wahrheit und ist zum »Kampfmittel erfolgreicher … als jede andere Waffe«62.

Zu der 1543 erschienenen Übersetzung »hatten Luther und Melanchthon beide eine jeweils kurze und überraschend milde Einführung … geschrieben«63, während »Bucer Luther zu bedenken gab, ob er nicht noch eine weitere und kraftvollere Warnung mit gründlicher Anzeige der meisten Gräuel im Koran schreiben wolle«.64 So begreift Luther »die Verfügbarkeit gegnerischer Schriften als Aufklärung … die Schutz vor Irrlehren bietet«.65 Auf dieser Basis wird insgesamt in der folgenden Kontroverstheologie »das Fehlen der Rechtfertigungslehre im Koran moniert«66: »sola gratia«, »sola fide«! Nicht mehr länger auf »Erfahrungen Reisender oder die Nachrichten über das Leben Mohammeds«67 sollte die Auseinandersetzung mit dem Islam sich nun gründen, sondern z.B. bei Osiander sollte die Auseinandersetzung mit dem Islam, »den methodischen Standards entsprechen, die auch für die innerchristliche Kontroversistik galten«.68 Die Koranlektüre war auf diese Weise geeignet, »›Erfahrungen‹ mit den Türken anhand ihrer heiligsten Urkunde zu bestätigen und zu bekräftigen«.69 »Solus Christus«, »sola scriptura«, »sola fide« und »sola gratia« waren also nicht nur formaler, sondern auch inhaltlicher Maßstab zur Beurteilung jeder Religion – eben anhand ihrer eigenen Texte!70


5. Luthers Hasstiraden im Umgang mit Un- bzw. Andersgläubigen

Die innerchristlichen Gegner wurden vor diesem Hintergrund von vielen Seiten oft auch abfällig als »Türken« bezeichnet. So bezeichneten die Lutheraner die »türkische Sekte« der Calvinisten, aber auch die antitrinitarischen Sozinianer.71 Der Ungehorsam der Byzantiner gegenüber dem Papst72 diente der Aussage, »Gott habe den Sieg der Türken als Strafe über die verkommene christianitas und als Appell zur Buße initiiert und ermöglicht«.73 So hat auch Luther im Choral »Erhalt uns Herr bei deinem Wort« die Strophe gedichtet gegen »die zween Ertzfeinde Christi und seiner heiligen Kirchen, den Bapst und die Türken«.74 Aber auch die römischen Kontroverstheologen, allen voran Cochläus, betrieben ihrerseits eine »Turkisierung« Luthers.75

Als jedoch nach 1529 die unmittelbare Gefahr der Türken vorüber war, verlor Luther das Interesse an ihnen und am Islam zunächst, »statt dessen richtete sich das ganze Arsenal des Hasses gegen den Papst und gegen die Juden«.76 Luthers »Feinde« waren besonders in den letzten Jahren nicht nur der Papst als »Antichrist«, sondern auch die Juden als Schriftverdreher: »böse Leute … die öffentlich erkannter warheit … wissentlich sollten widerstreben«, ihnen das Evangelium zu predigen wäre »als wenn du fur eine Saw das Evangelium predytest«.77

Lyndal Roper nennt diese späten Schriften zu Recht »Hasstiraden«: »Seine (sc. Luthers) unerschütterliche Überzeugung, dass die wahren Christen – womit er die evangelischen Christen meinte – das auserwählte Volk seien und die Juden in dieser Hinsicht abgelöst hätten, wurde ein fundamentaler Inhalt protestantischer Identität«.78 Heinz Schilling wertet aus: »Die Unfähigkeit, mit Andersdenkenden in einen Dialog einzutreten, und der ihm gelegentlich selbst zur Qual werdende Zwang, sie als Widersacher Gottes bedingungslos zu bekämpfen, waren die dunkle Kehrseite von Luthers prophetischer Selbstsicherheit.«79 Allerdings gilt durchgehend, und das ist das wichtigste Ergebnis dieser Arbeit: »Luther ruft nicht zum heiligen Krieg auf.«80 »Der Mensch darf den Glaubenskampf nur mit geistlichen Mitteln, vor allem Gebet und Wortverkündigung, führen, nicht aber mit Gewalt und Terror«.81 Hier blieb er sich von Anfang an treu.82 Dabei half ihm die Differenzierung der Zwei-Reiche-Lehre, das Christusbekenntnis nicht mit einem heiligen Krieg zu verwechseln, denn zur Christusnachfolge gehört zuerst das Leiden!

Fazit: Muss man einerseits Luthers Hasstiraden gegen Andersgläubige absolut ablehnen und darf sie nicht übernehmen, so gilt doch andererseits als positiver Ertrag bis heute: »Vor allem war es nicht zuletzt Luthers Unterscheidung zwischen dem weltlichen und dem geistlichen Reich und ihren jeweils eigenen Handlungsräumen zu verdanken, dass dieser nicht von ihm begründete Fundamentalismus in der Mitte des 17. Jahrhunderts durch die Trennung von Religion und Politik überwunden werden konnte.«83 Dies ist das eigentliche und bleibende Verdienst des Reformators Martin Luther bis heute; die Rechtfertigung des Sünders allein durch den Glauben an Christus geistlich zu deuten und zu verteidigen!


6. Schluss und Zusammenfassung

Am Vorabend der Reformation war, u.a. durch die Entdeckung Amerikas, die Rückeroberung Granadas im Westen Europas, das Vorrücken der Osmanen im Osten und den Fall Konstantinopels 1453 nicht nur die Geburtsstunde einer neuen Epoche der Renaissance; die Türken wurden auch als Bedrohung und Ende der lateinischen Christenheit gesehen, der von der Kirche durch mit Ablässen finanzierte Kreuzzüge begegnet werden sollte.

Luthers 95 Thesen, die eine neue Bußtheologie vor dem Hintergrund der neu gefundenen Rechtfertigung des Sünders (»sola gratia«, »sola fide«) im Glauben an Jesus Christus allein (»solus Christus«) begründeten, stellte nicht nur das Ablasswesen insgesamt – auch zur Finanzierung eines antitürkischen Krieges – in Frage. Sie entzogen jeder Form von »heiligem Krieg« den Boden.

Die Bauernkriege und die Belagerung Wiens 1529 durch die muslimischen Türken wurden durch den linken Flügel der Reformation als eine radikale »Veränderung« im Sinne einer apokalyptisch verstandenen Revolution gedeutet. Luther dagegen vertrat mit seiner in diesen Jahren entwickelten Zwei-Reiche Lehre eine Trennung von geistlicher und weltlicher Gewalt, die das Gewaltmonopol des Staates gegen Aufstand und Willkür verteidigt (Schöpfungsordnung).

Nach der erfolgreichen Verteidigung Wiens durch die Truppen Kaiser Karls V., der katholisch-protestantische Allianzen hergestellt hatte, war für den Reformator deutlich, dass lediglich ein Verteidigungskrieg durch das »weltliche Regiment« erlaubt war. »Heilige Kriege«, ausgerufen durch die Kirche, das »geistliche Regiment«, waren verboten, weil mit dem Evangelium nicht vereinbar.

Vielmehr folgte nun auf protestantischer Seite ein »katechetischer Intensivierungs-schub«, der das Bekenntnis »solus Christus«, »sola fide«, »sola gratia«, »sola scriptura« vor dem Hintergrund der Rechtfertigungslehre als »Evangelium« geistlich verstand. In diesem Zusammenhang kann auch Luthers späte Koran-Lektüre als Bildungsgeschehen geistlich verstanden werden.

Luthers Hasstiraden in seinen späten Jahren gegen die Juden und andere seiner Meinung nach Irr- bzw. Ungläubige sind durch nichts zu entschuldigen. Sie entsprechen in ihren Konsequenzen selbst nicht Luthers Lehre von den zwei Reichen. Diese Zwei-Reiche-Lehre ist es vielmehr, die neuzeitlich anschlussfähig ist und seit der Aufklärung mit ihrer Trennung von Kirche und Staat ein Leben vieler Religionen in einem demokratischen Staat in Freiheit ermöglicht. Diese Freiheit gilt nicht nur für Christen, sondern für alle Menschen.


Anmerkungen:

* Seventh Annual RefoRC Conference 2017 Wittenberg/Leucorea Refo 500, 10.-12. Mai 2017.

1 Samuel P. Huntington, The Clash of Civilisations and the Remaking of world order, New York 1996, und Bassam Tibi, Krieg der Zivilisationen. Politik und Religion zwischen Vernunft und Fundamentalismus, München 1998².

2 Vgl. dazu das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in seiner Präambel: »Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben. Die Deutschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.« (aus: http://www.bpb.de/nachschlagen/gesetze/grundgesetz/44186/einleitung-und-praeambel)

3 Zum Thema Weltethos: vgl. Hans Küng, Weltethos, München 1990, sowie H. Küng, Erlebte Menschlichkeit, Erinnerungen, München 2013, 216.

4 Heinz Schilling, Martin Luther. Rebell in einer Zeit des Umbruchs, München 2012. Lyndal Roper, Der Mensch Martin Luther. Die Biographie, aus dem Englischen von Holger Fock und Sabine Möller, Frankfurt/M. 2016.

5 Thomas Kaufmann, Luthers Juden, Stuttgart 2014. Thomas Kaufmann, »Türckenbüchlein«, Zur christlichen Wahrnehmung »türkischer Religion« in Spätmittelalter und Reformation, Göttingen 2008.

6 Das Weltbild des Reformators blieb »bis zu seinem Tod kontinental und von den neuen Welten seltsam unberührt«, H. Schilling, a.a.O., 26, dort auch Nachweise.

7 H. Schilling, a.a.O., 27.

8 »Anders als bei Luther und in der deutschen Reformation geschah dies aber nicht in Konfrontation zum Papst, sondern in selbstbewußter Partnerschaft zu Rom«, H. Schilling, a.a.O., 28.

9 Vgl. H. Schilling, a.a.O., 28.

10 »Es ist davon auszugehen, dass Martin bereits in seinen Jugendjahren von der morgenländischen ›Geißel der Christenheit‹ hörte – durch Predigten, in Gesprächen im Freundes- oder Familienkreis, durch die eine oder andere der zahlreichen anti-türkischen Propagandaschriften«, H. Schilling, a.a.O., 31.

11 H. Schilling, a.a.O., 31.

12 H. Schilling, a.a.O., 30.

13 H. Schilling, a.a.O., 32.

14 H. Schilling, a.a.O., 33.

15 H. Schilling, a.a.O., 35, zählt auf: Wiener Konkordat 1448, Concordata Nationis Germanicae, 1472 mit Frankreich, 1482 mit Kastilien und Aragon, später mit Polen und Ungarn.

16 Th. Kaufmann, »Türkenbüchlein«, a.a.O., 67.

17 Th. Kaufmann, a.a.O., 61.

18 Th. Kaufmann, a.a.O., 61.

19 Th. Kaufmann, a.a.O., 61.

20 Th. Kaufmann, a.a.O., 61.

21 Th. Kaufmann, a.a.O., 61.

22 Th. Kaufmann, a.a.O., 61: »Auch in Bezug auf den äußeren Verlauf der Reformationsgeschichte kann es als gesichert gelten, daß es die Türkenfrage war, die die politische Absicherung der Reformation auf Reichsebene bis zum Augsburger Religionsfrieden (1555) entscheidend bestimmte«. Th. Kaufmann, a.a.O., 61.

23 Nachweise bei Th. Kaufmann, a.a.O., 221 u. 192.

24 H. Schilling, a.a.O., 548.

25 Nachweis bei H. Schilling, a.a.O., 548 (Resolutionen zu den 95 Thesen, WW1, Nachweise a.a.O., 675).

26 H. Schilling, a.a.O., 548.

27 H. Schilling, a.a.O., 549.

28 H. Schilling, a.a.O., 549.

29 H. Schilling, a.a.O., 549.

30 H. Schilling, a.a.O., 549 (Zitatnachweiss dort).

31 Th. Kaufmann, »Türckenbüchlein«, a.a.O., 47.

32 Th. Kaufmann, a.a.O., 47.

33 Th. Kaufmann, a.a.O., 47: Für sie galt, dass diese »Veränderung« »einer von Gott selbst heraufgeführten ›Wandlung‹ entsprach.« Th. Kaufmann, a.a.O., 47.

34 Th. Kaufmann, a.a.O., 53.

35 Th. Kaufmann, a.a.O., 53.

36 Th. Kaufmann, a.a.O., 53.

37 Th. Kaufmann, a.a.O., 53.

38 Th. Kaufmann, a.a.O., 55.

39 Th. Kaufmann, a.a.O., 56.

40 Th. Kaufmann, a.a.O., 56.

41 Th. Kaufmann, a.a.O., 56.

42 Th. Kaufmann, a.a.O., 56, Nachweis dort.

43 Th. Kaufmann, a.a.O., 57, Nachweis dort.

44 Th. Kaufmann, a.a.O., 57.

45 Th. Kaufmann, a.a.O., 57.

46 Th. Kaufmann, a.a.O., 57.

47 Th. Kaufmann, a.a.O., 57.

48 »Die tendenzielle ›Säkularisierung‹ der Türkenfrage, die sich in der Publizistik erkennen läßt, korrespondiert mit ihrer primär politischen Situierung auf der Verhandlungsbühne der Reichstage.« Th. Kaufmann, a.a.O., 57f.

49 Vgl. G. Ebeling, Die Notwendigkeit der Lehre von den zwei Reichen, in Wort und Glaube, Tübingen 1960, 407-428.

Zuletzt hat Eilert Herms die systematische Stringenz der lutherischen Zwei-Reiche-Lehre ausführlich dargestellt in: E. Herms, Systematische Theologie Band I, §§ 1-59, Tübingen 2017, dort besonders §§ 45-47, wo er die Kirche und die beiden Reiche unter »das Christusgeschehen« zusammenfasst: »Somit präsentiert sich (im christlichen Erschlossenheitshorizont) die Gattungsgeschichte insgesamt als Leben in ›zwei Reichen‹. Das hat ansatzweise schon Paulus gesehen und erstmals explizit entfaltet Augustin. Die beiden Reiche sind Sphären des menschlichen Zusammenlebens unter jeweils prinzipiell verschiedenen Erschlossenheitsbedingungen. Neutestamentlich-paulinisch: Leben unter adamitischen Bedingungen versus Leben unter den darüber hinausgehenden Christusbedingungen (›en Christo‹). Oder dogmatisch-augustinisch: Leben in der durch das lumen naturae gewährten Ursprungs- und Zielgewißheit versus Leben unter der darüber hinausgehenden Ursprungs- und Zielgewißheit kraft Teilhabe am lumen gratiae. – Also zwei unterschiedliche Qualitätssphären des menschlichen Zusammenlebens.« E. Herms, a.a.O., 868.

Vgl. zum Regiment zur Rechten: »Gottes Versöhnungshandeln vollzieht sich durch die Christusoffenbarung (die Inkarnation seines Logos in Jesus von Nazareth und deren versöhnende Kraft) und schafft dadurch die Christusgemeinschaft, die Kirche. Die österliche Offenbarung des Personengeheimnisses Jesu schafft die Gewißheit, daß Gott durch das am Kreuz vollendete Lebenszeugnis seines inkarnierten Logos versöhnende Gemeinschaft zu den Menschen aufgenommen hat, daß er dies durch das Ostergeschehen Adressaten von Jesu Lebenszeugnis offenbar gemacht und diese damit ipso facto zu verantwortlichen Teilhabern der versöhnten und versöhnenden Gemeinschaft mit Gott und untereinander gemacht hat.« (a.a.O., 897)

Vgl. zum Regiment zur Linken: »Die Christusgemeinschaft lebt nicht außerhalb der geschaffenen Welt, sondern in ihr, und sie lebt nicht gegen die geschaffene Welt-des-Menschen, sondern ihr zugute.« (a.a.O., 999)

Gegen das Missverständnis des Antinonismus: »Das dadurch gewirkte Reich Gottes zur Linken ist der Möglichkeitsboden, auf dem, und der Sinnhorizont, um dessentwillen das Regiment Gottes zur Rechten ausgeübt wird und das dadurch gewirkte Reich Gottes zur Rechten existiert. Durch sein Reich zur Rechten verwirklicht Gott das Ziel seines Reiches zur Linken.« (a.a.O., 1009)

Zur Aufeinanderbezogenheit beider Reiche: »Die Kirche erfüllt ihre Mission in der Welt und an ihr nicht durch Weltverbesserung, nicht durch Transformation des Reiches zur Linken in das Reich zur Rechten. Das gilt nicht nur in dem Sinne, daß es nicht das eigene Tun der Kirche ist, sondern Gottes eigenes Tun, welches diese Transformation vollzieht. Sondern es gilt in dem viel radikaleren Sinne, daß eben Gott selber das Reich zur Linken nicht zum Verschwinden bringt, sondern es als ein wesentliches Element seiner Heilsökonomie kontinuierlich reproduziert und erhält, es freilich zugleich bei seiner Bestimmung behaftet und im Blick auf diese seine Bestimmung auch erträgt.« (a.a.O., 1019)

50 H. Schilling, a.a.O., 549, Nachweis dort.

51 Th. Kaufmann, a.a.O., 61f.

52 Diese Lehre Luthers wird noch präzisiert durch die »Vier-Monarchien-Lehre«, nach der der jüngste Tag kommen sollte, bevor der Türke das Imperium Romanum gänzlich vernichtet haben würde (Nachweis Th. Kaufmann, a.a.O., 65).

53 Th. Kaufmann, a.a.O., 65.

54 Th. Kaufmann, a.a.O., 55.

55 Th. Kaufmann, a.a.O., 55.

56 Th. Kaufmann, a.a.O., 39.

57 Th. Kaufmann, a.a.O., 39.

58 Th. Kaufmann, a.a.O., 169, Anm. 267.

59 Th. Kaufmann, a.a.O., 39.

60 Th. Kaufmann, a.a.O., 39.

61 Th. Kaufmann, a.a.O., 39.

62 Th. Kaufmann, a.a.O., 39.

63 L. Roper, a.a.O., 495.

64 L. Roper, a.a.O., 495.

65 H. Flachmann, Martin Luther und das Buch. Eine historische Studie zur Bedeutung des Buches im Handeln und Denken des Reformators, Tübingen 1996, 184, Nachweis bei Th. Kaufmann, a.a.O., 169.

66 Th. Kaufmann, a.a.O., 41.

67 Th. Kaufmann, a.a.O., 41.

68 Th. Kaufmann, a.a.O., 41.

69 Th. Kaufmann, a.a.O., 41.

70 Th. Kaufmann, a.a.O., 56f.

71 Th. Kaufmann, a.a.O., 42.

72 Th. Kaufmann, a.a.O., 43.

73 Th. Kaufmann, a.a.O., 43.

74 Beleg bei Th. Kaufmann, a.a.O., 44, im gegenwärtigen Evangelischen Gesangbuch fehlt dieser Text!

75 Th. Kaufmann, a.a.O., 49: Hier ging es gegen Luthers Schrift »Gegen Latomus«.

76 L. Roper, a.a.O., 495.

77 H. Schilling, a.a.O., 587, Nachweis aus Luthers Schrift »Von den Juden und ihren Lügen«, bei H. Schilling, a.a.O., 677.

78 L. Roper, a.a.O., 505.

79 H. Schilling, a.a.O., 571.

80 H. Schilling, a.a.O., 573.

81 H. Schilling, a.a.O., 572f.

82 »Die Gotteskrieger des konfessionellen Zeitalters konnten sich also nicht auf den Reformator berufen«, H. Schilling, a.a.O., 573: »Anders als bei den islamistischen Selbstmordattentätern der Gegenwart bezogen sich auch seine Seligpreisungen an die im Krieg gefallenen Soldaten nicht auf eine religiös motivierte Gewalthandlung, sondern ausschließlich auf Gewalt im Rahmen weltlichen Handelns, also eines von der Obrigkeit zur Wahrung oder Wiederherstellung von Ordnung und Frieden angeordneten Krieges gegen äußere Feinde wie die Türken oder im Inneren gegen aufständische Bauern.« (H. Schilling, a.a.O., 573)

83 H. Schilling, a.a.O., 573.

 

Über den Autor

Prof. Dr. Helmut Umbach, bis 2017 Dekan des Kirchenkreises Fritzlar-Homberg, Professor der Universität Kassel, Institut für Evangelische Theologie.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 8/2018

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