Zur Bewältigung deutscher Vergangenheit in einem veränderten gesellschaftlichen Kontext
Erinnerung und Identität

Von: Dierk Schäfer
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Christliche und jüdische Geschichte sind durch Anfeindungen und Pogrome christlicherseits aneinander gekettet – so deutet Dierk Schäfer in seinem Essay das Nebeneinander zweier Religionen, die doch durch Genese miteinander verbunden sind. Eine besondere Belastung kommt diesem Verhältnis noch durch die Shoa zu. Die Bewältigung der Vergangenheit führt indessen nur über die Erinnerung – ein Weg, den manche in Deutschland so nicht mehr mitgehen wollen.


Stein des Anstoßes für diesen Essay war mir ein Gedenkstein auf dem Gelände des Wittekindhofs: »Das Geheimnis der Versöhnung heißt Erinnerung.« Ich kannte den Text anders: »Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung.«


Erinnerung und jüdische Identität

»Bist du Jude?« Als Sally1 sich von seinen Eltern im Ghetto in Łódź2 verabschiedete, hatte er zwei Aufträge bekommen. »Vergiss nicht, dass du Jude bist!« hatte ihm sein Vater als Vermächtnis mitgegeben und »Du sollst leben!« seine Mutter:

»Ich möchte die letzten Abschiedsworte meiner Eltern erwähnen, weil sie für meine Zukunft von entscheidendster Bedeutung waren. Meine Eltern waren sehr religiöse Juden, Gott war der Inhalt unserer Familie. Auch ich war erfüllt von Gottesfurcht. Mein Vater sagte mir, nachdem er mir seinen Priestersegen gegeben hatte, seinen letzten Wunsch: ›Sally, vergiß nie, wer du bist.‹ Damit wollte mir sagen: bleibe immer Jude, glaube immer an deinen Gott, er wird dir in der Not beistehen. … Damit wollte er mich stärken. Meine Mutter fügte drei einfache Worte hinzu bevor ich sie verließ, sie sagte: ›Sally, mein Sohn, du sollst leben.‹ Das war ein Befehl. … Erst nach vielen, vielen Jahren, als ich begonnen habe, meine Geschichte zu bewerten, zu analysieren, wurde mir klar, daß diese drei Worte: Du sollst leben! auch mein Leben gerettet haben.3

Nun stand Sally in einer Reihe mit anderen Flüchtlingen auf einem schlammigen osteuropäischen Waldstück, vor ihnen ein deutscher Soldat, der sie der Reihe nach überprüfte. Sally trat seine Identitätspapiere in den Schlamm. Als er an der Reihe war, antwortete er: »Ich bin kein Jude, ich bin Volksdeutscher.« Damit begann Sallys zweites, nein, sein paralleles, sein gespaltenes Leben als Jupp, der Hitlerjunge.4

Sein drittes Leben begann nach einer Art geistiger Quarantäne von 40 Jahren5. Damit kam das Erinnern, nicht nur das Sich-Erinnern. Noch als über 90jähriger kommt er regelmäßig nach Deutschland, um Jugendliche zu erinnern.6 »Ihr wollt in die Hitlerjugend?«, fragte er, als in einer Aula mehrere Schüler aufstanden und ihm den Hitlergruß entboten. »Dann fragt mich. Ich war da.« Und hinterher, so erzählte er, standen diese Jugendlichen mit seinem Buch in der Schlange und wollten eine Widmung.


Erlösung und Erinnerung

In seinem dritten Lebensabschnitt kann ­Sally Perel die beiden Personen, Jude und Hitlerjunge, zwar nicht vereinen, aber nebeneinander stehen lassen. Mit seinem glaubhaften Auftreten vor deutschen Jugendlichen sorgt er dafür, dass die Erinnerung nicht verblasst: »Ihr seid jetzt alle Zeitzeugen!«, sagt er ihnen und nimmt sie in die Pflicht zur Erinnerung.

Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung – so lautet die vielzitierte Aussage des Ba’al Schem Tov7: »Das Exil wird länger und länger des Vergessens wegen, aber vom Erinnern kommt die Erlösung«.8

Was bei Sally Perel eine vielleicht nur in seiner individuellen Psyche sich abspielende identitätsverändernde Erlösung ist, dürfte der Begründer des Chassidismus kollektiv gemeint haben: die Erinnerung an Israels Geschichte mit Gott und an seine Gebote – und an seine Feinde.

Es ist nicht leicht, im Exil, im Ausland, im Elend9 seine Identität mit all den 613 nicht gerade lebenspraktischen Geboten10 zu bewahren und zu behaupten. Israels Identität beruht auf der Erinnerung: »Ein umherirrender Aramäer war mein Vater …«.11 Diese Erinnerung ist mit der Hoffnung auf ein Ende des Exils verbunden: »wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, und nimmst es ein und wohnst darin.12« Den liturgischen Ort dieser Erinnerung finden wir in der Pessach-Haggada.


Ein Seder-Abend in einem Kibbuz

Eine persönliche Erinnerung: Unsere Reisegruppe sitzt am Seder-Abend in einem Kibbuz am See Genezareth. Natürlich wollen wir an der Zeremonie teilnehmen. Judit, unsere Reiseführerin, besorgt den Text der Haggada mit deutscher Übersetzung. »Die Männer müssen den Kopf bedecken«, sagt sie. Ja, es genüge auch ein Taschentuch oder ein Waschlappen. Und so sitzen wir, lächerlich bedeckt, im Hintergrund und verfolgen mit unserem Textbüchlein13 notdürftig den uns fremden, auf Hebräisch gesprochenen Ritus. Es geht um den Allmächtigen, der sein auserwähltes Volk aus Ägypten14, aus der Sklaverei geführt hat. Je länger ich zuhöre und zuschaue, verkehrt sich für mich die Reihenfolge: Es geht um das Wir der Auserwählten mit ihrem Gott.

Plötzlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Diese zur Schau gestellte fröhliche aber zugleich ausgrenzende Auserwähltheit ist eine der Wurzeln für die Ablehnung durch die Nicht-Auserwählten, die doch meinen und überzeugt sind, Gott sei ihrer und der richtige, so die Christen (wie auch die Moslems). Freud nannte als ersten Grund für den »unsterblichen Haß« auf die Juden den »nicht überwundenen Glauben an die Auserwähltheit Israels, der bei den nicht-jüdischen Völkern starke Eifersucht ausgelöst habe. Die Idee der Auserwähltheit löst so massiven Neid aus, dass die eigene Überlegenheit behauptet bzw. das eigene Gefühl der Minderwertigkeit durch Verfolgung der Juden bekämpft werden muss.«15

Die immer wieder als verbindend beschworenen »Abrahamitischen Religionen« sind Konkurrenzreligionen – schon immer gewesen. Dem Schock durch den Holocaust folgte, jedenfalls bei einigen, das Schuldbewusstsein der Deutschen und der Christen unter ihnen. Zurzeit wird der Hass auf die Juden bei uns wieder lebendig. Viele eingewanderte Muslime bringen einen abgrundtiefen Judenhass mit. Eine Reihe von Deutschen wiederum hassen beide, die Muslime und die Juden. Jüdische Einrichtungen stehen – nicht nur in Deutschland – unter polizeilichem Schutz.


Exkludierendes Selbstbewusstsein

Wie aber konnten die Juden – wohl als einziges Volk in der Weltgeschichte – ihr »Narrativ«16 bewahren? Trotz aller Ausgrenzung, Verfolgung und Pogrome bis hin zum Holocaust?17 Es begann mit den Erzählungen, in denen die Juden sich von Gott als auserwählt darstellen; diese Erzählungen wurden schließlich schriftlich fixiert und gewannen quasi kanonischen Charakter.

In der Profangeschichte hatten »die Kinder Israel« selten Glück. Doch für Rückschläge fanden sie ihre Erklärung im selbstverschuldeten Versagen, im Ungehorsam gegenüber Gottes Geboten und der Vorstellung der gerechten Strafe durch einen geradezu pädagogisch wirkenden Gott. Ein in sich geschlossenes Gedankensystem, das sich selbst erhält, auch durch die negativen Verstärker.

Voraussetzung dafür ist die Erinnerung und damit die Fortschreibung des Narrativs. Die zehn verlorenen Stämme werden wohl keine rituelle Erinnerung gepflegt haben und sang- und klanglos in anderen Völkern aufgegangen sein, vermutlich im Nahen Osten.18 Zur Zeit des NT finden wir die Juden über das ganze Römische Reich verteilt, teils ohne und teils mit Zwang. Ursache für Verfolgungen und Ausweisungen hatten eher politische Gründe. Der strikte Monotheismus allerdings störte in einer polytheistischen Umwelt. Die Juden standen nicht auf dem Boden der römischen Staatsräson und verweigerten den »Treueeid«, indem sie Roms Göttern nicht opfern wollten.

Doch es ging nicht nur um Staatsräson. Mit ihrem alle anderen exkludierendem Selbstbewusstsein wurden sie als Störenfried in der in Religionsdingen toleranten Gesellschaft wahrgenommen.19 Erst der moderne jüdische Staat hat das Gedankengefängnis verlassen und sieht sich als Akteur im nahöstlichen Geschehen. Damit hat er Israels Opferrolle – gegen den Widerstand der Ultraorthodoxen – abgelöst durch ein »Winner-Bewusstsein«: Nie wieder Masada!20 Moni (Menasche) Ben-Ari, ein Sabre21, Siedler und »weltlicher Jude«, erinnert sich sehr nachhaltig: »Es läßt mich nicht in Ruhe. Was denken Sie denn? Ich habe noch Rechnungen zu begleichen, die dreitausend Jahre alt sind. Es sind die meines Volkes. Ich habe sie immer bei mir. Es hat mich niemand gefragt, als sie mir aufgeladen wurden. Jetzt trage ich die Last! Ich brauche mir nur zu überlegen, was ich mit dieser Last mache und wie ich der nächsten Generation ein Leben ermöglichen kann. Das sind die Gedanken, die mich leiten.«22


Erinnerung und deutsche Identität

Joseph Wulf,23 deutsch-polnischer Historiker jüdischer Herkunft und Holocaust-Überlebender, schrieb am 8. September 1964 an Ernst Jünger24: »Ich könnte eigentlich auch über anti-jüdische Pogrome und Antisemitismus im allgemeinen in der Sowjetunion schreiben. Über dieses Thema habe ich ein ganz grosses Archiv. Weiterhin könnte ich beispielsweise dokumentieren, wie sowjetische oder polnische Partisanengruppen während des zweiten Weltkrieges Juden gemordet haben. Aber da sage ich Ihnen aufrichtig, ich werde solche Bücher wahrscheinlich in Deutschland nie veröffentlichen. Sie lesen, wie Sie mir mal gesagt haben, wenig Zeitungen, und deshalb wissen Sie wahrscheinlich nicht, dass es heute in Deutschland Kreise gibt, die eine neue These aufbauen. Das ist die folgende: alle sind Mör­der – die Amerikaner haben gemordet, die Franzosen haben gemordet und wir Deutsche haben auch gemordet.«

Eine persönliche Erinnerung: »Juden und Deutsche sind durch den Holocaust aneinander gekettet«, sagte ich dem damaligen Landesrabbiner, den ich für ein Referat gewinnen wollte. An seine Antwort erinnere ich mich nicht mehr, aber er war nicht zufrieden mit dem Spruch. Eine weitere persönliche Erinnerung – an der Klagemauer: Ein Jude spricht mich an, woher ich komme. »Germany«, sage ich und habe ein verdammt schlechtes Gefühl. Da stehe ich an der Klagemauer und muss offenbaren, dass ich aus dem Land der Täter komme – auch wenn mein Jahrgang nicht involviert war. Noch eine persönliche Erinnerung – Yad Vashem: Meine Mutter, sie war »Parteimitglied«, bekommt einen Schwächeanfall angesichts der Berge von Schuhen. Ich kümmerte mich um sie, doch mir fiel auf, dass sie mir nicht ­leidtat.


Deutsche Verantwortung und europäische Geschichte

Doch wir müssen unterscheiden. Der systematische Judenmord war eine rein deutsche Angelegenheit, aber die Ausgrenzung der Juden, die Pogrome und die Vertreibungen gehören zum christlichen Abendland. Ohne den Antijudaismus an manchen Stellen des NT ist der Antijudaismus des Abendlandes nicht erklärbar und die Spur führt bis zum rassischen Antisemitismus der gut bürgerlichen Schichten, bis hin zum Holocaust, und das schon seit Luther.25 Der Antisemitismus durchzieht die gesamte abendländisch-christliche Geschichte und ist verbunden mit dem jüdischen Narrativ des verfolgten Judentums in der Diaspora.

Ich überblicke nicht, inwieweit der Antisemitismus für die Identität anderer europäischer Gemeinschaften/Nationen eine Rolle spielt, wenn man davon absieht, dass ein Pogrom und die begleitenden Plünderungen die Täter in actu zusammengeschweißt haben dürften. Deutschland hat auch hier einen »Sonderweg« beschritten, indem es glaubte: »Die Juden sind unser Unglück«. Sie wurden es, weil die angestrebte »Endlösung« zu Deutschlands Kainsmal wurde. Das Widerstreben all der willigen Helfer gegen die Erinnerung mit Beschweigen und verzögerter juristischer Aufarbeitung der Verbrechen hat allerdings dazu geführt, dass es lange dauerte, bis der Genozid tatsächlich im Bewusstsein der Deutschen angekommen war, und als Bestandteil deutscher Staatsräson deklariert wurde.26 Zwar wäre es wohl unrealistisch zu fordern, der Judenmord solle in ein deutsches Nationalnarrativ aufgenommen werden.27 Doch manche würden gern vergessen: »Man kann nicht sagen, dass das Volk davon überzeugt wäre. Seit Jahrzehnten stellen Demoskopen bei einer Mehrheit den Wunsch fest, einen Schlussstrich zu ziehen; die Zustimmung zu der entsprechenden Frage schwankt etwa zwischen der Hälfte und zwei Dritteln.«28

Einerseits sind wir also geradezu Musterknaben im Erinnern und in der »Aufarbeitung« unserer Vergangenheit, andererseits möchten viele nicht mehr erinnert werden und an die Tradition der Dichter und Denker anknüpfen, als ob nichts gewesen wäre.29 Das Holocaustdenkmal wird unterschiedlich wahrgenommen und gehört mit zu den Anlaufstellen eines »Traumurlaubs«30. Doch die »Vergangenheitsbewältigung« führt angesichts der Monstrosität des Verbrechens allenfalls zur Selbsttäuschung. Der mordende SS-Mann wurde zu einer Ikone des Deutschen nicht nur in Literatur und Comic, sondern die Nazi-Symbole werden bei Bedarf auch in der politischen Auseineinandersetzung wieder hervorgeholt.31 Der Erinnerung an den Holocaust werden wir Deutschen uns auch weiterhin stellen müssen. Sie gehört zu unserer nationalen Geschichte und die Frage ist, ob unsere Neubürger (Asylsuchende und Flüchtlinge) sie akzeptieren32, wenn sie sie sich auch nicht zu eigen machen können.33


Erinnerung und christliche Identität

Ich hätte dem Landesrabbiner wohl besser gesagt: »Juden und Christen sind durch den Antijudaismus aneinander gekettet.« Vielleicht hätte er dem zugestimmt. Es ist tatsächlich eine merkwürdige und einseitige Hass-Verbundenheit, um nicht Hass-Liebe zu sagen, die beide Gruppen seit altersher verbindet. Bereits im NT haben die Christen den Juden das Erstgeburtsrecht auf Auserwähltheit aberkannt. Der Alttestamentler Herbert Donner sprach in der Vorlesung vom zwangsgetauften AT. Es wurde und wird immer noch als zeichenhaft auf Christus hinweisend interpretiert.34

Heidenchristen begründeten seit dem 2. Jh. mit solchen antijüdischen NT-Aussagen die Substitutionstheologie,35 die den Heilsverlust aller ungetauften Juden behauptete.36 Und nicht erst die Heidenchristen! Selbst wenn der Blutruf »Sein Blut komme über uns und unsere Kinder«, nur die Exculpierung der Römer bezwecken sollte, hat er eine verheerende Tradition in Gang gesetzt.37 Das muss hier nicht weiter ausgeführt werden. Wichtig ist das psychologische Moment: die identitätswahrende Wirkung für beide sich voneinander distanzierende Gruppen: Juden und Christen. Sie zeigte sich durchgehend im Ausschluss der Juden von »ehrlichen« Berufen. Und dann der nicht völlig beigelegte Streit über die »Judenmission«: »Die Problematik scheint stark in der Struktur der beiden Religionen begründet zu sein. Ein offener Dialog ist möglich, wenn sich die Gesprächspartner auf der gleichen Ebene befinden. Aus jüdischer Sicht ist es selbstverständlich, christliche Lehren, so weit sie nicht andere Individuen oder Gruppen negativ tangieren, zu respektieren, da das Judentum nicht behauptet, im Besitz der allein »wahren Lehre« zu sein. Fundamentalistische Christen hingegen fühlen sich aufgrund ihres Bibelverständnisses dazu berufen, Juden zu evangelisieren, d.h. sie zum Glauben an Jesus als den Messias und G’ttessohn zu bringen. Sie sind von der Struktur ihrer Glaubensüberzeugungen her nicht in der Lage, die jüdische Religion als vollwertig und gleichwertig zu akzeptieren, da sie den alleinigen Anspruch auf die Wahrheit erheben.«38


Versöhnung – Versuch einer Identitätsreparatur

»Durch … Orientierung am Neuen Testament beruhte christliche Identität lange Zeit auf (feindlicher) Abgrenzung; seit der systematischen Vernichtung des europäischen Judentums wächst die Einsicht, dass Abgrenzung und Judenfeindschaft dem Christentum selbst gescha­det haben. Der Dialog zielt auf Heilung der auf beiden Seiten eingetretenen, unterschiedlichen Schäden,39 unterschiedlich verursacht und unterschiedlich erlitten. Auf christlicher Seite setzt er die Bereitschaft und Fähigkeit zu grundlegender Umkehr und zu einem neuen Verhältnis mit dem Judentum voraus: Das Christentum hat und behält im Judentum seine Wurzeln; darum ist es mit ihm wesenhaft verbunden«.40

Es geht also, zumindest auch, um Schadensbegrenzung auf christlicher Seite. Doch das ist so, wie wenn ein Vergewaltiger erkennt, dass sein Image gelitten hat; zwar verurteilt er seine Tat, ist nun aber auch um seine Rehabilitation bemüht und sucht dazu den Dialog mit dem Opfer. Makaber?

Die Nachfolger der Täter sprechen von Versöhnung und vereinnahmen damit die, die allenfalls berechtigt wären, von Versöhnung zu sprechen. Da gibt es Beispiele: Die Gemeinde Süßen im Landkreis Göppingen war besonders eifrig bemüht, »judenfrei« zu werden. Die evangelische Jugend leistete dann Aufbauarbeit in Israel und Süßen lud ehemals Verfolgte ein, die überlebt hatten. Aus der Ansprache des Gemeinderats und Mitglied der Landessynode: »Ich freue mich, dass Sie durch Ihren Besuch als Versöhnte unseren ausgestreckten Arm angenommen haben«.41 Welche Vereinnahmung, welche Anmaßung!

Kurt Grünberg verdeutlicht die Dissonanz: »Mitunter wird christlich-jüdische ›Begegnung‹ gesucht, die die durch die nationalsozialistische Judenverfolgung geschaffene Kluft zwischen Juden und Deutschen überwinden helfen soll. Spätestens jedoch, wenn die Hand zur Versöhnung gereicht oder zuweilen gar verlangt wird, spätestens dann wird auf jüdischer Seite häufig ein gewisses Unbehagen spürbar; der Gedanke kommt auf, vielleicht doch ›im falschen Zug‹ zu sitzen. Dann erkennen Juden, daß sie ›eingebunden‹ werden sollen, daß sie sich als Teil eines ›Gedächtnistheaters‹ … zur Verfügung stellen sollen, um den Deutschen zu helfen, mit der ›Last Deutscher zu sein‹ … besser fertig zu werden. Juden erkennen, daß sie letzten Endes mißbraucht werden ­sollen.«42


Aufgenötigte Versöhnung

Anderen Opfergruppen wird in ähnlicher Weise Versöhnung aufgenötigt. So mit der Verwendung des eingangs erwähnten Gedenksteins auf dem Wittekindshof.43 Diese Einrichtung war wie viele andere Ziel der Nazis bei der Vernichtung »unwerten Lebens«. Der Abtransport geschah gegen den Willen der Anstalt. Es ist gut, aber auch schmerzlos daran zu erinnern. Auch auf der Homepage der Anstalt wird der Vorgang unter Hinweis auf die Nazis benannt.44 Versöhnung? Wozu und mit wem?

Dann gibt es aber noch einen eigenen Anteil an Unrecht und Schuld. Die ehemaligen Heimkinder der Einrichtung werden zwar im Gedenkgottesdienst erwähnt, doch die einschlägigen Texte auf der Homepage sind nicht mehr vorhanden.45 Hier will man nur noch rituell gedenken, nicht einmal konkret erinnern. Aber man beschwört Versöhnung, um eine neue, saubere Identität präsentieren zu können.


Die Aufgabe der Identität und die Konsequenzen

Um Erinnerung und Identität geht es auch manchen Neubürgern. Sie erinnern an die Frühzeit des Islam und wollen so leben, wie sie meinen, dass die Gläubigen damals gelebt haben.46 Das soll hier nicht näher ausgeführt werden. Doch es gibt Stimmen, die sich von dieser Identität lösen wollen und einer weitestgehenden Assimilation das Wort reden. Besonders deutlich die Stimme von Zana Ramadani47 in ihrem Buch Die verschleierte Gefahr.48 Darin ist sie vergleichbar mit der schon erwähnten Deborah Feldman49, die in der FAZ eine Art Bekenntnis zur deutschen Gesellschaft ablegte.50

Die barbusigen Auftritte des CDU-Mitglieds Ramadani im Rahmen der FEMEN-Aktionen sind eine spektakuläre Abkehr von allem, was wir mit Islam und seinem Frauenbild verbinden, doch abgesehen davon ist auch die Position von Feldman ein vergleichbar-radikaler Bruch mit ihrer religiösen Vergangenheit. Der Bruch mit der früheren Identität ist Ergebnis ihrer unguten Erinnerung und konversionsähnlichen Umbewertung ihrer Vergangenheit.51 Hier hat schonungslose Erinnerung zu einer grundlegenden Erlösung geführt. Die Parallelen zu Paulus im Philipperbrief sind nur zu deutlich: »Ich erachte mein bisheriges Leben für Kot.«

Noch spannender ist die Frage deutscher Erinnerung und Identität angesichts der aktuellen Herausforderungen durch Einwanderer, deren Identität fest in der unkritischen Erinnerung und Vergegenwärtigung ihrer Religion wurzelt. Im Land herrscht »religiöse Ahnungslosigkeit« schreibt Michael Wolffsohn in der »Schwäbischen Zeitung« und meint damit beide, Christen und Juden.52 Ein Befund, der so neu nicht ist. Harm de Blij wies bereits 2009 darauf hin, dass Anführer ethno-religiöser Gemeinschaften, gemeint sind islamische, »höchst unflexible und rückwärtsgewandte Eigenschaften ihres Glaubens« in ein Europa übertragen könnten, »das immer noch die Narben aus Glaubenskriegen von vor einem halben Jahrtausend trägt. Das ist ein Kampf grundsätzlicher Gegensätze in einer Gegend, deren Bevölkerungszahlen schrumpfen, und viele durch Überlegungen den Glauben an den Glauben verloren haben – und nun werden sie mit der Vitalität, demographisch wie religiös, eines unendlichen Stroms von Einwanderern mit ­einem unerschütterlichen Glauben an den Glauben konfrontiert.«53

Wer sein kulturelles Gedächtnis, das auch ein religiöses ist, leichtfertig vergibt, schwächt seine Identität und wird kaum ­anderen, starken Identitäten standhalten können.


Anmerkungen:

1 Ich habe Sally Perel mehrfach erleben dürfen, sogar mit meiner Familie und ihm einen Ausflug gemacht. Dadurch habe ich ihn mehrfach mit seiner Geschichte gehört. Seine Berichte changieren ein bisschen in der Wortwahl, sind aber in den Grundzügen überprüft: »… es wurde auch in einigen Medien behauptet, dieser alte Herr dort in Israel – damit meinte man mich – hat diese Geschichte erfunden. Um das zu beweisen, haben mich zwei deutsche Zeitschriften aus Israel nach Deutschland eingeladen, der Stern und der Spiegel. Unter anderem ist es ihnen gelungen, die Adresse des Soldaten ausfindig zu machen, der mir damals gegenüberstand und mich fragte, ob ich Jude bin. Wir haben ihn bei sich zu Hause besucht. … Die Journalisten fragten ihn: ›Herr Weidemann‹ – so heißt er – ›erinnern sie sich noch an diesen Moment?‹. Er sagte: ›Ja, natürlich. Ich war mit ihm fast ein Jahr in derselben Wehrmachtseinheit.‹« Textbeispiel 9 in »Rück-Sicht« (runterscrollen) https://dierkschaefer.files.wordpress.com/2009/05/kriegskinderkongress_frankfurt.pdf.

2 Es war das am längsten existierende nationalsozialistische Ghetto und nach dem Warschauer Ghetto das zweitgrößte. Es diente, wie die anderen NS-Ghettos auch, vor allem als Zwischenstation vor der Deportation in die Vernichtungslager Kulmhof (Chełmno nad Nerem), Auschwitz II, Majdanek, Treblinka und Sobibor (https://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Litzmannstadt).

3 Textbeispiel 9 in »Rück-Sicht«, s. Anm. 1 (https://dierkschaefer.files.wordpress.com/2009/05/kriegskinderkongress_frankfurt.pdf).

4 »Ich sollte nicht vergessen, wer ich bin, und habe doch vollkommen vergessen, wer ich bin. Ich wurde ein Hitlerjunge. Der aus mir gewordene Hitlerjunge mußte sich so schnell wie möglich und so weit wie möglich von dem in ihm jetzt versteckten Sally entfernen und vergessen, und das ist mir gelungen. Ich habe Sally vergessen, nur so konnte ich überleben.« Textbeispiel 9 in »Rück-Sicht«, s. Anm. 1 (https://dierkschaefer.files.wordpress.com/2009/05/kriegskinderkongress_frankfurt.pdf).

5 »Er brauchte 40 Jahre, um das Erlebte zu verarbeiten.« (https://de.wikipedia.org/wiki/Sally_Perel; https://www.profil.at/kultur/doppelleben-hitlerjungen-salomon-7759615)

6 https://www.google.de/search?client=firefox-b&dcr=0&ei=74FYWvjfAsKrUaCig8gC&q=sally+perel+termine+2018&oq=sally+perel+termine&gs_l=psy-ab.1.0.0l3j0i22i30k1l2.67946.69270.0.72153.7.2.0.5.5.0.116.213.1j1.2.0....0...1c.1.64.psy-ab..0.7.257....0.nYb0hiJxDxs

7 »Rabbi Israel ben Elieser (ישראל בן אליעזר‎), genannt Baal Schem Tov (בעל שם טוב »Besitzer des guten Namens«), abgekürzt Bescht, geboren um 1700 in Okop bei Kamieniec-Podolski, Polen-Litauen, gestorben am 22. Mai 1760 in Międzyborz (jiddisch מעזביזש Mezbizh), Wojewodschaft Podolien, Polen-Litauen, gilt als der legendäre Begründer der chassidischen Bewegung im Judentum.« (https://de.wikipedia.org/wiki/Israel_ben_Elieser und ­ISRAEL ben Elieser BA’AL SCHEMTOW, Jüdisches Lexikon, Nachdr. d. 1. Aufl. Berlin, Jüd. Verl., 1927, 1982, Bd. 3, Sp. 68-72)

8 »Das Wort Sachor gilt entweder G-tt oder dem Volk Israel. Israel soll sich seines G-ttes, seiner Geschichte und seiner Feinde erinnern. Ohne die Fähigkeit der Erinnerung gäbe es das jüdische Volk heute nicht mehr. Sachor bedeutet letztendlich Existenzsicherung durch Erinnern.« (http://www.israel-information.net/glossar/Sachor.htm) – Sefer Ba’al Schem Tov, II, 190 §8, entnommen aus Kurt Grünberg, Versöhnung über Auschwitz? (http://www.hagalil.com/2011/02/versoehnung/). Zum Begriff Versöhnung weiter unten.

9 »elend … ›außer Landes seiend‹, … ›Außer Landes‹ oder ›in einem anderen Land‹ ist der Verbannte oder Vertriebene, daher die Bedeutungsentwicklung zu ›unglücklich, jammervoll‹.« aus: Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin, New York, 199923, 216f.

10 Mitzwot.

11 5. Mos. 26,5.

12 5. Mos. 26,1+3.

13 https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/27426142489/in/dateposted-public/.

14 »Der Hebräische Name für Ägypten ist »Mizrajim«, was »Grenzen«, »Einschränkungen« und »Hindernisse« bedeutet.« (http://de.chabad.org/holidays/passover/pesach_cdo/aid/1219847/jewish/Nchstes-Jahr-in-Jerusalem.htm)

15 Aus: Wolfgang Hegener in: Wolfgang Benz (ed.), Handbuch des Antisemitismus, Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Bd. II, Berlin 2009, 251.

16 Es geht um die als gültig angesehene Erzählung, auch wenn sie aus kompilierten, redaktionell genealogisch verbundenen Geschichten besteht. In dieser Genealogie sind verwandte Konkurrenzstämme ausgegrenzt: Ismael, der Stammvater der Araber, Esau, Stammvater der Edomiter, Ham, Stammvater der Hamiten, Jafet, Stammvater der Völker nördlich von Israel, Lot, Vater und zugleich Großvater der Söhne Moab und Ben-Ammi, den Stammvätern der Moabiter bzw. Ammoniter; s. auch https://de.wikipedia.org/wiki/Narrativ_(Sozial­wissen­schaften): »Ein Narrativ ist eine sinnstiftende Erzählung, die Einfluss hat auf die Art, wie die Umwelt wahrgenommen wird. Es transportiert Werte und Emotionen, ist in der Regel auf einen bestimmten Kulturkreis bezogen und unterliegt dem zeitlichen Wandel. In diesem Sinne sind Narrative keine beliebigen Geschichten, sondern etablierte Erzählungen, die mit einer Legitimität versehen sind.«

17 Laut Deborah Feldman (Unorthodox, Zürich 20165) ist auch der Holocaust integraler Bestandteil des Narrativs der chassidischen Satmar-Gemeinde in New York. »Nach Meinung der Satmarer war die Vernichtungspolitik der Nazis ein göttlicher Racheplan, um assimilierte Juden für die Abkehr vom orthodoxen Weg zu bestrafen. Und wer nach der Shoah kein rigide orthodoxes Leben führt, taumelt womöglich in die nächste gottgewollte Katastro­phe hinein.« (http://www.deutschlandfunk.de/deborah-feldman-ueberbitten-suche-nach-einer-neuen.700.de.html?dram:article_id=392331)

18 Zehn der zwölf Stämme Israels gelten seit ihrer Verschleppung durch die Assyrer 722 v. Chr. als die »verlore­nen Stämme«. Diese haben seit alters die Phantasie beschäftigt. Sind sie einfach in anderen Völkern aufgegan­gen? Das ist die wahrscheinlichste, einfachste und unspektakulärste Lösung. (http://www.ezw-berlin.de/html/15_1296.php, s. auch: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14280)

19 Die Mosaische Unterscheidung (Jan Assmann, Moses der Ägypter. Entzifferung einer Gedächtnisspur, Frankfurt/M. 2000). Die Gründlichkeit, mit der Echnaton den Ammonskult durch seine Sonnenreligion ersetzt hatte, war Vorläufer der gnadenlosen Auslöschung seiner Spuren. Ist diese Auseinandersetzung ein Vorläufer aller ideologischen »Kriege« um die absolute Wahrheit?

»Das Volk Israel entdeckt, Gott ist nicht sein Privatgott, sondern er ist Gott und Vater aller Menschen«, sagte Kardinal Marx unter Bezugnahme auf die Völkerwallfahrt zum Zion (http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/marx-nationalismus-ist-widerspruch-zur-bibel). Das ist wohl richtig, aber es beinhaltet die Unterwerfung aller Völker unter Israels Gott, perpetuiert also den Anspruch des israelischen Primats, s. auch: Völkerwallfahrt/Völkerkampf (https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/voelkerwallfahrt-voelkerkampf/ch/96f6a340ae122629a8952a7a7eedc000/).

20 http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15685.

21 Sabre: https://de.wikipedia.org/wiki/Tzabar.

22 Zit. bei David Grossmann, Der gelbe Wind, München 1988, 109.

23 https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Wulf.

24 https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_J%C3%BCnger.

25 Es war ausgerechnet der Humanistische Pressedienst, der zu Beginn der »Lutherdekade« darauf aufmerksam gemacht hat: http://hpd.de/print/13504.

26 »Denn der Holocaust ist Kern des Selbstverständnisses der Bundesrepublik; das Gedenken daran ist ihre Staatsräson. Daher ist es nur folgerichtig, dass das Mahnmal so zentral in der Hauptstadt liegt, direkt am Brandenburger Tor. ›Wir wollen Lehren ziehen, die auch künftigen Generationen Orientierung sind‹ – so begründete Bundespräsident Roman Herzog 1996, dass er den 27. Januar, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, als Gedenktag proklamiert hatte. Ohne Auschwitz gebe es keine deutsche Identität, fügte sein Nachfolger Joachim Gauck 2015 hinzu.« (http://www.rp-online.de/politik/deutschland/holocaust-gedenktag-2017-das-gedenken-als-staatsraeson-aid-1.6562723)

27 Auch wenn D.D. (Daniel Deckers) in der FAZ vom 11. Januar 2018 von einer unauslöschlichen Signatur der deutschen Geschichte schreibt.

28 http://www.rp-online.de/politik/deutschland/holocaust-gedenktag-2017-das-gedenken-als-staatsraeson-aid-1.6562723.

29 Thüringens AfD-Chef Björn Höcke: »Wir brauchen eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad« (http://www.tagesspiegel.de/politik/hoecke-rede-im-wortlaut-gemuetszustand-eines-total-besiegten-volkes/19273518-all.html).

30 https://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/2508784391/.

31 So in Griechenland (http://www.n-tv.de/politik/Zeitschrift-wirft-Kanzlerin-Voelkermord-vor-article6829721.html) und in der Türkei (http://www.handelsblatt.com/politik/international/tuerkei-streit-merkel-als-weiblicher-hitler-mit-ss-uniform/19532982.html).

32 Die Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf (SPD) sagte in ihrer Ansprache zur Chanukka zu antisemi­tischen Ausfällen von Zuwanderern, »notfalls müsse man dagegen neue Gesetze schaffen. Wer hierherkomme, müsse auch Religionsfreiheit und Toleranz lernen.« (Quelle: Hannoversche Neue Presse, NP 18.12.2017)

33 Zurzeit wird ein Pflichtbesuch deutscher Schulklassen, also inklusive von Zuwandererkindern, in einem der Vernichtungslager diskutiert, z.B. http://www.taz.de/!5476251/.

34 Man schaue sich beispielhaft den »Verduner Altar« in Klosterneuburg bei Wien an (https://de.wikipedia.org/wiki/Verduner_Altar).

35 »Als Substitutionstheologie (von lateinisch substituere, ›ersetzen‹; auch: Ersatz-, Ersetzungs-, Enterbungs- oder Enteignungstheologie) bezeichnet man eine verbreitete christliche Lehre, wonach das von Gott erwählte Volk Israel nicht mehr das Volk seines Bundes, sondern für alle Zeit von Gott verworfen und verflucht sei. Aufgrund des angeblichen Gottes- bzw. Christusmordes seien Gottes Verheißungen an Israel auf die Kirche als neues Volk Gottes übergegangen. Juden könnten ihr Heil daher nur noch durch die Taufe erlangen, also durch die Aufgabe ihres Judentums.« (https://de.wikipedia.org/wiki/Substitutionstheologie)

36 https://de.wikipedia.org/wiki/Antijudaismus_im_Neuen_Testament.

37 http://www.israelogie.de/2016/sein-blut-ueber-uns-und-unsere-kinder-juedische-alleinverantwortung-fuer-jesu-tod/.

38 http://www.judentum.org/judenmission/judenmission/dialog.htm.

39 Hervorhebung von Dierk Schäfer.

40 https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/juedisch-christlicher-dialog-christl-sicht/ch/980355f85c1fabb2b9b6c0210920741d/.

41 Quelle: Christian Buchholz, Gottes Geist an Fils und Alb. Lebensgeschichten, Göppingen 2017, 104.

42 http://www.hagalil.com/2011/02/versoehnung/.

43 Link zum Photo und zum Pressebericht: http://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/bad_oeynhausen/bad_oeynhausen/21925448_Gedenkgottesdienst-fuer-Opfer-von-Gewalt.html.

44 https://www.wittekindshof.de/unternehmen/geschichte/.

45 So kann die Anstalt mittlerweile auf ihrer Homepage zwar ein Kapitel »Geschichte« präsentieren, den unseligen Teil dieser Geschichte, der allein der Anstalt anzulasten ist und nicht den Nazis, ganz einfach verschweigen. Ein besonderer Link ist seit 2012 nicht mehr zugänglich. (https://dierkschaefer.wordpress.com/2017/09/24/das-geheimnis-der-versoehnung-heisst/)

46 https://de.wikipedia.org/wiki/Salafismus.

47 https://de.wikipedia.org/wiki/Zana_Ramadani.

48 Die verschleierte Gefahr. Die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen, Europa Verlag München 2017.

49 https://de.wikipedia.org/wiki/Deborah_Feldman.

50 http://plus.faz.net/feuilleton/2017-09-06/was-ich-an-dieser-gesellschaft-schaetze/51375.html (leider mit Zahlschranke versehen).

51 http://www.deutschlandfunk.de/deborah-feldman-ueberbitten-suche-nach-einer-neuen.700.de.html?dram:article_id=392331 – https://deutscherarbeitgeberverband.de//aktuelles/2016/2016_02_01_dav_aktuelles_interview-ramadani.html.

52 http://www.schwaebische.de/politik/inland_artikel,-Im-Land-herrscht-%E2%80%9Ereligioese-Ahnungslosigkeit%E2%80%9C-_arid,10780096.html.

53 Harm de Blij, The Power of Place, Oxford University Press Oxford, New York 2009, 69.

 

Über den Autor

Dipl.-Psych. Dipl.-Theol. Dierk Schäfer, Jahrgang 1944, Studium der Theologie und Psychologie, wiss. Assistent am Institut für Christl. Gesellschaftslehre der Universität Tübingen, Polizeipfarrer, 1993-2008 Tagungsleiter an der Evang. Akademie Bad Boll.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 8/2018

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