Der Beitrag Gewaltfreier Kommunikation zu pastoraler Supervision
Supervision als (angeleitete) Selbst-Empathie

Von: Gottfried Orth
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Die Gewaltfreie Kommunikation kennt Techniken wertschätzenden Handelns und Redens. Selbst-Empathie nimmt dieses Muster auf und erweitert es. Der Ertrag besteht in emotionaler Selbstklärung und einem gewaltfreien und lebensfreundlichen Umgang miteinander. Gottfried Orth macht darauf aufmerksam, wie angeleitete Selbst-Empathie zugleich zur ­Bearbeitung von Konflikten und Prozessen dienen kann, die häufig Gegenstand pastoraler Supervision sind.


Supervision im Rahmen kirchlicher Berufe

Ich benenne zunächst Aufgabe und Absicht supervisorischen Handelns im Rahmen kirchlicher Berufe und das Potenzial, das Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg hier ergänzend und akzentuierend beitragen kann.

Unter Supervision versteht man »die Bearbeitung von Schwierigkeiten und Problemen, die sich aus der beruflichen Interaktion (bspw. zwischen Therapeut und Patient) ergeben, verbunden mit dem Ziel, eine Verbesserung der beruflichen Fähigkeiten und Fertigkeiten im jeweiligen Tätigkeitsfeld des Supervisanden, aber auch seiner persönlichen Ressourcen, herbeizuführen. … Supervision ist in allen Berufen nötig, in denen Beziehungsarbeit geleistet wird« – so das Glossar des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V., wo wenig später festgestellt wird, dass »trotz der umfangreichen Literatur, die heute zu diesem Thema vorzufinden ist, noch keine einheitliche Definition von Supervision und auch kein einheitliches Vorgehen i.S. einer konkreten Supervisionstechnik existiert«.1

»Pastoralpsychologie als einer der drei Hauptaspekte der amerikanischen Seelsorgebewegung2 wird verstanden als Psychologie im Dienste theologischer, anthropologisch-kommunikativer und selbstkritischer Arbeit aller, die aktiv am Leben der Kirche partizipieren, besonders der hauptamtlichen Mitarbeiter, also vorwiegend der Pfarrer« – so klassisch Dietrich Stollberg3.

»Pastoralpsychologische Supervision ist eine in der Kirche anerkannte Form von Supervision, die berufsbegleitend angeboten wird. Sie reflektiert die berufliche Tätigkeit der Supervidierten insbesondere im Blick auf die eigene pastorale Identität, stärkt Kompetenzen und entwickelt Perspektiven für die weitere Arbeit. Inhalte und Ziele der Supervision richten sich nach den eigenen Bedürfnissen« – so die Information auf der Startseite »Pastoralpsychologische Supervision« der Evang.-Luth. Kirche in Bayern.4

In einer pastoralen Supervision geht es – so formuliere ich deren Aufgabe in Anschluss an und Abgrenzung gegenüber den zitierten Erläuterungen – um das, was jetzt in den Supervidierten im Blick auf ihre Berufsausübung und ihre Identität als Mitarbeiter*innen der Kirche oder kirchlicher Einrichtungen lebendig ist. Es geht also immer auch um die eigene pastorale, die frömmigkeitsbezogene und/oder kirchliche Identität. Dabei kennen wir das Gegenüber von Supervisor*in und Supervidierten in Einzel- oder Gruppensupervision, daneben in abgewandelten Formen kollegiale Beratung und Intervision. Konstitutiv ist Supervision ergebnisoffen und zielt auf Ermächtigung/Empowerment.5

Gewaltfreie Kommunikation (GFK) bringt hier eine weitere methodische Variante ein: Selbst-Empathie als Möglichkeit, mich selbst (und andere) mit einem gleichsam supervisorischen Blick wahrzunehmen. Diesen Ansatz möchte ich in diesem Aufsatz stark machen – nicht zuletzt weil er dazu dient, dass kirchliche Mitarbeiter*innen sich das zurückholen können, was wir an Supervisoren oder Coaches abgegeben haben: Wir sind selbst die Experten unseres Lebens und Arbeitens und lediglich manchmal – seltener als wir oft selbst glauben, brauchen wir dazu fremde Hilfe.6


Wertschätzung

Bedingungslose Wertschätzung ist Voraussetzung und Ziel der von Rosenberg im Kontext der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung entwickelten persönlichen Haltung und der damit verknüpften Kommunikationsmethode der GFK. Diese ist davon überzeugt, dass »die schönste Umgangsform, die wir uns selbst gegenüber wählen können, diejenige ist, jedem Menschen eine grundsätzliche Wertschätzung entgegenzubringen.« Und Rosenberg fährt fort: »Denn jedes Mal, wenn wir ein Arschloch sehen, zahlen wir dafür, denn dann leben wir in einer Welt voller Arschlöcher. Wenn ich mich dafür entscheide, in jedem Menschen seine Schönheit zu sehen, dann behandle ich auch mich selbst mit Liebe.«7

GFK unterscheidet Wertschätzung von Lob. Während in jedem Lob ein Urteil steckt, Lob eine funktionale, auf ein bestimmtes Tun oder Lassen bezogene Aussage ist und den Gelobten zunehmend an das Lob bindet, ist Wertschätzung eine bedingungslose und personbezogene Aussage.8

Wie drücke ich in Gewaltfreier Kommunikation Wertschätzung aus? Ausgehend von einer Beobachtung äußern wir unser Gefühl, das auf ein erfülltes Bedürfnis verweist, das uns dazu verlockt, danke zu sagen. Ein Beispiel:

Eine Pfarrerin sagt zum Protokollanten der letzten Presbyteriumssitzung statt »tolles Protokoll« folgendes:
1. Wenn ich sehe, dass ich für die Lektüre des letzten Sitzungsprotokolls lediglich eine Viertelstunde gebraucht habe,
2. bin ich froh,
3. weil mein Bedürfnis nach Leichtigkeit und Effektivität erfüllt ist.
4. Herzlichen Dank dafür.

Während Lob auf Strategien zielt und Urteile über andere ins Spiel bringt, zielt Wertschätzung auf eine Aussage über meine Bedürfnisse und bringt meine Gefühle ins Spiel. Ich zeige mich dem anderen und mache ihm deutlich, was er für mich bedeutet, was sein Handeln bei mir bewirkt hat. Und der andere spürt seine Selbstwirksamkeit: Ich habe etwas bewirkt und das hat meinem Gegenüber Freude gemacht, weil ich zur Erfüllung seiner Bedürfnisse beigetragen habe.

Die Bedingungslosigkeit der Wertschätzung einer GFK entsprechenden Haltung zeigt sich daran, dass ich sie Menschen – Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen – entgegenbringe, die nicht das tun, was ich möchte, dass sie tun sollen. Diese Haltung zu lernen, darauf kommt es in GFK an. Eine solche Haltung im Gegenüber von Supervisor*in und Supervisand*in ist Voraussetzung gelingender Supervision.9


Selbstwertschätzung

Die Bedingung der Möglichkeit, mich wertschätzend gegenüber anderen Menschen zu verhalten, liegt darin, dass ich mich selbst wertschätze. Rosenberg schreibt: »Wenn wir innerlich gewalttätig mit uns selbst umgehen, dann ist es schwierig, auf andere empathisch zu reagieren. … Wenn uns kritische Selbsteinschätzungen davon abhalten, die Schönheit in uns zu erkennen, dann verlieren wir den Kontakt zur Liebe als unserer Quelle. Wir sind darauf getrimmt, uns selbst als Objekte zu betrachten – Objekte, die nicht perfekt sind. Wundert es dann, dass sich viele von uns in gewalttätigen Handlungsweisen gegen sich selbst wieder finden?«10 »Ich kann das ja nie«, »Ich bin nichts wert«, »Ein Einzelner kann da eh nichts tun« – gegenüber solcher Selbstentwertung lädt GFK dazu ein, mich selbst wertzuschätzen, mich selbst so zu betrachten, dass ich MEINE Schönheit sehe, dass MEIN Wachstum gefördert wird und ich mich und andere nicht klein mache. Dazu gehört eine einfühlsame Haltung mir selbst gegenüber.

Wir können uns jederzeit – ebenso wie bei unseren Reaktionen auf andere Menschen – neu entscheiden, ob wir einfühlsam oder bewertend mit uns umgehen und über uns nachdenken möchten. Perfektionsansprüche, ein inneres Müssen und Sollen, das uns antreibt, zu funktionieren und perfekt zu sein, führen nahezu immer zu einem bewertenden Umgang mit uns In der Regel führt es zu einem abwertenden, und das heißt immer auch krank machenden Umgang mit uns selbst. Und wenn die These stimmt, dass wir so, wie wir mit uns selbst umgehen, auch mit anderen umgehen, dann führt ein beurteilender Umgang mit mir selbst dazu, dass ich andere beurteile, und ein abwertender Umgang mit mir selbst führt dazu, dass ich auch andere abwerte.

Selbstwertschätzung einzuüben und einfühlsam mit mir selbst umzugehen, ist in unserer Gesellschaft nicht selbstverständlich. In aller Regel gehen wir urteilend und das heißt fast immer abwertend mit uns um. Deshalb sah Rosenberg in jedem Urteil und in jeder Abwertung, die ihm durch den Kopf gehen, eine Chance, zu üben und zur Gewohnheit werden zu lassen, nicht darüber nachzudenken, was am Anderen oder mir falsch oder schlecht ist. Viel eher gilt es dem nachzuspüren, was ich oder er fühlen und brauchen. In der Konsequenz dieser Überlegung formulierte Kelly Bryson: »Jede Situation, jede Beziehung und jede Gruppe, der wir uns anschließen, ist eine Gelegenheit, das kulturelle Klima zu schaffen, das wir mögen. Wir können ein Klima des Mitgefühls oder eines der Angst schaffen, je nachdem, was wir mit unseren Fehlern und unseren Urteilen über uns selbst und andere machen.«11

Ein kulturelles Klima des Mitgefühls12 entsteht dann, wenn wir wahrnehmen, was jetzt in uns lebendig ist, welche Gefühle wir jetzt fühlen, was wir jetzt brauchen – und wenn wir dann annehmen können, dass unsere »gelungenen Halbheiten« (F. Steffensky) uns zufriedener und glücklicher machen als jene funktionsorientierten Perfektionsansprüche.

Den Weg zu solch wertschätzender Selbstannahme nennen wir in GFK Selbst-Empathie. Doch bevor ich diese und damit den Beitrag GFK zu pastoraler Supervision erläutere, benenne ich in kurzen biblischen Perspektiven das damit verbundene Menschenbild.


Und siehe, es war sehr gut

Der Rhythmus der ersten Schöpfungserzählung (Gen. 1,1-2,4a) wird bestimmt durch die Bewertungen der Schöpfungen als »gut«, als »schön«, als »stimmig« – all diese Prädikate liegen in dem hebräischen Wort »tob«. Und am sechsten Tag, dem der Erschaffung des Menschen, »sah Gott an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut«. Mit den Augen Gottes werden Mann und Frau als sehr gut, sehr schön, sehr stimmig angesehen. In Ps. 8 wird die Herrlichkeit des Namens Gottes gepriesen, und damit verbunden wird die Wahrnehmung des Menschen: »Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt«.

Die Wertschätzung der Schöpfung und in ihr des Menschen, wie sie zu Beginn der Bibel und dann wieder in Ps. 8 deutlich werden, werden für den Gott vertrauenden, gläubigen Juden zur Selbstwertschätzung: »Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.« (Ps. 139,14). Und wir Christen dürfen einstimmen und dazukommen in diese Selbstwertschätzung der Menschen im Bund Gottes mit Israel, wenn es in der Bergpredigt heißt: »Seid vollkommen wie euer Vater im Himmel vollkommen ist« (Mt. 5,48), und wir darauf antworten: »Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen – und wir sind es auch!« (1. Joh. 3,1). Ein Leben diesseits der Sünde erscheint möglich: »Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben« (Gen. 4,7). Dieser liebevolle Blick auf sich selbst ermöglicht Selbstwertschätzung und Selbstveränderung und lässt Selbstwirksamkeit spüren.13 Dies soll nun Thema sein.


Selbst-Empathie

Ich zitiere ausführlich Gerlinde Fritsch: »Empathie erfasst, welche Sehnsucht einen Menschen dazu drängt, zu handeln, ungeachtet dessen, wie er seine Sehnsucht umzusetzen sucht. Empathie ist die Suche danach, was den anderen bewegt: Was sind seine Schmerzen, was seine Freuden? Und bei allen Fragen, bei aller Suche gibt es keinerlei Verurteilung oder Ablehnung, sondern tiefes Verständnis und Mitgefühl. Wie wird eine solch liebevoll-zugewandte Haltung möglich? Sie wird möglich, wenn man sich auf das Paradigma einlässt, dass allem, was Menschen denken, sagen oder tun, eine sinnvolle und zutiefst positive Absicht zugrunde liegt: sich Bedürfnisse zu erfüllen – auch wenn durch die Art, wie sie es bislang getan haben, großer Schaden und Schmerz entstanden ist. Auch für einen selbst ist solche Zugewandtheit möglich. Selbst-Empathie – dieses Mitgefühl für sich – ist insbesondere dann hilfreich, wenn es einem nicht gut geht, wenn man sich ärgert, traurig oder frustriert ist, an Schuld- und Schamgefühlen leidet oder wenn man einfach kein Verständnis für andere Menschen aufbringen kann. … Sollte Sie die Frage beschäftigen, ob eine intensive Beschäftigung mit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen nicht egoistisch ist, so stimme ich Ihnen durchaus zu: Selbst-Empathie ist altruistisch motivierter Egoismus! Sie dient dazu, sich selbst zuzuwenden, und danach (wieder, G.O.) anderen Menschen – voll und ganz, geklärt und genährt. Ich kenne kein besseres Rezept für von Herzen kommendes Mitgefühl und für gute Beziehungen.«14

Der Prozess der Selbst-Empathie orientiert sich an den vier Schritten des Kommunikationsmodells der GFK, das deshalb nun kurz vorgestellt wird.15


Beobachtung – Gefühl – Bedürfnis – Bitte

Das Kommunikationsmodell beginnt mit der Beobachtung einer Situation, die Auslöser meiner Gefühle ist. Diese verweisen mich auf meine Bedürfnisse. Angenehme Gefühle zeigen an, dass mein Bedürfnis erfüllt ist, unangenehme, dass meine Bedürfnisse nicht erfüllt sind. Das Modell schließt ab mit einer Bitte.

Der erste Schritt zielt darauf, die Beobachtung einer Situation – gleichsam im fotografischen Blick – zu äußern, ohne dass irgendeine Bewertung mitschwingt. In der GFK wird die Beobachtung konsequent von einer Bewertung getrennt.

Die Situation ist der Auslöser meiner Gefühle. Diese zeigen meine/unsere Lebendigkeit. Sie sind differenzierte Möglichkeiten, die Welt, mich, meine Beziehungen immer neu wahrzunehmen. Weil Gefühle von meiner Bewertung einer Situation abhängen – bzw. sind sie immer auch schon meine Bewertung einer Situation – und weil sie von meinen jeweiligen Bedürfnissen abhängen, macht es wenig Sinn, anderen Menschen die Schuld oder Verantwortung für das zu geben, was ich fühle. Ich selbst bin der Autor meiner ­Gefühle.

Im Kommunikationsmodell der GFK zeigen mir Gefühle, ob und welche meiner Bedürfnisse erfüllt oder nicht erfüllt sind. Alles, was wir denken, fühlen, tun, hat mit einem Bedürfnis zu tun. Alles, was wir tun, dient dazu, Bedürfnisse zu erfüllen. Unter Bedürfnissen wird das verstanden, was Menschen zum Leben brauchen. Bedürfnisse in diesem Sinne sind immer gut, immer angemessen und immer berechtigt, weil sie unser Überleben und Wohlergehen sichern.

Das Kommunikationsmodell schließt mit einer Bitte, in der entweder um Verbindung gebeten wird – sofern der/die Bittende im Zweifel ist, ob das Gegenüber verstanden hat, was das Anliegen in diesem Kommunikationsprozess ist – oder darum, mir ein Bedürfnis zu erfüllen. Die Bitte kann ich an mich selbst, an ein Gegenüber oder an einen/eine Dritten/Dritte stellen. Eine Bitte »bezieht sich auf das Hier und Jetzt (sie ist also sofort umsetzbar). Sie ist konkret und handlungsbezogen. Sie ist erfüllbar. Sie bezieht sich auf das, was Sie wollen (Was genau soll jetzt beginnen?), statt auf das, was Sie nicht wollen (Was soll aufhören?).«16 Ob die Äußerung wirklich eine Bitte ist und keine versteckte Forderung, zeigt sich daran, dass der/die Bittende dem/der Gebetenen bei einem »Nein« auf die Bitte die gleiche Wertschätzung entgegenbringt wie bei einem »Ja«.

Ein Beispiel, in dem der Pfarrer zur Leiterin des Kinderhauses sagt:

»Frau xy, wenn ich sehe, dass ich im zu Ende gehenden Monat von Ihnen dreimal nicht die Tagesordnung der Besprechungen des Kindergartenausschusses erhalten habe,
dann bin ich besorgt jetzt,
weil mir die Sicherheit und Klarheit wichtig ist, dass ich über alle Tagesordnungspunkte der Besprechungen des Kindergartenausschusses informiert bin.
Sind Sie bitte bereit, jetzt zehn Minuten mit mir zu besprechen, wie ich sicher sein kann, dass ich die Tagesordnungen zukünftig spätestens zwei Tage vor der Sitzung erhalte.«17


Der Prozess der Selbst-Empathie

Der Prozess der Selbst-Empathie orientiert sich an den vier Schritten und fügt diesen einen fünften Schritt hinzu:

Selbst-Empathie beginnt mit einer wertungsfreien Beobachtung: Was geschah genau? Was löste die Gefühle aus?

Es folgt das Nachspüren der Gefühle: Welche Gefühle habe ich? Welches ist das wichtigste, welches sind die stärksten Gefühle?

Und nun folgt ein Zwischenschritt, die sog. »Wolfsshow«: Welche Gedanken – Interpretationen, Bewertungen, Urteile, Vorwürfe, Fantasien, Annahmen – und welche Verhaltensimpulse kommen mir in den Sinn? Hier haben alle möglicherweise sich meldenden Aggressionen ihren Platz. Sie werden nicht verdrängt, sondern kommen zur Sprache, freilich nicht in der Beschimpfung eines Gegenübers, sondern als Hilfe für mich selbst, denn auch meine Gedanken und Verhaltensimpulse sind Hilfen, die nicht erfüllten Bedürfnisse wahrzunehmen. Und schließlich gehören hierher die sog. »Tätergefühle« – ich fühle mich abgelehnt, benutzt, erniedrigt. Der Weg von den »Tätergefühlen« zu den Bedürfnissen erfolgt über die dahinterliegenden Gefühle – abgelehnt: vielleicht traurig, einsam, unsicher; benutzt: vielleicht traurig, ärgerlich, fassungslos; erniedrigt: vielleicht traurig, verlegen, unsicher, Scham.18

Nun geht der- bzw. diejenige im Prozess der Selbst-Empathie weiter zu den Bedürfnissen, dem Kern des Prozesses: Auf welche unerfüllten Bedürfnisse weisen mich meine Gefühle und meine Gedanken und Verhaltensimpulse aus der Wolfsshow hin? Und: Welches ist im Moment mein stärkstes unerfülltes Bedürfnis? Eventuell ist dies auch ein Bedürfnis »hinter« den Bedürfnissen, die sich mir zunächst erschließen.

Wenn ich so meines/meiner unerfüllten Bedürfnis/se gewahr geworden bin, geht es nun abschließend um die Bitte, darum, welche Strategie mir in diesem Moment das Bedürfnis erfüllen/mir mein Leben verschönern könnte: »Was könnte jetzt und hier ganz praktisch für die Erfüllung meines Bedürfnisses von mir oder einem/einer anderen getan werden?«19


Praxisbeispiele angeleiteter Selbst-Empathie

Um den zunächst theoretisch skizzierten Prozess der Selbst-Empathie anschaulich werden zu lassen, berichte ich von zwei Praxisbeispielen angeleiteter Selbst-Empathie. Zunächst ein Beispiel aus dem Familienleben, das in einer Fortbildung berichtet wurde; eine Mutter erzählt von einem Konflikt mit ihrer Tochter und möchte dies in einem angeleiteten Prozess der Selbst-Empathie für sich klären:

1. Beobachtung: Gestern haben meine Tochter Anna und ich uns verabredet, heute ab 9.00 Uhr gemeinsam ihr Zimmer neu zu streichen. Ich habe mir dafür einen halben Tag frei genommen. Heute Morgen war ich zwei Mal bei Anna und habe sie gebeten aufzustehen. Jetzt ist es 9.30 Uhr und Anna liegt in ihrem Bett.

2. Gefühle: Ich bin wütend, hilflos, gereizt, traurig, frustriert, entmutigt, enttäuscht, lustlos …

3. Gedanken/Verhaltensimpulse: Es ist immer dasselbe mit den Kindern, keines hält sich an Verabredungen; blöde Henne, liegt immer faul im Bett und ich hab mir dafür extra frei genommen; so ein Scheiß, dann hätte ich heute Morgen auch mal länger schlafen können; soll die ihren Kram doch selber machen; nicht mal um ihre eigenen Sachen kümmert sie sich, der ist wohl alles egal…

4. Bedürfnisse: Wertschätzung, Verbundenheit, Gegenseitigkeit, Freude und Leichtigkeit, Klarheit… Verbundenheit, Klarheit und Wertschätzung sind meine jetzt wichtigsten Bedürfnisse

5. Bitte: Ich bitte meine Tochter, die mittlerweile aufgestanden ist: Bevor wir damit beginnen, dein Zimmer zu streichen, möchte ich gerne zehn Minuten mit dir sprechen. Geht das jetzt gleich?

Die Mutter möchte gut für sich selbst sorgen. Sie weiß, dass sie ihre Tochter nicht verändern kann, sondern lediglich sich selbst und dabei ihre Beziehung zu ihrer Tochter. Und dazu gehört es, den Raum zwischen Reiz und Reaktion zum eigenen Wohlbefinden zu erweitern. Genau dies, den Raum zwischen Reiz und Reaktion zum eigenen Wohlbefinden zu erweitern, erscheint mir eine hilfreiche und wichtige Erfahrung im Einüben von Selbst-Empathie: Ich kann mich lösen – mühsam oft und manchmal brauche ich dazu fremde Hilfe – von gewohnten Reaktionen und entsprechenden Reiz-Reaktions-Schemata und familienfreundlichere Reaktionen einüben und gebrauchen. Dazu gehört, dass ich mir immer wieder Zeit nehme, nach mir selbst zu fragen und für mich selbst gut zu sorgen.

Ein zweites Beispiel aus einer selbstorganisierten Supervisionsgruppe von Pfarrerinnen und Pfarrern, die mich eingeladen hatten, um GFK und Selbst-Empathie als Supervisionsmöglichkeit kennenzulernen. In einem angeleiteten Selbst-Empathie-Prozess bearbeitete die Gruppe die Erfahrung einer Krankenhausseelsorgerin:

1. Beobachtung: Ich komme auf das Schwesternzimmer zu, an dem ich vorbeigehen muss, um ins Treppenhaus zu gelangen, und gehe den langen, langen Gang entlang. Vor dem Schwesternzimmer steht Schwester Erika. Im Vorbeigehen grüße ich sie. Sie wendet sich mir nicht zu und sagt nichts. Eine Minute zuvor begegnete sie meinem Kollegen, stand auf, wendete sich ihm zu, umarmte ihn: »Hallo NN, wie schön, dich zu sehen«, sagt sie mit lauter Stimme. Ich empfinde es als übertrieben.

2. Gefühle: Ärger, Zorn wäre ein bisschen zu stark, »fremdschämen«, ekelig, Abscheu, richtig verstärkter Ärger, schon fast Wut, es kocht in mir, traurig; hilflos, ja also ohnmächtig hilflos; Angst, wenn das andere auch mit mir machen würden; Unsicherheit.

3. Gedanken/Verhaltensimpulse: Die blöde Kuh, da ist sie wieder; ich würde am liebsten umdrehen, aber den Triumph gönne ich ihr nicht; wenn sie das unbedingt nötig hat; ist das eigentlich schon Mobbing?! – der Kollege könnte ja auch auf meiner Seite sein; warum macht der das Spiel mit?!; mich ärgert, dass er das Spiel mitmacht. Ausradieren. Es wäre wunderbar, wenn sie diese Klinik nie wieder betreten würde. Ich bin schon total glücklich über Stundenreduktion. Ignoranz ärgert mich. Übertriebenheit finde ich widerlich, aufgebläht, unangemessen. Zum Kotzen. Ich könnte mich jetzt noch über ihr Aussehen auslassen. Es kommen die ganzen anderen Geschichten hoch, die wir miteinander haben. Ich kann mir nicht vorstellen, an diese Frau eine Bitte zu richten…

4. Bedürfnisse: Ich wünsche mir, respektiert zu werden. Gewürdigt werden. Anerkannt. Ich darf so sein, wie ich bin. Autonomie. Freiheit, so sein zu können, wie ich möchte und dabei akzeptiert zu werden.

5. Bitte: Ich bitte mich, bei ähnlichen Begegnungen in der nächsten halben Stunde jemanden aufzusuchen, den ich mag und der/die mich mag, und zu fragen, ob wir zusammen eine Tasse Tee trinken. Wenn keiner mehr da ist, telefoniere ich. – Auf meine Anfrage hin, ob sie sich denn nicht eine »stärkere« Bitte vorstellen könnte, die direkter die Situation im Blick hat, erarbeitete die Gruppe mit ihr folgende Bitte: Ich bitte mich, bei der nächsten Begegnung zu realisieren, dass Schwester Erika mich erinnert, dass mir wichtig ist, dass ich sein kann, wie ich möchte, und genauso akzeptiert werden möchte. Dafür möchte ich dankbar sein.

Und auf einer Postkarte ein halbes Jahr später schreibt mir die Kollegin: »Ja, es hat mir in der Praxis geholfen und hilft …« und dann ein Smiley.

Diesen Gedanken, dass Schwester Erika die Seelsorgerin daran erinnert, dass es ihr wichtig ist, dass sie sie selbst sein kann, wie sie es möchte, und genauso akzeptiert werden möchte, bei jedem Gang durch den langen, langen Gang zu habitualisieren, ermöglicht es der Kollegin, den Gang leichter zu gehen. GFK hilft – das zeigt dieses Beispiel –, mich selbst wert zu schätzen, damit ich wertschätzend und freundlich auf andere zugehen kann. Auch hier war klar, dass die Krankenhausseelsorgerin Schwester Erika nicht verändern kann. Doch mit der durch Habitualisierung der Erinnerung zu gewinnenden Leichtigkeit eröffnet sie einen Resonanzraum, der es vielleicht Schwester Erika ermöglicht, sich ihrerseits zu verändern.


»Wenn nichts mehr hilft, Selbst-Empathie hilft immer«

Das war der erfahrungsgesättigte Satz einer Kollegin. Wohl eingeübte Selbst-Empathie vergrößert zum einen in Konfliktsituationen unmittelbar den Raum zwischen Reiz und Reaktion und schafft so Möglichkeiten der Selbstklärung in schwierigen Situationen. Selbst-Empathie ist zum andern ein hervorragendes Instrument wertschätzender gedanklicher Selbst-Reflexion und emotionaler Selbst-Klärung auf dem Weg zu einem gewaltfreien und lebensfreundlichen Umgang miteinander. Selbst-Empathie verhilft schließlich zur Selbst-Ermächtigung und diejenigen, die sie anwenden, holen in selbstempathischen Supervisionsprozessen an Experten delegierte Kompetenzen zurück in die eigenen Hände derer, die sie brauchen und alleine für sich oder in Gruppen anwenden können. Damit trägt sie dazu bei, dass Menschen sich lösen können – mühsam oft und manchmal, oft weniger, als fremde Helfer denken, brauchen sie dazu fremde Hilfe – von gewohnten Reaktionen und entsprechenden Reiz-Reaktions-Schemata. Und sie entdecken Sprach- und Handlungsmöglichkeiten, die ihr Leben jetzt und hier schöner, leichter und selbstgewisser machen, so dass sie jubeln können: »Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin«.


Anmerkungen:

1 http://www.bdp-verband.org/psychologie/glossar/supervision.shtml

2 Neben »Pastoral Counseling« (psychotherapeutisch ausgerichtetes Seelsorgegespräch) und »Clinical Pastoral Training« (Ausbildungsmodell).

3 D. Stollberg, Therapeutische Seelsorge. Die amerikanische Seelsorgebewegung. Darstellung und Kritik. München 1970, 65.

4 http://www.ksa-bayern.de/Pastoralpsycholo
gische-Supervision

5 Für sie sind in entsprechender Weise von hoher Bedeutung die jüngst veröffentlichten Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen; vgl. http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/Reckahner_Reflexionen/Broschuere_Reckahner_ Reflexionen.pdf; vgl. dazu auch A. Ebbecke-Nohlen, Einführung in die systemische Supervision. Heidelberg 2015, 117.

6 Dazu eine Sufi-Geschichte, die Anthony de Mello (Warum der Vogel singt. Freiburg 2013, 50) erzählt: »Ein Mann, den man für tot hielt, wurde von seinen Freunden zur Beerdigung getragen. Als der Sarg in das Grab hinabgelassen werden sollte, kam der Mann plötzlich wieder zu sich und schlug gegen den Sargdeckel. Der Sarg wurde geöffnet; der Mann richtete sich auf. ›Was tut ihr?‹, fragte er die versammelte Menge. ›Ich lebe, ich bin nicht tot.‹ Seine Worte stießen auf verblüfftes Schweigen. Schließlich sagte einer der Trauergäste: ›Mein Freund, sowohl die Ärzte wie die Priester haben deinen Tod bescheinigt. Die Fachleute können sich doch wohl nicht täuschen!‹ Also wurde der Sargdeckel wieder zugeschraubt, und der Mann wurde beerdigt, wie es sich gehörte.«

7 M.B. Rosenberg, Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation. Freiburg 2009, 88.

8 M.B. Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation. Paderborn 2005, 203: »Vielleicht überrascht es Sie, dass ich Lob als lebensentfremdend ansehe – aber fällt Ihnen auf, dass eine Wertschätzung in dieser Form (erg. als Beispiel: »Sie sind ein sehr sensibler Mensch.«) wenig darüber aussagt, was im Sprecher vor sich geht? Er oder sie wird zu jemandem, der Urteile abgibt. Ich definiere Urteile – ob positiv oder negativ – als lebensentfremdende Art zu kommunizieren.«

9 A. Ebbecke-Nohlen, Einführung in die systemische Supervision (Heidelberg 2015, 118) schreibt von »wertschätzender Neugier der SupervisorInnen«.

10 M.B. Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens, 149.

11 Zit. nach: G.R. Fritsch, Praktische Selbst-Empathie. Herausfinden, was man fühlt und braucht. Paderborn 2009, 17.

12 Vgl. L. Reddemann/S. Wetzel, Mögen alle Wesen glücklich sein. Mitgefühl und Gerechtigkeit neu entdecken. Ostfildern 2017.

13 Zum Vorstehenden vgl. Chr.-M. Bammel, Aufgetane Augen – aufgedecktes Angesicht: theologische Studien zur Scham im interdisziplinären Gespräch. Gütersloh 2005; M. Beiner, Der Seele Raum geben – evangelisches Bildungsverständnis heute. In: Jahrbuch der EEB Niedersachsen 2017. Hannover 2017, 4-7; K. Huizing, Scham und Ehre. Eine theologische Ethik. Gütersloh 2016; U. Link-Wieczorek (Hrsg.), Verstrickt in Schuld, gefangen von Scham? Neue Perspektiven auf Sünde, Erlösung und Versöhnung. Neukirchen-Vluyn 2015. 2018 erscheint von mir: Eva, Kain & Co. Möglichkeiten gelingenden Lebens. Eine theologische Auslegung der Urgeschichten. Vgl. auch: R. Rentz, Schuld in der Seelsorge, Historische Perspektiven und gegenwärtige Praxis, Stuttgart 2016.

14 G.R. Fritsch, Praktische Selbst-Empathie, 9f; vgl. auch dies., Der Gefühls- und Bedürfnisnavigator. Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen. Paderborn 2010. Beide Titel von Gerlinde R. Fritsch sind hervorragende Einführungen und Anleitungen zur Selbst-Empathie, denen ich theoretisch und praktisch ausgesprochen viel verdanke.

15 Zum Folgenden vgl. ausführlich: G. Orth, Gewaltfreie Kommunikation in Kirchen und Gemeinden. Die Nächsten lieben wie sich selbst. Paderborn 2016; vgl. auch G. Orth/H. Fritz, Gewaltfreie Kommunikation in der Schule. Wie Wertschätzung gelingen kann. Paderborn 2013; dies., Bitten statt fordern. Paderborn. Ein Schulentwicklungsprojekt mit Gewaltfreier Kommunikation. Paderborn 2013.

16 G. Fritsch, Praktische Selbst-Empathie, 112.

17 Bitte fangen Sie nicht unvermittelt an, plötzlich so zu reden. Es wird Befremdung auslösen. Diese vier Schritte sind zunächst Übungsschritte, um – nicht zuletzt selbstreflexiv – die dahinterstehende Haltung der GFK zu erlernen. Wenn dieses Sprachmodell dann für Sie selbst große Selbstverständlichkeit erlangt hat, gelingt Ihnen Ihre eigene Art, gewaltfrei zu kommunizieren, d.h. Ihre Gefühle und Bedürfnisse zu äußern.

18 Zu den genannten Beispielen für Tätergefühle vgl. G. Fritsch, Praktische Selbst-Empathie, 65. – Die »Wolfsshow« erinnert mich im Blick auf biblische Kontexte an die sog. Rachepsalmen, z.B. Ps. 58, 59 oder 94 u.ä. Auch hier begegnen Gewaltphantasien, Urteile, Verhaltensimpulse und doch führen sie nicht zu praktischen Rachehandlungen der so Betenden, denn die Rache ist Gottes Sache (Ps. 94,1) und es bleibt offen, was geschieht. So haben (für mich) die Rachepsalmen eine kathartische Funktion für diejenigen, die sie sprechen, sie erscheinen als konstruktives Ventil mit eigenen Gedanken, Urteilen und Verhaltensimpulsen umzugehen, ohne dass andere von mir geschädigt werden.

19 Vgl. G. Fritsch, Praktische Selbst-Empathie, 112.

 

Über den Autor

Prof. Dr. Gottfried Orth, nach Pfarramt und Evang. Erwachsenenbildung seit 1998 an der TU Braunschweig Prof. für Evang. Theologie und Religionspädagogik, Mitglied im Team des ORCA-Instituts für Konfliktmanagement und Training.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 7/2018

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