Ein Grußwort der Bayerischen Landeskirche zum 75. Pfarrerinnen- und Pfarrertag in Augsburg
In Kernlanden der Reformation

Von: Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm
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Herzlich willkommen zum 75. Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertag, der vom 17.-19. September 2018 in Augsburg stattfinden wird. Mit dem Thema »Religion und Gewalt« ist er erschreckend aktuell. Gleichzeitig gibt es, zumindest aus bayerischer Sicht, nur wenig andere Orte, in denen diesem Thema so gut nachgegangen werden kann wie in Augsburg. Aufgrund des Augsburger Reichs- und Religionsfriedens von 1555 ist in der Stadt ein starkes Bewusstsein dafür vorhanden, dass Religion ein wesentlicher Faktor ist, wenn es um Frieden oder Unfrieden geht. Dies umso mehr, als die in diesem Vertrag ausgehandelte freie Religionsausübung für die Protestanten im Jahr 1629 schon wieder hinfällig wurde.


Das Friedensfest der Stadt Augsburg

Erst nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde die konfessionelle Parität in der Stadt wiederhergestellt; seit 1650 gibt es den Brauch, am 8. August das Hohe Friedensfest zu feiern. Weil dieser Tag im Jahr 1950 für den Stadtkreis Augsburg zum gesetzlichen Feiertag erhoben wurde, ist Augsburg die Stadt mit den meisten Feiertagen in ganz Deutschland. Längst feiern nicht nur Evangelische und Katholiken dieses Fest. Menschen aller Konfessionen, Religionen und Kulturen sitzen gemeinsam an der Friedenstafel vor dem Rathaus. Die konfessionelle, religiöse und kulturelle Vielfalt zeichnet Augsburg aus – ein guter Standort, um Wege des Friedens in einer Welt des Konflikts und der Gewalt zu erkunden.

Einige wenige Gedanken sollen Ihnen als Leser*innen und möglichen Gästen des Pfarrertags einen Eindruck geben von der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, ihrer Geschichte und dem, was sie heute ausmacht.


Eine synodal, kollegial und episkopal verfasste Kirche

Die Evang.-Luth. Kirche in Bayern hat gegenwärtig rund 2,4 Mio. Gemeindeglieder in 1538 Kirchengemeinden. Aufgrund der guten konjunkturellen Lage und des fortgesetzten Zuzugs ist dies auch über die Jahre ziemlich gleich geblieben. Damit ist sie die drittgrößte der 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland.

Auffällig und einzigartig in der Landschaft der Landeskirchen ist die Tatsache, dass das Kirchengebiet sich mit dem Bundesland, dem Freistaat Bayern, deckt. Das macht Absprachen zwischen Staat und Kirche auch strukturell einfacher.

In unserer Kirche gibt es 66 Dekanatsbezirke, die von den nördlichsten Bezirken Bad Neustadt an der Saale und Kronach bis tief in den Süden nach Kempten und Weilheim reichen. Ganz im Osten liegt Passau und im Westen reicht das Dekanat Aschaffenburg fast bis vor die Tore Frankfurts. Das kleinste Dekanat ist Oettingen mit nur 5717 Gemeindegliedern im nördlichen Donauries.

Die Dekanatsbezirke sind in sechs Kirchenkreisen gebündelt, an deren Spitze jeweils eine Oberkirchenrätin, ein Oberkirchenrat im Kirchenkreis steht, die oder der als Regionalbischöfin bzw. Regionalbischof die Kirche in der Öffentlichkeit vertritt und u.a. auch visitatorische und aufsichtliche Aufgaben hat. Im Jahr 1920 wurden die Kirchenkreise Ansbach, Bayreuth und München begründet, die Kirchenkreise Nürnberg (1934), Regensburg (1951) und Augsburg (1971) kamen später hinzu. Sie bilden zusammen die bayerische Landeskirche.

Die bayerische Landeskirche hat vier kirchenleitende Organe: die Landessynode, den Landessynodalausschuss, den Landeskirchenrat und den Landesbischof. Sie ist damit synodal, kollegial und episkopal verfasst.

Die bayerische Landessynode kennt keine konkurrierenden Fraktionen. Wohl aber drei Arbeitskreise, in denen sich Mitglieder ähnlicher Grundorientierungen zusammenfinden: die »Offene Kirche«, »Gemeinde unterwegs« und den »Dritten Arbeitskreis«. Wesentlich für die synodale Zusammenarbeit ist der Dialog, auch wenn, wie kürzlich die Entscheidung über die Möglichkeit Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, manche Entscheidung zäh errungen wird. Der geschwisterliche Geist, in dem die Diskussionen darüber geführt wurden, war für mich ein Highlight unserer kirchlichen Gesprächskultur.

Der Landeskirchenrat, dem neben den vier Regionalbischöfinnen und drei Regionalbischöfen die Abteilungsverantwortlichen aus dem Landeskirchenamt und der Landesbischof angehören, ist neben der Landessynode und dem Landessynodalausschuss ein weiteres der vier »kirchenleitenden Organe«. Unter dem Vorsitz des Landesbischofs als primus inter pares handeln die Mitglieder nach dem Kollegialprinzip: Sie stehen in kollegialer Verantwortung und tragen Entscheidungen gemeinsam.


Nicht nur Katholiken in Bayern

Die Struktur der bayerischen Landeskirche hat viel zu tun mit ihrer Geschichte, die so alt ist wie die Reformation selbst. Die Reformationsgeschichte Bayerns kann hier nur angedeutet werden. Pointiert gesagt: Auch Bayern ist ein Hot-Spot der Reformation. Oder anders gesprochen: Wir befinden uns hier in Kernlanden des Protestantismus. Das muss man in aller Deutlichkeit sagen, als doch der Freistaat normalerweise nicht oder zumindest nicht gleich mit dem Protestantismus in Verbindung gebracht wird. Nicht-Bayern fragen gelegentlich ungläubig: »Da sind doch alle katholisch. Gibt es überhaupt Evangelische in Bayern?« Über die 2,4 Mio. Protestanten in Bayern sind die meisten dann sehr erstaunt.

Denn das bayerische Selbstbewusstsein ist manchmal ein ausgesprochen katholisches. Im Hinblick auf den Raum südlich der Donau wird die Kirchengeschichte gelegentlich bis heute auf eine Kirche verkürzt. Aber selbst, wenn man in Rechnung stellt, dass die Gegenreformation in Altbayern sehr starken Einfluss hatte und reformatorisches Gedankengut dort schnell und gründlich verboten wurde: Seit gut 200 Jahren ist der Protestantismus in seiner lutherischen Ausprägung in ganz Bayern nicht wegzudenken. Man muss nur die Augen aufmachen: Wohin man auch schaut, stößt man auf sichtbare Spuren der Reformation und des reformatorischen Glaubens, vor allem in den fränkischen und schwäbischen Territorien und in den Reichsstädten des Heiligen Römischen Reichs.


Sichtbare Spuren der Reformation

Beginnen wir in Coburg, das damals freilich weder zu Bayern noch zu Franken gehörte, sondern äußerster Zipfel Kursachsens war. Das war der Grund, warum Martin Luther 1530 hier für ein halbes Jahr auf der Veste Coburg als Gast logierte, als in Augsburg der Reichstag stattfand.

Und damit sind wir wieder bei Augsburg, der zweiten Stadt im heutigen Bayern, die für die Reformation bedeutend ist. Luther selbst war 1518 hierher gereist zum Verhör durch den päpstlichen Legaten Cajetan. Wichtiger aber ist die Stadt wegen des nach ihr benannten Bekenntnisses.

Auch Nürnberg ist zu nennen. Die freie Reichsstadt hatte sich bereits im Jahr 1525 der Reformation angeschlossen. Die evangelische Freiheit passte gut zum Profil und zum Selbstbewusstsein einer prosperierenden freien Reichsstadt und ihrer Bürger. Das erste Zeugnis eines eigenständigen fränkischen Luthertums ist die Brandenburg-Nürnbergische Kirchenordnung von 1532.

Wichtig sind auch die fränkischen Markgrafschaften Ansbach und Kulmbach. Dazu zu nennen sind die Städte in Oberschwaben wie Memmingen und Lindau, aber auch Regensburg und Neuburg an der Donau mit dem ersten protestantischen Kirchenbau. Die Geschichte der Reformation ist mit dem heutigen Bayern auf allerengste verbunden.


Ein »Edikt über die Religions­freiheit in Franken und Schwaben«

Trotzdem dauerte es nach der über zwei Jahrhunderte währenden Bekämpfung der evangelischen Lehre bis zum Beginn des 19. Jh., dass Protestanten in Bayern sicher leben und ihre Religion ausüben konnten. 1803 wird in Bayern ein »Edikt über die Religionsfreiheit in Franken und Schwaben« erlassen, das die drei im Westfälischen Frieden reichsrechtlich anerkannten Konfessionen vollkommen gleichberechtigt.

Als zwischen 1806 und 1810 das Königreich Bayern um zahlreiche Herrschaftsgebiete auf seine heutige Ausdehnung erweitert wurde, gab es fortan innerhalb des Landes auch viele evangelische Gebiete. Alle protestantischen Gemeinden des Königreichs wurden 1808 zu einer Kirche vereinigt, der »Protestantischen Gesamtgemeinde«. Das Jahr 1824 setzte dem Monopol der katholischen Kirche in Bayern auch hinsichtlich ihrer Bezeichnung ein Ende: König Max I. Joseph gestattete der »protestantischen Gesamtgemeinde« in seinem Königreich die Bezeichnung »Kirche«.


Umstrittene Figur Hans Meiser

Infolge der Trennung von Kirche und Staat gaben sich die Lutheraner in Bayern am 10. September 1920 ihre erste eigenständige Kirchenverfassung, die der Kirche seither ihren Namen gibt: Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern. Bei der Verabschiedung der Kirchenverfassung wurde Friedrich Veit zum Kirchenpräsidenten gewählt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Veit am 11. April 1933 zum Rücktritt von seinem Amt gedrängt. Mit ihm verschwand auch der Titel »Kirchenpräsident« in Bayern. Alle seine Nachfolger seit dem Jahre 1933, in dem Hans Meiser ihn ablöste, trugen dann den Titel »Landesbischof«.

In den vergangenen Jahren wurde um Hans Meiser, seine Person, sein Wirken und vor allem seine Haltung zum Nationalsozialismus debattiert und heftig gestritten. Seit 2006 wird anhand von Sitzungsdokumenten, Aufzeichnungen aus eigener und anderer Hand sowie anderer historischer Unterlagen eine differenzierte Sichtung und Würdigung seines Lebens und Dienstes vorgenommen. In aller Vorsicht wird man sagen können, dass er versuchte, die evangelisch-lutherische Kirche vor der Einflussnahme der Nazis zu schützen. Das ist ihm gelungen, wenn auch um den hohen Preis, gegenüber dem Unrecht des NS-Staates viel zu oft ­geschwiegen zu haben.


Vertriebene, Flüchtlinge, Spätaussiedler

Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich das Gesicht der bayerischen Landeskirche langsam, aber unaufhaltsam. An einigen Punkten will ich zeigen, wofür sie steht.

Die bayerische Landeskirche ist ungemein vielfältig. Neben den Vertriebenen aus Schlesien, Ostpreußen, Pommern, dem Baltikum nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Flüchtlinge aus Donauschwaben und schließlich die Spätaussiedler aus Russland und Siebenbürgen. Auch wenn nicht alle in Bayern ansässig wurden, so doch sehr viele. Gerade seit den 1980er Jahren sind die Russlanddeutschen und Siebenbürger Sachsens in den evangelischen Gemeinden in Bayern mit ihrer sehr kirchlichen Frömmigkeit stark präsent.

In den letzten Jahren entstand das Bewusstsein für eine weitere Gruppe: die Gemeinden anderer Sprache und Herkunft. Über 250 sind es in ganz Bayern – und zwar solche, die sich selbst als protestantisch bezeichnen. Viele nutzen seit Jahren für einen Spätgottesdienst evangelische Kirchengebäude und pflegen ein intensives Gemeindeleben, oft genug ziemlich unbemerkt von der restlichen Kirchengemeinde. Dass wir uns nun wechselseitig wenigstens bekannt sind, ist ein erster wichtiger Schritt in eine hoffentlich gemeinsame Zukunft. Denn dann würde auch uns deutlich, wie vielfältig und vielgestaltig unsere Kirche ist.


Versöhnte Vielfalt und Ökumene

Das Werkzeug für eine »versöhnte Vielfalt« kennt die Evang.-Luth. Kirche in Bayern sehr gut aus der Ökumene. In der im Jahr 2009 von der Landessynode verabschiedeten Ökumenekonzeption wird ganz unmissverständlich festgestellt, dass lutherisch Sein und ökumenisch gesinnt Sein zwei Seiten derselben Medaille sind. Es ist kein Zufall, dass diese Konzeption im Vorfeld des 2. Ökumenischen Kirchentages entstanden ist, der im Jahr 2010 in München stattfand. Die Jahre in dessen Vorfeld dienten nicht nur der Vorbereitung, sondern vor allem der Stärkung und Intensivierung der Ökumene zwischen Gemeinden, Einrichtungen und zwischen den unterschiedlichen Gruppen. Durch das ökumenisch gefeierte Reformationsjubiläumsjahr 2017 hat die Ökumene auch in Bayern neuen Rückenwind bekommen.

Aufbauen konnte das alles gut auf die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre, die 1999 – wieder – in Augsburg unterzeichnet wurde. Auch wenn diese Erklärung kein genuin bayerisches Dokument ist, wäre sie wohl ohne bayerische Hintergrundarbeit auf den letzten Metern stecken geblieben.


Pfarrbild der Zukunft

Zwei groß angelegte Prozesse der Evang.-Luth. Kirche in Bayern sorgen innerhalb der Landeskirche für Bewegung und über die Grenze der Landeskirche hinweg für Aufmerksamkeit. Ich halte beide für richtungsweisend, weil sie – in unterschiedlicher Weise – darauf abzielen, die Kirche »zukunftssicher« und ausstrahlungsstark zu machen, soweit dass in unserer Macht liegt.

Von Mai 2014 bis Juli 2015 haben wir einen Prozess durchgeführt, in dem ein Pfarrbild der Zukunft entworfen wurde, das auch unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen lebbar ist und ermöglichen soll, dass Pfarrerinnen und Pfarrer auch durch ein ganzes Berufsleben hindurch ihren Beruf »gut, gerne und wohlbehalten« ausüben. 2000 Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Ehrenamtliche haben ihre Vorstellungen und Ideen dafür eingebracht und das »Pfarrbild der 2000« entwickelt. Am Ende sind daraus 21 Empfehlungen erwachsen, die von Landeskirchenrat und Landessynode beschlossen wurden und nun schon größtenteils angegangen oder umgesetzt sind. Verbesserte Formen der Pfarramtsassistenz gehören genauso dazu wie Dienstordnungen, die der Begrenzung der Aufgaben dienen, aber auch dazu helfen sollen, aus der Vielzahl der Aufgaben diejenigen herauszuarbeiten, bei denen das eigene Herz besonders schlägt. Zu den Empfehlungen gehören auch der erleichterte Zugang zur Supervision sowie die elf Möglichkeiten für Vakanzvertretungen, ­wozu auch Springerstellen zählen.


»Profil und Konzentration«

Gegenwärtig nimmt der Zukunftsprozess »Profil und Konzentration« (PuK) volle Fahrt auf. Wir haben uns vorgenommen, vor allem drei Dinge anders zu machen als das in vielen früheren Reformprozessen der Fall war:

Erstens soll das Nachdenken nicht bestimmt sein von unmittelbaren Sparzielen und Umstrukturierungen, in denen Kürzungsvorschläge enthalten sind und die deswegen spontane Angst- und Abwehrreflexe auslösen. Vielmehr soll gründlich reflektiert werden, welche Aufgabe wir als Kirche in der Zukunft haben und welche Vision von Kirche daraus entsteht, bevor festgelegt werden kann, wohin in der Zukunft welche Ressourcen fließen sollen.

Zweitens sollen keine Reformen von oben verordnet werden, sondern in einem breiten Beteiligungsprozess das Expertenwissen in den Gemeinden und Regionen abgerufen werden, um die besten Lösungen zu finden.

Drittens soll sich das Nachdenken aus theologischer Reflexion und geistlicher Praxis gleichermaßen speisen. Der theologische Leitsatz lautet: »Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern gibt Zeugnis von der Liebe des menschgewordenen Gottes. Sie orientiert sich am Auftrag der Heiligen Schrift und organisiert ihre Arbeitsformen und ihren Ressourceneinsatz konsequent auf das Ziel hin, dass Menschen mit ihren heutigen Lebensfragen einen einfachen Zugang zu dieser Liebe finden.«

Ausgangspunkt ist die Konzentration auf fünf Grundaufgaben der heutigen Kirche. Sie bilden den Rahmen für den Einstieg in eine Diskussion über Schwerpunkte kirchlicher Arbeit überhaupt. In der Beschreibung dieser Aufgaben wird die Brücke geschlagen vom Auftrag der Bibel zu den Bedürfnissen der Menschen. Deswegen wird nicht in erster Linie nach dem Erhalt bisheriger kirchlicher Arbeitsformen gefragt, sondern der Blick geöffnet für mögliche neue Wege.

Als Grundaufgaben, die in allen kirchlichen Handlungsräumen erfüllt sein sollten, nennt »Profil und Konzentration«: 1. Christus verkündigen und geistliche Gemeinschaft leben, 2. Lebensfragen klären und Lebensphasen seelsorgerlich begleiten, 3. christliche und soziale Bildung ermöglichen, 4. Not von Menschen sichtbar machen und Notleidenden helfen, 5. nachhaltig und gerecht haushalten. Mit diesen Aufgaben wird in der gesamten Landeskirche auf allen Ebenen gearbeitet. Fragestellung kann sein: Wo soll zu jeder dieser Grundaufgaben Energie fließen, was soll konkret vertieft werden? Oder: Welche Arbeit kostet uns viel Energie, weil sie sich vielleicht überholt hat oder an aktuellen Aufgaben vorbeigeht?


Zukunftsprozesse müssen nicht bedrohlich sein

Schon jetzt ist deutlich geworden, wie viele gute Beispiele es in unserer Kirche gibt, die diesen Grundaufgaben in überzeugender Weise entsprechen. Sie sichtbar zu machen, ist allein schon ein wichtiger Gewinn aus dem Zukunftsprozess. Genauso wichtig ist die Frage, was wir zukünftig sein lassen, basierend auf einer inhaltlichen Debatte vor Ort. Darüber hinaus erkunden wir, wie das Netz untereinander und kirchliche Strukturen in der Zukunft aussehen können, um die Kraft gemeindlichen Lebens und die Chancen übergemeindlicher Zusammenarbeit miteinander zu verbinden. In Erprobungsdekanaten werden die Ergebnisse umgesetzt und auf ihre Gangbarkeit für die ganze Landeskirche geprüft werden. Schon jetzt zeigt sich, dass Zukunftsprozesse nicht bedrohlich sein müssen, sondern motivierend sein können und ungeahnte kreative Potentiale freisetzen.

Vielfältig, ökumenisch, offen für die Zukunft – so erlebe ich die Evang.-Luth. Kirche in Bayern. Herzlich willkommen!

Landesbischof
Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 6/2018

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