Streifzüge durch die Literatur, Teil III: Thomas Mann
Martin Luther und die Dichter

Von: Karl-Josef Kuschel
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Die Persönlichkeit Martin Luthers hat immer wieder Dichter und Schriftsteller dazu angeregt, sein Leben, sein Denken, seine historische Rolle in der Reformationszeit literarisch wiederzugeben und zu gestalten. Karl-Josef Kuschel hat aus der Fülle des Materials drei ­literarische Positionen ausgewählt, die er in einem mehrteiligen Beitrag im Deutschen Pfarrer­blatt vorstellt. In einem ersten Teil ging es um ein Gedicht von Ludwig Uhland, im zweiten Teil um das Lutherbild von Heinrich Heine. Der abschließende dritte Teil hat nun Thomas Manns literarische Annäherung an Martin Luther zum Thema.*


Katechismus-Examen

Seit 1901 ist er ein Stern am Himmel deutschsprachiger Literatur. Ganze 26 Jahre ist er alt, als er seinen ersten Roman »Buddenbrooks« veröffentlicht, geistig geprägt nicht vom Protestantismus lutherischen Profils, sondern nach eigenen Angaben vom »Dreigestirn« seiner Jugend: Arthur Schopenhauer, Richard Wagner und Friedrich Nietzsche. Gewiss: »Ich bin Lutheraner und schulde der deutschen protestantischen Tradition, in die ich sozusagen hineingeboren wurde und die wesentlich zu meinem geistigen und kulturellen Werdegang beigetragen hat, sehr viel«, kann der beinahe 80jährige Thomas Mann noch 1951 in der Rückschau schreiben (An die gesittete Welt. Politische Reden und Schriften im Exil, Frankfurt/M. 1986, 790f). Aber die literarischen Anfänge stehen eher im Zeichen einer distanzierenden Parodierung des protestantischen Milieus, in das Thomas Mann 1875 in Lübeck hineingeboren wird.

Wer die »Buddenbrooks« kennt, wird sich an die allererste Szene erinnern, mit der der Autor sein Werk nicht zufällig eröffnet. Die kleine Tony Buddenbrook sitzt mit ihren acht Jahren auf dem Schoss des Großvaters Jean, und dieser hat seinen Spaß daran, seine Enkelin mit einer Katechismus-Frage zu testen. Nur mit Hilfe ihrer dabei sitzenden Großmutter kann die Kleine das Auswendiggelernte herausstottern. »Was ist das – Was – ist das …«, beginnt der Großvater aufmunternd, zugleich der allererste Satz des Romans, und Tony bringt mühsam hervor: »Ich glaube, dass mich Gott … geschaffen hat samt allen Kreaturen. … Dazu Kleider und Schuhe … Essen und Trinken, Haus und Hof, Weib und Kind, Acker und Vieh«. An dieser Stelle aber bricht der alte Jean Buddenbrook in Gelächter aus, als ob er nur darauf gewartet hätte: »Er lachte vor Vergnügen, sich über den Katechismus moquieren zu können, und hatte wahrscheinlich nur zu diesem Zweck das kleine Examen vorgenommen. Er erkundigte sich nach Tonys Acker und Vieh und fragte, wie viel sie für den Sack Weizen nähme und erbot sich, Geschäfte mit ihr zu machen.« (1,1, 10)

Worauf die kleine Tony Buddenbrook getestet worden war, war die Erläuterung zum ersten Artikel des zweiten Hauptstückes des Kleinen Katechismus von Martin Luther, der Thomas Mann in einer Lübecker Ausgabe von 1837 vorlag. Diese Erläuterung beginnt denn auch in der Tat mit »Was ist das?« und fährt fort: »Ich glaube, dass Gott mich geschaffen hat …« bis zu der Stelle »… deß Alles ich ihm zu danken und zu loben, und dafür zu dienen und gehorsam zu seyn schuldig bin. Das ist gewißlich wahr.« (1,2, 230). Die mokante Parodie aber auf den lutherischen Katechismus und das Gelächter, in das Thomas Mann den alten Buddenbrook ausbrechen lässt, unterstreichen bereits die Gebrochenheit der lutherischen Glaubenswelt, die in der Großvater-Generation beginnt und in der Enkelgeneration sich durchgesetzt hat.


Luther im Zwielicht des Faschismus in Deutschland

Doch die Beschäftigung mit einer so epochalen Gestalt wie Martin Luther war damit nicht erledigt. Dazu war Thomas Mann bis nach dem 1. Weltkrieg viel zu sehr deutschnationaler Patriot, um nicht wie viele andere auch stolz zu sein auf den »großen Mann deutscher Nation«, wie er Luther nennen kann. Auch Thomas Mann bedient diesen Topos deutschnationaler Lutherverehrung, den schon Heine und Uhland bedient hatten, die bei ihm zunächst aber ohne alle Heinesche Ironie und Ambivalenz auskommt. Nachzulesen in seinem Riesenessay »Betrachtungen eines Unpolitischen«, der unmittelbar nach dem 1. Weltkrieg 1918 veröffentlicht wird. Hier grenzt Mann sich programmatisch von zwei Seiten ab: von einem Republikanismus französischer Herkunft ebenso wie von einem Kollektivismus russischer Herkunft und plädiert zugleich für einen dritten Weg Deutschlands als Land der Mitte, einen deutschen Sonderweg zwischen den Blöcken.

Martin Luther dient dabei seinen Interessen. »Unpolitisch«, ja »apolitisch« sei Luther gewesen, erklärt Thomas Mann, ein »religiöses Genie«, um »Christus bekümmert«, aber »nicht um Politik«. Gewiss: Die Wirkung der Revolte Luthers gegen Rom besitze mit der Figur des allgemeinen Priestertums aller Glaubenden unleugbar »demokratischen Charakter«, meint der Autor, doch die »eigentliche und tiefste Wirkung« Luthers sei antidemokratisch gewesen, denn in dem Maße, in dem Luther die religiöse »Freiheit und Selbstherrlichkeit des deutschen Menschen« vollende, verinnerliche er sie zugleich und entrücke sie damit aus der Sphäre der Politik. Kein Zufall deshalb, dass von Luther her auch das Bündnis des Protestantismus mit der Musik datiere, dieser abstrakten und unpolitischen Kunst par excellence.

»Die Erziehung der Deutschen zur Musik begann mit Martin Luther«, kann Thomas Mann schreiben, und nennt den Reformator in diesem Zusammenhang einen »Pädagogen von herausfordernd nationalem Gepräge, Theosoph, Religionslehrer und Musiker in einer Person und so sehr in einer, dass Musikalität und Religiosität bei ihm kaum auseinanderzuhalten sind, dass in seiner Seele eins fürs andere steht, wie es deutschem Wesen seither geblieben ist.« (XII, 319f)


Luther und das »deutsche Wesen«

Wieder das Thema: Luther und das »deutsche Wesen«. Das aber hatte jetzt, 100 Jahre nach Heine, alle französische Leichtigkeit verloren. Jetzt, um 1900, nach Gründung des deutschen Reichs unter Führung eines protestantischen Kaisers ist Luther noch mehr als zuvor Demonstrationsobjekt deutschen Nationalstolzes. Das Luther-Jubiläum von 1917, mitten im Krieg, war eine Aufwallung des Deutschtums gewesen, so wie das von 1883, als man nach der Reichsgründung des 400. Geburtstags Luthers gedachte.

Bis heute unvergessen die ungemein wirkmächtige Rede des deutschnationalen Historikers Heinrich von Treitschke »Luther und die deutsche Nation«. Es schreibt für Generationen ein nationalistisch aufgeladenes Luther-Bild fest: Der Weg zur deutschen Einigung unter preußischer Führung? Kein Geringerer als Martin Luther habe ihn gebahnt und so zur Größe des Deutschen Reiches beigetragen. Otto von Bismarck? Der kongeniale Nachfolger Luthers! Die Deutschen? Nur sie seien in der Lage, Luther richtig zu verstehen. Warum? Luther habe das tiefste Innere des deutschen Volkes verkörpert.

Und diese Überzeugung spiegelt sich auch in einem Detail aus Thomas Manns Leben. 1918 hatte er einem Münchner Bildhauer den Auftrag zu einer Skulptur gegeben, der früher schon Büsten von ihm und seiner Tochter Erika angefertigt hatte: »Bestellte den Jungen Luther in Eisen für mein Zimmer u. freue mich herzlich darauf«, notiert er sich im Nov. 1918 in sein Tagebuch (Tb 1918-1921, 54). Ein Luther »in Eisen« im Arbeitszimmer von Thomas Mann! Wir halten das Bild für einen Moment fest.

Umso schärfer nun der Kontrast – 20 Jahre später. Tagebucheintrag vom 20. Oktober 1937: »N.[Nietzsche] über die Deutschen: ›Ein Volk, das sich der Intelligenz eines Luther unterordnet!‹ – Nein Hitler ist kein Zufall, kein illegitimes Unglück, keine Entgleisung. Von ihm fällt ›Licht‹ auf Luther zurück, und man muss diesen weitgehend in ihm wiedererkennen. Er ist ein echtes deutsches Phänomen.« (Tb 1937-1939, 119)


Hitler und Luther

Von Hitler fällt ein »Licht« auf Luther zurück? Ja, in Adolf Hitler muss man Luther »weitgehend wiedererkennen«? Was ist passiert, dass Thomas Mann auf einmal solche Linien ausziehen kann? Passiert ist – knapp gesagt – im Vergleich zu 1918 die Verfallenheit des deutschen Volkes nicht nur an den reichsdeutschen Nationalstolz, sondern an einen demagogischen Verführer, rücksichtslosen Diktator und mörderischen Rassisten vom Schlage Hitlers. 1937 sind er und Seinesgleichen in Deutschland schon vier Jahre an der Macht und sitzen sicherer im Sattel denn je.

In diesen vier Jahren werden deutsche Bürger jüdischer Herkunft systematisch mit Hasskampagnen überzogen, entrechtet und aus Deutschland herausgedrängt, herrscht Terror gegen Andersdenkende, werden demokratische Parteien verboten, ungezählte Intellektuelle, Künstler und Wissenschaftler außer Landes getrieben, darunter Thomas Mann, der sich und seine Familie mit dem Machtantritt der Nazis ins Exil gedrängt, dann ausgestoßen und ausgebürgert sieht. Und das ihm, der sich – spätestens seit dem Nobelpreise für Literatur 1929 – als »Repräsentant« der deutschen Kultur gesehen hat. Jetzt ist er unfreiwillig zu deren »Märtyrer« geworden. Und der Hass auf alle die, die ihm das angetan haben, sitzt tief in Thomas Mann.

1937 lebt er noch im Exil in der Schweiz, und die Frage ist brennender denn je: Wie war das möglich, dass ein Volk von Kultur und Niveau einem solchen verbrecherischen Demagogen hatte folgen können? Einem Mann, der die Deutschen dann auch noch nur zwei Jahre später in einen völkermordenden Krieg führen und Millionen von Juden in KZs fabrikmäßig töten lassen wird? Ein geschichtlich beispielloses Ausmaß an Verrohung und Schändung des Humanum ist sichtbar geworden.

Und Luther? Er ist von der Nazi-Propaganda und den sich an die Nazi-Ideologie anbiedernden Deutschen Christen schamlos ausgenutzt worden. Das deutschnationale sieht sich zu einem faschistischen Luther-Bild umgebogen und radikalisiert: Luther ist zum Urbild des heldischen arischen Menschen und gewaltiger deutscher Streiter gegen undeutsches Wesen geworden, vor allem aber zum Kronzeugen des Antisemitismus mit seinem vor allem in den Spätschriften zutage tretenden abgründigen Judenhass. Dass man Hitler in Luther »weitgehend wiedererkennen« könne, diese Beobachtung ist keine Erfindung Thomas Manns. Luther und Hitler wurden verstanden als die Retter und Führer aus deutscher Not, beide von Gott gesandt, um dem deutschen Volk wieder eine Seele zu geben.


Pakt mit dem Teufel

Als alles vorbei ist, zieht Thomas Mann schonungslos Bilanz und versucht, den Ursachen der deutschen Katastrophe nachzugehen. Literarisch führt das 1944/45 zu einem doppelten Ergebnis: zu einem in seiner diagnostischen Schärfe beispiellosen Vortrag über »Deutschland und die Deutschen« und zu einem neuen großen Roman, »Doktor Faustus«, der 1947 erscheint, ein Roman über einen Komponisten, der um der Schaffung genialer Kunstwerke willen einen Pakt mit dem Teufel eingeht und der für Mann gerade so zu einer Symbolfigur des deutschen Charakters und Schicksals geworden ist.

Der Mensch in seinem Größenwahn im Pakt mit dem Teufel: in der deutschen Kultur steht dafür die Figur des Doktor Faust. Unser »größtes Gedicht«, schreibt Thomas Mann, Goethes »Faust«, hat nicht zufällig zum Helden den Menschen, »der sich aus vermessenem Erkenntnistriebe der Magie, dem Teufel ergibt«. Und haben die Deutschen nicht genau diese faustische Fratze in den Jahren des Faschismus sichtbar gemacht, indem sie sich verführen ließen von teuflisch-dämonischem Größenwahn: Herrenrasse, Raumeroberung, Weltherrschaft. Für Mann besteht kein Zweifel: Es gibt »eine geheime Verbindung des deutschen Gemütes mit dem Dämonischen« (E V, 264). Und »wo der Hochmut des Intellektes sich mit seelischer Altertümlichkeit und Gebundenheit gattet, da ist der Teufel«!

Thomas Mann wörtlich: »Und der Teufel, Luthers Teufel, Faustens Teufel, will mir als eine sehr deutsche Figur erscheinen, das Bündnis mit ihm, die Teufelsverschreibung, um unter Drangabe des Seelenheils für eine Frist alle Schätze und Macht der Welt zu gewinnen, als etwas dem deutschen Wesen eigentümlich Naheliegendes. Ein einsamer Denker und Forscher, ein Theolog und Philosoph in seiner Klause, der aus Verlangen nach Weltgenuss und Weltherrschaft seine Seele dem Teufel verschreibt, – ist es nicht ganz der rechte Augenblick, Deutschland in diesem Bilde zu sehen, heute, wo Deutschland buchstäblich der Teufel holt?« (E V, 264)

Aber das einzige, was Mann an der klassischen Figur fehlt, ist die Tatsache, dass Faust kein Musiker ist. Denn die Musik? Sie ist das eigentliche »dämonische Gebiet«, Kalkül und Rausch zugleich. Konsequenz: Soll Faust »der Repräsentant der deutschen Seele sein, so müsste er musikalisch sein; denn abstrakt und mystisch, i.e. musikalisch ist das Verhältnis des Deutschen zur Welt, – das Verhältnis eines dämonisch angehauchten Professors, ungeschickt und dabei von dem hochmütigen Bewusstsein bestimmt, der Welt an ›Tiefe‹ überlegen zu sein.« (E V, 265)


»Eine riesenhafte Inkarnation deutschen Wesens«

Damit gerät Martin Luther ins Visier von Thomas Mann, genauer: das nationalistisch-faschistische Luther-Bild, die Luther-Funktionalisierung für ein angebliches »deutsches Wesen«. Entsprechend ist Martin Luther in Thomas Manns Augen »eine riesenhafte Inkarnation deutschen Wesens« und nicht zufällig »außerordentlich musikalisch«, folglich eine typisch deutsche Verschmelzung von Grobheit und Zartheit, von äußerer Kraft und gefühlvoller Innerlichkeit.

Wieder dieses Bild vom Riesen. Was aber bei Uhland und Heine mit Bewunderung gesagt ist (wir Nachgeborene stehen als Zwerge auf den Schultern des Riesen Luther!), wird bei Mann auch in seiner Irrationalität und Unberechenbarkeit thematisiert. Das Riesenhafte ist nicht nur das Bewunderte, sondern auch das Gefürchtete, das Unheimliche, das Bedrohliche. Wer wolle leugnen, dass Luther ein »ungeheuer großer Mann« gewesen sei, kann Mann im selben Zusammenhang auch schreiben und wir hören das Adjektiv »ungeheuer« jetzt mit geschärften Ohren. »Groß in deutschesten Stil«, meint Thomas Mann, »groß und deutsch auch in seiner Doppeldeutigkeit als befreiende und zugleich rückschlägige Kraft, ein konservativer Revolutionär« (E V, 266). Wir erinnern uns an Heines Sätze und die Ambivalenz seiner Diagnose: Er hatte etwas »Unbegreifliches, Mirakulöses« dieser Luther, »etwas tölpelhaft Kluges, etwas erhaben Borniertes, etwas unbezwingbar Dämonisches.«

Diese Heineschen Themen werden jetzt von Mann variiert und verschärft und Motive aus der Zeit vor 1918, Luther und die Musik, werden im Licht der deutschen Katastrophe in ihrer Ambivalenz durchschaut. Noch einmal dieses Einerseits-Andererseits im Luther-Bild: Einerseits Respekt vor der »Größe Martin Luthers«. Auch bei Thomas Mann fallen die üblichen Stichworte, die seit den Zeiten von Aufklärung und Romantik das Luther-Bild profilieren: Bibelübersetzung, Sprengung der scholastischen Fesseln, Gewissensfreiheit, Beförderung der Demokratie nach der Devise »Jedermann sein eigener Priester«. Kurz: Luther »ein Freiheitsheld«! Andererseits aber: »ein Freiheitsheld in deutschem Stil«, fügt Thomas Mann jetzt kühl an, denn er, Luther, habe von Freiheit nichts verstanden. Von der »Freiheit eines Christenmenschen« schon, die aber meine er nicht. Er meine »die Freiheit des Staatsbürgers«, die hätte Luther nicht nur kalt gelassen, vielmehr seien ihre Regungen und Ansprüche ihm »in tiefster Seele zuwider« gewesen. Beispiel Bauernkriege. In seiner »Innerlichkeit« habe es Luther mit dem Apostel Paulus gehalten: »Seid untertan der Obrigkeit, die Gewalt über dich hat«.


Vom Lob des Apolitischen zur Kritik am Antipolitischen

Wir registrieren: Im Lichte der deutschen Katastrophe 1945 glaubt Thomas Mann durchschaut zu haben, welche Rolle Luther im deutschnationalen-faschistischen Kontext spielt. Als Zeitzeuge hatte er hautnah miterlebt, welche Folgen Luthers angebliche Nichtpolitik gehabt hat, die er ihm zuvor noch zustimmend attestiert hatte. Von einem Lob für das Apolitische wie noch 1918 ist jetzt bei Mann nicht mehr die Rede. Im Gegenteil: Dass das deutsche Volk sich dem Hitler-Regime derart fügen konnte, hat in seiner Lesart jetzt mit einer durch die lutherische Zwei-Reiche-Lehre gestärkten Untertanengesinnung zu tun, die Widerstand gegen eine legitimierte Obrigkeit ausschloss: »Seine antipolitische Devotheit, dies Produkt musikalisch-deutscher Innerlichkeit und Unweltlichkeit, hat nicht nur für die Jahrhunderte die unterwürfige Haltung der Deutschen vor den Fürsten und aller staatlichen Obrigkeit geprägt; sie hat nicht nur den deutschen Dualismus von kühnster Spekulation und politischer Unmündigkeit teils begünstigt und teils geschaffen. Sie ist vor allem repräsentativ auf eine monumentale und trotzige Weise für das kerndeutsche Auseinanderfallen von nationalem Impuls und dem Ideal politischer Freiheit. Denn die Reformation, wie später die Erhebung gegen Napoleon, war eine nationalistische Freiheitsbewegung.« (E V, 269)

Und einmal in Fahrt, wird Mann nach all den geschichtlichen Erfahrungen mit einem durch den deutschen Protestantismus lutherischer Prägung widerstandslos hingenommenen Hitler-Regime sehr grundsätzlich und sehr persönlich. Die unheimliche Größe Luthers schimmert durch, wenn Mann jetzt formuliert: »Ich liebe ihn nicht, das gestehe ich offen. Das Deutsche in Reinkultur, das Separatistisch-Antirömische, Anti-Europäische befremdet und ängstigt mich, auch wenn es als evangelische Freiheit und geistliche Emanzipation erscheint, und das spezifisch Lutherische, das Cholerisch-Grobianische, das Schimpfen, Speien und Wüten, das fürchterlich Robuste, verbunden mit zarter Gemütstiefe und dem massivsten Aberglauben an Dämonen, Incubi und Kielkröpfe, erregt meine instinktive Abneigung. Ich hätte nicht Luthers Tischgast sein mögen, ich hätte mich wahrscheinlich bei ihm wie im trauten Heim eines Oger gefühlt und bin überzeugt, dass ich mit Leo X., Giovanni de Medici, dem freundlichen Humanisten, den Luther ›des Teufels Sau, der Babst‹ nannte, viel besser ausgekommen wäre.« (E V, 266)


Mit den Medicis gegen Luther

Im Zweifelsfall auf der Seite Giovanni de Medicis gegen Luther! Wie zum Trotz ist das gesagt: Er, Thomas Mann, hätte sich im Papstpalast des Medici-Sprosses sicher kultivierter unterhalten (in Gesellschaft möglicherweise des großen Raffael, der Leo X. gemalt hat) als im »trauten Heim eines Oger«. Eine dreiste Spitze gegen Luther, wenn man weiß, dass ein Oger ein menschenfressender Riese ist, der zum Schreckensrepertoire der Märchen gehört. Es ist ein ganz und gar ironisches Spiel mit Rollen, das Mann hier inszeniert: Hier Leo der »freundliche Humanist« aus der Glanzzeit der Renaissance, dort Luther, der unheimliche deutsche Riese; hier der versöhnende, um die Komplexität der Gegensätze wissende Humanismus, dort eine polarisierende, spalterische Lutherei. Das kostet Thomas Mann aus. Natürlich weiß auch er, dass es Leo X. war, der mit der Bulle Exsurge Domine vom 15. Juni 1520 insgesamt 41 Schriften Luthers verurteilt und mit der Bulle Decet Romanum Pontificem vom 3. Januar 1521 Luther exkommuniziert hatte, so den Kampf um die Reform der Kirche verschärfend, ohne an den innerkirchlichen Missständen irgendetwas zu ändern.

Aber nicht daran ist Mann interessiert, verletzt wie er ist, traumatisiert von dem, was der Faschismus an destruktiven Energien im Deutschtum hatte freisetzen können und sich dabei auch noch auf Martin Luther berufen hatte. Zeile für Zeile spürt man denn auch in der »Deutschland«-Schrift die Verletzung in Thomas Manns Seele, die tiefe Verbitterung über das, was in Deutschlands Namen angerichtet worden war, spürt aber zugleich auch die Leidenschaft, den tieferen geistig-kulturellen Ursachen auf den Grund zu gehen. Warum also Luther? Weil sein Fall Thomas Mann Gelegenheit gibt, den Deutschen einen kritischen Spiegel vorzuhalten, sie mit sich selbst zu konfrontieren. Das hatte Heine auch getan, aber er war ausgehend von Luther an einer Fortschrittsgeschichte des deutschen Geistes interessiert, Thomas Mann viel stärker auch an einer Unheilsgeschichte, die auf Hitler zuläuft, zumal Luther von den Nazis und ihrer kirchlichen Unterstützung schamlos ausgeschlachtet worden war.


Luther, Goethe und Bismarck

1949 nimmt Thomas Mann in einem Essay unter dem Titel »Drei Gewaltige« (19.1) ein weiteres Mal Stellung und setzt sich hier in noch einmal verdichteter Form mit drei Monumentalgestalten der deutschen Geschichte auseinander: Luther, Goethe und Bismarck. Wir verstehen jetzt besser, warum. 1952 gibt Mann selber in einem Brief zu verstehen: »Mein Verhältnis zu der gewaltigen Gestalt Martin Luthers hatte immer dieselbe Ambivalenz wie das zu anderen großen Deutschen, zu Bismarck, zu Wagner. Aber nie bin ich in meinem Herzen dreist gewesen gegen die schicksalshafte Mächtigkeit dieser Gestalt … Dass ein Geist wie Goethe mir näher steht, als Luther, ist schließlich begreiflich. Der hätte sich zum Trubel der Reformation ungefähr so verhalten wie Erasmus und wäre aus Sympathie mit objektiven Ordnungen sicher bei der alten Kirche geblieben. Aber auch er hat gesagt: ›Wir protestieren all, mit Lust‹, und als sein aufblickender Nachkomme fühle ich mich als evangelischer Christ, dessen Bildung und Werk in deutscher protestantischer Kultur ihre Wurzeln haben.« (DüD III, Frankfurt/M 1981, 561)

Nein, fertig mit Luther und seinen Wirkungen auf das deutsche Volk ist Thomas Mann nicht. Im Gegenteil. Es ist, als hätte die kritische Distanz, zu der er sich unter dem Eindruck faschistischer Lutherrezeption gedrängt sieht, sein Interesse für die Geschichte der Reformation eher noch verstärkt. Er ist jetzt fast 80 Jahre alt, hat noch drei Jahre zu leben, bis er im August 1955 stirbt. Er will mehr, er will Präziseres wissen, plant Erzählungen zur Gestalt des Dichters Ulrich von Hutten (1488-1523), der im Bauernkrieg sein Schicksal fand, und zu Erasmus von Rotterdam (1466-1536), dem größten Humanisten seiner Zeit und Zeitgenossen Luthers, der mit seinem »dritten Weg«: Reform der Kirche ohne Reformation, Kirchenkritik oder Kirchenspaltung zwischen Rom und Wittenberg zerrieben worden war. Stefan Zweigs Buch »Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam« von 1934 hatte Mann gelesen, dann auch Biographien und Briefe dieses großen Gelehrten, mehr denn je auf der Seite des auf Ausgleich der Gegensätze bedachten Erasmus und nicht auf Seiten Luthers, mit dem Erasmus eine scharfe Kontroverse über den »freien« oder »unfreien« Willen des Menschen ausgefochten hatte. Neuerscheinungen zur Reformationsgeschichte werden von Mann noch bis in die letzten Monate seines Lebens hinein studiert. Wir sind genauestens darüber informiert und können den Prozess im Detail nachvollziehen (B. Hamacher, 1996).


»Luthers Hochzeit«

Ein literarisches Projekt aber gewinnt genauere Konturen: eine Arbeit direkt zu Martin Luther. Auch dafür betreibt Thomas Mann wie üblich ausführliche Studien, liest Werke von Luther und über Luther. Seine Notate machen auch das für uns transparent. Leider haben wir von der geplanten Dichtung weder eine ausgearbeitete Zeile noch auch nur den Umriss einer Fabel. Was Mann uns hinterlassen hat, sind kurze Tagebucheinträge sowie 47 Oktavseiten handschriftlicher Exzerpte aus Quellen- und Sekundärliteratur. Fest aber stehen immerhin drei Dinge: 1. der Titel der geplanten Dichtung: er sollte »Luthers Hochzeit« lauten, 2. die Gattung: geplant ist ein Drama, und 3. der theatralische Charakter des Stücks: es sollte ein »aufführbares Stück« werden, ein Stück für die Bühne also, kein reines Lesedrama, wobei der Verfasser wohl an eine Komödie gedacht hat.

Seltsam zu denken: Wir hätten als letztes Werk Thomas Manns eine Komödie unter dem Titel »Luthers Hochzeit«. Ob er in diesem Stück seinem bisherigen Luther-Bild andere oder gar neue Aspekte abgewonnen hätte? Wir wissen es nicht. Auch nicht, ob der Dichter jetzt stärker auf die Inhalte von Luthers Theologie eingegangen wäre als in den bisherigen Stellungnahmen. Der Schwerpunkt allerdings liegt auf diesem dramatischen Detail in Luthers Leben im Schicksalsjahr 1525, in dem auch Thomas Münzer geendet war: der damals hochumstrittene, kühne Doppelentschluss Luthers, erstens als ehemaliger Mönch sich aus biblischen Gründen nicht mehr an das Zölibatsversprechen gebunden zu fühlen und zu heiraten, und zweitens eine ehemalige Nonne, Katharina Bora, zur Frau zu nehmen, lässt zumindest unterstellen, dass Mann bestimmte bisher nur skizzenhaft angedeutete Komplexe der Vita Luthers hatte vertiefen wollen: die Rolle der Frau etwa und der Geschlechtlichkeit allgemein, der Ehe, die Beziehung der Geschlechter und der Generationen. Und damit der ganze Komplex von Gnade und Welt, von Geistigkeit und Sinnlichkeit.


Ein Fazit?

Unter die Schriftsteller*innen zu geraten, ist nicht nur ein Vergnügen. Wer Heldenverehrung erwartet hat, Denkmalpflege im Stile des Luther-Denkmals zu Worms, 1868 eingeweiht, wird ebenso enttäuscht werden wie der, der bei den Dichtern das ergriffene Nachsprechen seiner Schlüsselbotschaften sucht: solus Christus, sola scriptura, sola fide, sola gratia. Illustrationen von Topoi lutherischer Theologie ist das Interesse der Schriftsteller*innen nicht: Rechtfertigung des Sünders? »Freiheit eines Christenmenschen«? Gewissensqual »Wie finde ich einen gnädigen Gott?« Wenn es in der Welt der Dichter um Luther geht, dann ist er nicht Vorbild für Christusfrömmigkeit, sondern Anlass für eine Auseinandersetzung mit der jeweiligen Zeit, eine Spiegelfigur eigener Identitätsfragen, eine Diagnosegestalt für Widersprüche und Uneingelöstes in seinem Programm und für die zwiespältigen Wirkungen, die es ausgelöst hat.

Ich habe zu zeigen versucht: Ob Uhland, Heine oder Thomas Mann – in jedem der Luther-Bilder spiegelt sich eine Auseinandersetzung mit der eigenen Zeit. Uhland sah Luther buchstäblich im Licht der Aufklärung, Heine im Licht der Französischen Revolution, beide mit einem befreiungspolitischen Interesse. Für den Exilanten Heine hat mit der Reformation eine Freiheitsgeschichte begonnen, gewiss noch beschränkt auf das Kirchliche und gebremst durch die Bauernkriege, die aber einer konsequenten Übertragung ins Staatlich-Politische heute bedarf. Und gerade bei Thomas Mann changiert das Luther-Bild je nach Zeit und Umständen: Vom Gelächter Johann Buddenbrooks angefangen, der sich über eine heruntergestotterte Antwort aus Luthers Katechismus amüsiert und so schon Mitte des 19. Jh. einen inneren Bruch mit der Gläubigkeit des Protestantismus lutherischer Prägung signalisiert, einen Bruch, der in der Enkelgeneration dann vollzogen ist. Dann die deutschnationale Bewunderung Luthers als »großen Mann deutscher Nation« einschließlich des Aufstellens eines »Luther in Eisen« im eigenen Arbeitszimmer bis hin zur immer wieder neu unter dem Eindruck der deutschen Katastrophe beschriebenen Ambivalenz des deutschen »Wesens«, gespiegelt in diesem »ungeheuer großen Mann«, der Faszination und Befremden, Anziehen und Abstoßung zugleich erzeugt. An dessen Tisch hätte man nicht sitzen mögen und doch fordert er zu immer neuen Deutungen bis in die letzten Lebensmonate heraus.

Deshalb wollen wir noch einen Brief beachten, den Thomas Mann 1950 an die evangelische Gemeinde der Weimarer Herderkirche geschickt hat. Das Preisgeld von 20.000 Mark, das ihm die DDR mit dem 1949 verliehenen Goethe-Preis überreicht hatte, hatte er zum Wiederaufbau der Herderkirche gestiftet. In der Zwischenzeit war ihm Kritik an seinem Luther-Bild nicht verborgen geblieben. Sie hatte sich vor allem auf den Vortrag »Drei Gewaltige« bezogen, in dem er seine Luther-Kritik wie nie zuvor verdichtet und in scharfen Kontrasten zugespitzt hatte. Evangelische Theologen hatten ihm »Missdeutung, Entstellung der Gestalt des Reformators, ja … eine grobe Geschichtsfälschung« vorgeworfen (19.2, 743).

Thomas Mann nutzt den genannten Brief, um dagegen zu halten. Er habe, schreibt er nach Weimar, Luther »zusammen mit Goethe und Bismarck als Angehörigen eines Riesengeschlechts von eigentümlicher Charaktermischung und das Zarte wie das Gewaltige, das Lyrische wie das Dramatische, das Revolutionär-Demokratische wie das Rückschlägig-Mittelalterliche in seinem Bilde betont. Es sei »eine rasche Charakterskizze« gewesen, die »nichts von Ehrfurchtlosigkeit« gehabt hätte, »weder vor dem großen Manne noch vor der Wahrheit«. Und Mann fügt hinzu: »Um keine Ehrfurcht vor Luther zu empfinden, müsste ich so dumm sein wie meine Kritiker, die nichts können, als nach Gelegenheiten zur Entrüstung zu haschen.« (DüD III, 465) Lebhaft zugestimmt hätte Thomas Mann deshalb einem Goethe-Wort, das wir den Aufzeichnungen von Goethes Sekretär Eckermann entnehmen: »Wir wissen ja nicht, was wir Luthern und der Reformation im Allgemeinen alles zu danken haben. Wir sind frei geworden von den Fesseln geistiger Borniertheit, wir sind in Folge unserer fortwachsenden Kultur fähig geworden, zur Quelle zurückzukehren und das Christentum in seiner Reinheit zu fassen.« (Bornkamm, 218) – Und wer wollte hier dem großen Dichter widersprechen!


Herangezogene Literatur

I. Quellen:

Werke:

Thomas Mann, Buddenbrooks. Verfall einer Familie. Roman (1901), Frankfurt/M. 2002 (Große kommentierte Frankfurter Ausgabe Bd. 1.1; Kommentarband 1.2)

Thomas Mann, Deutschland und die Deutschen (1945), in: Essays Bd. 5, hrsg. v. H. Kurzke u. St. Stachorski, Frankfurt/M. 1996, 260-281 (abgek. Zit. mit »E« plus arab. Bandzahl plus Seite)

Thomas Mann, Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde (1947)

Thomas Mann, Die drei Gewaltigen (1949), in: Essays Bd. VI (1945-1950), hrsg. v. H. Lehnert, Frankfurt/M. 2009, 650-660 (Große kommentierte Frankfurter Ausgabe Bd. 19.1.; Kommentarband 19.2; abgek. zit. mit »E« plus röm. Bandzahl plus Seite)

Thomas Mann, Luthers Hochzeit (entst. 1955), in: B. Hamacher, Thomas Mann letzter Werkplan »Luthers Hochzeit«. Edition, Vorgeschichte und Kontexte, Frankfurt/M. 1996, 181-284


Briefe:

H. Wysling – M. Fischer (Hrsg.), Dichter über ihre Dichtungen: Thomas Mann. Teil III: 1945-1955, Frankfurt/M. 1981 (abgek. zit. mit DüD plus röm. Ziffer plus Seite)


II. Sekundärliteratur:

H. Bornkamm, Luther im Spiegel der deutschen Geistesgeschichte, Göttingen 2. Aufl. 1970

K. Aland, Martin Luther in der modernen Literatur. Ein kritischer Dokumentarbericht, Witten-Berlin 1973

ders., Martin Luther in der modernen Literatur, in: Luthers Sendung für Katholiken und Protestanten, hrsg. v. K. Lehmann, München-Zürich 1982, 116-146

H. Fuhrmann, Unüberwindliche Ambivalenz: Thomas Mann und Martin Luther, in: ders., Literatur, Literaturunterricht und die Idee der Humanität. Aufsätze und Vorträge, Würzburg 2007, 47-69

B. Hamacher, Thomas Mann letzter Werkplan »Luthers Hochzeit«. Edition, Vorgeschichte und Kontexte, Frankfurt/M. 1996 (Thomas-Mann-Studien Bd. 15)

K.-J. Kuschel, Weihnachten bei Thomas Mann, Düsseldorf 2006

ders., Lob der Gnade – Lob der Vergänglichkeit. Zum doppelten Ausgang des Werkes von Thomas Mann, in: Thomas Mann Jahrbuch 25 (2012), 201-222

H. Lehmann, Luthergedächtnis 1817 bis 2017, Göttingen 2012


Anmerkung:

* Der Beitrag gibt den Hauptvortrag am Tag der Evang. Pfarrerinnen und Pfarrer in Württemberg in Aalen am 9. Oktober 2017 wieder und erschien im Druck als Sonderbeilage zu »Pfarrverein aktuell« (3/2017).



 

Über den Autor

Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, von 1995-2013 als Professor für Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs an der Fakultät für Kath. Theologie der Universität Tübingen; Ko-Direktor des Instituts für ökumenische und interreligiöse Forschung; seit 2015 Mitglied in der Jury zur Verleihung des jährlichen Friedenspreises des Deutschen Buchhandels und Präsident der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft e.V.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 5/2018

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