Vorüberlegungen zu einer Neuausrichtung kirchlichen Handelns bei Taufe, Abendmahl und den Amtshandlungen
»Wer euch hört, der hört mich«

Von: Mathias Lenz
0 Kommentare zu diesem Artikel / Artikel kommentieren

Es ist an der Zeit, über eine neue Ausrichtung des kirchlichen Handelns bei Taufe und Abendmahl sowie bei den Amtshandlungen nachzudenken. Zum einen sind die bisherigen Grundlagen dafür, z.B. die Leitlinien kirchlichen Lebens der VELKD von 20031 oder die Ordnung des kirchlichen Lebens der Evang. Kirche der Union von 1999, älteren Datums und können der seit ca. 10-15 Jahren sich rasant verändernden Position von Kirche in der Gesellschaft sowie der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen insgesamt (Institutionsskepsis, Individualisierung, Digitalisierung, Smart-Technologie) nicht mehr gerecht werden. Ein deutlicher Hinweis darauf ist die Tatsache, dass bereits heute vielfach eine andere Praxis herrscht als die, die in offiziellen Dokumenten vorgesehen ist. Zum anderen hat die fünfte Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung von 2014 festgestellt, dass »anlässlich der Inanspruchnahme von Kasualien … die Partizipation an den Inhalten zurückzugehen [scheint], während die Form weiterhin geschätzt wird«2. Auf diese Entwicklung muss eine Antwort gefunden werden, sollen die Amtshandlungen – und dazu wird bisher oftmals auch die Taufe gezählt – nicht noch stärker zur reinen »Formsache« werden. Drittens schließlich zeigt sich angesichts einer zunehmenden Zahl von Menschen, die ursprünglich aus anderen kulturellen Zusammenhängen kommen, aber jetzt in der Bundesrepublik leben und auch am kirchlichen Leben in den Gemeinden teilnehmen, dass es theologisch notwendig ist, die bisher wie selbstverständlich geltenden Formen und Regeln kirchlichen Handelns im Blick auf eine interkulturelle Öffnung hin zu überprüfen.


Wer handelt in Sakramenten und Amtshandlungen?

Aus meiner Sicht kann die erforderliche Neuorientierung nur gelingen, wenn genauer geklärt wird, wer beim kirchlichen Handeln in Taufe, Abendmahl und Amtshandlungen3 eigentlich handelt. Im Blick auf diese Frage ist es interessant, was auf der Internetseite der EKD zum Thema »Amtshandlungen« zu lesen ist: »Mit Amtshandlungen begleitet die Kirche wichtige Ereignisse im Leben ihrer Mitglieder. Zu den häufigsten Amtshandlungen zählen die Taufe, die Konfirmation, die Trauung und die Bestattung. Zu den sogenannten Kasualien (vom lateinischen Kasus, der Fall) gehören aber auch die Einweihung einer Schule oder die Einführung der Kirchenvorsteher in ihr Amt. Auch sehr persönliche Situationen, wie den Abschied aus dem Berufsleben oder den Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt, kann eine Pfarrerin oder ein Pfarrer mitgestalten. Mit einer Amtshandlung deutet man das persönliche Leben im Licht der biblischen Botschaft und wendet sich an Gott für seinen Segen«4. Hier werden als Subjekte des Handelns »die Kirche«, »eine Pfarrerin oder ein Pfarrer« und »man« genannt. Eine aktive Rolle Gottes kommt in diesem Zusammenhang nicht vor.

Anders Martin Luther, der beispielsweise im Blick auf die Taufe hervorhebt, wie wichtig es ist, »zu wissen, daß man nicht von einem Menschen getauft ist, sondern von der Dreifaltigkeit selbst durch einen Menschen«5. Und auch beim »normalen« Gottesdienst geht Luther selbstverständlich davon aus, dass dieses Geschehen nicht im Agieren von Menschen allein aufgeht, sondern dass dabei ebenso – und im Grunde zunächst und zuerst! – Gott selbst zu Wort kommt. Denn im Gottesdienst geschieht nichts anderes, »denn das unser lieber Herr selbs mit uns rede durch sein heiliges Wort, und wir widerumb mit im reden durch Gebet und Lobgesang«6.

Ich nehme diesen Impuls auf und plädiere dafür, beim Nachdenken über eine Neuausrichtung des kirchlichen Handelns in Taufe und Abendmahl sowie bei den Amtshandlungen das Handeln des dreieinigen Gottes zum Ausgangspunkt für Verständnis und Gestaltung zu machen. Dabei ist selbstverständlich zu beachten, was systematisch-theologisch ganz generell gilt – dass nämlich »das opus Dei, das an sich der reale Grund und Gegenstand unseres Lebens ist, dennoch für uns gar nicht anders explizit präsent und damit in Sprache beschreibbar wird, als durch ein es – dieses opus Dei – im ganzen bekennendes menschliches Leben, zu dem auch dessen Tat des Wortbekenntnisses gehört«7.

Was im Einzelnen und bei Einzelnen von Gott her in Taufe, Abendmahl und bei den Amtshandlungen geschieht, ist also nicht einfach als solches zu identifizieren. Aber dass mehr und anderes geschieht als gerührtes Schniefen vor dem Taufbecken, fragende Blicke angesichts einer Oblate, das Surren einer Kamera seitlich vom Brautpaar oder das Checken von Whatsapp-Nachrichten während der Konfirmationspredigt ist als theologische Tatsache festzuhalten, oder – um es wiederum mit Luther zu sagen: »Da her sind wyr sicher, das unmuglich ist, das nicht Christen seyn sollen, da das Evangelion gehet, wie wenig yhr ymer sey und wie sundlich und geprechlich sie auch seyn sollten«8.


Es gibt keine äußerlichen menschlichen Voraussetzungen

Die erste Konsequenz, die sich für mich ergibt, wenn das Handeln Gottes zum Ausgangspunkt für das Verständnis der Sakramente und Amtshandlungen wird, besteht deshalb in der Überzeugung: Die Menschen, die daran teilnehmen, kommen zunächst vor allem unter der Perspektive in den Blick, dass Gott selbst in diesem Geschehen eine Beziehung zu ihnen aufnimmt. Das heißt: Gott selbst schafft die innere Voraussetzung dafür, dass sich im Empfang der Sakramente oder in der Feier einer Amtshandlung Evangelium ereignet. Das heißt aber auch: Es gibt keine äußere Voraussetzung, die ein Mensch mitbringen muss, um die Sakramente zu empfangen bzw. konfirmiert, getraut oder kirchlich bestattet zu werden. Neben dem Handeln des dreieinigen Gottes spielt bei der Teilnahme allein der ernsthafte Wunsch eines Menschen nach der Taufe, nach Brot und Wein und Gemeinschaft im Abendmahl oder nach einer Amtshandlung eine Rolle. Und auch dieser Wunsch ist nicht als notwendige »Selbstprüfung« (und schon gar nicht als Ergebnis einer Glaubensprüfung durch andere) zu verstehen. Vielmehr geht es (lediglich) darum, festzuhalten, dass einerseits das Beziehungs­geschehen, das von Gott ausgeht, nicht als Automatismus abläuft, das einen Menschen zur Marionette macht. Und auf der anderen Seite muss die Möglichkeit gegeben sein, Leute, die ganz offensichtlich oder ausdrücklich nur Unsinn im Kopf haben, vor die Tür zu setzen.

Das würde bedeuten, dass wir Abschied nehmen von der formal-rechtlichen Kirchenmitgliedschaft als Voraussetzung dafür, dass ­Eltern ihre Kinder taufen lassen können, ­dafür, dass jemand am Abendmahl teilnehmen darf oder die Kirche ihr oder ihm mit einer Amtshandlung dient9.


Bereitschaft zur Gemeinschaft in der Gemeinde Jesu Christi

Die zweite Konsequenz, die sich aus Gottes Handeln als Ausgangspunkt ergibt, besteht dann allerdings auch darin, dass der ernsthafte Wunsch nach Empfang der Sakramente bzw. nach einer Amtshandlung notwendig verbunden ist mit der Bereitschaft zur Gemeinschaft in der Gemeinde Jesu Christi. Denn es geht ja um den dreieinigen Gott, der am Werk ist – um den, der will, »dass allen Menschen geholfen werde« (1. Tim. 2,4); um den, der will, dass wir »einander annehmen wie Christus uns angenommen hat« (Röm. 15,7). Die Beziehung zu diesem Gott ist also nicht zu denken ohne die Beziehung zu Menschen, in der sie konkret wird. Die Beziehung zu Gott führt zur ecclesia visibilis als sichtbarem Zeichen dafür, dass Gottes Wort nicht leer zu ihm zurückkommt, sondern tut, was er will. Deshalb gilt, dass »alle Zeit musse ein heilige christliche Kirche sein und bleiben«10 – nicht als Organisation oder Institution, sondern als »die Versammlung aller Glaubigen, bei welchen das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakrament lauts des Evangelii gereicht werden«11.

Zwar spielt bei Taufe, Abendmahl und Amtshandlungen das Wort-Antwort-Geschehen zwischen Gott und einem Mensch die zentrale Rolle. Aber deshalb geht es noch lange nicht um ein persönliches »Privatvergnügen«, sondern um die Begegnung mit dem dreieinigen Gott selbst und um die Zugehörigkeit zur ecclesia visibilis, die dadurch entsteht. Dass es keine äußeren Voraussetzungen für den Empfang der Sakramente und für die Feier einer Amtshandlung gibt und insbesondere die formal-juristische Kirchenmitgliedschaft nicht zur »Teilnahmebedingung« gemacht werden sollte, hat also nichts damit zu tun hat, dass die Kirche überflüssig wäre. Und es hat erst recht nichts damit zu tun, dass denen, die ohne Voraussetzungen kommen, nur ein »Evangelium light« verkündet werden sollte, bei dem von Gott nur noch »jenes höhere Wesen, das wir verehren«12, übrig bleibt. Im Gegenteil: Je offener wir als Kirche die Einladung Christi »Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken« (Mt. 11,28) weitergeben, umso klarer können und müssen wir bei dem bleiben, was Kirche in ihrem Wesen ausmacht – nämlich die Geschichte Gottes mit seinen Menschen, die in Leben, Tod und Auferweckung Jesu ihr Zentrum und im Kanon der biblischen Schriften ihren Rahmen hat.


Amtshandlungen als Gottesdienste

Die dritte Konsequenz: Wenn beim Nachdenken über Taufe, Abendmahl und Amtshandlungen Gottes Handeln den Ausgangspunkt bildet, dann wird deutlich, dass in jedem Fall das Wort-Antwort-Geschehen zwischen Gott und Mensch der zentrale geistliche Inhalt ist. Daraus folgt aber, dass Amtshandlungen vor allem als Gottesdienste verstanden werden müssen, also nicht als »Rituale« (das sind sie auch, aber nicht in erster Linie), nicht als Anlass für die Inszenierung von Bürgerlichkeit, kultiviertem Geschmack, erlebnisorientiertem Event, öffentlich bekundeter Emotionalität etc. (das sind sie auch, aber nicht in erster Linie) und auch nicht als kirchliches Dienstleistungsangebote, mit dem unterschiedliche Kundenerwartungen befriedigt werden (das sind sie wohl auch, aber nicht in erster Linie).

Daraus folgt auch, dass biblischen Texten bei der Gestaltung von Amtshandlungen eine außerordentliche Bedeutung zukommt. Sie können nicht durch Victor-Hugo-Weisheiten als Konfirmationsspruch, durch Erich-Fried-Gedichte als Lesung im Traugottesdienst oder durch Hermann Hesses »Stufen« als Grundlage für eine Bestattungspredigt ersetzt werden. Gerade die klare Profilierung des Grundcharakters von Amtshandlungen als Gottesdienste macht deutlich, dass die Öffnung kirchlicher Amtshandlungen auch für Menschen, die formal-rechtlich nicht der Kirche angehören, theologisch begründet ist und weder mit mangelnder Grundlagentreue noch mit Anbiederung an den Zeitgeist zu tun hat.


Sakramente und Amtshandlungen unterscheiden sich

Eng verbunden damit ist die vierte Konsequenz: Obwohl es im Blick auf Gottes Handeln keinen Unterschied zwischen den Sakramenten auf der einen und Amtshandlungen auf der anderen Seite gibt (es geht immer um die zentrale Wort-Antwort-Dynamik), bleibt es doch problematisch, z.B. die Einweihung einer Schule in einem Atemzug mit der Taufe zu nennen (so aber der Internettext der EKD s.o.). Zwar sagt Luther mit Recht: »Daraus erkennen wir, dass uns bei jeder Verheißung Gottes zweierlei angeboten wird: das Wort und das Zeichen, so dass wir daraus ersehen, das Wort ist das Testament, das Zeichen aber das Sakrament. … Und wie mehr Kraft in dem Wort als in dem Zeichen liegt, so auch mehr im Testament als im Sakrament. Denn der Mensch kann das Wort oder das Testament haben und gebrauchen ohne das Zeichen oder ohne das Sakrament«13. Aber andererseits steht für ihn auch fest: »Wo du … siehst, dass Taufe, Brot und Evangelium sind, an welchem Ort auch immer, bei welchen Personen auch immer, dort ist unzweifelhaft die Kirche. In diesen Zeichen will Christus uns einigen (Eph 4)«14.

In Taufe und Abendmahl verdichtet sich also die Beziehung, die von Gottes Handeln ausgeht, so, dass beide grundlegend für die Identität von Kirche sind. Das wird man weder für die Mitgestaltung des Abschieds aus dem Berufsleben noch für den Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt durch eine Pfarrerin oder einen Pfarrer (vgl. Internettext EKD) sagen können. Insofern sind bei einer Neuorientierung des kirchlichen Handelns Taufe und Abendmahl auf der einen und die Amtshandlungen auf der anderen Seite je für sich zu bedenken; insbesondere eine allzu selbstverständliche Behandlung der Taufe als eine Amtshandlung unter vielen wird ihrer besonderen Bedeutung nicht gerecht.


Verändertes pastorales Selbst-Bewusstsein

Die fünfte Konsequenz, die sich ergibt, wenn man Gottes Handeln zum Ausgangspunkt des Nachdenkens über eine Neuorientierung des kirchlichen Handelns bei Taufe, Abendmahl und den Amtshandlungen macht, liegt in einem vertieften pastoralen Selbst-Bewusstsein derer, die für Sakramentsverwaltung und Amtshandlungen verantwortlich sind – das jedenfalls ist meine Hoffnung. Dieses Selbst-Bewusstsein zeigt sich zum einen als Bewusstsein der eigenen Verantwortung. »Wir sind Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns« (2. Kor. 5,20), schreibt Paulus und hebt damit hervor, dass Verkündigung (ob in Wort oder Sakrament) ein Auftragsdienst und kein Ausfluss von Selbstverwirklichung ist. Damit wird Demut zu einem wichtigen Aspekt von pastoralem Selbst-Bewusstsein. Zum anderen aber zeigt sich dieses Selbst-Bewusstsein auch als Bewusstsein für die besondere Bedeutung von »Gottes Bodenpersonal«. Denn diejenigen, die taufen, die eine Abendmahlsfeier leiten und die sich bei den Amtshandlungen bemühen, das Evangelium von Jesus Christus so zur Sprache zu bringen, dass darin sowohl Gottes Wort als auch die Lebenssituation von Menschen zur Geltung kommt, können sich mit Recht die Zusage Jesu aus dem Lukasevangelium gesagt sein lassen: »Wer euch hört, der hört mich« (Lk. 10,16).

Dass der dreieinige Gott selbst im kirchlichen Handeln handelt, bedeutet keine Abwertung menschlichen Handelns, sondern gerade dessen Aufwertung. Und darin liegt dann auch der Grund für eine große Freiheit und Widerstandskraft gegenüber wirklichkeitsfremden Leistungsansprüchen, entmutigenden Marginalisierungstendenzen und eigenem Perfektionswahn. So könnte deutlich werden, dass – neben Demut – besonders die Freude an Verkündigung und Gestaltung des Evangeliums das pastorale Selbst-Bewusstsein prägen kann.


Ein Fazit

Die hier skizzierte Neuausrichtung kirchlichen Handelns bei Taufe, Abendmahl und Amtshandlungen kann nach meiner Überzeugung hilfreich sein, um mit den sich bereits vollziehenden und noch anstehenden Veränderungsprozessen in unserer Kirche konstruktiv umzugehen. Ich meine, dass eine inhaltlich von Gottes Handeln her klar profilierte, aber menschlich offene Sakraments- und Amtshandlungspraxis die evangelische Kirche stärkt und eine Resonanz bewirkt, die sich auch auf die Zahl der Kirchenmitglieder positiv auswirkt (wohl nicht in steigenden, aber in sich stabilisierende Zahlen). Dass damit auch die Diskussion um das Verständnis von »Kirchenmitgliedschaft« berührt ist, liegt auf der Hand. Diese Diskussion wird im Blick auf verschiedene Bereiche kirchlicher Wirklichkeit geführt – ich meine, dass die Sakraments- und Amtshandlungspraxis dabei von zentraler Bedeutung sein muss.

Mathias Lenz


Anmerkungen:

1 Leitlinien kirchlichen Lebens der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Handreichung für eine kirchliche Lebensordnung, Gütersloh 2003.

2 Engagement und Indifferenz, Kirchenmitgliedschaft als soziale Praxis, V. EKD-Erhebung über Kirchenmitgliedschaft, Hannover 2014, 130.

3 Zur differenzierten Betrachtung von Taufe und Abendmahl auf der einen und den Amtshandlungen auf der anderen Seite s.u.: die »vierte Konsequenz«.

4 https://www.ekd.de/Kirchliche-Amtshandlungen-10840.htm (zuletzt abgerufen am 16.08.2017).

5 WA 6, 531, 8-9: »nosse se esse baptisatum non ab homine sed ab ipsa trinitate per hominem« (Übersetzung nach Emmanuel Hirsch, Hilfsbuch zum Studium der Dogmatik, Die Dogmatik der Reformatoren und der altevangelischen Lehrer quellenmäßig belegt und verdeutscht, Berlin 19644, 221).

6 WA 49, 588, 16-18.

7 Eilert Herms, Systematische Theologie. Das Wesen des Christentums: In Wahrheit und aus Gnade leben, Bd. 1, §§ 1-59, Tübingen 2017, 63.

8 WA 11, 408, 16-18.

9 Möglicherweise muss man sogar darüber nachdenken, ob nicht auch die Überzeugung, wonach die Taufe Zugangsvoraussetzung zum Abendmahl ist (»baptismus est admissio«), zu modifizieren ist. Denn man kann mit guten Gründen die Auffassung vertreten: »Die Kirche wird nicht durch die Taufe erhalten, sondern durch das Herrenmahl. Denn in ihm – und nicht in der Taufe – hält sich die Kirche an ihren Ursprung« (Eilert Herms, a.a.O., 957).

10 CA VII, BSKL, 61.

11 Ebd.

12 Heinrich Böll, Doktor Murkes gesammeltes Schweigen, 1958.

13 WA 6, 518, 13-19: »Ex quibus intelligimus, in qualibet promissione dei duo proponi, verbum et signum, ut verbum intelligamus esse testamentum, signum vero esse sacramentum … Atque ut maior vis sita est in verbo quam signo. Quia potest homo verbum seu testamentum habere et eo uti absque signo seu sacramento.« (Übersetzung nach: http://gutenberg.spiegel.de/buch/von-der-babylonischen-gefangenschaft-der-kirche-269/2, zuletzt aufgerufen 25.08.2017)

14 WA 7, 720, 36-38: »Ubi enim Baptisma et panem et Evangelium esse videris, quocumque loco, quibuscumque personis, ibi Ecclesiam esse non dubites. In his enim signis vult nos Christus concordare, ut Ephe. Iiii. dicit”. (Übersetzung nach: Klaus Koschorke, Taufe und Kirchenzugehörigkeit in der Geschichte der Kirche – zwei Problemskizzen, in: Christine Lienemann-Perrin (Hg.), Taufe und Kirchenzugehörigkeit. Studien zur Bedeutung der Taufe für Verkündigung, Gestalt und Ordnung der Kirche, München 1983, 500).

 

Über den Autor

OKR Mathias Lenz, Dezernent für Theologie, Archiv und Publizistik im Landeskirchenamt der Evang.-Luth. Kirche in Norddeutschland.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 2/2018

0 Kommentare zu diesem Artikel


Kommentieren Sie diesen Artikel










Bitte geben Sie die angezeigte Zahl in das nachfolgende Textfeld ein



Sicherheitszahl


zurück

Eine Choralkantate über das Gottvertrauen
Beobachtungen zu J.S. Bachs Kantate BWV 93 »Wer nur den lieben Gott lässt walten«
Artikel lesen
Weltweite Kirche im globalen Dorf
Wie Auslandserfahrungen für die Kirchengemeinde fruchtbar gemacht werden können
Artikel lesen
6. Sonntag nach Trinitatis
8. Juli 2018, Apostelgeschichte 8,26-39
Artikel lesen
»Vom Geist bewegt«
Weltmissionskonferenz 2018: Wie sich die missionstheologische Landschaft verändert
Artikel lesen
»Kampf ist für mich nicht das einzige Kriterium des Politischen«
Johannes Raus pietistische Prägungen als Predigersohn
Artikel lesen
Brief aus der Bundeshauptstadt

Artikel lesen
10. Sonntag nach Trinitatis
5. August 2018, Jesaja 62,6-12
Artikel lesen

PDF

Sie können diesen Artikel als PDF-Dokument runterladen.

PDF-Dokument

Impressum

Dieser Text wurde im Deutschen Pfarrblatt veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie hier:

Impressum


Hinweis

Für Adressänderungen sowie Abonnementbestellungen oder –kündigungen wenden sie sich an ihren zuständigen Pfarrverein.

Nur dort können die Daten geändert werden. Vielen Dank!