Eine erste Bilanz
Wie nachhaltig wird das Lutherjahr sein?

Von: Martin Honecker
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Mit dem 31.10.2017 ging nicht nur das sogenannte »Lutherjahr«, sondern auch die gesamte »Lutherdekade« zu Ende. In den Kirchengemeinden vor Ort war offensichtlich vor allem die Zielgerade der Jubiläumsfeierlichkeit ein großer Erfolg. Doch was bleibt nachhaltig davon übrig – im Blick auf Ökumene, Gesellschaft und akademische Theologie, fragt Martin ­Honecker.


Noch ist das Jahr 2017 nicht zu Ende. Aber man kann doch schon Eindrücke wiedergeben und Einsichten formulieren. Vorweg die Feststellung: Jedes Lutherjubiläum seit 1617 hatte sein Thema. 1617 ging es um die konfessionelle Selbstbehauptung des Luthertums gegen Katholizismus und Reformierte. 1717 war geprägt vom Übertritt des sächsischen Kurfürsten zum Katholizismus und einer beginnenden Kritik des Pietismus am orthodoxen Luthertum. 1817 stand unter dem Motto »Freiheit« nach den Befreiungskriegen, zugleich im Zeichen der nationalen Einigung Deutschlands. Im 19. Jh. wurde Luther als Nationalheld gefeiert. Die offiziellen Lutherfeiern im Ersten Weltkrieg 1917 huldigten dem deutschen Luther und erhofften sich dadurch Stärkung im Kampf um nationale Selbstbehauptung. Und 2017? Gibt es ein übergreifendes Stichwort und Thema? Was bleibt?


1. Die Ausgangslage

Den Jubiläumsfeierlichkeiten vorgegeben sind Konstellationen, geschichtliche Voraussetzungen und mentale Rahmenbedingungen. Am Anfang der Vorbereitung stand die Benennung zur Debatte: Lutherjahr oder Reformationsjubiläum oder Reformationsfeier oder Reformationsgedenken? Reformation war doch nicht das alleinige Werk und Verdienst des Reformators. Ohne Melanchthon, Zwingli, Calvin und viele andere gäbe es keine Reformation. Nicht zu übersehen ist das Eingreifen der Fürsten und Obrigkeiten. Und wie steht es mit einer aktiven Mitfeier anderer Konfessionskirchen? Kann man es Katholiken zumuten, die Kirchen- und Glaubensspaltung mitzufeiern? Wer also feiert? Zudem stellt sich bei Jubiläumsfeiern immer das Problem der Deutungshoheit und Legitimität. Wer bestimmt die Gestaltung der Feier, wer feiert mit? Ist es nur eine Selbstfeier der deutschen evangelischen Kirche?

Schon ein Blick auf die Zahlen ernüchtert: Das Christentum als größte Religion zählt 2,1 Mrd. Angehörige. Man zählt neben den Pfingstlern 426 Mio. Angehörige der klassischen protestantischen Denominationen. Lutheraner schätzt man weltweit auf 74 Mio., vertreten durch den Lutherischen Weltbund, neben 80 Mio. Reformierten. Schon angesichts der Statistik ist Vorsicht angeraten und vor Selbstüberschätzung zu warnen.


Symbolfigur Luther

Strittig ist auch das Datum 31.10.1517: Der Anschlag der Ablassthesen an der Schlosskirche zu Wittenberg wird angezweifelt. Der Luther mit dem Hammer ist eine Symbolfigur, ein Memorialbild im kulturellen Gedächtnis. Der Luther des Thesenanschlags sei ein Reformkatholik gewesen1. Der reformatorische Durchbruch ist demnach erst im Gefolge des Ablassstreites in den Jahren 1518-20 erfolgt. Zugespitzt betrachtet feiert man einen Reformkatholiken, nicht den eigentlichen Reformator.

In diesem Zusammenhang sind drei Vorurteile zu vermeiden: Luther war kein Kirchengründer. Er wollte keine neue Kirche schaffen, sondern die Kirche und Christenheit auf den rechten Weg des Glaubens rufen. Dass es zur Kirchenspaltung kam, ist Folge eines Prozesses der Entfremdung zwischen Altgläubigen und reformatorisch gesinnten Theologen und Christen. Luther ist ebenso wenig der Nationalheld der Deutschen; er verstand sich als Glied der gesamten Christenheit. Und schließlich war er kein Freiheitskämpfer. Religionsfreiheit, Menschenrechte und insbesondere Demokratie lagen nicht in der Perspektive des Reformators. Sie sind erst Errungenschaften der Aufklärung. Das nötigt dazu, zwischen der Reformation im 16. Jh. und gegenwärtiger evangelischer Theologie und Kirche zu differenzieren.


Protestantismus und moderne Welt

Der Unterschied wird mit den Begriffen Altprotestantismus und Neuprotestantismus bezeichnet. Den Begriff Neuprotestantismus hat Ernst Troeltsch geprägt (1865-1923)2. Er beschreibt damit die Stellung des Protestantismus zu den Rationalisierungs- und Emanzipationsprozessen seit der Aufklärung. Dadurch entsteht eine kritische Theologie, vor allem in der Exegese und Kirchengeschichtsschreibung. Dies führt insgesamt zu einer Modernisierung und Dynamisierung geistiger Positionen, vor allem im Protestantismus. Heute werden Bezeichnungen wie Neuprotestantismus oder Kulturprotestantismus zumeist nur polemisch und abwertend verwendet. Man beurteilt sie als Abfall von reformatorischen Positionen. Ursprünglich waren sie religionspolitische Normbegriffe. Denn darin ging es um eine Auseinandersetzung mit aufgeklärtem Denken sowie um die Ortsbestimmung von Theologie und Christentum in einer säkularen Gesellschaft.

Troeltsch charakterisiert Alt- und Neuprotestantismus als zwei verschiedene Kulturtypen: Altprotestantismus war das große Zeitalter einer konfessionell geschlossenen kirchlichen Kultur. Kirche war autoritative göttliche Heilsanstalt. Diese kirchlich geleitete Kultur wurde durch die Aufklärung aufgelöst. Die moderne Kultur ist individualistisch; sie betont die Autonomie der Person; dadurch wird sie pluralistisch. Theologie muss sich an wissenschaftlichen Maßstäben messen lassen und rational prüfbar sein.

Es ist nicht zu verkennen, dass zwischen reformatorischer Theologie und neuzeitlichem theologischem Denken Unterschiede bestehen. Besonders in der historisch-kritischen Exegese, der Schriftauslegung, zeigt sich die Differenz. Aber auch in der Abkehr vom Teufelsglauben, der bei Luther eine zentrale Rolle spielte, im Sündenverständnis wird dies sichtbar. Auch die Gesellschaftsstruktur des 16. Jh. ist uns Heutigen fremd geworden, denkt man an obrigkeitliches und patriarchalisches Denken. Religionsfreiheit, Menschenrechte und Demokratie waren dem 16. Jh. unbekannt. Das halbe Jahrtausend zwischen der Reformation und der Gegenwart kann man nicht ausklammern und überspringen.

Das gilt übrigens ebenso für den Katholizismus. Die römisch-katholische Kirche war damals eine andere, als sie es heute ist. Die Konzile von Trient, das 1. Vatikanum (1870/71) und das 2. Vatikanische Konzil haben vieles verändert. Die von den Päpsten im 19. Jh. verdammte Religionsfreiheit wurde im 2. Vatikanum anerkannt. Rom wurde gesprächsoffen. Deshalb kann man nicht einfach auf den Stand der Kontroversen in der Reformationszeit zurückgreifen. Zugleich stellt sich die Frage nach der Identität und Kontinuität gegenwärtiger Kirche und Theologie zur Theologie und zum Kirchenverständnis der Reformationszeit. Das geht nicht ohne eine Historisierung.


Luther – eine ambivalente Persönlichkeit

Historisierung ist auch im Blick auf die Persönlichkeit Luthers erforderlich3. Die lutherische Orthodoxie sah im Reformator den vorbildlichen, exemplarischen Christen. Er war der Prophet Deutschlands. Er galt als Glaubensheld. Dabei übersah man oft seine Schattenseiten. Luther war eine ambivalente Persönlichkeit; die dunklen Seiten seines Charakters treten beim alten Luther deutlicher hervor. Dazu gehören beispielsweise seine unentschuldbaren Angriffe auf das Judentum in den Spätschriften, auch Urteile über die Türken, die Verweigerung von Toleranz und Glaubensfreiheit für die Vertreter des linken Flügels der Reformation, die Täufer, die Luther »Schwärmer« nannte. Sein Grobianismus war maßlos. Die Fäkalsprache des Reformators wurde sprichwörtlich. Sein stählerner Antipapalismus verdammte den Papst als Antichristen. Wenn er mit Mitarbeitern brach, war er unversöhnlich. Das kann man beispielsweise am Umgang mit Andreas Karlstadt (1486-1541) oder Johann Agricola (1490-1566) im Antinomerstreit veranschaulichen. Oder an seiner Stellung zu Zwingli.

Luther war unfähig, mit Andersdenkenden in einen Dialog zu treten. Seine prophetische Selbstsicherheit führte gelegentlich dazu, dass er Andersdenkende bedingungslos als Widersacher Gottes bekämpfte. Er war kein Theologe des Dialogs. Man kann in der Person Luthers nur insoweit einen exemplarischen Christen sehen, wenn man von der theologischen Einsicht ausgeht, ein Christ sei immer zugleich Sünder und Gerechter (simul iustus et peccator), und er bleibt gerade auch als Christ ein angefochtener Mensch. Man muss außerdem den Menschen Luther in seiner Lebenswelt sehen. Er ist insofern nur eingeschränkt unmittelbar als Modell heutigen Christseins in Anspruch zu nehmen. Solche Einsichten gewinnt man vor allem aus der Lektüre von Schriften zum Reformationsgedenken. Und in diesem Rahmen sind auch die Reformationsfeierlichkeiten 2017 zu verstehen.


2. Das Reformationsjubiläum als kulturelles Ereignis

Auf dem Hintergrund dieser Ausgangslage ist nun der bisherige Verlauf des Reformationsjahres zu skizzieren. Ich hatte in diesem Jahr die Gelegenheit, die Lutherorte und Lutherstätten in Wittenberg, Eisleben, Mansfeld, Torgau, Eisenach mit der Wartburg, Schmalkalden zu besuchen und zu besichtigen. Magdeburg und Leipzig kannte ich bereits. Ich bin beeindruckt. Die 100 Mio. Euro, die vor allem der Bund in die Renovation der Lutherstätten und die Vorbereitung der Feierlichkeiten investiert hat, sind gut angelegt. Wittenberg ist freilich heute vor allem ein Museumsstädtchen. Von über 30.000 Einwohner von 1990 sind ca. 20.000 übrig geblieben. Darunter sind ca. 2000 Christen, die nicht alle evangelisch sind. Wittenberg ist als Geburtsort der Reformation historisch wichtig. Theologische Ausstrahlungen sind von dort kaum zu erwarten.


Luthertourismus und Lutherspektakel

Erstaunlich ist das Interesse am Besuch der Lutherstätten. Ebenfalls bemerkenswert sind die teilweise gut besuchten Ausstellungen. Dieses Interesse besteht nicht nur bei evangelischen Kirchenmitgliedern, sondern weit darüber hinaus. Die Reformation wird als Kulturfaktor wahrgenommen. Sie hat Deutschland geschichtlich geprägt. Ein Bedürfnis nach Vergewisserung der eigenen Herkunft und Identität in einer multireligiösen und multikulturellen Gesellschaft spielt dabei zweifellos mit. In der Weckung eines kulturellen Interesses ist nach meinem Eindruck das Reformationsgedenken ein Erfolg.

Der Tourismus zu den Lutherstätten ist darüber hinaus ein Wirtschaftsfaktor in den von Deindustrialisierung und Abwanderung betroffenen Regionen Mitteldeutschlands. Das ist begreiflich. Auch die Nutzung eines Jubiläumsjahres zur Herstellung und zum Vertrieb von Souvernirs, Nippes und Devotionalien ist verständlich. Manches mag als Erinnerungsstück dienen, anderes ist Kitsch und skurril (1 Mio. Playmobilfiguren des Reformators, Bierdeckel, Luthersocken, Pseudomedikamente wie »Lutherol« und anders mehr).

Nach meiner Beobachtung sind zahlreiche Veranstaltungen und Vorträge auf lokaler kirchlicher und kommunaler Ebene gelungen. Das Jubiläum hat Resonanz gefunden. Dabei stellt sich die Frage, wie nachhaltig solche Aktivitäten des Jahres 2017 wirken werden. Luther war dabei vor allem ein Kristallisationspunkt der Veranstaltungen.


Politik und Kultur

Zunächst ist festzustellen, dass manches, das an sich bekannt ist, wieder bewusst wurde. Das hat auch die Politik wahrgenommen. Angesichts einer Überhöhung von Politik durch Religion, erkennt man wieder die Bedeutung der Reformation durch die Unterscheidung von Politik und Religion, von Kirche und Staat. Während beispielsweise der Islam betont, er sei Religion und Politik, besteht die reformatorische Zweireichelehre auf der Unterscheidung von Glaube und weltlichem Handeln, von Religion, Kirche und Politik. Der Augsburger Religionsfriede hat dies ansatzweise gebracht. Das magistrale Werk von Martin Heckel zeigt die Gegenwartsbezüge auf und erweist die Aktualität des damaligen Geschehens bis heute im Religionsrecht4. Die politische Ordnung ist nach wie vor, oft unbewusst und indirekt vom Reformationsgeschehen geprägt. Dabei ist jedoch der Beitrag der Aufklärung nicht zu vergessen.

Was von Politik und Religionsrecht zu sagen ist, gilt auch für die Kultur. Erinnert sei nur an Luthers Bedeutung für die deutsche Sprache5. Seine Bibelübersetzung war auch sprachwirksam. Er war sprachmächtig. In der Polemik konnte Luther ein Sprachgewitter loslassen. Worte wie »Lückenbüßer«, »Herzenslust«, »Denkzettel«, »Rotzlöffel«, »friedfertig«, »wetterwendisch«, »Feuereifer«, »Machtwort«, »Langmut«, »Lästermaul«, »Morgenland« stammen von ihm. Geprägt hat er Redewendungen wie »sein Licht unter den Scheffel stellen«, »Perlen vor die Säue werfen«, »Stein des Anstoßes«, »niemand kann zwei Herren dienen«.

Wirksam ist auch sein Beitrag zum evangelischen Kirchenlied. 38 Lieder Luthers stehen im Evangelischen Gesangbuch. Die Reformation hat eine protestantische Musikkultur hervorgebracht, deren Höhepunkt Johann Sebastian Bach wurde.


Reformation als Bildungsprojekt

Nicht zu vergessen sind Luthers Katechismen, vor allem der Kleine Katechismus. Jahrhunderte lang vermittelte der Katechismusunterricht die Grundkenntnisse lutherischen Glaubens. Heute ist diese Vermittlung von Glaubenskenntnissen und Glaubenswissen weitgehend in Abgang gekommen.

An weiteren Errungenschaften der Reformation kann man nennen: Die Reformation hat das weltliche Leben der Christen aufgewertet. Man kann geradezu von einer Bekehrung zur Welt sprechen. Denn nicht nur der Mönch und der Priester haben einen Beruf, in dem sie Gott dienen. Das reformatorische Berufsverständnis fördert den Gottesdienst im Alltag der Welt. Das deutsche Wort »Weltfrömmigkeit« drückt dies aus.

Mit der Wiederentdeckung des Allgemeinen Priestertums der Glaubenden und dem Zugänglichmachen der Bibel in der Volkssprache wird die Bedeutung der Bildung betont. Die Reformation war auch eine Bildungsbewegung. Dieser Nachdruck auf Bildung für jedermann, auf Allgemeinbildung, wie das Recht auf Bildung für Jungen und Mädchen wurde wichtig für das deutsche Bildungswesen. Bildung ist Voraussetzung von Selbstbildung und Selbstfindung und ermöglicht Emanzipation.


Gewissen und protestantisches Ethos

Neben Beruf und Bildung ist die Einschärfung der persönlichen Verantwortung des Einzelnen kennzeichnend. Reformatorische Haltung beansprucht die Gewissensüberzeugung des Einzelnen. Dass in Luthers Zeiten und im konfessionellen Zeitalter die Gewissensfreiheit oft missachtet wurde, ist kein Ruhmesblatt. Gleichwohl hat die Auffassung vom Gewissen den protestantischen Menschen geprägt. Man sprach sogar von »Gewissensreligion« als Kennzeichen reformatorischen Glaubens (Karl Holl). Das ist wahrscheinlich überzogen. Aber die reformatorische Anthropologie, die sich am Einzelnen orientiert, ist individualistisch und kritisch gegen eine kollektivistische Anthropologie.

Die kulturellen Auswirkungen der Reformation formten ein vom evangelischen Glauben geprägtes Ethos. Man kann von einem protestantischen Ethos sprechen. Die Formel »protestantisches Ethos« soll darauf hinweisen, dass es neben der Zustimmung zu einer Glaubenslehre einen spezifisch vom reformatorischen Erbe geprägten Lebensstil gibt. Eine Lebensform des Protestantismus entstand. Protestantismus als Lebensform besagt, dass heute Protestantismus mehr ist als die Organisation von Konfessionskirchen und Theologien. Der Protestantismus in seinen weltweiten Erscheinungsformen ist nicht mit konfessioneller Kirchlichkeit gleichzusetzen. Symptomatisch ist etwa die Attraktivität des Auftritts des nichtkirchlichen Christen Barack Obama auf dem Kirchentag in Berlin 2017. Das Reformationsgedenken ist nicht nur Sache der Kirchen, sondern auch des Protestantismus generell. Zwar ist auch ein protestantischer Lebensstil angewiesen auf den Rückhalt oder die Möglichkeit der Anlehnung an eine kirchliche Organisation. Aber er ist mehr und anderes als bloße Beteiligung am kirchlichen Leben, also »Kirchlichkeit«. In diesem Sinne hat ein Kulturprotestantismus ein eigenes Recht.

Die Einschätzung des Reformationsgedenkens als kulturellem Ereignis ist für mich insgesamt positiv. Das Interesse und die Nachfrage gelten der Geschichte und heutiger Prägung deutscher und europäischer Kultur durch die Reformation. Besinnung auf geschichtliche Herkunft kann dazu beitragen, Wirkungen und Errungenschaften der Reformation wahrzunehmen. Sie bringt ins Gedächtnis, welches kulturelle Erbe auf Luther zurückgeht. Daran wird deutlich, in welcher Weise der Protestantismus Kultur prägend war und ist und dass es einen Protestantismus als Lebensform gibt, auch wenn diese Lebensform inzwischen vielfach säkularisiert, verweltlicht ist.


3. Der Beitrag evangelischer Kirche und Theologie

Im Vorfeld der Vorbereitung des Lutherjahrs durch eine »Lutherdekade« – warum nicht Reformationsdekade? – gab es Bedenken, dass die EKD den gedächtnispolitischen Kurs vorgeben könnte. Denn zu Beginn der Lutherdekade 2006 vermisste man die Beteiligung außerdeutscher evangelischer Kirchen und kritisierte eine nationale Ausrichtung. Auch die Freikirchen waren nicht berücksichtigt. Das wurde korrigiert.


Lutherfeier und Ökumene

Ein besonderes Problem stellte die Mitwirkung der katholischen Kirche dar. Eine antiökumenische Dynamik der Lutherfeier könnte der Ökumene heute und morgen schaden. Das ist nicht eingetreten. Die Teilnahme des Papstes an der Gründungsfeier in Lund am 31.10.2016 ist ein eindrucksvolles Zeichen. Der Lutherische Weltbund wurde 1947 in Lund gegründet. Ebenso war das »Christusfest« in Hildesheim unter der Überschrift »Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen« ein Signal ökumenischer Gemeinschaft von EKD und katholischer Bischofskonferenz.

Beide ökumenische Veranstaltungen sind ein gewichtiges Faktum, brachten aber keine neuen Einsichten. Die Ökumene bleibt also in der Zukunft auf der Tagesordnung. Das Reformationsgedenken hat die Ökumene weder beeinträchtigt noch hat es neue, über das Bisherige hinausführende ökumenische Impulse gebracht. Es gibt inzwischen viel gemeinsames ökumenisches Gut in den Konfessionskirchen, vor allem im Katholizismus und Protestantismus. Die orthodoxe Kirche beteiligte sich nicht mit Beiträgen an der Gedenkfeier. Nach wie vor bestehen Differenzen im Kirchenverständnis, im Amtsverständnis, vor allem beim Amt des Papstes. Das hat Auswirkungen im jeweiligen Kirchenrecht. Das kanonische Recht als solches kann m.E. auf evangelischer Seite nicht rezipiert werden.



Die Rolle der historischen Wissenschaft

Der Blick sei nun auf die akademische Theologie gerichtet. Von kirchenamtlicher Seite wurde ihr vorgeworfen, sie beteilige sich nicht angemessen an den Jubiläumsfeierlichkeiten und kritisiere bloß. Das ist freilich ein eigenartiges Verständnis von wissenschaftlicher Theologie. Soll sie nur kirchliche Aktivitäten loben und ansonsten als Dekoration bei kirchlichen Auftritten und Aktionen dienen? Wo bleibt da die kritische Funktion der Theologie als Wissenschaft?

Das Reformationsgedenken fand so breites Interesse und vielfache Zustimmung, weil es nicht nur als kirchliche Veranstaltung, sondern als kulturelles Ereignis und Phänomen wahrgenommen wurde. Dazu beizutragen ist in erster Linie Aufgabe der Historiker. Sie haben möglichst sachlich und objektiv das Ereignis der Reformation im 16. Jh. darzustellen, ohne den eigenen Standpunkt zu verleugnen. Dazu gibt es nachhaltige Veröffentlichungen. Exemplarisch anzuführen sind die Bücher des Göttinger Kirchenhistorikers Thomas Kaufmann6. Neben Lyndal Ropers Biographie Luthers ist das Werk des Profanhistorikers Heinz Schilling zu nennen, der Luther als Rebellen bezeichnet7. Aus katholischer Sichtweise werden die römischen Gegner Luthers vorgestellt8. Reinhard Schwarz stellt konzis die Theologie Luthers dar9. Die Historiker rekonstruieren Luther und die Reformation jeweils aus ihrer eigenen Perspektive. Gemeinsam ist ihnen freilich die Einsicht, dass Luthers Welt eine uns fremde Welt ist. Deshalb ist Historisierung unumgänglich.

Die Reformation des 16. Jh. war nicht die Umsetzung und Anwendung der Programme einzelner Theologen. Sie ist vielmehr ein komplexes Zusammenwirken theologischer Neubesinnung, vorhandener Reformforderungen und politischer Aktivitäten, nicht zuletzt politischer Absichten von Fürsten und Städten. Sie bildet eine Gemengelage von theologischen Erkenntnissen, kulturellen und mentalen Erwartungen und politischen Interessen. Reformen waren fällig. »Die Zeit war reif.« Auch deshalb bedarf es einer Historisierung. Die Lebenswelt ist anders geworden. Den Obrigkeitsstaat hat die Demokratie ersetzt. An die Stelle einer ständisch und hierarchisch gegliederten Gesellschaft ist eine mobile Gesellschaft dauernder Veränderung getreten. Die religiös und konfessionell geschlossene Gesellschaft wurde durch einen religiösen und kulturellen Pluralismus verdrängt. Technik und Wissenschaft haben nicht nur die Gesellschaft verändert, sondern beeinflussen auch das Denken. Was bleibt da noch an religiösen Grundüberzeugungen aus der Reformationszeit? Oder war die Reformation im Rückblick sogar ein Missverständnis?


Herausforderungen für die Systematische Theologie

An dieser Stelle sind nun Theologie und Kirche gefragt. Die Historiker haben eine Einordnung und sachliche Würdigung geleistet. Aber was folgt daraus für heute? Heiner Geißler fragt: Was müsste Luther heute sagen? Er schiebt dabei das Theologische radikal beiseite. Mit Luthers Sündenverständnis, seiner sich auf Paulus berufenden Rechtfertigungslehre, mit Erbsünde und Prädestination sei heute nichts mehr anzufangen. Er wendet sich gegen eine »unerträgliche Sündenmoral«10. Mit seiner Kritik stellt er nicht nur den theologischen Ansatz Luthers und der Reformation in Frage, sondern er rüttelt zugleich kräftig an den Grundlagen katholischer Lehre. Stattdessen fordert er vehement eine Gesellschafts- und Kirchenreform. Maßstab dafür ist Jesu Forderung der Nächstenliebe statt liturgischem Brimborium.

Das Reformationsgedenken ist allerdings nicht ohne theologische Reflexion zu haben. Das ist Aufgabe der systematischen Theologie. Systematische Theologie fragt nicht: Was war?, sondern: Was gilt? Sie hat die Tradition der Glaubensaussagen und die theologische Überlieferung verständlich auszulegen. Das ist eine Aufgabe der Hermeneutik. In dieser Auslegung kommt Luther sicherlich eine bedeutende Stellung zu. Aber auch Einsichten anderer Theologen seit der Alten Kirche, dem Mittelalter und der Neuzeit sind zu beachten. Luther nimmt keine Sonderstellung ein. Systematische Theologie wertet dabei kritisch. Sie hat die elementaren Grundlagen herauszuarbeiten, Prioritäten zu setzen und Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Und sie hat zugleich die Lehrüberlieferung zu interpretieren. Manches wird dabei stärker betont, anderes zurückgestellt werden. Dazu kommt heute die ökumenische Orientierung.


Reformationsdekade als Programm der EKD

Was hat dazu die evangelische Kirche, die EKD, zu sagen? Das übliche Schlagwort »Freiheit« als Folge der Reformation führt hier nicht weiter. Welche Freiheit ist denn gemeint? Und die Selbstbezeichnung der Kirche als »Kirche der Freiheit« erklärt auch nichts. An dieser Stelle setzt meine Kritik am Programm der EKD ein. Was ist das Leitwort, das Motiv der Feierlichkeiten 2017? In der zehn Jahre langen, der Vorbereitung dienenden Lutherdekade, die zum Teil recht zäh war, finden sich mancherlei Themen und Namen. Bunt gemischt sind historische Rückblicke mit aktuellen Aufgaben und Aktivitäten kirchlicher Institutionen. Aber ein durchgehender Leitfaden ist nicht zu erkennen. Es fehlt sogar in der Vorbereitung das Thema Kirche, noch auffälliger das Thema Gemeinde. Das scheint mir symptomatisch zu sein. Die Reformation begann doch in den Gemeinden! Soll heute dagegen das Reformationsgedenken die Stellung der Kirche in der Öffentlichkeit und ihre Bedeutung für die Gesellschaft herausarbeiten? Geht es vor allem um eine Selbstdarstellung der Kirche? Gegen eine Darstellung evangelischer Dienste und kirchlicher Aktivitäten ist grundsätzlich nichts zu sagen11. Problematisch ist solche Selbstdarstellung in Verbindung mit dem Reformationsgedenken.

Damit wird das Thema Kirche und Öffentlichkeit für mich zum Leitmotiv 2017. Aber dieses Motiv ist zweideutig. Es gibt nämlich zwei unterschiedliche Weisen des Bezugs von Kirche auf Öffentlichkeit. Die eine Weise kennzeichnet von Anfang an die Entstehung des christlichen Glaubens und des Christentums. Glaube, Bekenntnis, Kirche und Gemeinde sind öffentlich12. Der christliche Glaube war nie eine Geheimreligion. Auch die Theologie ist keine Geheimwissenschaft. Die Verkündigung des Evangeliums wendet sich an jedermann. Der Christ soll seinen Glauben nicht verleugnen, sondern bekennen. In diesem Sinne ist Öffentlichkeit ein Merkmal und eine Dimension von Kirche.


Öffentliche Theologie und Medienwirksamkeit

Davon zu unterscheiden ist jedoch eine andere Weise, das Programm »öffentliche Theologie«. Die Intention dieser Auffassung ist es, für Glaube und Kirche in der heutigen Öffentlichkeit Aufmerksam zu finden. Erreicht werden soll dadurch eine öffentliche Wirkung in Gesellschaft und Politik. Dabei geht es auch um Medienöffentlichkeit. Hinter diesem Konzept steht die Vorstellung, dass in der Neuzeit durch öffentlichen Diskurs und rationale Argumentation ein Konsens, sogar Wahrheitsfindung zu erreichen ist (Jürgen Habermas). Offene Kommunikation, so das Argument, bringt Verständigung. Diese Deutung greift öffentliche Theologie auf. Allerdings ist inzwischen solche Interpretation von Öffentlichkeit kritisch zu befragen und anzuzweifeln. Öffentliche Debatten, vor allem im Fernsehen und Internet, führen oft nicht zu Verständigung, sondern sie moralisieren und emotionalisieren. Auch kirchliche Äußerungen können dazu beitragen, dass emotionalisiert und moralisiert wird statt nüchtern Realitäten und unterschiedliche Überzeugungen einzuschätzen.

Dazu kommt die Erfahrung verzerrter Kommunikation. Massenmedien ermöglichen Manipulation und Falschinformation: Der Präsidentschaftswahlkampf in der USA belegt dies zureichend. Das Auftreten in der medial vermittelten Öffentlichkeit kann falsche Bilder erzeugen. Theologie ist ebenfalls dagegen nicht gefeit. Man kann sogar in Versuchung geraten, am Altar des Götzen »political correctness« zu opfern. Jesus allerdings ist gerade kein Repräsentant von political correctness. Zudem kann die Ausrichtung an der Außenwirkung und der öffentlichen Wirksamkeit auch Zeichen der Werkgerechtigkeit und der Selbstrechtfertigung sein. Luther mahnte, die Werke des Christen sollen nicht gleißen13.


Besinnung auf die Kernaufgaben

Gibt es eine Alternative zu solch programmatischer öffentlicher Theologie? Dies wäre die Besinnung auf die Kernaufgaben, die Grundvollzüge christlicher Gemeinde: Zeugnis, Gottesdienst, Dienst – mit den Fachbegriffen Martyria, Leiturgia, Diakonia. Das 2. Vatikanische Konzil hat dazu Gemeinschaft, Koinonia, hinzugefügt. Die Grundvollzüge ereignen sich dort, wo Menschen zusammenkommen, gemeinsam beten und handeln. Sie haben ihren Platz vor Ort. Dabei meint Ort nicht einfach nur die lokale, parochial verfasste Gemeinde, sondern die Lebenswelt. Dort begegnen Menschen dem Glauben. Das Schielen auf das Bild der Kirche in den Medien ist hingegen fragwürdig.

So gesehen fällt die Bilanz des Jahres 2017 zweideutig aus. Bewährt hat sich ein historisierender Zugang. Unzählige dezentrale Veranstaltungen, getragen von Gemeinden und mittleren Hierarchieebenen hatten Erfolg. Die auf Hochglanz getrimmten Leuchtturmprojekte, vor allem in Wittenberg, blieben hinter den Erwartungen zurück. Dass die EKD den Sprachpanscherpreis für die sprachlichen Missgriffe im Liederbuch des evangelischen Kirchentags erhalten hat, ist nicht unverdient.

2017 war ferner der Reformprozess der EKD sistiert. Im Reformationsgedenken ging der durch das Impulspapier »Kirche der Freiheit«, 2006 initiierte Prozess nicht weiter. Er war von oben nach unten angelegt und wurde sozusagen dekretiert. Bei Pfarrern und Gemeinden stieß er folglich auf erheblichen Widerstand. Nun wäre eine Reform der Spitze der EKD fällig. Man braucht sicherlich eine kompetente effektive und vertrauenswürdige Verwaltung, aber evangelische Kirchenorganisation baut auf den Gemeinden auf. Seit Luther gilt das Allgemeine Priestertum der Glaubenden. In der evangelischen Kirche gibt es keine Wächterinstitution für Theologie, Gemeinde und Glauben, wie die Glaubenskongregation in Rom. Es gibt also einiges aufzuarbeiten, nicht nur finanziell und organisatorisch. Dem gegenwärtigen Protestantismus wird nachgesagt, dass er jedem gesellschaftlichen Trend folgt, ihn religiös aufhübscht, etwa durch sein Liedgut. Er sei für alles und jedes offen. Eher vereinsmeiernde, »synodale« Grundüberzeugungen seien gelegentlich leitend und er schwanke zwischen Bekenntnispathos und interreligiöser Mixtur hin und her. Daher sei er für alles und vieles offen.14 Rückbesinnung auf die Reformation könnte hier nachdenklich machen und zur Klärung beitragen. Sie hatte nämlich ein klares Thema: Glaube als Vertrauen auf Gottes rechtfertigendes Handeln, auf seine Gnade.


Reformation als Prozess

Die Reformation war historisch betrachtet eine Transformations- und Befreiungsbewegung. Luther wurde nicht mit einem Schlag zum Reformator. Sie wird außerdem niemals definitiv abgeschlossen sein. Sie ist ein Prozess. Nach meinem Eindruck stehen wir heue vor zwei Herausforderungen.

Einmal kann die Zukunft des Christentums nur ökumenisch gelingen. Das Reformationsjahrhundert war ein Prozess gegenseitiger Abstoßung. Das 20. und 21. Jh. nötigt zu einem Prozess wechselseitiger Annäherung. Das hat nicht notwendig eine organisatorische Einheit zum Ziel, wohl aber eine vertiefte Gemeinschaft, die in Zeugnis und Handeln die Aufgaben gemeinsam wahrnimmt.

Zum andern kann die Frage nach Gott nur ökumenisch aufgenommen und beantwortet werden: Welche Bedeutung hat der christliche Glaube an Gott in einer Welt, einer Lebenswelt, die von naturwissenschaftlichem Denken und sozialwissenschaftlicher Deutung geprägt ist? Diese Frage wird überdies durch den religiösen und kulturellen Pluralismus verschärft. Die Reformation ist also kein abgeschlossenes Geschehen. Sie ist Einladung und Aufruf zur Vergegenwärtigung des Glaubens.


Anmerkungen:

1 Rechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der EKD, Gütersloh, 2. Aufl. 2014, 16.

2 Ernst Troeltsch, Die Bedeutung des Protestantismus für die Entstehung der modernen Welt, 1906.

3 Vgl. Lyndal Roper, Luther. Der Mensch Martin Luther. Die Biographie, 2106.

4 Martin Heckel, Martin Luthers Reformation und das Recht, Jus ecclesiasticum 114, 2016.

5 Hartmut Günther, Mit Feuereifer und Herzenslust. Wie Luther unsere Sprache prägte, 2017; Werner Besch, Die Rolle Luthers in der deutschen Sprachgeschichte, 1999; ders., Luther und die deutsche Sprache, 2014.

6 Thomas Kaufmann, Erlöste und Verdammte. Eine Geschichte der Reformation, 2016; ders., Martin Luther, 4. Aufl. 2016; ders., Geschichte der Reformation in Deutschland, 2009 (Neuauflage 2016); außerdem Volker Leppin, Martin Luther. Vom Mönch zum Feind des Papstes, 2. Aufl. 2015.

7 Heinz Schilling, Martin Luther: Rebell in einer Zeit des Umbruchs, 2. Aufl. 2016.

8 Volker Reinhardt, Luther der Ketzer. Rom und die Reformation, 3. Aufl. 2017.

9 Reinhard Schwarz, Martin Luther. Lehrer der christlichen Religion, 2. Aufl. 2016.

10 Heiner Geißler, Was müsste Luther heute sagen? 2016, 53, vgl. 26ff.

11 Vgl. z.B. die umfangreiche Publikation: »Das Magazin Reformation 2017«, hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft missionarische Dienste, 2016.

12 Z.B. zum Zeugnis: Mt. 28,18- 20, zum Bekennen: Mt. 10,32, Röm. 10,9, 1. Tim. 6,12; die Gemeinde als Licht der Welt: Mt. 5,16; Theologie als öffentliche Rechenschaft: 1. Petr. 3,15; ferner das »publice docere« in CA 14.

13 M. Luther WA 31 I, 202, 25.

14 So Stefan Schäde, Im Umbruch – Ursprünge und Formen der Reformation in Europa, in: Politik im Zeichen der Reformation. Der lange Schatten von 1517, hrsg. von der Konrad Adenauer Stiftung, Sankt Augustin, Bonn, 2017, 9-16 (Zitat: 14). Der Beitrag ist insgesamt informativ.

 

Über den Autor

Prof. Dr. Martin Honecker, Jahrgang 1934, Theologiestudium in Tübingen und Basel, 1960 Promotion, 1965 Habilitation, 1969-1999 Prof. für Sozialethik und Syst. Theologie an der Evang.-theol. Fakultät der Universität Bonn; zahlreiche Veröffentlichungen.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 12/2017

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