Warum wir Kirchen brauchen
Orte der Selbsttranszendenz

Von: Thomas Erne
0 Kommentare zu diesem Artikel / Artikel kommentieren

Kirchen sind Orte der Selbsttranszendenz. Freilich gibt es auch andere Orte in modernen Gesellschaften, die dies leisten: Museen, Kinos, Fußballstadien. Warum wir dennoch ­Kirchen brauchen, erläutert Thomas Erne.1


1. Kirche als domus ecclesiae, Haus der Gemeinde

Es gibt besondere Kanzeln. Die im Ulmer Münster ist so eine – für mich jedenfalls. Zum Reformationsfest 2011, ein Montag, lud mich der Ulmer Dekan ein, die Predigt zu halten, und ich bin gerne der Einladung gefolgt. Es war ein schöner Gottesdienst. Eine große, aufmerksame und wohlwollende Gemeinde – es ist der zentrale Reformationsgottesdienst für ganz Ulm –, ein glänzender, spielfreudiger und spielfähiger Posaunenchor, virtuos auch die Orgel – und dann der Raum. Unbescheiden! So ähnlich also wird das himmlische Jerusalem sein. Grandios!

An diesem Abend war die Stadt in heller Aufregung bis in die späte Nacht. Nicht wegen der Reformation, auch nicht wegen meiner Predigt, sondern wegen Allerheiligen. Ein Feiertag mitten in der Woche. Das ist die Chance, eine Party zu feiern. Ulm ist eine junge Stadt. Das sah man auf den Straßen um das Münster. Und für mich war es die Chance, am nächsten Tag das Ulmer Münster ganz allein für mich zu haben. Die Jugend liegt noch ermattet im Bett, die Katholiken sind in der Messe, die Protestanten gehen nicht in die Kirche, wenn es dort keinen Gottesdienst gibt – also müsste das Münster am Morgen von Allerheiligen leer sein.

Ich gebe zu – ich war eine halbe Stunde zu spät. Das Münster öffnet um 9 Uhr. Ich war erst um halb zehn da. Aber ich war nicht allein. Es war eine Gruppe tschechischer Steinmetze da, die Details am Maßwerk diskutierten. Eine französische Familie mit drei Töchtern in einem Alter, in dem sie sich noch nicht gegen das Bedürfnis der Eltern wehren können, sie zu bilden. Ein älterer Herr, der einsam in einer Bank saß – vielleicht hatte er sich in der Kirche geirrt? Eine Reisegruppe aus Asien fotografierte im Chor. Vor einer Art Sanddüne, in die man Kerzen stecken kann, stand eine ältere Dame, die dort die abgebrannten Kerzen entsorgte und sprach mich an: »Sie sind sicher Lehrer, sie gucken so neugierig«.

Was suchen ungefähr 100 Menschen an diesem Morgen um 9.30 Uhr im Ulmer Münster? Es findet ja nichts statt, was man in einer evangelischen Kirche erwartet, ja, was sie überhaupt erst zu einer Kirche macht: die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Sakrament.


2. Besucherzahlen

Hier sind einige Zahlen: Der kath. Kölner Dom führt mit 6 Mio. jährlich die Rangliste der Kirchen mit Millionenpublikum an, dahinter die Dresdner Frauenkirche mit 2 Mio., der Hamburger Michel mit 1,3 Mio. und die Kaiser-Wilhelm Gedächtnis Berlin, 1 Mio.2. Das Ulmer Münster liegt knapp an der Millionenschwelle. Die ev. Laurentiuskirche in Nürnberg hat 750.000 Besucher. Für die meisten mittleren Zentrumskirchen gibt es keine Zahlen. Ich kann nur vermuten, dass man in der Summe auch auf ein Millionenpublikum kommt.

Hinzu kommt die Konjunktur der Kapellen in Flughäfen, Universitäten, Landes- und Bundesgartenschauen, Fußballstadien etc. Die Besucher der Autobahnkapellen liegen bei einer Million im Jahr3. Allein die neue, preisgekrönte Wilnsdorfer Kapelle an der Siegerlandautobahn bringt es auf 70.000 Besucher im Jahr.

Schließlich sind es nicht nur Kirchen in urbanen Zentren oder an Knotenpunkten der Mobilität, die Besucher anziehen. In Schwalefeld und Rattlar, zwei Dorfkirchen an einem Wanderweg im Hochtaunus, hat die Gemeinde für Wanderer in ihrer Kirche einen mobilen Stationenweg gebaut. Man kann dort seiner Toten gedenken, Bitten in eine Klagemauer stecken, Segensworte mit auf den Weg nehmen. In Rattlar kann sich der Wanderer interaktiv auf einem Touchscreen eine Stimmung auswählen. Die Kirche erstrahlt dann im entsprechenden Licht. Dazu gibt es Musik und meditative Texte von Ulf Weber, dem Gemeindepfarrer. 12.000 Besucher kommen jedes Jahr, mit steigender ­Tendenz.


3. Kirchen – Hybridräume der Transzendenz

Was sucht nun dieses Millionenpublikum in den Kirchen und Kapellen? Sie kommen ja nicht als Gemeindeglieder, auch nicht nur als Touristen. Sie kommen als Suchende, Fragende, Neugierige, Wissenshungrige. Sie kommen als Einzelne und sie suchen etwas in den Räumen. Die Kirche selber ist die Botschaft. Es ist nicht, jedenfalls nicht in erster Linie, die Botschaft, die in ihr verkündigt wird, die anzieht.

Meine erste These ist eine Folgerung aus dieser Beobachtung: Die Kirchen sind heute nicht mehr nur und ausschließlich ein Haus der Gemeinde (domus ecclesiae), sondern auch ein Haus für einzelne Menschen (domus hominis religiosi, spiritualis et aesthetici), die in ihnen unterschiedliche Erfahrungen machen. Die Besucher kommen und erfahren die Kirchen religiös, spirituell, ästhetisch, auch politisch, etwa beim Kirchenasyl oder sozial in einer sog. Vesperkirche. Diese unterschiedlichen Bezugnahmen können sich in den meisten Kirchen entfalten, weil diese Kirchen ein weites Dach haben, so wie das Ulmer Münster. Kirchen sind Hybridräume der Transzendenz.

Das führt zu meiner zweiten These. Sie betrifft die Gemeinsamkeit dieser verschiedenen Arten, den Kirchenraum zu deuten und zu erfahren. Was die vielfältigen Bezugnahmen verbindet, ist die Erfahrung einer Überschreitung und Weitung des eigenen Daseins. Ein roter Faden zieht sich durch diese Erfahrungen. Das gemeinsame Thema ist die Sehnsucht nach Transzendenz, nach etwas, das über den eigenen Horizont hinausgeht. Eine Daseinsweitung, die nicht irgendetwas betrifft, sondern das eigene Selbst und die sich dieses Selbst nicht selber geben kann. Hans Joas nennt diese Erfahrungsdimension, die unsere gesamte Kultur durchzieht, die Dimension der Selbsttranszendenz4. Er meint mit diesem Begriff eine Transzendenz des Selbst (gen. obj.), die das Selbst betrifft und überschreitet, keine Transzendenz, die das Selbst leistet oder macht (gen. subj.).

Selbst-Transzendenz ist Geschenk und Widerfahrnis wie der Pfeil des Gottes Amor in der griechischen Mythologie. Und nicht jede Erfahrung von Selbsttranszendenz ist eine positive Erfahrung. Es kann einem Menschen, wenn er sich verliebt, auch den Boden unter den Füßen wegziehen und ihn in tiefste Selbstzweifel stürzen. Rudolf Otto bezeichnet daher die religiöse Erfahrung der Selbsttranszendenz als »Kontrast-Harmonie«5. Zu ihr gehört ebenso die erschütternde Seite am Geheimnis Gottes, das mysterium tremendum, wie die erhebende, beglückende Seite, das mysterium fascinans.

Diese Überschreitung meines Selbst im Kirchenraum kann durchaus religiös gedeutet werden, etwa als Verlust und Gewinn des eigenen Lebens in Christus (vgl. 2. Kor. 5,17). Doch selbst in einer Kirche wie dem Ulmer Münster, die einen religiösen Anspruch erhebt, muss diese Erfahrung der Weitung des eigenen Daseins nicht mehr zwingend religiös gedeutet werden.

Was leistet nun der Kirchenraum für das Bedürfnis nach Daseinsweitung und Selbsttranszendenz? Zunächst ist es der Raum selber, der weitet. Das nach oben strebende Hauptschiff erhebt bei jedem Besucher den Blick. Niemand, der das Münster betritt, hat nicht an irgendeinem Punkt seinen Kopf im Nacken und staunt über das Gewölbe. Die äußere Form ist Ausdruck einer inneren Gestimmtheit, einer »Erhebung des Gemüts über die Beschränktheit des Daseins«6, wie Hegel die Wirkung gotischer Kathedralen beschreibt. Der Raum ist mit einem körperlichen Empfinden von Weite und Erhabenheit verbunden.

Dann der Klang: Kirchen sind gebaut als Resonanzräume, die durch den Nachhall und das Klangvolumen das Gefühl von Weite erzeugen. Weiter ist es das Licht, das die Quelle des Sichtbaren zeigt an seiner Wirkung, an den Taten des Lichts, das farbig gebrochen im Raum erscheint. »Gott ist Licht«7, die Quelle des Sichtbaren, die alles erscheinen lässt, selber aber nicht erscheint. Das ist die theologische (neuplatonische) Idee, die mit den Lichtwänden in gotischen Kathedralen realisiert werden soll8.

Kunst macht in Kirchen das Unsichtbare sichtbar. Sie malt vor Augen, was sich den Blicken entzieht. So geben die Bilder einen Blick frei auf Schöpfung und Paradies, auf Vätergeschichten und Propheten, auf Geburt, Passion und Auferstehung Jesu. Und zugleich verschließen die Bilder in der Kirche die Augen, sind nur Bilder, nicht die Sache, die sie zeigen. Alle Kunst wird in christlichen Kirchen gebrochen am Kreuz (vgl. 2. Kor. 4,6). Sie ist nur ein Bruchstück, ein Fragment, ein zerbrochener Spiegel, der ein Bild zeigt, nicht die Sache selbst, aber eben ein Bild an der Grenze dessen, was Bilder zeigen können9.

Kirchen können und sollen Orte intellektueller Grenzerfahrungen sein. Gott fällt auch ins Denken und sorgt als Thema des Denkens dafür, dass das Denken das Ganze denken muss, auch wenn es dabei immer wieder aufs Neue an seine Grenzen kommt.10

Kirchen sind Orte der Hoffnung, die über das Faktische hinausreicht. Sie sind materialisierte Visionen einer gerechten Stadt, des himmlischen Jerusalems, und daher ein produktiver Motor für die Entwicklung des Gemeinwesens. Innerhalb der bürgerlichen Stadt ist eine Kirche wie ein Versprechen, dass Krieg und Zerstörung nicht das letzte Wort haben werden.

Schließlich sind Kirchen »Orientierungskunstwerke«11. Sie orientieren eine Stadt durch die Höhe der Türme und ihre zentrale Lage, aber nicht nur die religiösen, sondern auch die nicht-religiösen Bürgerinnen und Bürger. Kirchen orientieren pragmatisch und symbolisch im Blick auf einen Halt, den sich eine Stadt oder ein Dorf nicht selber geben kann. Als öffentliches Orientierungskunstwerk sind Kirchen von großem öffentlichem Interesse. Dieses öffentliche Interesse ist nicht deckungsgleich mit dem persönlichen Interesse, die Kirchen auch aufzusuchen und ihre Gottesdienste in Anspruch zu nehmen. Viele Menschen sind der Meinung, die Kirche müsse im Dorf gelassen werden, was nicht heißt, dass sie die Kirche auch von innen kennen. Angesichts der symbolischen Bedeutung von Kirchen als öffentliche Orientierungskunstwerke, die mitunter die Bedeutung übersteigt, die eine Kirche für die Gemeinde hat, ist es in der Öffentlichkeit schwer zu vermitteln, wenn die Kirche selber eine Kirche verkauft oder ohne Ersatz abreißt. Der symbolische Verlust an öffentlicher Akzeptanz ist in der Regel höher als der wirtschaftliche Nutzen12.


4. Alternative Orte und Formen der Selbsttranszendenz

Nun sind aber die Orte, an denen ich eine Weitung meines Daseins erleben kann in einer modernen Stadt, auch in den modernen Dörfern, vielfältig geworden. Selbsttranszendenz ist nicht mehr das exklusive Thema des Kirchenraums und der Kirche. Zwar steht in Städten wie Ulm, Tübingen, Stuttgart oder Heilbronn die Kirche immer noch im Zentrum. Aber die beherrschende Stellung, die Deutungshoheit über das kulturell wichtige Thema der Selbsttranszendenz, das die Kirchen in den mittelalterlichen Städten innehatten, haben sie in der modernen Stadt verloren. Es gibt in einer Stadt alternative Orte und Formen der Daseinsweitung. Das Gewicht hat sich verschoben von den Kirchen zu anderen Orten der Selbsttranszendenz, dem Museum, dem Kino, dem Park, dem Club, der Boutique, dem Stadion etc.

Fußballstadien sind Orte der Daseinsweitung und Selbsttranszendenz13. Ich bin als kleiner Junge von meinem Vater ein einziges Mal ins Fußballstadion mitgenommen worden, und zwar ins Ulmer Donaustadion. Von Fußball habe ich schon damals nichts verstanden. Faszinierend aber war, wie mein Vater sich verwandelt hat. Wie aus ihm ein anderer Mensch wurde, der tobte, klagte, brüllte und jubelte. Das Stadion ist ein Ort der Verwandlung, die das ganze Selbst betrifft; ein alternativer Ort der Selbsttranszendenz.

Die Dunkelkammer unserer Träume ist das Kino. Hier werden heute große Geschichten erzählt und große Konversionen erlebt. Man lernt die Welt sehen wie Alwin Straight in »The Straight Story« oder verändert sein Leben wie Elisabeth in »Titanic«: »Der beste Film aller Zeiten. Ich sehe ihn zum dritten Mal und er hat mein Leben verändert.«14

Einer der entscheidenden Orte der Daseinsweitung in dieser Gesellschaft ist der Arbeitsplatz. Die Resultate meiner produktiven Weltgestaltung zeigen mir meine Fähigkeiten, meine Macht, etwas aus mir zu machen, indem ich die Dinge gestalte und verändere. In diesem Sinn ist die Arbeit das Gegenmodell der Selbsttranszendenz, die nicht gemacht, sondern nur erlitten werden kann. Trotzdem gibt es auch einen religiösen Grund, warum ein Industrieunternehmen wie Magirus Deutz den Turm des Ulmer Münsters als Logo nimmt. Es gibt auch am Ort der Arbeit die Erfahrung der Selbsttranszendenz, die ich nicht machen kann. Es ist die Erfahrung der Grenze des eignen Tuns, die Gnade des rechten Augenblicks, das Geschenk eines guten Einfalls.

Es ist sicher kein Zufall, dass Museen gerne sakrale Architektur zitieren. Ironisch greift das James Sterling in der Stuttgarter Staatsgalerie auf. Die Verwandtschaft von Museum und Kirche zeigt sich auch beim Museumbesuch. Er folgt einem ähnlichen Muster wie der Besuch einer Kirche und führt zu einem verwandten Phänomen, einer »ästhetischen Andacht«15, einer Weitung des Daseins vor einem Bild oder einer Skulptur. Allerdings kommt die ästhetische Andacht, auch wenn sie ein christliches Motiv meditiert, ohne die Annahme aus, es handele sich bei den Darstellungen christlicher Motive um die Darstellung einer höheren Wirklichkeit. Die ästhetische Andacht bleibt gegenüber dem Wirklichkeitsgehalt ihrer Gegenstände indifferent.


5. Wozu braucht Kirche ihre Kirchen?

Meine erste Antwort: Sie braucht Kirchen für ihre Gottesdienste (domus ecclesiae). Kirchen sind keine heiligen Räume. Sie sind die räumliche Manifestation16 des kommunikativen Geistes der Gemeinde, in dem Gott gegenwärtig ist in Wort und Sakrament.

Meine zweite Antwort: Sie braucht die Kirchen, weil viele Menschen sie brauchen (domus hominis religiosi, spiritualis, aesthetici etc.). Kirche ist Gastgeberin für eine beeindruckende Zahl an Besuchern, die mit den Kirchengebäuden ein Bedürfnis nach Weitung und Überschreitung ihres Daseins verbinden, das sie selber nicht immer religiös interpretieren.

Und sie braucht Kirchen – das ist meine dritte Antwort –, um beides miteinander zu verbinden: die Sehnsucht der Menschen nach Selbsttranszendenz, die in dieser Kultur unterschiedliche Formen annimmt, mit der Gegenwart Gottes im Gottesdienst der christlichen Gemeinde. Kirchen sind nicht nur Hybridräume der Transzendenz. Sie sind auch Orte einer religiösen Transzendierung von Transzendenz17, einer Vertiefung und Überschreitung derjenigen kulturellen Formen der Daseinsweitung, die ästhetisch, sozial, politisch verfasst sind, in einem umfassenden Horizont, der Gegenwart Gottes. In Kirchen als domus ecclesiae et hominis religiosi, spiritualis et aesthetici wird gewissermaßen ein zweites Mal von Gott her überschritten, was Menschen am Ort des Museums, des Fußballstadions, der Arbeit, im Kino an Erfahrungen der Daseinsweitung gemacht haben.

Diesen Geist einer produktiven religiösen Vertiefung und Weitung der kulturell verbreiteten Formen von Daseinsweitung muss die Gemeinde am Ort ihrer Kirche gastfreundlich und klug vertreten. Dabei ist es hilfreich, dass Kirchen seit jeher untergründige Beziehung zu den anderen Orten der Transzendenz in einer Stadt und in einer Region unterhalten. Kirchen sind Schnittstellen, Umschlagplätze der Transzendenz, an denen sich die sozial und ästhetisch ausgelegte und ausgelebte Sehnsucht nach Daseinsweitung mit der christlichen Entgrenzung der sozialen, ästhetischen, politischen Erfahrung von Selbsttranszendenz verbindet.

Man kann daraus eine Regel ableiten. Eine Kirche, die nicht domus ecclesiae ist, die nicht geistlich beatmet wird, die nicht in der religiösen Kommunikation der Gemeinde, in den verschiedenen Formen der Liturgie die Gegenwart Gottes feiert, verliert auch ihren Reiz und ihre Leistungskraft als Schnittstelle und Hybridraum der Transzendenz. Auch für Besucher, Gäste, Suchende und Neugierige sind nur die Kirchen interessant, die nicht nur äußerlich Kirchensind, sondern auch innerlich und der Sache nach.

Aber leider gilt nicht die Umkehrung: Eine Kirche, die als domus ecclesiae, als Versammlungsort einer Gemeinde funktioniert, ist deshalb noch lange nicht gesellschaftlich vernetzt. Sie muss eingebettet sein und wieder angeschlossen werden an die gesellschaftlich relevanten Erfahrungen der Daseinsweitung. Diese Einbettungen verstehen sich heute nicht mehr von selbst. Dafür muss man etwas tun. Kirchen können ein offener Raum der Transzendenz sein, ein Umschlagsort für die religiöse Deutung von kulturellen Erfahrungen der Selbsttranszendenz, aber sie sind es nicht mehr ohne weiteres. Eine Gemeinde muss für diese Vernetzung mit den Transzendenzbedürfnissen der Gegenwart arbeiten, sich diese Öffnung auch räumlich und architektonisch immer wieder neu erarbeiten. Es sei denn, man ist in der luxuriösen Situation als Gemeinde ein Ulmer Münster zur Verfügung zu haben, das wie von selbst für sein Publikum sorgt.


6. Gesellschaftliche Vernetzung

Wie kann diese Arbeit konkret aussehen? Exemplarisch nehme ich die untergründige Beziehung, die eine Kirche als Raum des Gottesdienstes in Wort und Sakrament zum Essen, der Abendmahlstisch zum alltäglichen Esstisch unterhält. Die Künstlerin Gabi Erne verteilte 2004 an 90 Haushalte der Stiftskirchengemeinde in Tübingen einen großen weißen Zeichenkarton mit der Bitte, ihn für einen Monat zu Hause als Unterlage für den Esstisch zu benutzen. Jeder dieser Kartons hatte ein Brot-Zitat aus der Bibel als Begleiter. Diese »Tischtücher« aus den Tübinger Haushalten überarbeitete die Künstlerin, fasste sie ein als Kunstwerk und stellte sie in der Tübinger Stiftskirche aus. Der Altar, gewissermaßen der Esstisch der Stiftskirchengemeinde, wurde zum Zentrum, um den sich in einem Halbkreis die Tübinger Tischbilder gruppierten, wie ja auch die Häuser, in denen diese Esstische stehen, eine Art Halbkreis um die Stiftskirche bilden. Für die Familien und für die Gemeinde, die am Gründonnerstag zu diesem besonderen Abendmahlsgottesdienst in die Stiftskirche kamen, wurde die untergründige Beziehung, die der Abendmahlstisch zu den alltäglichen Esstischen unterhält, mit Händen greifbar. Das alltägliche Essen in den Häusern bekommt in der Installation der Künstlerin eine geradezu eschatologische Pointe, so wie das Abendmahl seine dingliche und soziale Seite zeigt, die an die Sättigung und die Solidarität an den familiären Esstischen erinnert.18

Auch die Vesperkirche in der Leonhardskirche in Stuttgart und ähnliche Projekte anderswo leisten diese Rückbindung einer Kirche an die sozialen Prozesse der Daseinsweitung, an eine Überschreitung sozialer Differenzen beim gemeinsamen Essen von Schwachen und Starken und der Solidarität von Reichen und Armen. Das solidarische und egalitäre gemeinsame Essen an einem Tisch ist nicht nur ein jesuanisches Bild für die anbrechende Gottesherrschaft, sondern auch eine Sozialform der urchristlichen Gemeinde, mit der sie für Aufsehen in der spätantiken Gesellschaft sorgte19.

Und ein letztes Beispiel für die Vernetzung von Kirchen mit gesellschaftlich relevanten Prozessen der Daseinsweitung. Im Kino werden wir verwandelt, sehen schockiert und fasziniert, was auf uns zukommen kann im Alter, im Film »Liebe« von Michael Haneke, oder erleben die Verzauberung der Welt mit den Augen Victorias, die junge spanische Aushilfskellnerin, die in einer Nacht in Berlin das Abenteuer ihres Lebens erlebt. Diesen weltumspannenden Ort der Wandlungen holt das Kirchenkino in die Kirche. Warum aber sehen sich 500 Besucher einen Film auf harten Kirchenbänken an, den sie schon kennen oder im Internet bequem herunterladen könnten? Es ist der Kirchenraum, der die Besucher anzieht. Die Kirche liefert als Raum einen religiösen Kommentar zum Film und bringt durch den religiösen Anspruch des Raumes eine Dimension an Filmen hervor, die zu diesen gehört, aber im Kinosaal so nicht zu sehen ist. Und wenn dann versierte Predigerinnen und Prediger einige Szenen des Films mit Szenen aus der Bibel ins Gespräch bringen20, dann zeigt sich, welchen Reichtum die biblische Botschaft entfaltet, wenn sie die Selbsttranszendenz im Film religiös aufgreift und vertieft.


7. Wir brauchen Kirchen, die die Menschen brauchen

Nun gibt es unter den evangelischen Kirchen, Kapellen und Gemeindezentren in Deutschland auch solche, die nicht im Zentrum stehen, die keine Kunstschätze beherbergen, die keine architektonischen Perlen sind, an denen keine Wanderwege vorbeiführen etc. Daher zum Schluss die Frage: Was sind die räumlichen Konsequenzen aus meinen Überlegungen? Wie müsste man eine Kirche heute bauen oder umbauen, damit sie der Mittelpunkt des religiösen Lebens ist oder wieder zu einem solchen wird? Wie können Kirchen, die nicht mehr im Zentrum stehen, wieder eingebettet werden in die gesellschaftlich relevanten Prozesse der Daseinsweitung? Die Kirchen, die heute für manche Gemeinden mehr Last sind als Lust? Kirchen, die räumlich, sachlich und finanziell am Rand stehen, jedenfalls nicht in der Mitte des kirchlichen und öffentlichen Interesses?

Auch hier, schlage ich vor, gilt das Prinzip: Wir brauchen Kirchen, die die Menschen brauchen. Kirchen, die vernetzt sind mit den unterschiedlichen kulturellen Formen der Weitung des Daseins – und die diese Erfahrungen aufgreifen, um sie noch einmal religiös zu vertiefen und zu überschreiten. Wir brauchen Kirchen, die Hybridräume der (Selbst-)Transzendenz sind.


Rosenbergkirche Stuttgart

Wir brauchen Kirchen wie die Rosenbergkirche in Stuttgart. 2014 wurde sie von dem Architekten Stefan Kamm überarbeitet und der Gemeinde übergeben und hat den 3. Preis der Stiftung KiBa auf dem Kirchbautag in München erhalten. Was ist so bemerkenswert an diesem Umbau? Der Kirchenraum der Rosenbergkirche wird in seiner besonderen Ästhetik der 1950er wieder zum Leuchten gebracht. Das ist die eine Seite. Dieser Kirchenraum bekommt nun Funktionsräume zur Seite gestellt, die die Kirche wieder an die kulturellen und sozialen Prozesse in diesem Stuttgarter Quartier anschließen. Das ist räumlich aber so organisiert, dass der Saal auf der Empore, der für Sitzungen, Workshops etc. ausgelegt ist, Sichtkontakt zum Altar hat. Auch das Café in der Vorhalle ist praktisch auf dem Weg zum Altar. Wer auch immer in die neue Rosenbergkirche kommt, um dort zu feiern, zu diskutieren, zu spielen und zu arbeiten, der sieht sich bezogen auf eine religiöse Dimension, die sein Tun vertiefen und weiten kann.


Kolumbarium Erfurt

Kirchen wie das erste Kolumbarium in Erfurt brauchen die Menschen. Für die katholische Kirche in der Stadtmitte gab es keine Gemeinde mehr. Der Kirchenraum wurde geteilt, eine Seite dient als Gottesdienstraum, die andere als Ruhestätte für mehrere hundert Urnen. Auf diese Weise bekommt die Kirche wieder eine eigene Kasual-Gemeinde, und zwar aus den Angehörigen der Verstorbenen und denjenigen, die einen Urnenplatz gekauft haben, aber noch am Leben sind. Es ist eine Gemeinde aus Atheisten und Christen. Die einzige Bedingung für einen Urnenplatz im Erfurter Kolumbarium ist, dass die Trauerfeier, die für Atheisten mit einer speziellen Liturgie für Religionslose gefeiert wird, von einem Pfarrer einer christlichen Kirche gehalten wird. Unter der Woche ist reger Besucherverkehr und Sonntag ist Gottesdienst. Es werden nicht nur regelmäßig Trauergottesdienste gefeiert, sondern mit der Gemeinde der Angehörigen auch die großen Festtage, Weihnachten, Karfreitag und Ostern.


Kindergarten-Kirche Hamburg

Wir brauchen Kirchen wie die Kindergarten-Kirche in Hamburg-Eimsbüttel. Hier baute das Architekturbüro Stoelken Schmidt (2010) in die Bethlehemkirche, eine der herausragenden Nachkriegskirchen Hamburgs von Johann Mathaei (1958), den Kindergarten – in die Kirche, die ebenfalls ohne Gemeinde war und nicht mehr gebraucht wurde. Der Kindergarten wurde wie ein Möbel in den Kirchenraum hineingestellt, sodass Kinder unter der Woche in der Kirche ihren Spielplatz haben und am Sonntag im Chor der Kirche ihren Kindergottesdienst feiern. Ein Hybridraum der Transzendenzerfahrungen, die sich in Spiel und im Gottesdienst einstellen.


Kirchenzentrum Köln-Flittard

Es gibt auch Kirchen, die die Menschen nicht mehr brauchen. Kirchen, die finanziell und strukturell im Blick auf ihre Lage, den baulichen Zustand, die Architektur, die demographische Entwicklung nicht mehr zu einem lebendigen Ausdruck des christlichen Glaubens entwickelt werden können. Eine solche Kirche war die Lukaskirche (1960) der Brückenschlag-Gemeinde im Köln-Flittard. Über 49 Jahre sind in dieser Kirche viele emotionale Bindungen entstanden: »Mein Glaube an Jesus Christus hat hier Wurzeln bekommen. Ich habe hier viele nette Menschen kennengelernt. Bin hier rund 250 Mal zum Abendmahl gegangen – habe ich ausgerechnet.«21 Wer eine Kirche, die einen solchen Schatz an Erinnerungen in sich trägt, abreißt, muss eine neue Kirche bauen.

Die Brückenschlag-Gemeinde verkaufte Kirche und Gemeindezentrum und baute an die Stelle von zwei Gebäuden ein neues Kirchenzentrum. Die Immanuel-Kirche in Köln-Flittard 2013 von den Architekten Sauerbruch und Hutton, ist ganz aus Holz und hat eine auf das Minimum reduzierte äußere Form einer dreischiffigen Basilika. Die Funktionsräume sind als Seitenschiffe rechts und links an das hohe Mittelschiff angelagert und lassen sich im vorderen Bereich bei Bedarf zum Altarraum öffnen. Neben diesem spektakulären Gottesdienstraum, dem Haus der Gemeinde (domus ecclesiae), mit einer Altarwand aus bunten Stäben hinter der sich die Orgel verbirgt und deren Pastellfarben zum Licht hin immer transparenter werden, steht an dem öffentlichen Weg, der durch das Grundstück führt, eine neue Wegkapelle. Die Kapelle ist eine Einladung, ein Brückenschlag der Kirchengemeinde für alle, die hier als Einzelne vorbeigehen22. Ein (kleines) Haus der Stille, der Einkehr (domus hominis religiosi et spiritualis), unabhängig von der religiösen Bindung oder gar der Mitgliedschaft in der Brückenschlag-Gemeinde.


»Travel slow« in den Dorfkirchen Mecklenburgs

Kirchen sind keine Solitäre. Sie stehen nicht nur im Kontext von Stadt, Dorf und Region, sondern auch in einem Netzwerk, das in Deutschland über 50.000 evangelische und katholische Kirchen und Kapellen umfasst23 und darüber hinaus ganz Europa überzieht. Nimmt man als Gemeinde dieses Netzwerk in den Blick, was bisher viel zu wenig geschieht, dann stellt man fest, dass die eigene Kirche mit anderen Kirchen kommuniziert, mit Kirchen der Nachbarschaft, aber auch mit namensgleichen oder bauverwandten Kirchen weltweit. In einem Netzwerk lässt sich das Profil der eigenen Kirche herausarbeiten und es lässt sich der Austausch an Personen und Ideen stärken. Netzwerke kosten zwar Kraft und Aufwand, aber sie stärken als eine Kette von Attraktionspunkten am Ende jedes einzelne Glied. Das gilt nicht nur für die alten Pilgerwege, die traditionell das Netzwerk von Kirchen in Europa nutzen. Neue Netzwerke haben Studierende der Stadt- und Raumplanung der Uni Karlsruhe entwickelt, ein »Travel slow«24-Konzept für Dorfkirchen in Mecklenburg-Vorpommern. Entlang alter Bahnstrecken haben sie neue Wander- und Fahrradwege entworfen und Dorfkirchen vernetzt, die bisher nicht verbunden waren. Die Dorfkirchen werden zu Herbergen für Wanderer und Fahrradfahrer mit Werkstatt, Gastraum, Schlafplatz. Allerdings bleibt die Kernkompetenz der Dorfkirche erhalten. Sie ist nach wie vor ein Haus der Gemeinde, ein domus ecclesiae, auch wenn andere Nutzungen hinzutreten. Im Chor feiert die Ortsgemeinde mit ihren Gästen Wochenschlussandachten und Sonntagsgottesdienste. Der Chor bleibt reserviert für den liturgischen Gebrauch, gewissermaßen das sakrale Zentrum, das die Daseinsweitung, die die modernen Pilger beim Wandern, Kajak- und Fahrradfahren erleben oder auch beim gemeinsamen Essen in der Dorfkirche, noch einmal religiös zentriert und vertieft.


Mobile Kapellen

Vermutlich gibt es genug Kirchen in Deutschland. Aber gibt es auch genug Gelegenheiten zur Transzendenz? Zur Daseinsweitung im Alltag, die offen ist für religiöse Vertiefung? Für den Kirchentag in Bremen 2009 entwickelten Architektur- und Theologiestudierende aus Bremen und Marburg mobile Kapellen. Es sind Provisorien aus Prinzip, die en passant und für eine begrenzte Zeit den Menschen Gelegenheit geben, eine Kerze anzuzünden, an ein verstorbenes Familienmitglied zu denken oder sich nur zu freuen, wie das Kerzenlicht durch farbige Scheiben in der Dunkelheit leuchtet. Das »begehbare Kirchenfenster«25 wurde von der Evang. Kirche von Kurhessen-Waldeck aufgekauft und kann von den Gemeinden der EKKW ausgeliehen werden. Beim Bremer Kirchentag stand die mobile Kapelle in einem Wohnviertel auf einer Wiese. Abends kamen die Hundebesitzer und zündeten die Kerzen an. Die ganze Nacht über strahlte die Kapelle mit ihrem warmen Licht und begleitete die Nachtschwärmer auf ihrem Weg ins Bett und die Frühaufsteher auf dem Weg zur Arbeit.


Anmerkungen:

1 Vortrag zum »Thema des Tages: Kirche – mehr als ein Gebäude. Verkündigung durch Raum, Bild und Wort« bei der Synode der Evang. Landeskirche in Württemberg am 3. Juli 2015.

2 http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/die- zehn-meistbesuchten-evangelischen-kirchen-deutschlands-825.html (letzter Aufruf 1.7.2015).

3 http://www.autobahnkirche.info/wissenswertes. html (letzter Aufruf 1.7.2015).

4 Vgl. H. Joas, Braucht der Mensch Religion? Über Erfahrungen der Selbsttranszendenz, Freiburg 2004.

5 R. Otto, Das Heilige, München 1963, 42.

6 G.W.F. Hegel, Vorlesungen über die Ästhetik, Bd. II, hg. v. F. Bassenge nach der 2. Ausgabe v. H.G. Hotho (1842), Berlin 1985, 74.

7 Vgl. G. Duby, Die Zeit der Kathedralen, Frankfurt 1980, 170ff.

8 Vgl. Th. Erne (Hg.), Grundwissen Kirchenbau. Reims, Marburg und die Gotik, Göttingen 2012, 125ff.

9 Vgl. http://www.reformation-bild-und-bibel.de/das-themenjahr/ (letzter Aufruf 1.7.2015).

10 Vgl. F. Hermanni, Metaphysik, Tübingen 2011, 1.

11 W. Stegmaier, Orientierung durch Kirchen im weiten Raum, in: Th. Erne (Hg.), Kirchbautag Rostock 2011, Marburg 2012, 54-62, 58.

12 Vgl. Klemens Richter, Leben ist Wandel. Theologische Hinweise zu Kirchenumnutzungen, in: Kirche leer – was dann? Neue Nutzungskonzepte für alte Kirchen, hg. v. Dt. Stiftung Denkmalschutz/Vereinigung der Landesdenkmalpfleger, Petersberg 2009, 66-72, 71.

13 Vgl. K. Waaijmann, Der Geist des Spiels, in: A. Merkt (Hg.), Fußballgott. Elf Einwürfe, Köln 2006, 99-109, 106.

14 Vgl. U. Roth, Titanic – Die Inszenierung einer conversio vitae, in: M. Laube (Hg.), Himmel – Hölle – Hollywood. Religiöse Valenzen im Film der Gegenwart, München 2002, 102f.

15 Vgl. S. Natrup, Ästhetische Andacht, in: Herrmann/Mertin/Valtink (Hg.), Die Gegenwart der Kunst, München 1998, 73-83.

16 Vgl. O. Bartning, Vom Raum der Kirche, Darmstadt 1958, 53ff.

17 Vgl. M. Seel, Ist eine rein säkulare Gesellschaft denkbar?, in: K.P. Liesmann, Die Gretchenfrage, Wien 2008, 61-81, 70f.

18 Vgl. G. Bader, Die Abendmahlsfeier, Tübingen 1993, 119ff.

19 Vgl. V. Krech, Die semantischen und sozialstrukturellen Kontexte der Mahlfeier, in: M. Ebner (Hg.), Herrenmahl und Gruppenidentität, Freiburg 2007, 39-58.

20 Vgl. I. Kirsner/U. Gehring, Filmgottesdienste. Theorie und Modelle, 2014; Hans-Martin Dober, Film-Predigten, Bd. I u. II, Göttingen, 2010-2012.

21 http://www.kirche-koeln.de/aktuell/2104 (letzter Aufruf 2.7.2015).

22 Vgl. Bettina Schürkamp, Brückenschlag der kulturellen Vielfalt, kunst und kirche 01/2014, 63-65.

23 http://www.ekd.de/statistik/kirchen.html (letzter Aufruf 1.7.2015).

24 V. Sutter/A. Beckel, Travel slow …, in: Th Erne (Hg.), Kirchbautag Rostock 2011. Kirchenraum – Freiraum – Hoffnungsraum, Marburg 2012, 94-95. Dort finden sich noch weitere Ideen für Dorfkirchen von Architekturstudierenden aus Kaiserslautern und Karlsruhe.

25 J. Bäuerle/K. Scholl/U. Harlfinger, Das begehbare Kirchenfenster, in: Th. Erne (Hg.), Mobile Kirchen, Marburg 2009, 42-47.

 

Über den Autor

Prof. Dr. Thomas Erne, Jahrgang 1956, Studium der Evang. Theologie in Tübingen und der Schulmusik in Stuttgart, 1993 Dissertation, 2002 Habilitation, Pfarrer der württ. Landeskirche, seit 2007 Professor an der Universität Marburg und Direktor des EKD-Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart Marburg.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 12/2015

0 Kommentare zu diesem Artikel


Kommentieren Sie diesen Artikel










Bitte geben Sie die angezeigte Zahl in das nachfolgende Textfeld ein



Sicherheitszahl


zurück

Wert der »Werte« und Umwertung der »Werte«
Zur Diskussion um Ronald Dworkin und die europäische »Wertegemeinschaft« aus evangelischer Perspektive
Artikel lesen
Neue Perspektiven neutestamentlicher Wissenschaft
Ein anglo-amerikanisches Paulus-Potpourri im Lutherjahr, Teil 2
Artikel lesen
12. Sonntag nach Trinitatis
3. September 2017, Jesaja 29,17-24
Artikel lesen
»I Keep Falling at You«

Artikel lesen
Vertrauen und Transparenz
Überlegungen zur Diskussion um Organspende und Organtransplantation
Artikel lesen
Wo Lebensgeschichten sich kreuzen
Gedanken zur Biographieorientierung in der Predigt
Artikel lesen
Gott straft nicht
Eine Anregung zum Gespräch
Artikel lesen

PDF

Sie können diesen Artikel als PDF-Dokument runterladen.

PDF-Dokument

Impressum

Dieser Text wurde im Deutschen Pfarrblatt veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie hier:

Impressum


Hinweis

Für Adressänderungen sowie Abonnementbestellungen oder –kündigungen wenden sie sich an ihren zuständigen Pfarrverein.

Nur dort können die Daten geändert werden. Vielen Dank!