Warum das Reformvorhaben »Kirche der Freiheit« zum Scheitern verurteilt ist
Bevor der Karren noch tiefer in den Dreck fährt

Von: Anne Lungová
3 Kommentare zu diesem Artikel / Artikel kommentieren

Wer in den letzten Wochen die Zeitungen aufgeschlagen hat, traute seinen Augen nicht: ein Skandal jagte den anderen. Erst mussten die Vorstandsbosse der Deutschen Bank gehen, dann der Chef von VW und jetzt wackelt auch noch der Thron des deutschen Fußballkaisers. Doch für ein erleichterndes Aufatmen, dass zum Glück diesmal die Kirche von einem Skandal verschont blieb, ist es zu früh. Im Gegenteil: einige Verantwortliche in den Chefetagen der kirchlichen Verwaltung werden tief Luft geholt haben. Denn was sich auf den ersten Blick völlig unabhängig voneinander abspielt, hat einen gemeinsamen Nenner: McKinsey. Dass die amerikanische Beraterfirma McKinsey & Company maßgeblich am Reformprozess »Kirche der Freiheit« beteiligt ist, ist kein Geheimnis. Weitgehend unbeachtet hingegen verlief der Prozess der schrittweisen Anbindung an Machtzentren von Wirtschaft und Politik, die nun von Skandalen erschüttert werden.


Beispiel Deutsche Bank

Ein wesentlicher Bestandteil, der bei der Umsetzung von Reformvorhaben eine Rolle spielt, ist die personelle Besetzung der kirchlichen Gremien. Dort, wo inhaltliche Entscheidungen getroffen werden, an den »Schaltstellen«, sind Menschen notwendig, die sich für die Sache einsetzen und diese glaubhaft umsetzen können. Die Juristin Marlehn Thieme war diesbezüglich für den Rat der EKD (seit 2003) eine Traumbesetzung. Die Direktorin der Deutschen Bank (bis 2013) gehört nicht nur zu der wirtschaftlichen Elite des Landes1, sondern ist u.a. auch (seit 2005) Mitglied und (seit 2012) Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, Mitglied des Vorstandes des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer und (seit 2/2015) Aufsichtsratsvorsitzende der Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank). Sie hat Impulse gegeben, Kontakte vermittelt und das gemacht, was zum »Kerngeschäft« einer Bankerin gehört. Im Gegenzug folgten Einladungen kirchlicher Vertreter zu Gesprächen mit hochrangigen Bankmanagern. Im der Deutschen Bank eigenen Magazin »Werte«2 tauschten sich in einem Gespräch der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Jürgen Fitschen über Verantwortung, Vertrauen und Werte im Wandel aus. Nur wenige Monate später trat Jürgen Fitschen zurück; die Staatsanwaltschaft München hatte ihm versuchten Prozessbetrug vorgeworfen. Selbst der Sonderbeauftragte von McKinsey, Thomas Poppensieker, der seit Dezember 2013 bei der Deutschen Bank eingestellt worden war mit der Aufgabe, Skandale zu verhindern, versagte offenbar in seiner Kontrolleurs-Funktion3.


Beispiel Volkswagen

Als die EKD aufbrach, um Partner für ethisch nachhaltige Geldanlagen zu suchen4, stieß sie bei Volkswagen auf offene Ohren5. 2013 berief die Evang.-Reformierte Kirche den VW-Mitarbeiter Jan Wurps als Mitglied in die Gesamtsynode. Der gebürtige Ostfriese und Peronalchef der Volkswagen Service-Factory war in seiner Funktion als VW-Kirchenbeauftragter maßgeblich daran beteiligt, dass Volkswagen zum Kirchentagsvehikel aufstieg6. Auch den diesjährigen Kirchentag in Stuttgart unterstützen die Autobauer mit Sitz in Wolfsburg mit 105 Wagen7. Die Shuttle-Flotte, ausgestattet mit konsequent umgesetzter umweltfreundlicher BlueMotion-Technology, soll, so Wurps, zum effizienten Ablauf des gesellschaftlichen Großereignisses beitragen8. Seinen größten Werbe-Coup landete VW mit der Nachricht, dass der neue Papst Franziskus im Volkswagen Phaeton zum Gebet in die Basilika fährt9. Doch das Aufkommen des Abgas-Skandals von VW veranlasste den Heiligen Stuhl zum schnellen Handeln. Zum Staatsbesuch nach Amerika fuhr der Papst bereits in einem Kleinwagen von Fiat vor10. Der EKD-Vorsitzende, Heinrich Bedford-Strohm, reagiert auf die Auswüchse in dem Konzern mit Worten. Er sieht den Abgas-Skandal bei Volkswagen als Vertrauensverlust für die Automobilbranche: »Es ist ganz entscheidend, dass uns keine Märchen erzählt werden«, sagte der evangelische bayerische Landesbischof bei der Vorstellung einer EKD-Studie für nachhaltige Entwicklung am Freitag in München. Die Autofahrer müssten sich darauf verlassen können, dass die Angaben der Hersteller zu den Abgaswerten stimmen11und forderte: »VW soll Buße tun und jetzt ökologisch klotzen«12.

Der Ärger ist verständlich; nur wenige Wochen zuvor war verkündet worden, dass der VfL Wolfsburg seinen Fans in der kommenden Saison einen besonderen Service anbieten wird: eine Kapelle in der Volkswagen-Arena13. Ähnlich wie bei der Deutschen Bank hatte auch die VW-Spitze McKinsey als externen Unternehmensberater im Juli 2014 ins »Boot« geholt. Ohne Erfolg. Die mahnenden Worte des VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden, Bernd Osterloh, der einen raschen Abzug von McKinsey gefordert hatte, hatte VW-Chef Martin Winterkorn geflissentlich überhört14.


Beispiel Deutscher Fußballbund

Kein anderer Bereich im gesellschaftlichen Leben Deutschlands hat einen solchen Stellenwert wie der Fußball. In Zeiten des Bedeutungsverlustes von Kirche war es naheliegend, sich in die Nähe derer zu begeben, die Massen zu begeistern wissen. Unter dem Motto »Gemeinsam Gesellschaft gestalten – Integration durch Kirche und Sport« formierte sich eine Kooperation zwischen der Deutschen Bischofskonferenz, der EKD und dem Deutschen Olympischen Sport-Bund15 mit dem Ziel, Anstöße für ein gelingendes Zusammenleben von Zugewanderten und einheimischer Bevölkerung zu geben. Theo Zwanziger, damaliger Präsident des Deutschen Fußballbundes, merkte darin an: »Der Fußball als Sportart Nr. 1 in unserem Land … kann ein überaus wichtiges Element sein, um hilfreiche Perspektiven zu schaffen und Brücken zu bauen«16. Die »Ideen« von Bischof Wolfgang Huber, Karl Kardinal Lehmann und Präsident Thomas Bach wurden in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt. Bereits am 9. Juni 2006 predigte zum WM-Start der damalige Ratsvorsitzende der EKD Wolfgang Huber im Münchner Liebfrauendom, dass »Fußball ein starkes Stück Leben ist«.

Der Ball kam ins Rollen. Evangelische und katholische Würdenträger wurden zu »Botschaftern des Fußballs«; vom Präses-Cup bis zum Konfi-Cup, alle sollten vom Sportsgeist bewegt werden. »Gebete für die deutsche Nationalelf seien erlaubt«, ließen die Verantwortlichen vor jedem Fußballereignis verlauten. Die Kirchen beteiligten sich an den fußballeigenen Stiftungen und die Fußballvereine wiederum an Projekten der Kirche. »Public Screening« füllte während der Europa- und Weltmeisterschaften die Gemeindehäuser und es erfüllte sich, was die EKD-Verantwortlichen den Gemeinden versprochen hatten: »Gemeinsam Fußball schauen macht einfach Spaß«. Selbst »Brot für die Welt« warb mit dem Slogan »Fair Play for Fair Life – Gottes Spielregeln für eine gerechte Welt«17. Jetzt, wo das Sommermärchen einem traurigen Ende entgegensieht18, beginnt auch für die Kirchen der »Ernst des Lebens«. Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Nationalelf, ließ in einem Interview aus dem Jahr 2012 im McKinsey-Forum »Akzente« den Spitzensatz verlauten: »Wir haben gezielt daran gearbeitet, Sympathie aufzubauen«19. Viel genützt hat das McKinsey-Engagement dem deutschen Fußball nicht.


Und die EKD?

Ob die EKD von den Angeboten der Unternehmensberatung McKinsey & Company profitiert, ist mehr als fraglich. Wer die Mechanismen erkennt, ahnt, dass der Handlungsspielraum für die Kirchen immer enger wird. Dass im Dezember 2012 mit Peter Barrenstein ein langjähriger McKinsey-Berater (von 1980-2007) in den Rat der EKD berufen wurde, dem man die inhaltliche Begleitung der Führungsakademie für Kirche und Diakonie übertrug, ist ein weiteres Indiz dafür, dass die EKD einer externen Organisation mehr vertraut, als ihren eigenen Leuten. Immerhin steht die Kirche mit ihrer Naivität nicht alleine da: Autobranche, Banken und Politik haben denselben Fehler begangen, im Glauben an einen Retter, der alle Missstände lösen kann. Warnende Stimmen hat es auch in der Kirche gegeben. Der deutsche Publizist, Christian Nürnberger, hatte in seinem Vortrag am 34. Rheinischen Pfarrertag am 3.11.2003 in Bonn eindringlich auf die Gefahren hingewiesen: Im Jahr 1999 veröffentlichte ich mein Buch »Die Machtwirtschaft«, eine Streitschrift gegen den Wirtschafts-Totalitarismus. Wer Kirche als eine Nonprofit-Organisation unter anderen begreift und sie auf den Marktplatz schubst, verlässt den Boden des Evangeliums, degradiert dieses zur Ware, und macht sich gemein mit jenen obskuren Weltanschauungshändlern, die sich auf diesem Markt herumtreiben. Kirchenleitungen, welche die Existenz der Kirche dadurch sichern wollen, dass sie ihre Kirche als Nützlichkeits-Organisation etablieren, als Service- und Sinnvermittlungsagentur, als Unternehmen, dessen Wert in ihrer Funktionalität für einzelne, Gemeinschaften und Staaten liegt, ziehen den Karren nicht aus dem Dreck, sondern fahren ihn noch tiefer hinein. Bischöfe, die den Leuten weismachen wollen, eine Mitgliedschaft in der Kirche rechne sich, zahle sich aus, müssen vergessen haben, dass der Lohn des Christen das Kreuz ist, dass es nicht um Logos geht, sondern um den Logos.20

Um den »Karren aus dem Dreck zu ziehen«, braucht es für die evangelische Kirche mehr als nur die Einsicht, dass man sich statt an der Macht der Welt am Kreuz Christi hätte orientieren sollen, um der Krise, dem demographischen Wandel oder dem Mitgliederschwund entgegenzuwirken. Vor allem lohnt es sich, eigene Fragen zu stellen, um zu neuen Antworten zu gelangen, damit die Kirche am Ende nicht ebenso dasteht wie die Deutsche Bank, der Fußball oder Volkswagen.

Anne Lungová


Anmerkungen:

1 http://www.taz.de/!5099324/ Artikel von Philipp Gessler vom 2.3.2012: »Wer sie unterschätzt, verliert«.

2 http://www.deutsche-bank.de/ vk/docs/Werte_ 11_03022015.pdf, Rubrik »Werte-Gespräch«, 10-13.

3 http://www.handelsblatt.com/unternehmen/ management/nach-skandalen-deutsche-bank- verpflichtet-mckinsey-kontrolleur/9192626.html; als Sonderbeauftragter war Poppensieker dem Vorstand direkt unterstellt.

4 S. Leitfaden für ethisch nachhaltige Geldanlagen der EKD, erstellt von der Arbeitsgruppe Kirchliches Investment, 2011 (1. Ausgabe/ 2013 erneuerte Ausgabe).

5 So fand z.B. vom 1.-4. März 2010 eine Tagung zum Thema »Nachhaltig mobil in die Zukunft« (Der Strukturwandel in der Autoindustrie als Herausforderung für Theologie und Kirche) statt, auf der u.a. über »Impulse für eine ökologisch verantwortbare Mobilität« vor dem Hintergrund eines Betriebsbesuches bei VW diskutiert wurde.

6 http://www.auto-medienportal.net/artikel/ detail/3982?searchterm=vw, Artikel »Volkswagen stellt 100 Fahrzeuge für den Ökumenischen Kirchentag« vom 12.5.2010: Nach fünf Engagements beim Deutschen Evangelischen Kirchentag und beim Katholikentag unterstützt Volkswagen den 2. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT), der heute in München beginnt und bis zum 16. Mai 2010 dauert. Für den Transport von Gästen und Material stellt der Konzern eine Flotte von 80 Pkw und 20 Transporter zur Verfügung.

7 http://www.dpp.de/articles/8695; Artikel vom 26.3.2015: »Volkswagen unterstützt Kirchentag mit 105 Autos«: Als langjähriger Partner des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT) stellt Volkswagen für die diesjährige Veranstaltung eine der größten Fahrzeugflotten in der bisherigen Geschichte der Zusammenarbeit sowie zahlreiche Plätze für ein ökonomisches Fahrtraining zur Verfügung.

8 Ebd.

9 S. dazu www.waz-online.de, Artikel vom 14.3.2013, Quelle: Claudio Peri, »Der Papst fährt Volkswagen« und http://www.waz-online.de/ VW/Aktuell/In-Rom-Papst-empfaengt-VW-
Auszubildende, Artikel vom 16.12.2014 »Volkswagen in Rom. Papst empfängt Auszubildende«.

10 www.welt.de, Artikel vom 23.9.2015 von Ansgar Graw: »Papst fährt mit Fiat500 zu Barack Obama ins Weiße Haus«: Der Fiat500 … demonstrierte hervorragend die konsumkritische Haltung des bescheidenen Papstes.

11 https://www.greenpeace-magazin.de/tickerarchiv/evangelische-kirche-sieht-abgas-skandal-bei-vw-als-vertrauensverlust; Artikel vom 25.9.2015 »Evangelische Kirche sieht Abgas-Skandal bei VW als Vertrauensverlust«.

12 S. www.ekd.de/aktuell_presse/100745.html.

13 http://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2015/07/vfl-wolfsburg-errichtet-kapelle-in-der-volkswagen-arena; Artikel »Wolfsburg baut Stadion-Kapelle«. Die enge Zusammenarbeit zwischen evangelischer Kirche, VW und dem Fußballclub äußert sich auch im gemeinsamen Engagement für die Familienstiftung-Wolfsburg, in deren Stiftungsrat sich u.a. die Superintendentin des Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen, Prof. Dr. Hanna Löhmannsröben, Dr. EkkehardtWesner, Vorsitzender der VW-Management Associationi.R und VW-Kirchenbeauftragter Jan Wurps befinden; s. http://familienstiftung-wolfsburg.de/stiftungsrat. html.

14 http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/mckinsey-bei-volkswagen-vw-betriebsrat-beschwert-sich-ueber-externe-berater/10251192.html, Artikel vom 25.7.2014.

15 Ideenheft, Gemeinsam Gesellschaft gestalten. Integration durch Kirche und Sport, hrsg. DBK, EKD, DOSB, 2007, erarbeitet von der gemeinsamen Kommission Kirche und Sport.

16 Ebd.

17 Gesehen im Deutschen Pfarrerblatt.

18 Der SPIEGEL Nr. 43 (17.10.2015): Das zerstörte Sommermärchen, Schwarze Kassen – die wahre Geschichte der WM.

19 www.mckinsey.de/akzente 2/2012, 34-39, Interview mit Oliver Bierhoff: »Ich mache mir pausenlos Gedanken über die Marke Nationalmannschaft«.

20 Christian Nürnberger, Vortrag vom 34. Rheinischen Pfarrertag am 3.11.2003 in Bonn.


 

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 11/2015

3 Kommentare zu diesem Artikel

06.12.2015
Ein Kommentar von Friedrich Weßeler


Ein sehr gut recherchierter Artikel, der nachdenklich stimmt und den Wunsch weckt, dass in den Kirchen der EKD doch mehr die offensichtlichen Ergebnisse der EKD - Umfragen ernst genommen und in Synodenbeschlüssen umgesetzt werden.
19.12.2015
Ein Kommentar von Gerhard Kuppler


nein! Es geht darum, dass Kirche wieder Kirche, d.h. creatura verbi divini wird. Das Evangelium wird vor Ort gelebt. Kirche muss wieder von unten aufgebaut werden. Die Organisation muss wieder dienende Funktion haben und nicht herrschende.Dass das anders ist, ist die eigentliche Ursache des Elends, das die Autorin eindrücklich aufgezeigt hat. Ich schlage ein kirchliches Sabbatjahr vor: 1 Jahr lang keine Bischofs-/Prälaten-/Dekansberichte; keine Synodalworte an die Gemeinden. Keine Synodaldebatten über die Zukunft der Kirche. Keine Statistiken, keine Pressemitteilungen. Keine tiefsinnigen Überlegugungen über Erhöhung der Mitgliederbindung. Keine Beschlüsse außer dem Haushaltsplan.
27.12.2015
Ein Kommentar von Peter Mörbel


Sorgfältig recherchiert - dieses Prädikat würde ich für den beitrag nicht vergeben. Beim "Beispiel Volkwagen" rekuriert Frau Lungová auf eine Kooperationstagung des KDA Baden und des KDA Württemberg in der Ev. Akademie Bad Boll aus dem Jahr 2010. Was - bitte sehr - hat das mit der angeblichen Anbiederung der EKD an VW zu tun? Der KDA steht mit Unternehmen im Gespräch, sowohl mit Geschäftsleitungen wie mit Betriebsräten. Auch ist der KDA wohl kaum verdächtig, mit dem Kapitalismus zu kuscheln. Und selbst wenn. Hat der Herr Jesus in aller Öffentlichkeit nicht öfter mal herzhaft ins Fettnäpfchen getreten, wenn er eine gewisse Nähe mit reichen Jünglingen, Prostituierten und kollaborierenden Zolleinnehmern pflegte? Wer dem moralischen Reinheitsgebot von Frau Lungovà folgt, muss die Kirche aus einer ganzen Menge Präsenzfelder zurückpfeifen, in denen moralische Grauzonen und individuelles Versagen lauern. Zum Beispiel im Geldgeschäft, im Sport und in der Wirtschaft. Alles Felder, von denen wir als Pfarrerinnen und Pfarrer allerhöchstens in Ausnahmefällen wirklich sachgerecht und differenziert reden können. Sozialethische Verantwortung besteht nicht in der Attitüde vollmundiger Dauerempörung, sondern u.A. auch darin, auf gefühlte Wahrheiten und gemutmasste Zusammenhänge zu verzichten.

Kommentieren Sie diesen Artikel










Bitte geben Sie die angezeigte Zahl in das nachfolgende Textfeld ein



Sicherheitszahl


zurück

9. Sonntag nach Trinitatis
29. Juli 2018, Jeremia 1,4-10
Artikel lesen
Eine Choralkantate über das Gottvertrauen
Beobachtungen zu J.S. Bachs Kantate BWV 93 »Wer nur den lieben Gott lässt walten«
Artikel lesen
7. Sonntag nach Trinitatis
15. Juli 2018, Philipper 2,1-4
Artikel lesen
»Kampf ist für mich nicht das einzige Kriterium des Politischen«
Johannes Raus pietistische Prägungen als Predigersohn
Artikel lesen
In Kernlanden der Reformation
Ein Grußwort der Bayerischen Landeskirche zum 75. Pfarrerinnen- und Pfarrertag in Augsburg
Artikel lesen
Weltweite Kirche im globalen Dorf
Wie Auslandserfahrungen für die Kirchengemeinde fruchtbar gemacht werden können
Artikel lesen
Den »Tisch des Wortes« reich gedeckt
Die neue Perikopenordnung im Licht erster Erprobungen
Artikel lesen

PDF

Sie können diesen Artikel als PDF-Dokument runterladen.

PDF-Dokument

Impressum

Dieser Text wurde im Deutschen Pfarrblatt veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie hier:

Impressum


Hinweis

Für Adressänderungen sowie Abonnementbestellungen oder –kündigungen wenden sie sich an ihren zuständigen Pfarrverein.

Nur dort können die Daten geändert werden. Vielen Dank!