Leser/innen-Forum: EKD-Familienpapier
Nur die halbe Wahrheit

Von: Prof. Dr. Klaus Meyer zu Uptrup
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In der Diskussion um die Orientierungshilfe der EKD »Zwischen Autonomie und Angewiesenheit« ist es ruhiger geworden. Luft holen, durchatmen und neu ansetzen, scheint die Devise zu sein. Allerdings hat das Papier nicht nur Anlass geboten, über den theologischen Sinn von Ehe und Familie bzw. über ethische und sozialpolitische Aspekte einer breiten Palette von Lebensformen nachzudenken. Klaus Meyer zu Uptrup bewegt der sog. »demografische Wandel« und dessen sozioökonomische Folgen – und vor allem die Tatsache, dass die EKD zu diesen Problemen schweigt.


Das Grundsatzpapier zur Familienpolitik, welches die EKD drei Monate vor der Bundestagswahl 2013 vorgelegt hat, segnet nur ab, was politisch sowieso im Schwange ist, die halbe Wahrheit, fast eine Belanglosigkeit im Hinblick auf die wirklichen Probleme, die aus dem sog. »demografischen Wandel« folgen, nämlich eine ungeheure Wahrheit aus ungeheuerlichen Irrtümern. Seit rund 40 Jahren bleibt ein Drittel der Bevölkerung zeitlebens kinderlos und zerstört damit ein ausgewogenes Generationenverhältnis, wie es für das Funktionieren unserer Sozialsysteme (Renten, Pflegeversicherung, Krankenkassen …) Voraussetzung ist. Unsere Familienpolitik lässt Unsummen wirkungslos in einem »Gewurschtel« an der Oberfläche versickern, weil das Fundament demografisch unterspült ist und man die Einsturzgefahr nicht zur Kenntnis nimmt. Jedenfalls hat bislang keine Partei den Mut, den Schaden in der Tiefe zu beheben. Dazu kein Protest der »Protestanten«?

Zwar werden die »gravierenden gesellschaftlichen Veränderungen« genannt: sinkende Geburtenraten, Wandel der Altersstruktur, verändertes Geschlechterverhalten, steigende Scheidungs- und Trennungsraten (S. 23). Richtig wird festgestellt, dass der Familie als gesellschaftliche Institution für die Weitergabe des Lebens und den sozialen Zusammenhalt nach wie vor eine zentrale und unverzichtbare Rolle zukomme. Doch das Versäumnis einer »nachhaltigen Familienpolitik« wird unserem »tradierten Familienbild« angelastet. Eine wirklich »politische Diakonie« der EKD wäre aber gewesen, die im dunklen Keller verborgenen, vertuschten oder einfach vergessenen Probleme anzupacken und Irrtümer aufzuklären.


1. Der große Rentenirrtum

»Ich zahle in die Rentenkasse ein und bekomme das im Alter mit Zinsen wieder heraus.« – Ein Irrtum, denn in Wirklichkeit wird das eingezahlte Geld nicht als Kapital »angelegt«, sondern sogleich »umgelegt« und als Rente an die Eltern ausgezahlt. Dass man aus einem derart »umlagefinanzierten« System auch selber im Alter Rente beziehen kann, setzt voraus, dass man einen »generativen Beitrag« (Begriff aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Pflegeversicherung, 3.4.2001) für seine Alterssicherung geleistet hat, nämlich Kinder aufgezogen, die dann zur Umlage für die Elterngeneration einzahlen. Bei 40 Arbeitsjahren werden dafür drei Viertel der Einzahlungen verbraucht. Wer, aus gutem Verdienst oder Einkommen, höhere Rentenbeiträge geleistet hat, der hat in Wahrheit nur erst Ansprüche von Alten seiner Einkommensklasse befriedigt; für seine eigene Rente hat er noch nichts geleistet, solange er kinderlos bleibt.


2. Der aufgekündigte Generationenvertrag

»Ein Denken in Generationszusammenhängen ist in unserer Gesellschaft nicht mehr vorhanden und nicht mehr zu wecken.« – Solches wurde mir am 29. Juni 2010 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Berlin) im Gespräch mit einem beamteten Staatssekretär entgegengehalten. In Wahrheit ist der sog. Generationenvertrag unkündbar, denn er formuliert einfach die mit dem natürlichen (früher sagte man: »schöpfungsmäßigen«) Generationenzusammenhang gegebenen moralischen Verpflichtungen: »Du bist ein erwachsener Mensch. Sorge für deine Eltern, dass sie einen würdigen Lebensabend haben. Deine Kinder werden das sehen und auch so handeln, wenn du alt bist«. Unsere umlagefinanzierte Rentenversicherung entspricht dem genau als die Form, in der Menschen in einer modernen Massengesellschaft der moralischen Verpflichtung des »Generationenvertrages« nachkommen können, was wiederum genau der ursprüngliche Sinn des biblischen Elterngebotes ist.

Der Zusammenhang zwischen dem »Gedanken des Generationenvertrages« und dem Elterngebot ist in der »Orientierungshilfe« (S. 101f) bezüglich der Sozialversicherungen wie Renten und Pflegeversicherung richtig gesehen. Nur wird der Generationenvertrag »fiktiv« genannt, während doch in Wahrheit das im »großen Rentenirrtum« Gemeinte trotz juristischer Fixierung »fiktiv« ist. Das richtig Beschriebene wird nicht richtig weiter gedacht und versandet.

Das kinderlose Drittel unserer Bevölkerung hat den Generationenvertrag »aufgekündigt« und schiebt die »Vertragsstrafe« ab auf die Altersgenossen, die Eltern geworden sind, und das unter dem Schutz der politischen Meinung, die mir im Sozialministerium entgegengesetzt worden ist. Eine Überschlagsrechnung möge die Ungeheuerlichkeit durchleuchten: Drei Viertel der Einzahlungen kinderloser Alter sind zur Umlage für deren Eltern verbraucht, Rest: ein Viertel. Ihre »Rentenansprüche« werden aufgrund ihrer rechtlichen Fixierung des großen Rentenirrtums aber ungekürzt befriedigt aus den umgelegten Einzahlungen einer Erwerbsgeneration, für deren Existenz, Aufziehen und Ausbildung sie nichts geleistet und sich so die Kosten für einen »generativen Beitrag« zu ihrer Alterssicherung erspart haben. »An Kindern profitiert, wer keine hat« (Forum Familie Rheinland-Pfalz 1996).

Wenn durch die lebenslang kinderlos gebliebenen Alten die Erwerbsbevölkerung auf zwei Drittel geschrumpft ist (der sog. »demografische Wandel«), fehlt durch die Ungeborenen ein Drittel der Beiträge in der Rentenkasse. Sollen alle Alten daraus Rente beziehen, so müsste man die Rente der alten Eltern um ein Drittel kürzen. Da sich der Staat aber davor scheut, schiebt er Steuergelder in die Rentenkasse (H. Adrian, Der Irrweg (2006), 2). Gehen wir von etwa 80 Mrd. Euro aus und ziehen davon 20 Mrd. für Sozialfälle ab (Ausfälle durch Arbeitslosigkeit, Altersarmut …), so verbleiben noch 60 Mrd. Euro versteckte Subvention von Kinderlosigkeit. Das kann in einem Jahrzehnt zur Höhe des »Euro-Rettungsschirms« anwachsen. Steuergelder? Staatsschulden? Prof. H. Birg, namhafter Volkswirt und Demografieforscher, sagte mir, die Finanzkrise Griechenlands sei durch die Frage ausgelöst worden, wie denn eine schrumpfende Bevölkerung jemals die Staatschulden werde zurückzahlen können. Werden wir das können?

So muss bemängelt werden, dass die EKD offenbar noch nicht gründlich genug über Generationenvertrag, Elterngebot und gewollte Kinderlosigkeit nachgedacht hat und somit der Politik leider keine wirklich hilfreichen Anstöße geben kann. Ein Menschenrecht auf kostenlose gewollte Kinderlosigkeit kann es nicht geben. »Gleichstellung« muss hinsichtlich der aus dem Generationenzusammenhang folgenden Verpflichtungen und Lasten auch im Verhältnis zwischen Eltern und Kinderlosen gelten!


3. Zugewanderte Fachkräfte – gut für unsere Sozialsysteme

Griechenland, Italien und Spanien stecken in einer Wirtschafts- und Finanzkrise. Gut ausgebildete junge Menschen finden dort keine Arbeit und kommen zu uns. Als tüchtige Leute verdienen sie angemessen, zahlen ordentlich Steuern und Beiträge in die staatliche Rentenversicherung. Diese werden »umgelegt« zur Versorgung unserer kinderlosen Alten, deren nicht geborene Kinder sie als Beitragszahler ersetzen. Nach dem vor-staatlichen »Generationenvertrag« ist aber zu bedenken, dass ihre wirklichen Eltern in den südlichen Randstaaten des Eurolandes leben, deren Sozialsysteme unter den Versorgungslasten zusammenzubrechen drohen. Gehören die Rentenbeiträge von Zuwanderern nicht in ihre Heimat überwiesen? Und die Ausbildungskosten ihren Staaten erstattet? Was wir betreiben, »ist schlicht demografischer Kolonialismus« (Prof. Herwig Birg).


4. Kinderlosigkeit – eine Freiheit ohne Verpflichtung?

Unterschied man früher »verheiratet oder unverheiratet«, so war bei »verheiratet« eine Familie mitgedacht. Heute ist dieser Unterschied nicht mehr von Belang. Der Unterschied ist an der Oberfläche unseres gesellschaftlichen Lebens im Statusbewusstsein und auch rechtlich eingeebnet. Ein Schaden ist nicht zu bemerken. Nicht einzuebnen aber ist in der Tiefe der biologischen Grundlagen für die Fortexistenz von Staat und Gesellschaft, der Unterschied zwischen Eltern und Kinderlosen.

Der Staat hat den Ehebegriff um das vordem wichtige konstituierende Merkmal der Generativität »entkernt« und diese unter den »erweiterten Familienbegriff« verbracht als die »umfassende Gemeinschaft zwischen Eltern und Kindern …« (S. 46). Dann aber muss der Staat die Unterscheidung von Eltern und Kinderlosen als wirklich zielführend respektieren und die Kinderlosen mit in die Pflicht nehmen, um aus dem gegenwärtigen Dilemma mittelfristig herauszukommen. Warum sagt die EKD dazu nichts?

In den ZDF-Nachrichten am 9. Februar 2012 um 19 Uhr sah man, wie Bundeskanzlerin Merkel einen Antrag jüngerer Unionsabgeordneter abwies, der zum Ziel hatte, kinderlose stärker an den Lasten der Sozialsysteme zu beteiligen: »Ich halte die Unterscheidung zwischen Eltern und Kinderlosen nicht für zielführend.« Wer meine Ausführungen zum Generationenvertrag verstanden hat, sieht: genau das Gegenteil ist die Wahrheit!


5. Moderne Lebensideale demokratisch akzeptiert – irrtumsfrei?

Die Rede vom sog. »demografischen Wandel« unterstellt einen schicksalhaften Vorgang ohne menschliche Verantwortung, der, wie aus der Politik verlautet, eine Herausforderung sei, die Chancen enthalte und Bereicherung verspreche. Nach den bislang aufgezeigten Irrtümern wäre es genauer, von einem »demografischen Problem« zu sprechen, um nicht gleich eine Katastrophe an die Wand zu malen.

Geistige Ursache sind unsere demokratisch selbstverständlich gewordenen Lebensideale seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts:

Selbstverwirklichung: Der Blickwinkel ist auf die Lebensspanne des einzelnen Menschen verengt; der Generationenzusammenhang und die darin beschlossenen Pflichten kommen nicht in den Blick.

Gleichstellung der Frau: Moralisch zu begrüßen, kein Zweifel an der Fähigkeit von Frauen, doch der Unterschied der Geschlechter bleibt. Nur Frauen können Kinder gebären. Das Problem ist die aus diesem Ideal abgeleitete Unterbewertung der Familienarbeit gegenüber der Erwerbsarbeit. Ein Beispiel aus der Industrie entlarvt den Irrtum: Produktion bringt Geld, Forschung und Entwicklung sind Investitionen und kosten Geld. Erwerbsarbeit entspricht der Produktion, die wird bezahlt. Familienarbeit ist Reproduktion, wird nicht bezahlt, ist aber eine unerlässliche Investition in die Zukunft. Wer nicht investiert, geht pleite.

Nur Wunschkinder: Tatsachen beweisen, dass solche, zumal nach der »Antibabypille«, zur Bestandserhaltung der Bevölkerung nicht ausreichen. Die Zahl der Erwerbspersonen ist wegen einer zu niedrigen Geburtenrate (1,36) stark geschrumpft bei gleichzeitigem Anwachsen der Ruhestandsbevölkerung. In einer Gesellschaft mit hoher Lebenserwartung ist nach Prof. Birg die Summe der Belastung für die nachwachsende junge und die nicht mehr erwerbsfähige ältere Generation genau dann ein Minimum pro Kopf der mittleren, nämlich der Erwerbsgeneration, wenn je Frau zwei Kinder geboren werden (H. Birg, Die demografische Zeitenwende 2005, S. 192). Zum Ausgleich schicksalhafter Kinderlosigkeit wäre das Ideal einer Familie mit drei Kindern wünschenswert.

Gleichwertigkeit aller sexuellen Verhaltensweisen: Ein falsches Ideal! Denn geschlechtliche Verhältnisse, aus denen keine Kinder hervorgehen, sind gesellschaftlich irrelevant und Privatsache. Die Ehe wurde grundgesetzlich geschützt um der Kinder willen als Keimzelle des Staatsvolkes. Wenn alle Lebensformen sexuellen Verhaltens »gleichberechtigt« sind, ist es rational, die ökonomisch günstigste zu wählen, nämlich die sexuelle Selbstverwirklichung ohne Kinderlast. So missverstanden, konnte man die Ehe zum »Auslaufmodell« erklären und die sinnentleerte Maske zur Bestätigung gesellschaftlicher Verhältnisse benutzen.


6. Kinder oder nicht – beides kommt gleich teuer!

Familienpolitik müsse grundlegend bedenken, »wie generationenübergreifende Verantwortung gestützt werden könne.« (Sonntags-Zeitung, 7.7.2013, EKHN) Mit diesen Worten hat Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, ranghöchstes geistliches Kommissionsmitglied, die »Orientierungshilfe« verteidigt und die Politik herausgefordert. Die dringend anstehende Aufgabe hat er damit klar benannt. Der EKD-Text spricht diese Aufgabe an (z.B. S. 102 u. 128), benennt Ansatzpunkte aber nur an der Oberfläche und bringt die unangenehme Wahrheit in der Tiefe nicht ans Licht: den verletzten »Generationenvertrag« – eine generationenübergreifende Verantwortungslosigkeit bisheriger Familienpolitik! Hier sei skizziert, was in der EKD-Orientierungshilfe noch fehlt:

Sexuelle Beziehungen sind politisch unerheblich, solange daraus keine Kinder geboren werden. Sie gehören in die Privatsphäre und sollen da geschützt sein. Dazu hat die Gesetzgebung das Recht den gesellschaftlichen Veränderungen angepasst. Das sind Änderungen an der alltagsbewussten Oberflächenstruktur des Gemeinwesens. Die generativen generationenübergreifenden Beziehungen sind dagegen politisch ganz erheblich für die Existenz des Staates und das Wohl der Staatsbürger. Sie müssen wirklich »grundlegend« bedacht werden, denn sie gehören zur biologischen Tiefenstruktur, die nur teilweise oder gar nicht politisch bewusst und »zielführend« wird, wie wir am großen Rentenirrtum aufgezeigt haben. Hier haben sich die verantwortlichen Politiker bis heute vor Verantwortung gedrückt! Hier fehlt noch die Berichtigung von Gesetzen, die bis 1970 als »gerecht« angesehen werden konnten, deren Voraussetzungen aber demografisch fortgespült sind. Es geht hier um Zeugung, Empfängnis und Geburt, es geht um Vater, Mutter, Kinder. Es geht vor allem um Eltern und Kinderlose und eine »Gleichberechtigung nicht ohne Gleichverpflichtung«, was die Lasten aus dem Generationenvertrag angeht und was die bisherige Gleichstellungspolitik sträflich vernachlässigt hat.

Damit komme ich auf den treffenden Ansatz zur Gerechtigkeit für Familien, den Wolfgang Huber, seinerzeit Bischof in Berlin und auch Ratsvorsitzender der EKD, in seinem Buch »Familie haben alle« (2006) formuliert hat. Er vergleicht ein Paar mit zwei Kindern und einem Einkommen mit einem kinderlosen Paar und zwei Einkommen: »Sollen beide Paare nicht nur im Alter, sondern auch in der Erwerbsphase die Chance auf einen vergleichbaren Lebensstandard haben, muss das kinderlose Paar deutlich mehr zur Altersvorsorge beitragen als das Paar mit Kindern. Dem Beitrag, den das Paar mit Kindern durch Versicherungszahlungen und Kindererziehung leistet, muss im Grundsatz der Beitrag entsprechen, den das andere Paar nur durch Zahlungen leistet« (S. 69f). Das bedeutet: Dem Konsumverzicht, den das eine Paar für seine Kinder leistet, muss der Konsumverzicht des kinderlosen Paares für Einzahlungen zur eigenen Alterssicherung entsprechen. In die Rentenkasse zur Umlage an die Generation der Eltern müssen beide zahlen. Auf eine kurze Formel gebracht: Kinder oder nicht – beides kommt gleich teuer – wenn unsere Politiker im Bundestag endlich den Mut finden, Gerechtigkeit für Familien nach dem Huber-Kriterium zu schaffen.


7. Ein Vorschlag für generationen­übergreifende Verantwortung

Aus dem, was ich von diesen Wissenschaftlern, von einigen auch in persönlichen Gesprächen, gelernt habe, umreiße ich einen Vorschlag für »generationenübergreifende Verantwortung«:

1. Da alle Menschen Eltern haben, müssen alle in die umlagefinanzierte staatliche Rentenversicherung einzahlen. Auch Beamte und Selbständige haben Eltern!

2. Eltern sichern ihr Alter durch ihre Kinder als die künftigen Einzahler in die Umlage der staatlichen Rentenversicherung; Eltern, die Beamte sind, durch ihre Kinder als künftige Steuerzahler. Rentenhöhe nach Kinderzahl.

3. Kinderlose sichern ihr Alter durch private Renten- oder Lebensversicherung zusätzlich zu einer kleinen »Grundrente« aus dem zur Umlage an die Elterngeneration nicht verbrauchten Rest der Einzahlungen, der etwa ein Viertel ausmacht. Es ist unmoralisch, jungen Familien zu sagen, ihre gesetzliche Rente werde nicht ausreichen, sie müssten sich noch privat versichern (»Riester-Rente«).

Gerecht wäre es deshalb, wenn die jungen Menschen ab dem 25. Lebensjahr etwa 12% ihres Einkommens zusätzlich zu den Sozialabgaben steuermindernd ansparen müssten, um daraus, falls sie kinderlos bleiben, im Alter ihren Lebensbedarf, einschließlich Gesundheits- und Pflegekosten zu bestreiten. Bekommen sie ein Kind, so erhalten sie die Hälfte ihres bisher angesparten Kapitals zurück und müssen weiterhin nur noch 6% ansparen. Bekommen sie ein zweites Kind, erhalten sie ihr restliches Kapital zurück und müssen nichts mehr ansparen, denn nun werden ihre Alterskosten durch die Beiträge ihrer erwachsenen Kinder bezahlt. Dafür müssen sie natürlich die Kosten ihrer Kinder tragen. (Adrian, H., Die ökonomischen Ursachen (2012), 17)

Solches kann für jüngere Menschen sofort, für das mittlere Alter und Rentner mit Übergangslösungen eingeführt werden.


Es gibt angesichts des sog. »demografischen Wandels« mit dem drohenden Zusammenbrechen der Umlagefinanzierung bei Parteien auch die Idee einer »Rente aus Steuern«. Doch davon ist dringend abzuraten: Das Steuersystem bleibt undurchschaubar. Steuern nimmt der Staat der arbeitenden Bevölkerung weg. Was er damit macht, kann der Steuerzahler weder durchschauen noch kontrollieren. Er ist der Eigenverantwortung für sein Leben enthoben, wenn er nicht entscheiden kann, Kinder aufzuziehen oder soviel, wie diese kosten, für eine kapitalgedeckte Altersrente einzuzahlen. Das System enthielte keinen Anreiz zu mehr Kindern.

Eine Anmerkung noch zu dem Irrtum Kinderloser, mit ihren Steuerzahlungen sei schon so etwas wie ein Lastenausgleich mit Leuten, die Kinder aufziehen, bewerkstelligt. Dazu schreibt Prof. Hermann Adrian (Mainz): »Das Ehegattensplitting muss durch ein Familiensplitting mit steuerfreiem Existenzminimum von 8000 € ersetzt werden … In Bezug auf das Pro-Kopf-Einkommen bezahlen die Mitglieder einer Familie höhere Steuern als Kinderlose, und zwar umso höhere Steuern, je mehr Kinder in der Familie erzogen werden.« Es stimmt, dass Kinderlose über ihre Steuerzahlungen die staatlichen Kosten für Kinder mitfinanzieren (Kindergärten, Schulen …). Wenn diese Kinder aber erwachsen sind, werden sie mit ihren Steuern die gesamte staatliche Infrastruktur auch für die kinderlosen Alten mitfinanzieren und diesen dadurch zurückgeben, was sie in ihrer Erwerbsphase über ihre Steuern an den staatlichen Kinderkosten mitfinanziert haben. Auch die Umsatzsteuer und andere indirekte Steuern treffen Familien härter.


Literaturhinweise

ADRIAN, Hermann, Der Irrweg der deutschen Familienpolitik, gekürzt in: FAZ Nr. 27, 1.2.2006 unter dem Titel »Strukturell untaugliche Familienpolitik«, Original des Leserbriefes: www.unimainz.de/F8Physik/AGAdrian.

ADRIAN, Hermann, Die demographischen Ursachen von Wohlstandsverlust und Arbeitslosigkeit in Deutschland, in: From Brain Drain to Brain Circulation, Hrsg. K. Friedrich/A. Schultz, forum ifl, Heft 8, 2008.

ADRIAN, Hermann; Gerechte Steuer- und Sozialgesetze für Jedefrau und Jedermann. Gerechtigkeit innerhalb und zwischen den Generationen, 2009. Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Physik 01 – 633, Staudinger Weg 7, 55128 Mainz.

ADRIAN, Hermann; Die ökonomischen Ursachen der niedrigen Fertilität in Deutschland (und anderen Ländern). DGD-Jahrestagung 2012 – Onlinepublikation der Deutschen Gesellschaft für Demographie e.V. Nr. 01/2013, 10-19.

BIRG, Herwig, Die demographische Zeitenwende, 4. Aufl. München 2005.

BIRG, Herwig, Die ausgefallene Generation. Was die Demographie über unsere Zukunft sagt. 2. Aufl. München 2006.

BIRG, Herwig, Demographie und kein Ende – Plädoyer für eine neue »Gemeinschaftsaufgabe Demographiepolitik«. Erschienen in: Philipp Mißfelder (Hrsg.): »Herausforderungen. Annehmen! Deutschland demographiefest machen!« Begleitpublikation zum Deutschlandtag der Jungen Union, Braunschweig, 21.-23. Okt. 2011, 54-62.

BIRG, Herwig, Deutschlands Ausstieg aus seiner demographischen Zukunft, in: Hennerkes, Brun-Hagen und Augustin, George: Wertewandel mitgestalten. Gut handeln in Gesellschaft und Wirtschaft, Freiburg 2012, 478-490.

BIRG, Herwig, Generationengerechtigkeit und demographische Stabilität, Vortrag auf der Tagung »Familienpolitik im Vergleich«, Konrad Adenauer Stiftung, Bildungswerk Mainz 15.6.2013. Kontakt: www.herwig-birg.de/herwig.birg@uni-bielefeld.de.

BORCHERT, Jürgen, Sozialstaatsdämmerung, 2013 (Riemann Verlag).

HUBER, Wolfgang, Familie haben alle, Berlin 2006.

KIRCHHOF, Paul, Die verfassungsrechtliche Garantie der Familie als Erziehungsgemeinschaft, in: An Kindern profitiert, wer keine hat. Forum Familie Rheinland-Pfalz, Tagung 9. November 1996.

MEYER ZU UPTRUP, Klaus, Demografischer Wandel – ein Problem? in: DPfBl, 4/2010, 217ff.

NEUMANN, Ingo, Lebensdienstverweigerung. Die Tendenz zur Kinderlosigkeit in theologischer Beleuchtung. Leipzig 2007.

WERDING, H./HOFMANN, H., Die fiskalische Bilanz eines Kindes im deutschen Steuer- und Sozialsystem, in: Stimme der Familie, 54. Jg. Heft 3-4/2007, 8-11., Erstveröffentlichung: ISBN 3-88512-447-5, ifo-Institut München, Nov. 2005.

WINGEN, Max, Trends demographischer Entwicklungen, in: Universitas, Zeitschrift für Wissenschaft, Kunst und Literatur, 42. Jg. Nr. 488, Heft 1. Januar 1987, 80-93.


Prof. Dr. Klaus Meyer zu Uptrup
Zum Knechelsberg 4B
55127 Mainz
 

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 2/2014

9 Kommentare zu diesem Artikel

15.03.2014
Ein Kommentar von dierk schäfer


Habe gerade in der Märzausgabe des Pfarrerblatts „Die andere halbe Wahrheit“ gelesen. Damit wäre die Wahrheit also komplett? Das sehe ich nicht so. Ich kenne das Schicksal vieler ungewollt Kinderloser, habe von ihnen gelernt, wie man in den Trichter von „Kinderwunschbehandlungen“ gerät und wie belastend die Methoden körperlich für die Frauen sind und psychisch für beide Partner. Zu mir kommen die Paare wegen eines Adoptionsgutachtens. Dabei geht es um Auslandsadoptionen, weil die Aussichten auf ein Adoptivkind in Deutschland äußerst gering sind. Fragt sich, warum? Wir haben zwar gesunkene aber immer noch unerträglich hohe Abtreibungsziffern. Ich weiß, daß ich mich nun in ein Minenfeld begebe und will mich jeder Moralisierung enthalten. Aber warum hatten wir auf die Kampagne „Mein Bauch gehört mir“ keine konstruktive Antwort? Immerhin geht es nicht nur um den Bauch, sondern auch um einen Menschen, der darin heranwächst. Im Einzelfall mag die Rechtsgüterabwägung aus der Not und gut begründet gegen den schwächeren der beiden Menschenrechts-Inhaber ausfallen. Aber warum haben wir es versäumt, ein positives Bild einer Mutter aufzubauen, die ihr Kind zur Adoption freigibt? Soweit ich es sehe, war das nie ein öffentlich in den Vordergrund gestelltes Thema. Wir könnten weniger Abtreibungen und mehr Kinder in Deutschland haben. Mir ist klar, daß auf diesem Weg auch Probleme auftauchen. Denn mit einem Kündigungsschutz von neun Monaten für den Embryo ist es nicht getan, obwohl ein solcher außer in Fällen von Vergewaltigung doch diskutabel wäre. Doch in dieser Zeit und bei der Geburt entstehen Bindungen zwischen Mutter und Kind auch bei ungewollter Schwangerschaft. Eine Abtreibung, die auch eine enorme Belastung darstellen kann, ist anscheinend dennoch leichter als ein verantwortungsbewußtes Loslassen nach der Geburt. Dies aber wäre erleichtert, wenn eine Frau mindestens so überzeugend dazu stehen könnte, wie zu der Bauchparole. Dafür brauchen wir eine veränderte öffentliche Meinung und angemessene Begleitprogramme für die Betroffenen. Dierk Schäfer, Freibadweg 35, 73087 Bad Boll
28.02.2014
Ein Kommentar von Freimut Messow


Den Artikel von Prof. Meyer zu Utrup finde ich sehr gut, zutreffend und bedenkenswert. Er passt natürlich überhaupt nicht in den Mainstream unserer Zeit und wird darum an den angesprochenen Verhältnissen auch nichts ändern. Zu Frau Auge: Sie sind in dem Artikel doch gar nicht gemeint! Bedauerlich, dass der Artikel offensichtlich in eine Wunde von Ihnen gestoßen hat! Und noch bedauerlicher, dass Sie solch eine Wunde haben! Das "gesellschaftlich irrelevant" ist (siehe Überschrift zu dem Absatz) auf die Sexualität homosexueller / lesbischer Partnerschaften bezogen. In Bezug auf die Fortpflanzung und daraus folgend den Erhalt eines Volkes sind solche Partnerschaften nun einmal irrelevant und gehen darum die Politik auch nichts an (darum darf es für diese Partnerschaften auch kein Ehegatten-Splitting geben... wo das Zusammenleben zweier Menschen doch schon von sich aus zu Ersparnissen führt)! Ansonsten ist solch eine Beziehung natürlich auch gesellschaftlich relevant: weil Menschen in ihr Erfüllung finden, was dann auf den Frieden in der Gesellschaft ausstrahlt. Ich fühle mit jedem Paar, das keine Kinder bekommen kann! Zum Kleinwagen: jedes Kind kostet, so sagt man, ein Einfamilienhaus. Darum wohne ich nun auch in einer Mietwohnung. Zu Frau Rosa Hecht: Haben Sie überlesen, dass vom Verfasser des Artikels durchaus zwischen gewollter und ungewollter Kinderlosigkeit unterschieden wird? Ich kann in dem ganzen Artikel keinen einzigen Satz entdecken, der gegen ungewollt Kinderlose gemünzt wäre! "Gestraft": Meinen Sie, dass es eine Strafe ist, wenn Kinderlose genauso zur zukünftigen Rente beitragen sollen wie Menschen, die Kinder haben? Das ist doch keine Strafe, wenn alle Menschen gleich viel zur späteren Absicherung beitragen!
28.02.2014
Ein Kommentar von Heiner Hägele, Pfarrer i.R


Sehr geehrter Herr Dr. Meyer zu Uptrup, ich finde Ihren Artikel, den ich im Pfarrerblatt gefunden und gelesen habe, sehr wichtig und sehr gut. Getroffen fühlen sollten sich Personen, die Kinder bekommen könnten, sie aber aus den genannten Gründen nicht wollen. Vielen Dank und alles Gute!
25.02.2014
Ein Kommentar von O. Weidermann


1. Kann es sein, dass KMzU zwar "gesellschaftlich irrelevant" geschrieben hat, aber eigentlich "demografisch irreleveant" meint? Hoffentlich! Das wäre zwar dennoch starker Tobak gegenüber allen Kinderlosen, aber wenigstens (auch angesichts Kants Aussage, der Mensch soll nicht verzweckt werden) keine allzu schmerzhafte Borniertheit mehr. Da schließe ich mich voll und ganz dem Kommentar von "Frau Auge" an: Gesellschaftliche Relevanz erschöpft sich doch nicht allein im Kinder-gebären! 2. Noch eine Frage zu 5. "Wenn alle Lebensformen sexuellen Verhaltens »gleichberechtigt« sind, ist es rational, die ökonomisch günstigste zu wählen, nämlich die sexuelle Selbstverwirklichung ohne Kinderlast": Wie kommt man zu solch einer These / zu solch einem Menschenbild? Vermutlich, wenn man die Rational-Choice-Theorie verkürzt und gleichzeitig das Menschenbild allein auf den homo oeconomicus reduziert - wem's gefällt...
25.02.2014
Ein Kommentar von O. Weidermann


1. Kann es sein, dass KMzU zwar "gesellschaftlich irrelevant" geschrieben hat, aber eigentlich "demografisch irreleveant" meint? Hoffentlich! Das wäre zwar dennoch starker Tobak gegenüber allen Kinderlosen, aber wenigstens (auch angesichts Kants Aussage, der Mensch soll nicht verzweckt werden) keine allzu schmerzhafte Borniertheit mehr. Da schließe ich mich voll und ganz dem Kommentar von "Frau Auge" an: Gesellschaftliche Relevanz erschöpft sich doch nicht allein im Kinder-gebären! 2. Noch eine Frage zu 5. "Wenn alle Lebensformen sexuellen Verhaltens »gleichberechtigt« sind, ist es rational, die ökonomisch günstigste zu wählen, nämlich die sexuelle Selbstverwirklichung ohne Kinderlast": Wie kommt man zu solch einer These / zu solch einem Menschenbild? Vermutlich, wenn man die Rational-Choice-Theorie verkürzt und gleichzeitig das Menschenbild allein auf den homo oeconomicus reduziert - wem's gefällt...
25.02.2014
Ein Kommentar von Roland Will


Das Problem ist, das die Wahrheit über die Pille nicht erwähnt wird, (Frühabtreibend, Förderung der Unfruchtbarkeit, und weitere gesundheitliche Störungen). Erst wird verhütet, dann folgt der Kinderwunsch und nichts geht mehr. Es fehlt an Gottvertrauen, und die Erkenntnis, das Kinder ein Geschenk Gottes sind, und wenn er Kinder schenkt, gibt er das nötige dazu. Früher gab es viele Kinder, es starben scheinbar viele, doch heute kommen gemessen an den Zeugungen viel mehr im Mutterschoß um, durch Menschenhand. Wenn die vorgeburtlich getöteten Kinder (Abtreibung u. Frühabtreibung durch Pille u. Spirale) in der Statistik mit Null Jahren angesetzt würden, sänke die Zahl unserer durchschnittlichen Lebensjahre beträchtlich. Es sterben weltweit mehr Kinder im Mutterschoß als natürliche Sterbefälle, der Skandal ist, den wenigsten juckt es!
22.02.2014
Ein Kommentar von RosaHecht


Ungewollt kinderlos müsste dann aber von gewollt kinderlos unterschieden werden. 20.000 Euro für medizinische Behandlungen (psychische Verluste gar nicht mitgerechnet) und immer noch ohne Kind (von zwei oder drei Kindern - ich hätte gerne noch mehr gehabt - gar nicht zu sprechen) - bin ich nicht schon genug "gestraft"? Wenn hier mehr Aufklärungsarbeit geleistet würde (Kinderkrankheiten und ihre Folgen, Geschlechtskrankheiten und ihre Folgen, Hormon- und Medikamenteneinnahme und ihre Folgen etc.) oder gar mehr finanzielle Hilfe von Staat und Krankenkassen käme (wir sind wegen ungünstiger Diagnose, ungünstiger Krankenversicherung und aktueller Gesetzeslage sogenannte "Selbstzahler" und daher beschränkt in unseren Möglichkeiten für die Entstehung eines Kindes zu zahlen), gäbe es unter Umständen auch mehr Kinder. Jedes 7 Paar ist inzwischen von Unfruchtbarkeit betroffen... Etwas kurzsichtige Analyse der Gründe für die fehlenden Kinder!
22.02.2014
Ein Kommentar von Frau Auge


Vielen Dank! Ich habe keine Kinder und werde mir jetzt ein T-Shirt drucken lassen: "Gesellschaftlich irrelevante Lebensform" Bin ich ja in guter Gesellschaft mit Paulus, Jesus, Maria und Martha. Ob Herr Prof. Dr. Paare kennt, die den Wert eines Kleinwagens für ihren Kinderwunsch ausgegeben haben? Und deren Herzen darüber zerschrammt wurden? Ob er wohl schon einmal einem alten Menschen den Hintern gewischt hat? Die Nachbarskinder gehütet? Eine Sterbende begleitet? Einen Toten gewaschen? Alles irrelevant, da nicht in Renten zu verrechnen.
21.02.2014
Ein Kommentar von Hartmut Steeb


Herzlichen Dank! Endlich klare Worte!

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