Echte Chancen für die Kirche
Mediation

Von: Johannes Meier / Herbert Hofmann
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Es waren einmal zwei Kinder, die spielten den ganzen Nachmittag friedlich miteinander. Doch plötzlich brach Streit aus. Beide stritten immer heftiger um eine Apfelsine. Das nahm solche Formen an, dass ihr Vater genervt ins Kinderzimmer ging und sich nach dem Grund des Streites erkundigte. Als er erfuhr, dass die Kinder um eine Apfelsine stritten, nahm er die Frucht, schnitt sie gerecht mitten durch und gab jedem Kind eine Hälfte. Zunächst war Ruhe, doch kaum war der Vater wieder aus dem Zimmer, war das Geschrei umso größer, der Streit eskalierte. Warum?

Manchmal geht es irgendwie nicht weiter: Die Argumente sind ausgetauscht und trotzdem springt der Funke nicht über, um einen guten Beschluss herbeiführen zu können. Und obwohl man sich bei anderen Kollegen oder Mitarbeitern schon Rat geholt, vielleicht auch ein Hintergrundgespräch mit dem einen oder anderen Gremienmitglied geführt hat – in der nächsten Sitzung ist der Krach schon wieder da. Und die Probleme werden einfach nicht gelöst. Es ist zum Verzweifeln.

Wir wollen auf eine Möglichkeit aufmerksam machen, wie Pfarrerinnen und Pfarrer als Hauptamtliche, aber auch Ehrenamtliche mit derartigen Störungen und Hindernissen im kirchlichen Alltag gezielt umgehen können. Als zertifizierte Mediatoren und Dozenten in der Mediationsausbildung beschäftigen wir uns genau mit Problemen dieser Art.

1. Verhandlungsspielräume

Was wäre wohl aus uns Menschen geworden, wenn Adam und Eva für ihren Apfel-Fall einen Mediator zu Rate gezogen hätten? Hätten sie den Apfel wirklich gegessen, oder wäre ihnen für die fragliche Frucht etwas ganz anderes eingefallen? Wenn der Mediator aber aufmerksam gewesen wäre, dann hätte er den lieben Gott mit in die Mediation eingebunden, denn schließlich handelte es sich um eine Regel von diesem, die Adam und Eva so nicht einhalten mochten. Und da Gott für die Konsequenzen verantwortlich war, gehörte er in eine gute Mediation mit hinein.

Wie bitte, das kann man nicht machen? Mit Gott verhandeln? Und Abraham? Der hat mit Gott gefeilscht und gehandelt wie auf einem orientalischen Basar – und zwar um die verruchte Stadt Sodom! Also, seien wir nicht päpstlicher als der Papst und nicht gottesfürchtiger als nötig. Gott lässt sehr wohl mit sich handeln, er will keine Duckmäuser, die im vermeintlich vorauseilenden Gehorsam handeln und Demut heucheln, statt sich Gott gegenüberzustellen und für das einzutreten, was ihnen als Christenmensch wichtig ist.

Und in der Kirche? Dürfen wir das da auch? Dürfen wir den Herrn Pfarrer oder die Frau Pfarrerin zu einer Mediation bitten, wenn wir uns im Kirchgemeinderat, im Presbyterium, im Finanz- oder Bauausschuss (mal wieder) nicht haben einigen können? Dürfen die Mitarbeiter einer diakonischen Einrichtung den Geschäftsführer oder Einsatzleiter zur Mediation bitten, wenn die Arbeitsbedingungen oder die Löhne nicht mehr in Ordnung sind?

Das kirchliche Dienstrecht ist an dieser Stelle eindeutig, es bemüht für den Zwist die Nächstenliebe bzw. den kirchlichen Weg des Arbeitsrechts, wodurch der Konflikt leider nicht gelöst wird, sondern im Gegenteil bis zur nächsten Sitzung bzw. Verhandlung unterschwellig weiterglimmt und dann mit Wucht immer und immer wieder ausbricht. Auch kennt das kirchliche Dienstrecht das probate Mittel des Pfarramtes, das Kraft des Amtes auch ohne Gremien Entscheidungen herbeiführen kann, was aber nur selten zu einer Befriedung eines Konflikts führt.

Oder für den Fall, dass eine Gemeinde mit einem Seelsorger versorgt wurde, der nicht nach dem Geschmack der Gemeinde ist, kennt das kirchliche Dienstrecht Wege der Abberufung oder Suspendierung, der Gedeihlichkeitsprüfung oder Ähnliches, die meist zu Lasten des Pfarrers und vor allem seiner Familie gehen. Und ausgerechnet die Familie des Pfarrers ist auf Gedeih und Verderb und ohne Mitsprachemöglichkeit den agierenden Kräften ausgeliefert. Ist das fair?

Was ist, wenn auf Kirchenkreisebene oder auf Landeskirchenebene Beschlüsse gefasst werden, die für einige wehrlose Gemeinden zum Verhängnis werden? Darf man dann den Herrn oder die Frau Präses bzw. Bischof, aber auch einen Kirchenrat, Gemeindevertreter oder Mitarbeiter zur Mediation bitten, damit die kirchlich errichteten Machtgefälle keine Rolle mehr spielen, die sonst jegliche ehrliche Diskussion verhindern?

Um es vorweg ganz deutlich zu sagen: Diese innere Diskussion, das Abwägen der Vor- und Nachteile muss jeder für sich führen. Dazu benötigt man jedoch Informationen, die ein Für und Wider überhaupt abwägbar machen. Aus unserer Sicht ist die Antwort überraschend eindeutig: Ja, man darf und man muss vielleicht sogar all die Menschen zur Mediation bitten, wenn es mir um der Sache willen ernst ist und ich mein Gegenüber ernst nehme. Besonders dann, wenn es einem um eine ehrliche Lösung für ein Problem geht.

2. Das Verfahren der Mediation

In der Mediation bietet sich die einmalige Chance, dass auch die vermeintlich Schwächeren mit den Mächtigeren so ins Gespräch kommen können, dass das Machgefälle durch die Tätigkeit des Mediators keine Rolle mehr spielt. Dann redet man auf Augenhöhe miteinander, und das ist erstaunlicherweise eine ganz andere Tonlage. Da spielen die inszenierten Gesten und Machtsymbole plötzlich keine Rolle mehr. Da ist kein Warten auf den Termin mit dem Herrn Pfarrer, Präses oder Bischof im Vorzimmer. Da ist keine Amtsperson, die zur Audienz bittet und sich wie selbstverständlich hinter dem Schreibtisch verschanzt. Da ist dann auch kein Telefonat, das sich wie selbstverständlich vordrängelt. Man trifft sich ganz einfach in einem nüchternen Büroraum auf neutralem Boden, wo Amtsperson und Betroffene, beide fortan Medianten genannt, vom Mediator empfangen werden. (Man glaubt gar nicht, wie entkrampfend allein dieses Setting, diese Lokalität für alle Beteiligten ist.) Und unter strikter Einhaltung von Regeln für die Mediation, wird mit allen seitens des Mediators allparteilich, ergebnisoffen und zukunftsorientiert das Problem beraten.

Die Positionen, die Forderungen eines jeden Medianten werden benannt und die hinter den Forderungen und Positionen versteckten Bedürfnisse und Interessen bzw. eigentlichen Absichten und Zwänge werden unter Verschwiegenheit besprochen, so dass der jeweils andere verstehen kann, warum z.B. ein Pfarrer sich so und nicht anders verhalten kann, oder was einen Kirchgemeinderat hintergründig bewegt, der sich fürchterlich an einem Pfarrer oder an einem Missstand reibt. Wenn dann an mindestens einem Punkt das Verständnis für die jeweils andere Partei aufkommt, dann ist das auszuhandelnde und verbindliche Ergebnis zum Greifen nah. Es ist oft erstaunlich, welche Zugeständnisse auf allen Seiten plötzlich möglich sind. Das Ergebnis wird fixiert und ist nach rechtlicher Überprüfung fortan sogar gerichtlich einklagbar. Allein das Wissen darum ist enorm viel wert.

3. Aus der Geschichte der Mediation

Gegenwärtig können wir weltweit die Folgen beobachten, wie sich die Stärkeren das Recht nehmen, dass ihnen vermeintlich zusteht, das Geld, dass ihnen vermeintlich gehört, genauso wie die menschlichen Ersatzteile und die Lebensmittel, die sie sich leisten können. Diese Mentalität des Stärkeren greift um sich und zerstört über Jahrhunderte gewachsene Anstandsregeln, so dass ein normales Gespräch unmöglich gemacht wird. Und das ist in unseren Industrienationen allgegenwärtig – leider!

Werfen wir deshalb mal einen Blick in die Geschichte der Vermittlung bzw. der Mediation. Die meisten Menschen denken, Mediation stamme aus den USA – das ist nur zum Teil richtig; die weltweiten Wurzeln für diese Tätigkeit sind viel älter.1

Geschichtlich und im Überblick betrachtet zeigt sich, dass es verschiedene Herkunftsstränge gibt, die sich weltweit entwickelt haben. Die Gründe dafür sind die fehlenden, defizitären oder besonderen Rechtssysteme, manchmal auch bewusster politischer Wille, die die Entstehung von Streitbeilegungsverfahren in der Bevölkerung begünstigt haben. (vgl. hierzu: http://www.adr-blog.de/wp-content/uploads/2008/06/zeittafel-mediation. pdf)

Zum einen ist da die Mediation als Ersatz für fehlende Rechtssysteme (z.B. Japan) zu benennen und zum anderen die Furcht vor den unabsehbaren Folgen hoheitlichen Missfallens, wenn man es wagte, die Herrschenden (= Beamten, Herrscher) mit privaten Konflikten zu behelligen, wie beispielsweise im alten China. Zum Dritten gibt es das moderne chinesische Rechtssystem, das die alte chinesische Form mit dem kommunistischen Gedanken verschmolz und dies zu sog. Volkskomitees für Konfliktangelegenheiten führte. Zum Vierten ist das anglo-amerikanische Rechtssystem des Common Law zu nennen, welches von dem öffentlichen Verhandeln über eine Sache oder Streitpunkt lebt und in all den zahlreichen Ländern der Welt verbreitet ist, die aus den ehemals britischen Kolonien hervorgegangen sind. Als Fünftes ist die Mediation in administrativen Rechtssystemen zu sehen, in denen der Justiz die Bürgernähe und Effizienz verloren gegangen und den Betroffenen das Verständnis für die getroffenen Urteile abhanden gekommen scheint.

Welcher Herkunftsstrang nun der ursprünglichere ist, ist nicht mehr zu klären, da jede Kultur ihre eigenen Wurzeln hat. Interessant ist, dass aufgrund von politischen Weltanschauungsmodellen des 20. Jh. einige Modelle auch an anderen Orten eingesetzt und ausprobiert wurden (vgl. die Zeittafel in ADR-Blog: http://www.adr-blog.de/wp-content/uploads/2008/06/zeittafel-mediation.pdf und vgl. Pißler in: Hopt/Steffek, Mediation, 2008, 601ff).

Bedenkt man nun noch die biblischen Hinweise auf mediative Tätigkeiten, so wird deutlich, dass Mediation schon längst ein kirchliches Thema hätte sein sollen. Das AT ist voll von Belegen, angefangen bei Adam und Eva, über Kain und Abel, zu Abraham – der Gott selbst herunterhandelt wegen Sodom (!) –, weiter zu Mose vor dem Pharao, und zu Mose, der angesichts des Goldenen Kalbes mit Gott verhandeln muss. Es folgen König David, der vom Propheten Nathan ein Reframing zu seinem Tun (Ehe) erfährt, oder König Salomo, der überaus kluge Urteile fällen konnte … Im NT sind es sämtliche Gleichnisse Jesu, durch die er seinen Zuhörern ein Reframing, eine Neudeutung der Realität gibt, neben anderen Konfliktgeschichten, z.B. in Zusammenhang mit Jesu Geburt, und später mit seinem Verrat, seiner Gefangennahme oder Verurteilung.

Jede Predigt ist im Grunde genommen eine Vermittlung des Wortes Gottes an die Menschen. Die Anwendung desselben jedoch im Bereich der Konfliktlösung, also in der Praxis des Alltags, geschieht nicht. Warum eigentlich?

Mediation ist also geschichtlich betrachtet nichts, was es in der Kirche nicht geben dürfte. Mediation hat gute biblische Vorbilder – jedoch bislang wenig erkannte.

4. Alternativen zur Jurisdiktion

Für Mediation in der Kirche bedeutet das, dass angesichts weltlicher und biblischer Wurzeln ein Mediationswesen im Bereich der Kirche auf allen Ebenen hilfreich wäre. Die Gesetze der Institution Kirche dienen dem Mächtigen und sind eher weniger geeignet, die wirklichen Probleme vor Ort zu klären. Da Mediation jedoch durch die Vermittlung eines außenstehenden Mediators geschieht, haben innergemeindliche oder innersynodale oder innerkirchliche Verhaltensweisen, Machtspiele oder Grabenkämpfe aus einzelnen Gremien keine Chance. Und weil Mediation Geld kostet, ist sie für ihre Teilnehmer, die sich die Kosten natürlich teilen müssen, auch wertvoll und kein Sonntagsspaziergang. Es sind harte, sachliche aber faire Verhandlungen um ein oder mehrere Themengebiete. Und es ist Aufgabe des Mediators, solange die Aussagen eines jeden einzelnen zu hinterfragen, bis auch dem Letzten verständlich wird, was der jeweils Andere gemeint hat.

Die Politik hat angesichts der sich verfestigenden Gesetzesstrukturen die Zeichen der Zeit erkannt und zumindest die Wege für alternative Streitbeilegungsverfahren geöffnet. Seit Ende Juli 2012 hat auch Deutschland, europaweit als eines der letzten Länder, ein Mediationsgesetz bekommen, durch das sich die Konfliktparteien eigenverantwortlich und selbstbestimmt um eine Lösung ihres Problems kümmern können, ohne sich auf die immer öfter für Unzufriedenheit sorgenden Gerichtsurteile verlassen zu müssen. Vordergründig geht es um die Entlastung der Gerichte, die im juristischen Kleinkram ersticken. Mittelbar geht es um einheitliche Konfliktlösungsmöglichkeiten für den Wirtschaftssektor und hintergründig geht es um die Stärkung jener Kompetenz des mündigen Bürgers, seine Angelegenheiten selbst regeln zu können. War das nicht schon immer ein ur-evangelischer Gedanke?

5. Chancen und Risiken

Wer noch unschlüssig ist, ob Mediation bei einem aktuellen Konflikt das Richtige ist, mag hier die Chancen und Risiken des Verfahrens abwägen.

Die Chancen für eine Mediation innerhalb der Kirche sind vielfältig. Es geht bei der Mediation nicht um Recht haben oder Recht bekommen. Es geht darum, Lösungen für ein Problem zu finden, bei dem nicht starre Regelungen eine Entscheidung herbeiführen, sondern die Betroffenen, die Menschen selbst. Nicht feste Regeln sondern die ganze Kreativität und Phantasie der Menschen sorgen für eine Lösung des Problems.

Die Chancen für eine Mediation sind weiterhin, dass niemand Angst haben muss, argumentativ auf der Strecke zu bleiben, weil es Aufgabe des Mediators ist, für ausgewogene Gesprächsanteile zu sorgen, auf die Augenhöhe für alle Beteiligten zu achten und für faire und vorher vereinbarte Regelungen zu sorgen.

Die Chancen der Mediation im Bereich Kirche sind, dass ein Außenstehender die Würdenträger und Laien, also die Medianten, als gleichwertige Verhandlungspartner achtet. Den Mediator interessieren weder Würdenträger noch Weihe, weder Doktortitel noch soziale Herkunft. Ihn interessiert, was die Menschen hier und jetzt sagen und aussagen möchten. Da geht es weder um Gesichtsverlust oder Machteinbuße noch um Ehrenrühriges. Den Mediator interessiert, was einen Menschen dazu bewegt eine solche oder andere Position so vehement zu vertreten, so fair oder unfair zu argumentieren.

Die größte Chance der Mediation ist der kirchliche, gemeindliche oder auch persönliche Zugewinn – an Kompetenz, an Problemlösungsfähigkeit, an Frieden, an Zufriedenheit, an entdeckten neuen Lösungswegen und vielleicht an einer neuen Tätigkeit. Und käme nicht angewandte Mediation der Glaubwürdigkeit der Kirche in Bezug auf Frieden, Gerechtigkeit, soziale Verantwortung und Bewahrung der Schöpfung zugute?

Es gibt aber auch Risiken, die man vorher ansprechen sollte: Ein Mediator muss die Sprache der Kirche verstehen und damit umgehen können. Die Sprache innerhalb der Kirche ist eine andere, dessen muss man sich bewusst sein, weil in einem Satz zwei, drei oder noch mehr Sinnebenen mitschwingen können. Das ist woanders nicht immer so.

Ein Mediator darf auch niemals in irgendeiner Weise mit dem Mediationsfall in Verbindung stehen oder weitere Hintergrundinformationen dazu haben. Denn dann kann er nicht mehr allparteilich und neutral fragen und die Mediation platzt. Ein Mediator, der im Bereich Kirche tätig wird, sollte also von den dort vorkommenden Abgründen eine Ahnung haben, denn sie sind manchmal viel tiefer als anderswo. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass der Mediator wirtschaftlich unabhängig ist und niemandem verpflichtet.

Sowohl Risiko als auch Chance ist die Freiwilligkeit einer Mediation. Sie ist Risiko, weil zu jedem Zeitpunkt eine Mediation von den Medianten und sogar von dem Mediator abgebrochen werden kann. Sie ist Chance, weil der Wille zur Problemlösung bei den Medianten bereits ein verbindendes Element ist, ohne dass ihnen das wirklich bewusst wäre. Und auf diesem Bemühen umeinander kann man aufbauen.

6. Konkrete Hilfe

Normalerweise geht man im Internet auf die Suche nach Mediatoren oder Seminaren. In den Seminaren lernt man in sehr variablen Zeiträumen, Mediator zu sein, um anschließend Mediationen durchführen zu können. Gerade am Anfang ist das sehr knifflig. Um dem abzuhelfen haben wir uns zusammengesetzt, um mit einfachen Mitteln dem Thema Mediation auf die Beine zu verhelfen – auch in der Kirche.

Wir haben die Buchreihe MÄRCHENHAFTE MEDIATIONEN kreiert, die das wichtigste Theoriewissen zur Mediation in Kurzform sowie Rollenspiele auf Märchenbasis anbietet. Mediation lernt man am besten durch Üben in Rollenspielen. Hier kann man für sich selbst noch einmal die Fragen nachlesen, die einem oftmals nicht einfallen wollen. Und vielleicht bekommt der eine oder die andere ja auch mal Lust, »spielerisch« einem Problem in der Gemeinde auf den Grund zu gehen? Unter www.maerchenhafte-mediationen finden sich Musterseiten der Rollenspiele zum Download.

Zum anderen gibt es auf die Bücher abgestimmte Seminare an märchenhaften Orten. In drei Tagen wird dabei kurz und knapp das allernotwendigste Mediationswissen vermittelt sowie in Rollenspielen eingeübt. Neben der Seminarreihe MÄRCHENHAFTE MEDIATIONEN gibt es auf Anfrage unter info@maerchenhafte-mediationen.de als zielgruppenorientierte Variante für Kirchenangehörige biblisch orientierte Rollenspiele im Seminar HIMMLISCHE MEDIATIONEN.

Mediation bietet im Bereich Kirche eine enorme Chance, die vorhandenen Probleme effektiv in einem strukturierten Verfahren so zu lösen, dass – wenn möglich – eine win-win-Situation entsteht.

Was ist nun Mediation?

Wir kehren zur Geschichte über den Streit um die Apfelsine am Anfang dieses Beitrags zurück. Das eine Kind wollte nur die Schale der Apfelsine haben, um etwas zu basteln. Das andere Kind wollte das Fruchtfleisch essen. Aber durch die vermeintliche Gerechtigkeit des Vaters waren nun beide unglücklich, weil keines das bekommen hatte, was es eigentlich wollte. Mediation wäre gewesen, die Kinder konkret zu fragen, einmal mehr zu fragen, was genau sie denn wollen, und vor allem, warum?

Anmerkung:

1 Auszug aus dem demnächst erscheinenden Handbuch der Mediation aus der Reihe MÄRCHENHAFTE MEDIATIONEN – www.maerchenhafte-mediationen.de. Mit freundlicher Genehmigung der Edition »Medienmacherei« für den Vorabdruck.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 1/2013

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