Zwei aktuelle Vorschläge aus dem Bereich der EKD
Was wird aus der Perikopenordnung?

Von: Dr. Henning Theißen
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Im Jahr 2009 erschienen zwei Vorschläge zur Revision der Perikopenordnung: das Projekt »Elementares Kirchenjahr« der Liturgischen Konferenz der EKD und die Initiative »Die ganze Bibel zu Wort kommen lassen« der Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden. Henning Theißen stellt die beiden Dokumente vor und trifft eine theologische Einschätzung.


Die Ordnung der Lesungen und Predigttexte ist so etwas wie das textliche Rückgrat, das dem evangelischen Gottesdienst Haltung verleiht. Dazu muss es jedoch wie die menschliche Wirbelsäule ständig in Bewegung bleiben. Die großen Gottesdienstreformen nach dem Zweiten Weltkrieg gingen darum stets mit Bestrebungen zur Revision der Perikopenordnung einher. Während aber die von der Bekennenden Kirche geprägte Reform der 1950er Jahre (zentrale Dokumente: VELKD- und EKU-Agenden, EKG, Handbuch Leiturgia) 1958 tatsächlich eine neue, sechs Reihen umfassende Perikopenordnung in Kraft setzte, wurde bei der um die Erneuerte Agende zentrierten Reform der 1990er Jahre (Ev. Gottesdienstbuch und Reformierte Liturgie, EG) der Revisionsvorschlag der Lutherischen Liturgischen Konferenz von 1995 bis auf wenige Proprien zurückgezogen, so dass weiterhin die 1978 unter dem Eindruck ökumenischer, genauer nachkonziliarer Entwicklungen abgeschlossene Revision des erwähnten sechsreihigen Perikopenmodells in Geltung steht. Eine neue Perikopenrevision ist also fällig. Daher verdienen zwei Dokumente Beachtung, die 2009 erschienen sind und von verschiedenen Hintergründen aus Vorschläge für eine solche Revision unterbreiten. Es handelt sich um das Projekt Elementares Kirchenjahr, mit dem die Liturgische Konferenz (LK) der EKD als das von Haus aus zuständige Gremium das Wort ergreift,1 und um ein vollständig neues Perikopenmodell, das die Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden (KLAK), die bereits erheblichen Einfluss auf die Erneuerte Agende hatte, im Dezember 2009 unter dem Titel Die ganze Bibel zu Wort kommen lassen veröffentlicht hat.2


1. »Elementares Kirchenjahr«

Ein kirchenjahreszeitlicher vierfacher Acker
Das Projekt Elementares Kirchenjahr wird von der LK verantwortet und führt frühere Arbeiten desselben Gremiums weiter, das bis 2002 Lutherische Liturgische Konferenz hieß. Unter diesem Namen hatte es 1995 eine Gesamtrevision der Perikopenordnung vorgeschlagen, die weit reichende Umgestaltungen des Kirchenjahres vorsah.3 Um die festlose Zeit nach Trinitatis stärker gestalterisch zu gliedern, sollten Johannis- und Michaelisfest (mit je eigener Zählung der Folgesonntage) agendarisch verankert, im Gegenzug aber die Vorpassions- in die Epiphaniaszeit eingegliedert werden. Zugleich ließ der Revisionsvorschlag ein Interesse an der Praxis der sog. Bahnlesung erkennen, die ein biblisches Buch oder einen größeren Abschnitt daraus kursorisch über mehrere Sonntage hinweg verfolgt. Entsprach der Revisionsvorschlag damit dem für die jüngste Agendenreform generell, besonders aber für die Feier der Sakramente, zu beobachtenden Interesse an der Wiedergewinnung älterer kirchlicher Formen, so zielte der parallele Vorschlag, die Perikopenreihen zu durchmischen, um nicht z.B. ein Kirchenjahr lang nur Episteln predigen zu müssen, gleichzeitig auf eine Ausrichtung an der in den Gemeinden tatsächlich gelebten Gottesdienstwirklichkeit.
Der Revisionsvorschlag von 1995 kam nicht zum Zug; 2005 jedoch veröffentlichte die Liturgische Konferenz das von einem Ausschuss unter Vorsitz von Kristian Fechtner seit 2002 erarbeitete Grundsatzpapier Kirchenjahr erneuern.4 Es greift etliche der Reformziele von 1995 auf und stellt sie in einen größeren Begründungsrahmen, indem es grundsätzlich zwischen »agendarischem und lebensweltlichem Kirchenjahr« unterscheidet5 und sich von daher die Aufgabe stellt, offizielle kirchliche Geltung und gelebte populare Religiosität miteinander in Einklang zu bringen. Die Nähe zu anderen Projekten der Kirchenreform, die sich – wie das 2006 vom Rat der EKD veröffentlichte Impulspapier Kirche der Freiheit – speziell auf die seit der ersten EKD-Mitgliedschaftserhebung 1972 als vollwertig erkannte Form der distanzierten Kirchenmitgliedschaft richten, ist offensichtlich, zumal die Liturgische Konferenz für ihr eigenes Projekt den Titel der dritten Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung 1993 adaptiert, wenn sie die »Fremde Heimat Kirchenjahr« anspricht.6 Ergebnis: Eine Erneuerung des Kirchenjahres müsse von den bei Hochverbundenen wie Distanzierten gleichermaßen stark wahrgenommenen Festzeiten ausgehen und um sie herum eine Art kirchenjahreszeitlichen vierfachen Acker (ein »Vier-Felder-Schema«7) bestellen, der sich um Weihnachten, Ostern, Pfingsten und die späte oder »reife« Zeit von etwa Erntedank bis Toten- bzw. Ewigkeitssonntag gruppiere. Diese Erneuerung des Kirchenjahres richtet sich zugleich gegen die Tendenz zur »Kasualisierung«, also dagegen, vermeintliche Lücken im Kirchenjahr durch lebenszyklisch veranlasste neue Gottesdiensttypen etwa zum Schuljahresbeginn aufzufüllen.8 Da gerade das erwähnte EKD-Impulspapier die Volkskirche der Gegenwart vor allem im Spiegel der Kasualien wahrnimmt, setzte die Liturgische Konferenz mit ihrem Grundsatzpapier auch einen EKD-internen eigenen Akzent.

»Gottesdienst von Monat zu Monat«
Das Projekt Elementares Kirchenjahr kann man als ersten Schritt zur Ausführung des im Grundsatzpapier skizzierten Programms verstehen. Die im Druck und im Internet veröffentlichte Dokumentation trägt den Titel »Gottesdienst von Monat zu Monat« und benennt damit die konkreten Bedingungen, unter denen das Projekt das Programm umzusetzen trachtet. Der Gottesdienst wird demnach in der EKD vielfach gar nicht mehr von Woche zu Woche wahrgenommen, sei es, weil kaum noch Kirchenmitglieder jeden Sonntag zum Gottesdienst gehen, sei es, weil, wie in manchen ländlichen Gegenden besonders der ostdeutschen Gliedkirchen, die kirchliche Infrastruktur keine wöchentlichen Gottesdienste mehr zulässt. Beim alternativen monatlichen Rhythmus aber gibt die geltende Perikopenordnung nur eine zufällige Auswahl von Texten her. Das Projekt schlägt daher für jeden Monat des Kirchenjahres von Dezember bis November ein den einzelnen Sonntag übersteigendes Schwerpunktthema vor, das in drei Unterthemen mit je drei Perikopen – einer atl., einer Epistel- und einer Evangelienlesung – entfaltet wird. Hinzu kommen entsprechende Vorschläge für die großen Christusfeste Weihnachten, Ostern und Pfingsten, aus denen sich nach der zentralen Einsicht des Grundsatzpapiers von 2005 die Gliederung des Kirchenjahres ableitet. Trotz deutlicher Textmengenreduktion im Vergleich zu einer Revision der gesamten Perikopenordnung zielt das Projekt Elementares Kirchenjahr also nicht etwa auf eine Reduktion der Perikopenordnung auf bestimmte Sonntage, sondern auf eine – von den großen Festen her getragene – »komprimierte Auswahl«.9 Das wird bei der weiteren Betrachtung des Projekts zu beachten sein.
Soviel zum Hintergrund und zu den Absichten des neuen Perikopenprojekts der LK – wie aber stellt sich das Projekt inhaltlich dar? Wie gelingt es den Autoren, die reich gegliederte Gestalt des Kirchenjahres in die kleine Münze monatlicher Gottesdienstrhythmen einzutauschen, die zwar in den kirchlichen Terminkalendern von Presbyterien oder Krankenhausgottesdiensten allgegenwärtig ist, im »traditionellen Kirchenjahr hingegen« laut dem ersten Satz der Projektdokumentation »eigentlich nicht« vorkommt?10 Mein Eindruck: Es gelingt unterschiedlich gut, je nachdem, ob der fragliche Monat in einer durch kirchliche Feste ohnehin schon geprägten Jahreszeit liegt oder nicht. Dabei sind es gerade die nicht durch die Christusfeste geprägten Monate, für die das Projekt eine gelungene Elementarisierung des Kirchenjahres bietet. Z.B. steht der Monat Juli nach den Vorstellungen der LK unter dem Thema »Geheimnis des Glaubens« und bringt die »sakramentalen Erfahrungen Gottes im Leben als Transzendierung der Wanderungen des Lebens« zur Darstellung. Das wird in drei Unterthemen entfaltet. 1. Die Gemeinde, die »unterwegs zu Gott« ist, hört demnach im Juli auf die atl. Lesung von Elia am Horeb (1. Kön. 19,4-13a), die gegenwärtig am Sonntag Okuli gelesen wird, sowie auf die z.Z. dem 12. Sonntag nach Trinitatis zugeordnete Bekehrung des Paulus (Apg. 9,1-9[10-20]) als Epistel und auf das Evangelium der Verklärung Christi nach Mk. 9,2-9, das in seiner matth. Parallele derzeit zum Letzten Sonntag nach Epiphanias gehört. Die erwähnten »sakramentalen Erfahrungen« beziehen sich außerdem auf 2. »Wasser des Lebens« und 3. »Brot des Lebens«; dazu werden (ad 2.) als Perikopen die Erzählung von Moses Schlag auf den Felsen (Ex. 17,1-7), der gegenwärtig mit dem 6. Sonntag nach Trinitatis (Tauferinnerungssonntag) verbundene locus classicus paulinischer Tauftheologie (Röm. 6,3-5[6-11]) und ein Auszug aus dem jetzt für Pfingstmontag vorgesehenen Kapitel von der Samariterin am Brunnen (Joh. 4,5-14) vorgeschlagen bzw. (ad 3.) das Mannawunder (Ex. 16,2.3.11-18), das im Augenblick zum 7. Sonntag nach Trinitatis gehört, die vom Gründonnerstag her bekannte korinthische Abendmahlsparadose (1. Kor. 11,23-26) und die wiederum zum 7. Sonntag nach Trinitatis gehörige Speisung der 5000 nach Johannes (Joh. 6,1-13).

Theologischer und homiletischer Reichtum des Kirchenjahres in monatlicher Taktung
Die Zusammenstellungen sind thematisch einleuchtend und verbinden zugleich etablierte agendarische Perikopen mit Predigttexten, die der gelebten Gottesdienstpraxis entsprechen. So ist die Erzählung von Elia am Horeb gegenwärtig sicherlich einer der meist rezipierten Texte zum Thema »Gegenwart Gottes«, und das Kapitel von der Samariterin am Brunnen ist eine wichtige Bezugsstelle für das aktuelle Interesse einer geschlechtergerechten Homiletik.
Warum aber kann man dieses Beispiel eines kirchenjahreszeitlichen Propriums für den Monat Juli als gelungen bezeichnen? Das wird deutlich, wenn man sich nochmals die Aufgabe vergegenwärtigt, die das Projekt eines Erneuerten Kirchenjahres mit sich bringt. Im Entscheidenden geht es darum, den theologischen und homiletischen Reichtum des Kirchenjahres in monatlicher Taktung zu komprimieren. Das scheint verhältnismäßig einfach in Zeiten, die durch den Zyklus der Christusfeste ohnehin eine den einzelnen Sonntag übergreifende Prägung aufweisen. So im Monat Dezember, der das Thema »Sehnsucht nach Fülle« hat. Die Perikopen zu den Unterthemen »Der Kommende« und »Erwartung« sind naheliegenderweise den vier Adventssonntagen entnommen, während das Unterthema »Jahreswende – Übergang« Texte vom Altjahrsabend (Jes. 30,15-17), vom Letzten Sonntag des Kirchenjahres (2. Petr. 3,8-14) und vom 1. Sonntag nach Weihnachten (Lk. 2,25-38) kombiniert. Ähnlich kann das Erneuerte Kirchenjahr im Januar unter das Thema »Glanz in der Welt« (mit den Unterthemen »Erleuchtung«, »Göttliche Zeichen« und »Glauben lernen«) gestellt werden; die insgesamt neun vorgeschlagenen Perikopen stammen hier mit zwei Ausnahmen alle aus der Epiphaniaszeit.
Gerade diese ohnehin kirchenjahreszeitlich vorgeprägten Monate verdeutlichen aber auch eine Schwierigkeit. So steht der Monat März verständlicherweise unter dem Thema »Der Weg zu Kreuz und Auferstehung«, doch das Unterthema »Anfechtung« sieht ausschließlich Texte vom Invokavitsonntag vor, während das Unterthema »Leiden/Schuld« komplett aus dem Proprium von Reminiszere bestritten wird. Diese beiden Beispiele würden aber in der Praxis bedeuten, dass eine Gemeinde, die im März dem Projekt Erneuertes Kirchenjahr folgt, dieselbe »zufällige Auswahl« von einzelnen Sonntagsproprien, die das Projekt doch überwinden will, reproduziert, indem beim monatlichen Gottesdienst Texte nur eines einzigen Sonntagspropriums zu Gehör gebracht werden. Kurzum, die Zusammenstellung von monatsbestimmenden Unterthemen aus einem einzigen Proprium dürfte es vom Ansatz des Projekts, das nicht einzelne Sonntage aus dem ganzen Kirchenjahr hervorheben, sondern das ganze Kirchenjahr monatsweise komprimieren will, her eigentlich gar nicht geben. Man trifft sie in der Projektdokumentation aber regelmäßig an: Das für April vorgesehene Unterthema »Der gute Hirte« ist ein Extrakt von Perikopen zu Miserikordias Domini; und eines der drei Mai-Unterthemen reproduziert das Proprium von Exaudi. Das Unterthema »Wurzeln«, mit dem das August-Thema »Leben aus Gott« entfaltet werden soll, ist ganz vom 10. Sonntag nach Trinitatis (Israelsonntag) übernommen, und das September-Unterthema »Nächstenliebe« wiederholt ausschließlich Texte des 13. Sonntags nach Trinitatis.
Implizit hebt das Projekt der LK an all diesen Stellen doch einzelne Sonntagsproprien aus dem Lauf des Kirchenjahres heraus und widerspricht so seiner eigenen Absicht der Elementarisierung. Die vom Projekt selbst gestellte Aufgabe hätte vielmehr darin bestanden, mehrere benachbarte Sonntage zu einer Art Monatsproprium, das dann notwendig weiter formuliert sein müsste, zusammenzufassen. Die damit verbundene Schwierigkeit ist – ganz im Gegensatz zu der zitierten Behauptung vom Anfang des LK-Projektdokumentation – nicht die, dass es derartige Monatsproprien außer in Gestalt von Monatssprüchen, wie sie in den Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine mitgeteilt werden, im Kirchenjahr bislang angeblich nicht gibt. Vielmehr ist der Monat sehr wohl ein prägendes Moment in der Gestaltung des Kirchenjahres, weil der ganz auf den Monatsturnus und damit den Mondkalender eingestellte Ostertermin im Ganzen des kirchlichen Jahreskreises, der dem Sonnenkalender folgt, im Vergleich einzelner Kirchenjahresabläufe regelmäßig Verschiebungen in einer Spannweite von bis zu über einem Monat produziert. Der Begriff Monatsproprium kann darum verhältnismäßig leicht auf die Zeit von November bis März und streng genommen gar nicht auf die Zeit von April bis Oktober angewandt werden.

Verbindung von agendarischem und lebensweltlichem Kirchenjahr
Dass dieses seit Jahrhunderten bestens bekannte Problem in der Projektdokumentation der LK mit keiner Silbe erwähnt wird, ist äußerst befremdlich. Macht man sich dieses Problem hingegen einmal klar, wird auch sofort deutlich, worin die eigentliche Herausforderung eines im Monatstakt elementarisierten Kirchenjahres besteht. Es käme nämlich angesichts des mit dem Ostertermin unvermeidlichen Schwankens im Kirchenjahr darauf an, die Grenzen einer festen Proprienzuschreibung an einzelne gottesdienstliche Zeiträume zu überwinden und auf diese Weise die biblischen Texte dafür stark zu machen, dass sie das gesamte Leben im Wechsel von Alltag und Sonntag, Festzeiten und festlosen Zeiten im Lichte des Glaubens verbindlich zu deuten vermögen. Gerade diese Verbindung von agendarischem und lebensweltlichem Kirchenjahr ist ja, was die LK nach ihrem Grundsatzpapier vom Kirchenjahr erwartet und fordert. In ansprechender Weise gelingt die Elementarisierung des Kirchenjahres daher m.E. dort, wo das neu vorgeschlagene Monatsproprium Texte aus unterschiedlichen Kirchenjahreszeiten unter einem gemeinsamen Thema miteinander ins Gespräch zu bringen vermag. Es versteht sich, dass diese Themen gerade »quer« zu den großen Festen des Kirchenjahres liegen müssen und so unterschiedlichste Sonntagsproprien miteinander verbinden. Das Juli-Thema »Sakramente« ist ein Beispiel hierfür. Das für den August vorgesehene Unterthema des »Ursprungs« eines »Lebens aus Gott« ist ein weiteres Beispiel; hier werden die Paradieserzählung (Gen. 2,4b-15; z.Z. 15. Sonntag nach Trinitatis), der kosmologische Christushymnus des Kolosserbriefs (Kol. 1,13-20, z.Z. 24. Sonntag nach Trinitatis) und Auszüge aus dem Johannesprolog (Joh. 1,1-5, z.Z. 2. Weihnachtsfeiertag) zusammengeführt. Weitere Beispiele wie das schon erwähnte Unterthema »Übergang« im Dezember ließen sich anführen.
Wesentlich ist dabei jeweils, dass die Schaffung eines solchen Monatspropriums nicht so verstanden werden kann, dass nun der betreffende Monat auf diesen kirchlichen Inhalt festgelegt würde. Wie unsere Diskussion zeigte, besteht die Leistungsfähigkeit solcher Monatsproprien ja gerade darin, dass in ihnen verschiedene kirchenjahreszeitliche Herkünfte miteinander ins Gespräch gebracht werden. Dazu ist es freilich erforderlich, dass diese unterschiedlichen Herkünfte auch erkennbar bleiben. Das kann nur gelingen, wenn man die Perikopenordnung, dieses Rückgrat des Gottesdienstes, nicht als starres Skelett missversteht, das ohne Muskeln und Bänder unbeweglich wird. Es ist m.a.W. erforderlich, dass im Wechselgespräch der unterschiedlichen kirchenjahreszeitlichen Proprien das dahinter liegende Wechselgespräch der biblischen Texte selbst wahrnehmbar bleibt, die nur im Zusammenklang unterschiedlichster Stimmen der für die Kirche verbindliche Kanon sein können – das Wort Kanon bezeichnet ja nicht zufällig auch den Wechselgesang.
Mit diesen Überlegungen ist zugleich die Stärke und die Schwäche des LK-Projekts Erneuertes Kirchenjahr bezeichnet. Seine Stärke ist, dass es agendarisches und lebensweltliches Kirchenjahr miteinander in Verbindung bringen will. Seine Schwäche ist, dass es die produktive Spannung beider nicht vor dem Hintergrund des biblischen Kanons und seiner Innenspannung wahrnimmt. Gerade im Grundsatzpapier der LK wird in keiner Weise deutlich, dass das Kirchenjahr zwischen kirchlicher Geltung und gelebter Religion nur die Spannung spiegelt, die im Wechselspiel der verschiedenen biblischen Stimmen die Einheit des Bibelkanons in Szene setzt.


2. »Die ganze Bibel zu Wort kommen lassen«

Unterrepräsentiertes AT
An dieser Stelle muss von einem neuen Perikopenmodell die Rede sein, das im Auftrag der KLAK seit 2007 erarbeitet und im Dezember 2009 als Sonderheft der Fachzeitschrift für den christlich-jüdischen Dialog »Begegnungen« veröffentlicht wurde. Der programmatische Titel Die ganze Bibel zu Wort kommen lassen will darauf hinweisen, dass in der geltenden Perikopenordnung das AT unterrepräsentiert ist, weswegen statt der gängigen Einteilung in atl. Lesung, Epistel und Evangelium für jeden Sonntag Perikopen aus der Tora, den Nebiim (im christlichen Kanon: außerpentateuchische Geschichtsbücher außer Chronik, Esra/Nehemia, Esther und Propheten ohne Klagelieder und Daniel) und den Ketubim sowie aus Evangelium und Epistel vorgeschlagen werden. Dieses »fünfgliedrige Lektionar« würde die seit der Perikopenreform von 1958 etablierte Ergänzung der altkirchlichen Lesungen zu insgesamt sechs Perikopenreihen ablösen, indem nach den Vorstellungen des Redaktionsteams11 nicht mehr automatisch das Evangelium das Proprium des Sonntags bestimmen soll, sondern dieses sich innerhalb desselben Sonntags je nach Predigttext von Kirchenjahr zu Kirchenjahr verschieben und zudem innerhalb eines Kirchenjahres die Predigttextreihe je nach Kirchenjahreszeit wechseln kann und so die Unterscheidung von AT und NT nicht länger maßgeblich ist.
Obwohl die Redaktoren des KLAK-Modells allesamt einschlägig im christlich-jüdischen Dialog ausgewiesen sind, ist ihr Vorschlag mehr als die Meinung einer bestimmten Richtungsgruppe, was man zum einen daran erkennen kann, dass dieselbe KLAK bereits in den 1990er Jahren maßgeblichen Einfluss auf die Endgestalt der Erneuerten Agende nahm,12 indem sie es war, die mit ihrer Intervention die Aufnahme des 7. Grundkriteriums (Israeltheologie) ins Ev. Gottesdienstbuch bewirkte; die KLAK ist also durchaus eine zentrale Figur im gegenwärtigen liturgischen Reformdiskurs. Dass sie auch gegenwärtig in der Mitte und nicht am Rand dieses Diskurses steht, erkennt man daran, dass das neue Perikopenmodell seinen eigenen Reform­anspruch bescheiden einschätzt, wenn es viele der geltenden Perikopen beibehält und in der so wichtigen Frage des zu lesenden Bibeltextes generell der ebenso traditionellen wie mehrheitsfähigen Lutherbibel den Vorzug gibt. Gleichwohl zeigt das neue Perikopenmodell ein durchaus scharf geschliffenes liturgisches Profil, das man vor allem an drei Gesichtspunkten festmachen kann, nämlich der Schwerpunktbildung auf dem sozialen Toraverständnis, der bewussten Typologisierung der großen Christusfeste durch die Mosefigur und einer gezielten Zuwendung zu Predigttexten mit antijudaistischer Wirkungsgeschichte.

Soziales Toraverständnis und Mose-Christus-Typologien
Was den Schwerpunkt beim sozialen Toraverständnis angeht, so besteht hier eine Nähe zum Reformkonzept der LK, insofern dieser Schwerpunkt in die wenig gegliederte Spätzeit des Kirchenjahres bei den hochzahligen Trinitatissonntagen gelegt wird. »Freude an der Tora« – ein direktes Zitat des jüdischen Simchat-Tora-Festes – sowie »Die Tora und ihre soziale Auslegung« sind die Themen des 18. bzw. 20. Sonntags nach Trinitatis, die durch ihre Perikopenauswahl (z.B. die pauluskritische Epistel Jak. 2,14-26 am 18. Sonntag) die neuere exegetische Abkehr von der Kritik am vermeintlich werkgerechten Charakter der jüdischen Torafrömmigkeit unterstreichen. Gelegentlich, so am 22. und 24. Sonntag nach Trinitatis, wird zu diesem Zweck die Lutherbibel zugunsten »sprachgerechterer« Übersetzungen zurückgestellt.
Zur Neuorientierung im Verständnis der Tora gehört auch, dass das KLAK-Modell die Zuordnung von AT und NT als Verheißung und Erfüllung nicht mehr mitträgt, von der manche Perikopen der Christusfeste leben, wenn die gegenwärtige Perikopenordnung z.B. Jes. 7,14 auf die Jungfrauengeburt in der Christnacht oder Gottes Auffahren beim Hall der Posaune (Ps. 47) als Tagesspruch auf das Himmelfahrtsfest bezieht. Das neue Perikopenmodell, das ja gar keine Entgegensetzung von AT und NT, sondern nur das fünfgliedrige Lektionar kennt, verzichtet auf derartige Stichwortassoziationen, bringt dafür aber von Epiphanias bis Pfingsten eine ausgeführte Typologisierung von Mose und Christus bei, die auf den ersten Blick ähnlich oberflächlich scheint. Zu Epiphanias wird Jitros Besuch bei Mose (Ex. 18) »strukturanalog«13 neben den Besuch der Weisen aus dem Morgenland an der Krippe (Mt. 2,1-12) gestellt, und der so eröffnete Kreis schließt sich mit Pfingstmontag, wo die Einsetzung der 70 Ältesten (Nu. 11,11-25) als Toralesung Jitros Empfehlung von Helfern für Mose spiegelt. Dazwischen stehen weitere Mose-Christus-Typologien: Zu Reminiszere korrespondieren Jesu Gebet in Gethsemane (Mk. 14,32-42) und Moses Bitte um Gottes gnädiges Gedenken (Dtn. 9,25-29) miteinander. Die Toralesung für den Ostersonntag ist Moses Durchzug durch das Schilfmeer (Ex. 14,1-14[15-31]). Bei dem hier offensichtlich herrschenden Gestaltungswillen stutzt man zunächst darüber, dass die schlechthin klassische Stelle für jede Mose-Christus-Typologie, nämlich die Weissagung eines »Propheten wie Mose« (Dtn. 18,15) im KLAK-Modell fehlt. Doch bei näherem Hinsehen ist das konsequent, denn diese Stelle wäre kaum anders als im Schema von Verheißung und Erfüllung rezipierbar, das allzu leicht substitutionstheoretische Vorstellungen im Verhältnis von Israel und Kirche aufkommen ließe.
Das neue KLAK-Modell scheint hingegen eine andere Hermeneutik zugrunde zu legen, wonach der im NT bezeugte Christusglaube wie eine Auslegung dem jüdischen Monotheismus erscheint, die deren Wahrheit nie direkt abbilden kann – dies besagt schon das mit dem Ersten Gebot verkoppelte Bilderverbot –, sondern sie immer nur im Widerstreit ihrer Auslegungen präsent hat. So können jüdischer und christlicher Erzählzusammenhang die erwähnte Strukturanalogie bilden. Das vielleicht schlagendste Beispiel hierfür ist die Ersetzung des Wochenspruchs zum 10. Sonntag nach Trinitatis (Israelsonntag). Während die geltende Perikopenordnung hier das Trishagion aus Jes. 6,3 vorsieht, hält die KLAK den Anfang des Schma Israel (Dtn. 6,4) für den geeigneten Spruch zum Trinitatisfest. Der Vers ist zwar auch schon in der geltenden Perikopenordnung locker mit Trinitatis verbunden, da Dtn. 6,4-9 atl. Lesung zum 1. Sonntag nach Trinitatis ist, doch ist die Programmatik, dass der Dreifaltigkeitsglaube selbst eine Auslegung des Schma Israel ist, im neuen KLAK-Modell natürlich ungleich viel stärker – auch vor dem Hintergrund dessen, dass dieselbe KLAK das Schma Israel 1995 noch mit dem Israelsonntag und dessen neu gestaltetem Proprium des christlich-jüdischen Verhältnisses (statt der Tempelzerstörung) verbinden wollte.14 Damals ging man in der KLAK davon aus, dass israelkritische und die Krisen des jüdischen Volkes betreffende Texte (wie etwa die die Perikopen zur Kritik und zur Zerstörung des Tempels) außerhalb Israels, also etwa im christlichen Gottesdienst, gar nicht zitiert werden sollten.15

Perikopen mit antijudaistischer Wirkungsgeschichte
In ihrem neuen Perikopenmodell von 2009 gibt die KLAK diese Reserve auf; ja sie wendet sich geradezu den Perikopen mit antijudaistischer Wirkungsgeschichte zu. So soll am 21. Sonntag nach Trinitatis das berüchtigte »Auge um Auge, Zahn um Zahn« aus dem Bundesbuch (Ex. 21,18-27) gelesen werden, und als Tora für Karfreitag ist das Sündenbockritual aus dem Jom-Kippur-Kapitel Lev. 16 vorgesehen. Beide Texte sind mit erheblichen antijudaistischen Wirkungsgeschichten behaftet, doch es spricht m.E. für das KLAK-Modell, dass es zwischen den fraglichen Texten und ihren unterschiedlichen Rezeptionen zu differenzieren weiß. Gerade in der Wieder- oder gar Erstaufnahme solch problematisch erscheinender Texte gibt das KLAK-Modell nämlich zu erkennen, dass seine Übernahme der jüdischen Einteilung des AT in Tora, Nebiim und Ketubim keinesfalls einer etwas subtileren theologischen Enteignung folgt, die nicht zwischen jüdischem und christlichem Referenzrahmen eines und desselben Textes zu unterscheiden wüsste. Vielmehr ist ein derart unverkrampftes Zugehen auf geschichtlich belastete Perikopen wohl nur deshalb möglich, weil die KLAK vorauszusetzen scheint – etwa bei der Wahl des Schma Israel als Spruch für das Trinitatisfest –, dass der Zusammenhang von Judentum und Christentum zwei unterschiedliche Bezeugungen desselben göttlichen Namens zusammenfasst, die nur in ihrem gegenseitigen Antagonismus die Wahrheit dieses Gottes erkennen lassen.
Hier dürften Modelle des christlich-jüdischen Dialogs im Hintergrund stehen, die jüngst mehr oder weniger explizit in Dokumenten wie der jüdischen Erklärung zum Christentum Dabru Emet (September 2000) und den von Christen und Juden internationaler Herkunft gemeinsam erarbeiteten Berliner Thesen (Juli 2009) zur Sprache kamen.16 Der Dialog von Judentum und Christentum wird hier jeweils als religiöses Unterfangen charakterisiert, zugleich aber die Eigenständigkeit der beiden Religionen und damit auch ihre Unvereinbarkeit in der Form der Gottesverehrung anerkannt, so dass die in jedem Dialog unausweichliche Wahrheitsfrage nicht mit den Mitteln der religiösen Konfrontation, sondern nur in einer Art historischer Sorgfaltspflicht in der Urteilsbildung bezüglich der jeweils anderen Religion beantwortet werden kann. Der Anspruch, für die jeweils andere Religion mitsprechen zu können, wird damit ebenso überflüssig wie die Erwartung, von der jeweils anderen Religion die Authentizität der von ihr gegebenen Darstellung bescheinigt zu bekommen. Stattdessen kann das Verhältnis beider als produktives Wechselspiel von Auslegungen des göttlichen Namens verstanden werden, in deren Widerstreit allein die Wahrheit Gottes präsent wird. Es dürfte die mit dieser, u.a. von Franz Rosenzweig herkommenden, Dialoghermeneutik verbundene Freiheit sein, die es dem KLAK-Modell ermöglicht, gerade die oft als problematisch erkannten und darum gemiedenen Seiten der Perikopenordnung mit theologisch sicherem Urteil ins Auge zu fassen.
Es ist offensichtlich, dass die christlich-jüdische Dialoghermeneutik, die ich hier ansatzweise als Hintergrund des KLAK-Modells skizziert habe, die Innenspannung der biblischen Schriften spiegelt, so wie das nach unseren vorangegangenen Überlegungen das Kirchenjahr auch zu tun hätte, selbst wenn es das im aktuellen Perikopenprojekt der LK nicht tut.


3. Einschätzung

Meine Überlegungen gingen von der Beob­achtung aus, dass die in der Perikopenordnung versammelten Bibeltexte das Rückgrat des evangelischen Gottesdienstes bilden. Der Vergleich des LK-Projekts mit dem KLAK-Modell zeigt, dass dieses Rückgrat zur Unbeweglichkeit erstarrt, wenn es nicht transparent auf die in der Bibel selbst wirksame Spannung der verschiedenen biblischen Stimmen hin gelesen wird, in deren Widerstreit allein die Bibel für die Christenheit kanonisch verpflichtende Geltung haben kann. Im Grundsatzpapier der LK, so unsere Beobachtung, wird diese Geltungsfrage von der biblischen Innenspannung abgelöst und auf die Frage nach offizieller Agende und gelebter Religion übertragen. Dem Projekt eines Elementaren Kirchenjahres gelingt es zwar immer wieder, die grundlegende biblische Spannung wahrnehmbar zu halten, doch auffallenderweise gelingt dies abseits der großen Festzeiten des Kirchenjahres, während es nach dem Konzept der LK doch eben diese sein sollen, die das Kirchenjahr auch in seiner elementarisierten Form gliedern und so verhindern, dass vor allem lebenszyklische Anlässe das Kirchenjahr bestimmen und zur Erfindung von allerlei neuen Proprien führen. Demgegenüber muss man sagen, dass es gerade die neuen, quer zu den Festzeiten liegenden Proprien sind, die im LK-Projekt als gelungen bezeichnet werden können, während der Versuch der Bildung von Monatsproprien die produktive, biblisch fundierte Innenspannung des Kirchenjahres eher hemmt. Hier ist m.E. ein bibelhermeneutisches Defizit des Elementaren Kirchenjahres zu konstatieren.
Hinsichtlich dieser bibelhermeneutischen Grundlegung erweist sich das neue Perikopenmodell der KLAK als der überlegene und bessere Entwurf. Nicht zuletzt durch die gegenüber der geltenden Perikopenordnung vergrößerte Vielfalt der Perikopenklassen (vorgeschlagen: fünf statt jetzt drei) kommt im KLAK-Modell der vielstimmige Charakter der Bibel selbst besser zum Ausdruck, damit aber auch die von einer Perikopenordnung beanspruchbare Geltung, da die im Gottesdienst darzustellende Wahrheit nun selbst im Zusammenklang der unterschiedlichen Texte liegt. Am deutlichsten wird diese höhere Leistungsfähigkeit des KLAK-Modells darin, dass es nicht nur problematische Perikopen zu integrieren, sondern auch deren Problematik diskursiv auszutragen vermag. Die Perikopenordnung wird hier sozusagen im Vollzug zur Theologie und ist nicht bloß, wie es die LK in ihrem Grundsatzpapier sieht, deren nachträglicher Ausdruck, der dann einer Versöhnung von agendarischem und gelebtem Kirchenjahr bedürfte. Der allzu gängige Gegensatz von Agende und gelebter Religion, der noch die ganze Diskussion um den Charakter des Ev. Gottesdienstbuches als Werkbuch betraf, erweist sich hier als künstlich. Aus all diesen Gründen scheint mir, dass das KLAK-Modell einen äußerst ernsthaften und viel versprechenden Kandidaten in der erwartbaren Diskussion um eine Revision der Perikopenordnung in der EKD darstellt, auch wenn die KLAK nicht im Auftrag der EKD handelt.


Anmerkungen:

1    Gottesdienst von Monat zu Monat. Elementares Kirchenjahr. Ein Projekt der Liturgischen Konferenz, hg.v. der Liturgischen Konferenz, o.O. [Hannover] 2009, im Folgenden zitiert nach der Online-Version: http://www.ekd.de/liturgische_konferenz/download/Elementares_Kirchenjahr_Internet.pdf (23.02.2010).
2    Die ganze Bibel zu Wort kommen lassen. Ein neues Perikopenmodell, erarb. i.A. der Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden (KLAK) = Begegnungen. Zeitschrift für Kirche und Judentum, Sonderheft Dezember 2009.
3    Lutherische Liturgische Konferenz, Ordnung der Lesungen und Predigttexte. Revisionsvorschlag 1995, o.O. [Hannover] 1995, 2 Hefte.
4    Kirchenjahr erneuern. Gottesdienstliche Praxis im Rhythmus des Jahreskreises, hg.v. der Liturgischen Konferenz, o.O.u.J. [2005], im Folgenden zitiert nach der Online-Version: http://www.ekd.de/liturgische_konferenz/download/TB-3-Kirchenjahr.pdf (23.02.2010).
5    Kirchenjahr erneuern (s. Anm. 4), 7.
6    Kirchenjahr erneuern (s. Anm. 4), 10.
7    Kirchenjahr erneuern (s. Anm. 4), 2.
8    Kirchenjahr erneuern (s. Anm. 4), 3.
9    Gottesdienst von Monat zu Monat. Elementares Kirchenjahr (s. Anm. 1), Einführung (unpaginiert).
10    Gottesdienst von Monat zu Monat. Elementares Kirchenjahr (s. Anm. 1), Einführung (unpaginiert).
11    Vgl. die Einleitung: Die ganze Bibel zu Wort kommen lassen (s. Anm. 2), 2-4.
12    Vgl. zu den Hintergründen generell: Helmut Schwier, Die Erneuerung der Agende. Zur Entstehung und Konzeption des »Evangelischen Gottesdienstbuches«, Hannover 2000 (Leiturgia NF 3).
13    Die ganze Bibel zu Wort kommen lassen (s. Anm. 2), 18.
14    Lobe mit Abrahams Samen. Israel im evangelischen Gottesdienst. Eine Arbeitshilfe, erarb.v. Reinhard Buschbeck/Christiane Dithmar/Gudrun Laqueur/Jörgen Sontag, o.O. [Heppenheim] 1995, 38.
15    Lobe mit Abrahams Samen (s. Anm. 14), 11, dort gerichtet gegen Ez 34* als Perikope für Miserikordias Domini, was die KLAK 2009 ausdrücklich vorschlägt.
16    Beide Texte sind am einfachsten online greifbar: http://www.jcrelations.net/en/?item=1014 (23.02.2010; Dabru Emet) bzw. http://www.jcrelations.net/en/?item=3104 (23.02.2010; The Twelve Berlin Points).

Über den Autor

Pfr. Dr. Henning Theißen, Jahrgang 1974, Pfarrer der Evang. Kirche im Rheinland, Promotion in Syst. Theologie; wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Syst. Theologie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 7/2010

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Sein Recht suchen oder lieber leiden?
Luther in der Darstellung von Heinrich von Kleits Novelle »Michael Kohlhaas«
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»Alle(r)heiligen«

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Drittletzter Sonntag des ­Kirchenjahres
12. November 2017, Lukas 11,14-23
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»Darumb ists gewis, wo nicht die sprachen bleyben, da mus zu letzt das Euangelion unter gehen.«
Martin Luther und Johannes Reuchlin – eine viel(ver-)sprechende Beziehung
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Zeigen, dass es geht
Pastoren-Paare
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Ökumene – beidseitig
Ein protestantischer Zwischenruf zur Diskussion im Gedenkjahr der Reformation
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