Von der geistlichen Mitte der evangelischen Kirche
Und sie bewegt mich doch

Von: Christian Möller
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Evangelische Kirche ist Kirche der allein aus Gnade Geheiligten. Versteht sich die Evangelische Kirche im reformatorischen Sinn als Gemeinschaft der Heiligen und gestaltet in diesem Sinn auch ihre Taufpraxis, so eröffnen sich neue Perspektiven für den Gemeindeaufbau im Gespräch mit freien Gemeinden, aber auch neue Möglichkeiten für das theologische Verständnis von Sünde und Heiligung im Gespräch mit der Katholischen Kirche.1


Am 29. Juli 1928 predigte der gerade 22-jährige Vikar Dietrich Bonhoeffer in der evangelischen Auslandsgemeinde von Barcelona über 1. Kor. 12: »Es gibt ein Wort, das bei dem Katholiken, der es hört, alle Gefühle der Liebe und der Seligkeit entzündet, das in ihm alle Tiefen des religiösen Empfindens von Schauer und Schrecken des Gerichtes bis zur Süßigkeit der Gottesnähe aufwühlt, das ihm aber ganz gewiss Heimatgefühle wachruft, Gefühle wie sie nur ein Kind der Mutter gegenüber in Dankbarkeit, Ehrfurcht und hingegebener Liebe empfindet; Gefühle, wie sie einen überkommen, wenn man nach langer Zeit einmal wieder sein Elternhaus, seine Kinderheimat betritt. Und es gibt ein Wort, das bei den Evangelischen den Klang von etwas unendlich Banalem hat, etwas mehr oder weniger Gleichgültigem und Überflüssigem, das einem das Herz nicht höher schlagen lässt, mit dem sich so oft Gefühle der Langeweile verbinden, das aber zum mindesten unseren religiösen Gefühlen keine Flügel verleiht.
Und doch ist unser Schicksal besiegelt, wenn wir nicht diesem Wort einen neuen oder vielmehr den uralten Sinn wieder abzugewinnen vermögen. Weh uns, wenn uns dies Wort – das Wort von der Kirche – nicht in Bälde wieder wichtig, ja, ein Anliegen unseres Lebens wird. Ja, ›Kirche‹ heißt dies Wort, dessen Sinn wir vergessen haben und von dessen Herrlichkeit und Größe wir heute etwas schauen wollen.«2
Bonhoeffers Sätze haben nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Sie sind auch einer evangelischen Kirche ins Stammbuch geschrieben, die sich mit einer römisch-katholischen Kirche konfrontiert sieht, welche mit ihren bunten Gewändern, ihren Prozessionen und einem deutschen Papst den Fernsehschirm, den Blätterwald und die öffentliche Meinung mehr denn je dominiert. Urbi et orbi ist diese Kirche medienpräsent, während von der Evangelischen Kirche nicht gerade viel in den Medien zu sehen und zu hören ist.

Ecclesia triumphans und Papier-Kirche
Als der Papst 2006 einen kirchlichen Triumphzug durch seine bayrische Heimat durchführte und »Die Scheibenwischer« dieses Medienereignis im ersten Programm kommentierten, fragte einer der Kabarettisten so nebenbei: »Was macht eigentlich die protestantische Kirche?« »Ach«, so wurde ihm geantwortet, »die hat gerade wieder ein Papier herausgegeben, in dem sie sich über fehlende Kirchensteuer und Überalterung ihrer Klientel beklagt.« Gemeint war das Impulspapier der EKD. »Kirche der Freiheit« lautet der Titel dieser Schrift. Das klingt verheißungsvoll! Doch leider zeigte sich bei näherem Hinsehen, dass weder deutlich wurde, um welche Freiheit es hier eigentlich geht, noch um was für eine Kirche.
Treffend schrieb Wilfried Härle: »Als den schwerwiegendsten Mangel des ganzen Textes empfinde ich die Tatsache, dass das für eine kirchliche Selbstbesinnung aus evangelischer Sicht maßgebliche Verständnis der Kirche als Werk Gottes und Geschöpf des Evangeliums keine grundlegende und orientierende Bedeutung gewonnen hat.« (S. 52) Stattdessen sei das Papier »vor allem von liberalen, ökonomischen und soziologischen Denkansätzen bestimmt«. Man könne »streckenweise den Eindruck gewinnen, der EKD solle genau das als Heilmittel empfohlen werden, woran sie schon seit langem krankt.« (ebd.)
Ich sehe den Machbarkeitswahn als dasjenige an, woran die Evangelische Kirche am meisten krankt, und dieser Machbarkeitswahn bestimmt auch das Impulspapier der EKD. Salopp formuliert gilt faktisch die Devise: »Kirche ist machbar! Wir haben sie fest im Griff, rechnen sie ins Jahr 2030 hoch, formulieren Ziele und Zwischenziele und wissen genau, was zu tun ist!« Da bleibt für den lieben Gott nicht mehr viel Platz, um mit seinem Wirken, seinem Handeln, seinem Willen noch dazwischen zu kommen und Kirche als das Geschöpf seines Wortes Wirklichkeit werden zu lassen. Wo aber der Machbarkeitswahn regiert, breiten sich sehr schnell Erschöpfung und Resignation aus, und die spüre ich an vielen Stellen durch die Evangelische Kirche schleichen.
Umso verblüffter war ich, als ich das neue Jesus-Buch von Joseph Ratzinger alias Papst Benedikt XVI. las, das zu Pfingsten 2007 auf den Buchmarkt kam. Da werden die Gleichnisse vom verlorenen Sohn oder vom reichen Mann und armen Lazarus so christozentrisch ausgelegt, wie es Martin Luther nicht deutlicher und klarer hätte tun können. Der Papst besetzt mit seiner Bibelauslegung und seiner Frage nach Jesus als dem Christus urevangelische Felder. Gleichzeitig aber spricht er der Evangelischen Kirche ihr Kirche-Sein ab, um sie stattdessen zu den »anderen kirchlichen Gemeinschaften« zu rechnen3 und als »Kirche nicht im eigentlichen Sinn« anzusehen.

Lebendige Gemeinde?
Nun gut – mag einer entgegnen – dann sind wir eben »Gemeinde«, zumal Luther ja »Kirche« ohnehin ein »blindes, undeutliches Wort« genannt und ekklesia mit »Gemeine« übersetzt hat. Indessen taucht eine ganz andere Front auf, mit der sich die Evangelische Kirche immer massiver konfrontiert sieht: die vielen Gemeinden in und außerhalb der Landeskirche, freie, wachsende, charismatische, lebendige und noch lebendigere, evangelikale, lobpreisende und neuerdings »Gemeinschafts-Gemeinden«, die sich in der Landeskirche gründen, aber von der landeskirchlichen Gemeinde abheben möchten.
Die Gemeindeszene ist so bunt geworden, wie sie bunter kaum sein könnte. Gemeindeaufbau ist als Dauerprogramm angesagt, weil sich diese Gemeinden ihrem Selbstverständnis nach im permanenten Gemeindeaufbau befinden, wollen sie sich doch nicht, wie die Landeskirche, aus der Kindertaufe rekrutieren. Amerikanische Gemeindeaufbaumodelle von Mega-Churches wie z. B. Willow Creek üben eine große Anziehungskraft aus, weil sie Erfolg und Wachstum versprechen. Und genau das ist es, was freie Gemeinden ebenso wie landeskirchliche Gemeinden suchen. Eine klare Ortsbestimmung ist in diesem Zusammenhang für die Evangelische Kirche fast noch schwieriger als nach der römisch-katholischen Seite, zumal dann, wenn der Landeskirche auch noch ihr Kirche-Sein abgesprochen, weggenommen oder durch eigene Schuld verloren geht. Sie muss, ob sie will oder nicht, um ihr Kirche-Sein theologisch ringen.
Jetzt bekommen Bonhoeffers Predigtworte ganz neue Dringlichkeit: »Und doch ist unser Schicksal besiegelt, wenn wir nicht diesem Wort einen neuen oder vielmehr uralten Sinn wieder abzugewinnen vermögen. Weh uns, wenn uns dies Wort – das Wort von der Kirche – nicht in Bälde wieder wichtig, ja ein Anliegen unseres Lebens wird.«

Kirche und Säuglingstaufe
Vielleicht kann ein Satz aus Dietrich Bonhoef­fers Vorlesung über »Das Wesen der Kirche« helfen, die Kirche von ihrer evangelischen Mitte aus als ein Werk Gottes zu erkennen: »Was Kirche in ihrem Wesen ist, kann am deutlichsten aus der Säuglingstaufe ersehen werden.«4 Das ist ein steiler Satz, wie ihn Bonhoeffer gern formulierte, einseitig und auf eine Situation zugespitzt. Das macht Bonhoef­fer ja auch so einprägsam, dass er nicht nach allen Seiten ausgewogen, sondern einseitig und zugespitzt formulierte, um dann bei nächster Gelegenheit die andere Seite zu benennen, ohne sich doch in der Sache zu widersprechen.
Was die Säuglingstaufe in Bonhoeffers Augen so kostbar und heilig macht, ist die zuvorkommende Gnade an einem Geschöpf, das nichts geleistet hat, völlig passiv und abhängig von der Mutterbrust ist. Hier ist allein Gott mit seinem rechtfertigenden Handeln am Werk. Er rechtfertigt in der Taufe das Leben eines Kindes im Namen Jesu gegen alle Verächter des Lebens. Genau darin spiegelt sich auch das Wesen der Kirche wider, dass sie der Ort ist, wo Gottes zuvorkommende Gnade und seine Rechtfertigung im Namen des dreieinigen Gottes gefeiert und den Menschen zugesprochen und ausgeteilt wird durch den Zuspruch der Absolution und die Versiegelung mit den Sakramenten.
Wehe aber einer Kirche und wehe den Menschen, kann Bonhoeffer auf der anderen Seite fortfahren, wenn daraus »billige Gnade, Schleuderware« wird! Sie werden sich nicht nur das Abendmahl zu Gericht essen, sondern sich auch mit der verschleuderten Säuglingstaufe ein Gericht zuziehen. Wie kann das konkret aussehen? Etwa so, dass den Menschen mit einer verschleuderten Taufe der Zugang zu Gottes kostbarer, heiliger Gnade verstellt bleibt und sie den »lieben Gott einen guten Mann« ihr Leben lang sein lassen; oder so, dass eine Kirche unglaubwürdig wird, weil sie nur noch »Ja, Ja«, aber nicht mehr »Nein, nein« zu sagen weiß und darin die Spur der Nachfolge Jesu verliert, so dass sie sich nur noch um sich selbst, ihre Papiere oder ihren Machbarkeitswahn dreht.
Eine Kirche, die ihr Wesen am rechten Verständnis und am rechten Gebrauch der Säuglingstaufe erkennt, wird mit dieser konkreten Orientierung an der Rechtfertigung allein aus Gnade auch gegenüber den Gemeinden und Gemeinschaften einen klar bestimmten Ort gewinnen, die Schwierigkeiten mit der Säuglingstaufe haben oder sie ganz bewusst verwerfen. Von der Säuglingstaufe her konstituiert sich die Sanctorum Communio, die Gemeinschaft der allein aus Gnade Geheiligten, die ein Leben lang damit zu tun haben und Hilfe brauchen, um ihre Taufgnade im Glauben zu leben. Wo aber die Säuglingstaufe verworfen wird, konstituiert sich eine Gemeinschaft der Gläubigen, die ein Leben lang damit zu tun haben, ihre Gläubigkeit vor sich selbst und den anderen zu rechtfertigen, sei es durch ein möglichst rigoroses Leben, eine besonders lebendige Gemeinde oder andere Versuche der Selbstrechtfertigung. Auch hier kann sich ein subtiler Machbarkeitswahn ausbreiten.
Der rechte Gebrauch der Säuglingstaufe schließt wie von selbst die Möglichkeit ein, dass einer – aus welchen Gründen auch immer – als Säugling nicht getauft wurde. Was hindert’s, dass er, dem Kämmerer aus Apg. 8 gleich, zu späterem Zeitpunkt nach der Taufe begehrt, die sein Leben ein für allemal auf den Grund göttlicher Gnade stellt. Die Scheidung zwischen der Gemeinschaft der aus Gnade Geheiligten und der Gemeinschaft der Gläubigen setzt erst dort ein, wo den Kindern und Säuglingen grundsätzlich die Taufe verweigert wird, weil sie angeblich noch keinen Glauben hätten. Aus dieser Verweigerung erwachsen dann alle weiteren Probleme, um die es miteinander im geschwisterlichen Gespräch der Ökumene wie der Allianz zu ringen gilt.

Taufe und Gemeindezucht
Der »andere Bonhoeffer« schreibt in seiner Finkenwalder Zeit der evangelischen Kirche noch einen Begriff ins Taufstammbuch, den heute auch nur auszusprechen schwierig ist: »Gemeindezucht«5! Gemeint ist der Sache nach ein Ziehen in die Gemeinde, die einen inneren Zug gewonnen hat, so dass sie nicht bloß »Ja, ja« sagt und darin mit den Hunden heult oder mit den Zeitgeistern lächelt, sondern sehr verantwortlich auch ein »Nein, nein!« sagen kann, um dadurch ein größeres, kräftigeres Ja der Gnade zu entdecken. Ich höre also in dem degoutanten Begriff »Gemeindezucht« einen Vorläufer dessen, was heute »Gemeindeaufbau« genannt wird. Hat eine Gemeinde ein Konzept für ihren Aufbau gefunden, dann hat sie ja auch Abschied von ihrem früheren Laisser-faire-Stil und dem »anything goes« genommen. Sie tut jetzt Manches oder gar Vieles bewusster, klarer, durchdachter als vorher. Sie kann an dieser Stelle sagen: »Das lassen wir« und an anderer Stelle: »Da werden wir gebraucht«. Und: »Das ist unsere Mitte, von der aus wir uns verstehen!« So also verstehe ich nach 70 Jahren Bonhoeffers Forderung nach »Gemeindezucht«, dass eine Gemeinde sich in Zucht nehmen kann, weil sie von ihrer Mitte her einen inneren Zug gewonnen hat und deshalb nach innen wie nach außen zugkräftig wird.
Ist das von der Säuglingstaufe her möglich, an deren Wesen die Kirche am deutlichsten erkannt wird und sich selbst erkennt? Natürlich nicht, wenn der Taufe ihre kritische Kraft verloren geht! Gegen diesen Missbrauch kann die Wiederentdeckung der Erwachsenentaufe für Menschen wichtig sein, denen die Kinder- oder gar Säuglingstaufe entgangen ist, weil sie ihnen nie etwas bedeutet hat. Gegen diesen Missbrauch ist es noch wichtiger, dass die Kindertaufe ins Leben gezogen und zur inneren Mitte im Gemeindeaufbau wird. Das beginnt schon mit festlichen Tauffeiern und mit Taufkursen für Eltern und Paten vor oder nach der Taufe. Es setzt sich fort mit Tauferinnerungsfeiern in Krabbelkursen und Kindergarten und mit der Feier von Tauftagen in den Familien. Es geht weiter mit evangelischem Kommunionsunterricht für Kinder des 3. Schuljahres unter Mitbeteiligung der Eltern. Aus der Not, dass immer mehr Konfirmanden nicht getauft sind, wird die Tugend einer festlichen Tauffeier bzw. Tauferinnerungsfeier in der Osternacht. Die typischen Tauferinnerungssonntage wie Quasimodogeniti, 6. Sonntag nach Trinitatis, u. a. werden nun festlich begangen und der Gemeinde wird ihre Taufe erinnernd gepredigt. Tauferinnerungsrituale werden nun auch in die Jugendarbeit Einzug halten, können bei Trauungen ihren Ort finden und vor allem bei Beerdigungen wieder entdeckt werden, denn »der in deiner Taufe das gute Werk der Gnade angefangen hat, der wird’s auch vollführen bis auf den Tag Jesu Christi« (Phil. 1,6).
Viel zu kurz, viel zu zahlreich und viel zu schnell habe ich aufgezählt, was sich an Möglichkeiten für den Gemeindeaufbau einstellt, wenn einmal die Taufe die innere Mitte der Gemeinde wird6. Natürlich wird sich alles viel langsamer einstellen. Nichts lässt sich hier erzwingen, und wer die von mir aufgezählten Möglichkeiten gar als gesetzliches Arbeitsprogramm missversteht, mag sie getrost vergessen! Jedes Detail will liebevoll bedacht und behutsam eingeführt werden, wenn nur Gottes gnädiges Handeln in der Taufe die innere Mitte wird. Dann wird noch viel, viel mehr entdeckt werden, als ich hier aufzählen kann.

Gemeinde der Geheiligten und Gemeinde der Heiligen
Nun habe ich bisher eine Ortsbestimmung der Kirche von ihrer evangelischen Mitte aus im Licht der Säuglingstaufe vorgenommen, um die Rechtfertigung allein aus Gnade als Gottes Handeln in der Kirche konkret zu verorten. Dabei wurde ein Unterschied der Gemeinschaft der aus Gnade Geheiligten gegenüber der Gemeinschaft der Gläubigen deutlich. Es würde mich nicht wundern, wenn ich nun katholisierender Tendenzen verdächtigt werde, habe ich doch für den katholischen Ritus eines Taufgedächtnisses am Grab plädiert, die evangelische Erstkommunion für Kinder des 3. Schuljahres nach katholischem Vorbild stark gemacht, die Feier des Tauftages gefordert und vieles andere mehr, was in der katholischen Kirche längst üblich ist. In der Tat stehe ich zu diesen »katholisierenden Tendenzen«, denn ich glaube »die eine, heilige, katholische Kirche«, wie es im Credo der alten, noch nicht geschiedenen Kirche heißt. Das bringt mich dazu, im Sinne von 1. Thess. 5,17 alles zu prüfen und das Beste zu behalten, was dem christlichen Glauben Gestalt zu geben vermag. Das ist gewiss nicht eine Art von Protestantismus, der darin besteht, möglichst nicht katholisch zu sein und also im »Anti« zu verharren.
Wenn ein Papst sich um Jesus kümmert und ein Buch über ihn schreibt, so ist das für mich ein Grund zur Freude. Wenn derselbe Papst aber der Evangelischen Kirche nach 40 jährigen gemeinsamen ökumenischen Bemühungen das Kirche-Sein abspricht und sie nicht als »Kirche im eigentlich Sinne« verstehen will, sehe ich das mit Bischof Huber als eine »ökumenische Brüskierung« an. Doch wer den Splitter im Auge des Bruders sieht, sollte zugleich nach dem Balken im eigenen Auge fragen. Diesen Balken sehe ich mit Bonhoeffers Predigt über 1. Kor. 12 darin, dass uns protestantischen Individualisten die Kirche in ihrer Heiligkeit so wenig bedeutet, und die evangelische Ekklesiologie gegenwärtig weithin auf eine machbare »Kirche der Freiheit« zusammengeschrumpft ist, während es Luther auf das »Erglauben der Kirche« als Gemeinschaft der Heiligen im wahrhaft heiligen, katholischen und d.h. allumfassenden, Welt umspannenden und nicht bloß auf Rom konzentrierten Sinn ankam.

Simul iustus et peccator
Wenn die Kirche als die Gemeinschaft der durch die Taufe allein aus Gnade Geheiligten bestimmt wird, so sehe ich von dieser evangelischen Mitte aus die eigentliche Trennungslinie zu einem römischen Verständnis der Gemeinschaft der durch gute Werke Heiligen und immer heiliger Werdenden auf der anderen Seite. Ich wurde auf diesen alten Gegensatz neu aufmerksam, als der Präfekt der römischen Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, im Jahr 2000 offen bekannte, dass er mit der reformatorischen Formel »simul iustus et peccator« nichts anfangen könne und sie auch nie verstehen werde7. Ich suchte diese Formel nun bei Luther auf und fand in der Vorlesung zum Römerbrief von 1515/16 in der Auslegung von Röm. 3,4 folgendes Bild:
»Es ist gleich wie mit einem Kranken, der dem Arzt, der ihm aufs Gewisseste die Gesundheit verspricht, Glauben schenkt und in der Hoffnung auf die versprochene Genesung seinem Gebot gehorcht und sich dessen enthält, was ihm verboten ist, damit er nicht die verheißene Genesung gefährde und die Krankheit steigere, bis der Arzt erfüllt, was er versprochen hat. Ist dieser Kranke nun etwa gesund? Nein, er ist krank und gesund zugleich. Krank ist er in Wirklichkeit, gesund aber kraft der gewissen Zusage des Arztes, dem er glaubt, der ihn schon gleichsam für gesund rechnet, weil er dessen gewiss ist, dass er ihn heilen wird; denn er hat ja schon begonnen, ihn zu heilen, und er rechnet ihm darum die Krankheit nicht zum Tode an. – In gleicher Weise hat auch unser Samariter Christus den halbtoten Menschen, seinen Kranken, zur Pflege in die Herberge aufgenommen und begonnen, ihn zu heilen, nachdem er ihm völlige Gesundheit zum ewigen Leben zugesagt hat. Er rechnet ihm die Sünde, d.h. die böse Begierde, nicht zum Tode an, sondern verwehrt ihm nun inzwischen in der Hoffnung auf die verheißene Gesundung das zu tun und zu lassen, wodurch jene Genesung aufgehalten und die Sünde, d.h. die böse Begierde gesteigert werden könnte. Ist er damit vollkommen gerecht? Nein, sondern er ist zugleich ein Sünder und ein Gerechter; Sünder in Wirklichkeit, gerecht aber kraft der Ansehung und der gewissen Zusage Gottes, dass er ihn von der Sünde erlösen wolle, bis er ihn völlig heilt, und so ist er vollkommen heil in Hoffnung, in Wirklichkeit aber ein Sünder.«8
Für Luther wird, wie er bei Paulus gelernt hat, durch die Taufe ein Kampf zwischen Geist und Fleisch eröffnet. In diesem Kampf ist der Geist durch Christus willig gemacht, aber das Fleisch ist noch schwach. Peccator bin ich und bleibe ich in re, iustus aber in spe, und d.h. mit der Hoffnung auf ewiges Heil erfüllt, das in diesem Leben auch immer wieder aufblitzt, wie es eben bei einem Kranken immer auch Genesungsphasen gibt. Entscheidend ist Christus als der Arzt und Heiland meiner Sünden. Wenn mir ein Werk gelingt, dann deshalb, weil es Christus durch mich gewirkt hat. In diesem Sinn warnt Luther seinen Klosterbruder Spenlein in einem Brief vom 8.4.1516: »Sei auf der Hut, dass Du nicht eines Tages zu solcher Reinheit strebst, dass du dir gar nicht als Sünder vorkommen, ja, gar keiner mehr sein willst. Christus aber wohnt nur in den Sündern. Darum ist er doch vom Himmel herabgestiegen, wo er unter Gerechten wohnte, damit er auch unter Sündern wohne.«9
Demgegenüber nimmt die Taufe nach römischem Verständnis alles weg, was wirklich Sünde ist, so dass nur noch ein »fomes peccati«, ein Zunder und eine Neigung zur Sünde bleiben. Damit hat der Christ im Laufe seines Lebens mannhaft zu kämpfen, und die heilige Kirche unterstützt ihn dabei10. Ein wirklicher Sünder aber darf er gar nicht mehr sein, sondern einer, der immer heiliger werden soll, bis er dem Ideal nach am Ende zur Seligsprechung und dann zur Heiligsprechung durch die Kirche vordringt. Auf subtile Weise ist diese perfectio auch von einem Machbarkeitswahn bestimmt, der sich nur religiöser und heiliger tarnt und im Blick auf die Kirche wie von selbst eines Tages auch das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstamtes hervorbringt. Da aber faktisch doch immer wieder die Sünde ihre Macht zur Geltung bringt, muss sie ein Leben lang unterdrückt, ausgeklammert, übertuscht, übergangen und verkleinert werden, damit der Mensch auf dem Weg der Heiligung bleibt und weiter aufwärts gelangt. Das führt zwangsläufig zu einer Doppelmoral, wenn die Sünde minimiert wird und in ihrer ganzen Abgründigkeit nicht zugestanden und schon gar nicht geglaubt werden darf, ist sie doch durch die Taufe (scheinbar) verschwunden und nur als ein »Zunder« noch vorhanden.

Magnificare peccatum
Die evangelische Mitte wird prägnant deutlich, wenn Luther im Vorwort seiner Römerbriefauslegung vom »magnificare peccatum« spricht: »Die Summe dieses Briefes ist: zu zerstören, auszurotten und zu vernichten alle Weisheit und Gerechtigkeit des Fleisches, wie sehr sie auch von Herzen und aufrichtigen Sinnes geübt werden mag, und einzupflanzen, aufzurichten und großzumachen die Sünde, so wenig sie auch vorhanden sein mag oder so sehr man auch solches von ihr glauben mochte.«11
Wie dieses »magnificare peccatum« praktisch aussieht, zeigt sich etwa, wenn Luther an Melanchthon von der Wartburg schreibt, doch endlich in Wittenberg sein elendes Vermitteln und verzweifeltes Verhandeln aufzugeben und stattdessen erst einmal selbst ein großer, starker, kräftiger Sünder zu werden, der nicht mehr weiter weiß und sich ganz und gar auf Christus wirft: »Esto peccator et pecca fortiter, sed gaude fortius in Christo!« Das heißt ja nicht: Hau mal auf die Pauke und lass fünf gerade sein. Es heißt vielmehr: Gib doch endlich einmal zu, dass du nicht weiter weißt und allein in Christus deine Zuflucht suchst12. Das Minimieren der Sünde macht Melanchthon so elend, dass ihm Luther zum magnificare peccatum in der Gemeinschaft der Geheiligten rät, die stets eine Gemeinschaft der Sünder und d.h. der auf Christi Hilfe Angewiesenen sind. Nur ein offener, bekennender Umgang mit der Sünde hilft wirklich im Leben aus dem Glauben weiter, weil nur aus der Erkenntnis der Sünde der Glaube an Jesu Verheißung erwächst: »Ohne mich könnt ihr nichts tun.« Wird aber das Sünder-Sein kaschiert, auf einen »Zunder« minimiert oder gar negiert, dann erinnert der 1. Joh. daran: »Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt und reinigt uns von aller Untugend« (1. Joh. 1,8f).

Heiligung – wie geht das?
Habe ich also auf der einen Seite deutlich zu machen versucht, welche Konsequenzen es für ein Gemeindeverständnis hat, wenn Kinder aus der Gemeinschaft der Getauften ausgeklammert bleiben, so habe ich nunmehr zu zeigen versucht, welches andere Verständnis von Kirche entsteht, wenn die Sünder aus der Kirche ausgeklammert werden, so dass etwa geschiedene Eheleute der Eucharistie fern zu bleiben haben. Die Kinder, also die, die noch nichts leisten können, und die Sünder, also die, die ohne Christus nichts tun können, gehören aber konstitutiv in die Kirche als Gemeinschaft der durch Gnade Geheiligten hinein.
Nach beiden Seiten, nach pietistischer wie nach römischer Seite hin, besteht also eine Differenz in dem, was als Heiligung verstanden und praktiziert wird: Ist es nach pietistischem Verständnis die Heiligung, mit der die Bekehrung bewährt werden muss durch Früchte des Glaubens, so ist es nach römischen Verständnis die Heiligung, durch die die Taufe in guten Werken wie Fasten, Pilgern oder Rosenkränze Beten bewährt werden muss, wobei die Kirche, der Heilige Geist und alle Heiligen den Einzelnen im synergistischen Sinn unterstützen oder gegebenenfalls exkommunizieren. In beiden Fällen ist es jeweils der Mensch, der seine Heiligung vollbringen muss, um sich seines Glaubens oder seiner Erwählung im Sinne von Frage 86 des Heidelberger Katechismus zu vergewissern, wonach der Mensch Früchte des Glaubens erbringen muss, um sich seines Glaubens zu vergewissern.
Demgegenüber ist nach reformatorischem Verständnis »Christus Jesus uns gemacht von Gott zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung« (1. Kor. 1,30), d.h. Heiligung ist hier kein Werk des Menschen. Heiligung ist vielmehr das stets neue Widerfahrnis, dass Christus Jesus durch sein Wort und Sakrament den zum Sünder gewordenen Menschen so sehr erfüllt und so sehr zum Subjekt des Menschen wird, dass in und mit Christus durch den Menschen das geschieht, was seine nächstliegende Aufgabe ist: »Gutes Denken, Tun und Dichten musst du selbst in uns verrichten.« Nun kann die Kirche angesichts des sie heiligenden Christus zugleich eingestehen und bekennen, dass sie die »größte Sünderin«13 ist.
Die Differenz, um die es hier geht, hat Bonhoeffer in einem Brief vom 21.8.1944 seinem Freund Eberhard Bethge so vor Augen gestellt:
»Ich erinnere mich eines Gespräches, das ich vor 13 Jahren in Amerika mit einem französischen jungen Pfarrer hatte. Wir hatten uns ganz einfach die Frage gestellt, was wir mit unserem Leben eigentlich wollen. Da sagte er: ich möchte ein Heiliger werden (und ich halte für möglich, dass er es geworden ist); das beeindruckte mich damals sehr. Trotzdem widersprach ich ihm und sagte ungefähr: ich möchte glauben lernen. Lange Zeit habe ich die Tiefe dieses Gegensatzes nicht verstanden. Ich dachte, ich könnte glauben lernen, indem ich selbst so etwas wie ein heiliges Leben zu führen versuchte. Als das Ende dieses Weges schrieb ich wohl die ›Nachfolge‹. Heute sehe ich die Gefahren dieses Buches, zu dem ich allerdings nach wie vor stehe, deutlich. Später erfuhr ich und ich erfahre es bis zur Stunde, dass man erst in der vollen Diesseitigkeit des Lebens zu glauben lernt. Wenn man völlig darauf verzichtet hat, aus sich selbst etwas zu machen – sei es einen Heiligen oder einen bekehrten Sünder oder einen Kirchenmann (eine sogenannte priesterliche Gestalt!), einen Gerechten oder einen Ungerechten, einen Kranken oder einen Gesunden – und dies nenne ich Diesseitigkeit, nämlich in der Fülle der Aufgaben Fragen, Erfolge und Misserfolge, Erfahrungen und Ratlosigkeiten leben –, dann wirft man sich Gott ganz in die Arme, dann nimmt man nicht mehr die eigenen Leiden, sondern das Leiden Gottes in der Welt ernst, dann wacht man mit Christus in Gethsemane, und ich denke, das ist Glaube, das ist Metanoia; und so wird man ein Mensch, ein Christ.«14
Klassischer kann die evangelische Mitte kaum zum Ausdruck kommen als in diesen Briefzeilen, die natürlich noch auf der Ebene des Einzelnen geschrieben sind, der glauben lernen möchte. Und doch lassen sich die Linien leicht auf die Kirche als eine Gemeinschaft der allein aus Gnade Geheiligten ausziehen. Wenn die Kirche darauf verzichtet, sich als die »allein selig machende Kirche« oder als »Kirche im eigentlich Sinn« zu stilisieren, ja, sogar darauf verzichtet, sich als »Kirche der Freiheit« zu empfehlen und sich auch im Machbarkeitswahn keine künstlichen Sorgen durch Hochrechnungen bis in das Jahr 2030 macht, sondern in »tiefer Diesseitigkeit« und mit großer »Leidenschaft für den Alltag« einfach Evangelische Kirche von Deutschland mit all den täglichen Aufgaben, Fragen, Erfolgen und Misserfolgen, Erfahrungen und Ratlosigkeiten ist, ohne nach dem römischen Lila oder nach den Wunderheilern aus den USA zu schielen, dann dreht sie sich am wenigstens um sich selbst und um ihre eigenen Leiden, sondern lässt sich von Gottes Dienst durch sein heiliges Wort und sein Sakrament erfüllen und antwortet Gott darauf mit Gebet und Lobgesang. So nimmt sie das Leiden Gottes in der Welt ernst und wacht mit Christus in Gethsemane. Sie zehrt von seinem hohenpriesterlichen Gebet, dass alle eins werden in IHM. Ich denke, dass auf diesem Weg am ehesten »Kirche im eigentlich Sinn« wächst.
Ähnlich schrieb Eberhard Jüngel als Antwort auf die jüngste römische Verlautbarung: »Die evangelische Kirche tut nach wie vor gut daran, dieses Geheimnis (sc. dass Gott uns in Jesus Christus näher kommt, als wir uns selber nahe zu sein vermögen) zu feiern, indem sie auf das Evangelium von dem Gott, der Liebe ist, hört, ihm glaubt, es aller Welt verkündigt, die Sakramente dem Evangelium gemäß darbietet, auf das Evangelium lobend, dankend und bittend antwortet und dann in Gestalt des ›vernünftigen Gottesdienstes im Alltag der Welt‹ zugunsten der Welt tätig wird. Die evangelische Kirche tut also auch angesichts des neu­sten Textes aus Rom gut daran, Kirche im eigentlichen Sinn zu sein.«15


Anmerkungen:

1    Vortrag vor der synodalen Gesprächsgruppe »Evangelium und Kirche« in Stuttgart am 13.10.2007.
2    DBW 10, 486.
3    Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche. Kompendium, Bonn 2005, 293: »Wann ist es möglich, die heilige Kommunion anderen Christen zu spenden? Katholische Spender spenden erlaubt die heilige Kommunion Angehörigen der Ostkirchen (sic!), die nicht in voller Gemeinschaft mit der Katholischen Kirche stehen, wenn diese von sich aus darum bitten und in rechter Weise disponiert sind. Was die Mitglieder der anderen kirchlichen Gemeinschaften (sic!) betrifft, spenden katholische Spender die heilige Kommunion erlaubt jenen Christen, die bei Vorliegen einer schweren Notlage von sich aus darum bitten, in rechter Weise disponiert sind und bezüglich des Sakraments den katholischen Glauben bekunden.«
4    GS V, 255.
5    DBW 4, 286–291.
6    Vgl. ausführlicher Christian Möller, Aus der Taufe Gemeinde wachsen lassen, in: Gottesdienst als Gemeindeaufbau. Ein Werkstattbericht, Göttingen 1988, 148–173; ders., Kirche, die bei Trost ist. Plädoyer für eine seelsorgliche Kirche, Göttingen 2005, 126–143.
7    Vgl. dazu auch »Gerecht und Sünder zugleich? Ökumenische Erklärung«, hg. v. Theodor Schneider und Gunter Wenz, Göttingen/Freiburg 2001. Die Brücke, die hier zu einem gemeinsamen evangelisch-katholischen Verständnis der reformatorischen Formel »simul iustus et peccator« gebaut wurde, scheint mir weder auf evangelischer noch auf katholischer Seite tragfähig zu sein.
8    WA 56, 272, 3–12.
9    WA Br 2, 234f.
10    Katechismus der Katholischen Kirche, Vaticana 1993, 351: »Da die Begierlichkeit für den Kampf zurückgelassen ist, kann sie denen, die ihr nicht zustimmen und mit Hilfe der Gnade Jesu Christi mannhaft widerstehen, nicht schaden. Vielmehr wird sogar, wer recht gekämpft hat, den Kranz erhalten (2.Tim 2,5).«
11    WA 56, 3.
12    Den seine Sünde minimierenden und darüber schwermütig gewordenen Superintendenten Spalatin von Altenburg mahnt Luther brieflich 1544: »O ihr werdet bisher ein allzu zärtlicher Sünder gewesen sein, der sich allein über geringfügige Sündlein ein Gewissen gemacht hat. Derhalben ist meine treue Bitte und Vermahnung, ihr wollet euch gesellen zu uns großen und hartgesottenen Sündern, damit ihr uns Christum ja nicht klein noch gering macht als den, der allein von erdichteten, kindischen Sünden helfen könnte. Nein, nein, das wäre nicht gut für uns, sondern er ist von Gott zum Heiland gesetzt als der, der allein erlösen kann und will, auch von großen, rechten, schweren, verdammten Übertretungen und Missetaten, so die größten, ärgsten, und in Summa alle Sünden auf Erden begangen haben. Auf diese Weise tröstete mich D. Staupitz, da auch ich einmal eben in diesem Spital und gleicher Anfechtung, wie ihr jetzt, krank lag, und wie ich denke, auch vor großem Leid und Traurigkeit gestorben, wo er nicht tröstlich zu mir gesprochen hätte: Ei, sagte er, ihr wollt ein erdichteter, ja gemalter Sünder sein und derhalben nur einen erdichteten, gemalten Heiland haben. Ihr müsst euch recht in die Sache schicken und euch gewöhnen, dass Christus euer wahrer Heiland ist und ihr ein wahrer, großer, verdammter Sünder seid. Gott scherzt nicht, gehet auch nicht mit erdichteten Dingen um, wenn er uns seinen Sohn schickt und ihn für uns dahingibt.« (WA Br. 10, 638ff)
13    WA 24/1, 276,6–277,1.
14    DBW 8, 542f.
15    Neue Zürcher Zeitung vom 12.7.2007. 

Über den Autor

Prof. Dr. Christian Möller, Jahrgang 1940, Professor für Praktische Theologie an der Theol. Fakultät der Universität Heidelberg; Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Gemeindeaufbau, seelsorglich predigen, Hymnologie und Reformatorische Spiritualität; 1965–1972 Pfarrer der Kurhessischen Kirche in Wolfhagen bei Kassel; 1972–1988 an der Kirchl. Hochschule in Wuppertal; 1988–2005 Uni Heidelberg; seit 2005 emeritiert, Bücher schreibend, Vorträge haltend und predigend, »solange es Freude macht und die Kräfte reichen«.

Aus: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 3/2008

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