Über Grafik lässt sich immer streiten
Es ging schon auf der Mitgliederversammlung in Speyer los: Kaum war das neue Logo des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer auf die Leinwand geworfen, begann das Getuschel in den Reihen. "Zu Rot!" sagen die einen, "Wo ist das Violett?" die anderen. Einige können den Pfeil nicht erkennen, anderen ist das Kreuz zu klein. Schon werden Alternativentwürfe auf das Papier gekritzelt. Es ist eigentlich wie immer: Der Streit über die Grafik wird mit einer Leidenschaft geführt, die man sich auch bei manchem Sachthema wünscht.
Aber die Sache hat auch etwas Positives: Endlich kommt was in Bewegung, Menschen, die vorher wenig voneinander wussten, beginnen sich auszutauschen. Wir definieren uns eben doch sehr stark über unseren Geschmack und unsere ästhetischen Vorlieben. Insofern freue ich mich, dass der Verband nach einer langen Phase der Unzufriedenheit über das eigene Erscheinungsbild etwas Neues gewagt hat. Über das Ergebnis darf gerne gestritten werden. Denn die Geschmäcker sind so verschieden wie die Menschen. Gott sei Dank!
Aus dem Verband
2 Kommentare zu diesem Beitrag
Ein Kommentar von Erneuerer / 30.05.2009
In der Kirche bewegt sich zur Zeit wenig, von den vielen Zusammenschlüssen und ewigen Reformdiskussionen mal abgesehen. Daher tut ein neues Design schon mal gut. Aber ich kann meinem Vorgänger nur Recht geben. Bitte nicht nur an der Oberfläche. Wo sind die Anstösse, die im Beruf neuen Schwung geben? Ich weiss, das man das nicht unbedingt von Berufsvertretern erwarten kann. Aber schön wär es doch. Nicht nur Interessenvertretung sein, sondern Visionen für den Dienst und die Kirche formulieren und leben. Traut Euch doch mal was!
Ein Kommentar von Thomas / 21.05.2009
Organisationen brauchen Gesichter - so ist das nun mal. Egal ob in der Wirtschaft oder bei Kirchens. Das Gesicht des Verbandes war ja schon ganz schön angestaubt. Das muss man sagen. Umso mehr freut es mich, dass es sich jetzt geändert hat! Aber frischen Wind bitte nicht nur an der Oberfläche!